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Leselupe.de > Ungereimtes
Nebelhaut
Eingestellt am 30. 03. 2003 19:16


Autor
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george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 88
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Nebelhaut

Über Jahre hab‘ ich versucht,
dich zu vergessen,
doch nachts kriechst du
in meine Träume.

Dein Gesicht, deine Stimme,
dein Atem, dein Haar,
der Geschmack deiner Lippen.

In schlimmen Träumen,
zerfließt deine Haut in eisigem Nebel
bei meinem Berühr'n.

Manchmal rede ich mit dir, lautlos,
zeige dir Welten
durch meine Augen.

Manchmal suche ich dich, ziellos,
auf Bahnhöfen, Flughäfen,
in fremden Städten.

Und ich weiß nicht,
ob du spürst,
ob du fühlst, ob du ahnst,
daß sich nichts geändert hat.

Und ich weiß nicht einmal,
ob du noch lächelst,
ob du noch liebst,
ob du noch lebst.


30.3.2003
__________________
© Jürgen Locke

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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zwiespalt

Hallo, george,

einen inneren Zwiespalt hast Du hier sehr gut geschildert: Das Tagesbewußtsein möchte vergessen, das Unterbewußtsein aber nicht, aus welchen Gründen auch immer. Sehr nüchtern teilst Du das mit. Trotzdem gelingt es einem in diese Träume mit hineinzugehen.

Wünsche Dir eine gute Nacht mit heute vielleicht angenehmen Träumen?

Liebe Grüße Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Schakim

Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 2002

Werke: 3
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Deine Träume...

Hi, george!



So mancher denkt ans Glück zurück,
Warum es ihn verliess -
Darin liegt doch ein ganzes Stück,
Das einstmals Leben hiess.

So mancher würde noch einmal,
Den Versuch allein nur wagen...
Was käm' heraus? Erneute Qual!
Und viele neue Fragen...


Guten Wochenstart!
Schakim
__________________
§§§> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim Aufblühen <§§§

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Holger
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo George,
ich mag Deine Texte, weil sie meiner Bilder- und Gefühlswelt sehr nahe kommen. Genau diese Situation kenne ich auch und grüble genauso an Worten dafür.
Ich hätte mir ein paar speziellere Metaphern gewünscht,
die den Text noch etwas mehr abheben.

Beste Grüße
Holger

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george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 88
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Hallo Holger,

danke für Dein Interesse an meinen Texten.

Ich wollte/konnte einfach keine Schnörkel/Metaphern benutzen. Warum Dinge komplizierter ausdrücken als sie sind? Ich habe so viele wissenschaftliche Texte junger Leute korrigiert, die Wissenschaftlichkeit hinter komplizierten Begriffen versteckten bzw. sie darin vermuteten, dass ich mit den Jahren immer simpler, direkter formuliere - wenigstens versuche ich es.

Vielleicht liegt es daran, dass auch hier manche meiner Texte so pragmatisch/selbstverständlich, fast simpel daherkommen....Aber wahrscheinlich ist diese "Berufskrankheit" nicht der einzige Grund...

Mir ist gestelztes Schreiben und Pseudo-Intellektualität einfach ein Grauen.

Herzliche Grüsse

__________________
© Jürgen Locke

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, George,
in Deinem Kommentar kann ich mich ja selber entdecken -
auch ich hasse Pseudo-Intellektualität. Fein, wenn man das
von anderen hört!!!
Ach, so, Dein Gedicht gefällt mir sehr!!!! Hätte ich beinahe
vergessen : (((( sorry

Sende Dir liebe Grüße

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