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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Nebenverdienst
Eingestellt am 12. 06. 2004 18:36


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Pacman
Schriftsteller-Lehrling
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Nebenverdienst

"M√§nner, schwere Zeiten kommen auf uns zu. Zum Gl√ľck wei√ü ich, da√ü ich mich voll und ganz auf euch verlassen kann. Wir d√ľrfen uns nicht auf dem erreichten Standart ausrzuhen. Flexibilit√§t und Visionen hei√üen die Zauberworte. Um es auf den Punkt zu bringen, ich habe eine neue Verdienstquelle erschlossen. Ein Zubrot gewisserma√üen!"

Zw√∂lf Lastwagenfahrer befanden sich wie jeden Freitag Abend in der Kantine, um den Einsatzplan f√ľr n√§chste Woche zu besprechen. Harte Kerle mit Bauch und durchgeschwitzten Achseln. Mancher Arm verziert mit T√§towierungen. Unruhig war es. Alle wollten rasch nach Hause. Die vergangene Arbeitswoche war schrecklich. Besonders wegen der hochsommerlichen Temperaturen. Wie erschlagen sa√üen sie da, durchgeschwitzt und ausgebrannt. Es roch, wie in einer Umkleidekabine bei Turnvater Jahn. Scharfe m√§nnliche Ausd√ľnstungen schnitten die Luft wie Rasierklingen.

"Maul halten M√§nner! Nur f√ľr zehn Minuten. Bitte! Es ist zu eurem eigenen Vorteil!"

Anfängliches Gemurmel der Fahrer wich einem ungläubigen Staunen, als sie hörten, was ihr Chef ihnen vorschlug. Herr Rubens mußte all seine Autorität aufbieten, um die Männer zum Schweigen zu bringen.
Als er endete, erhob sich empörtes Geschrei. Schlagartig kam Leben in die Fernfahrer. Eine unerhörte Beleidigung war das. Wie konnte man nur auf den Gedanken kommen, so etwas nur in Betracht zu ziehen.





Mit dieser Reaktion hatte Herr Rubens gerechnet. Deswegen hatte er sich sein bstes Argument bis zum Schluß aufgehoben. Die Entlohnung!

"Bitte, bitte, bitte", schrie er. "Ich wei√ü, da√ü es euch schwer f√§llt, mich bis zum Ende anzuh√∂ren, aber gebt mir wenigstens eine Chance. Lasst uns √ľber Geld sprechen!"

Als es einigermaßen ruhig wurde, fuhr er fort.

"Also, jeder von euch ist pro Woche f√ľnf Tage unterwegs. Zw√∂lf Fahrer sind bei uns besch√§ftigt. Das hie√üe zw√∂lf mal f√ľnf St√ľck. Nach Adam Riese w√§re das genau 60. Jeden Freitag werde ich f√ľnf davon an jeden Fahrer ausgeben und am kommenden Freitag gebt ihr sie wieder bei mir ab und bekommt frisches Arbeitsmaterial! Ich bezahle euch pro St√ľck zwei Euro. Bei durchschnittlich 22 Arbeitstagen w√§re dies ein Zusatzverdienst von 44 Euro monatlich. Steuerfrei wohlgemerkt! Aufs Jahr hochgerechnet hei√üt das ungef√§hr 500 Euro Nebenverdienst. Damit kann man einiges anfangen. Einen Fernseher kaufen oder einen Urlaub auf Ibiza. Den Kindern eine Freude machen...! Noch etwas. Derjenige, dessen Arbeitsmaterial die deutlichsten Gebrauchsspuren aufweist, bekommt von mir eine zus√§tzliche Pr√§mie in H√∂he von zehn Euro. Ich mu√ü meine Kundachaft zufrieden stellen. Die wollen etwas sehen f√ľr ihr Geld und erwarten ein wenig mehr, als nur ein zartes Ger√ľchlein. Nat√ľrlich kann ich euch nicht zwingen, aber in schwierigen Zeiten mu√ü man zusammenhalten. Der Konkurrenzkampf ist m√∂rderisch und vege√üt nicht, da√ü einiges f√ľr euch rausspringt!Selbstverst√§ndlich bleibt alles unter uns. So, auf mich wartet noch Schreibkram. Ich ziehe mich f√ľr ein halbe Stunde zur√ľck. Diskutiert die Sache aus, bis ich zur√ľck bin!"

Nach knapp 30 Minuten betrat Herr Rubens wieder die Kantine. "Na, wie habt ihr euch entschieden?"
Nach anfänglichen Schweigen, sagten ihm seine Fahrer zögerlich ihre Bereitschaft zu.

"Damit ihr seht, da√ü ich mich nicht ausschlie√üe, beweise ich euch, da√ü gar nichts, aber wirklich rein gar nichts dabei ist." Langsam begann er seinen G√ľrtel zu √∂ffnen und die Hosen herunter zu lassen. Jetzt war das Eis gebrochen und alle fingen schadenfroh zu lachen an.

"Wir wollen keine Zeit verlieren und gleich damit anfangen. Der fr√ľhe Vogel f√§ngt den Wurm!"
Brav stellten sie sich in einer Reihe auf und jeder nahm f√ľnf Damenslips in Empfang. "So, seht zu, da√ü ihr nach Hause kommt. Das beste, ihr versteckt die Sachen im F√ľhrerhaus, damit eure Frauen nicht auf dumme Gedanken kommen".

Am nächsten Montag gab Herr Rubens in einem bekannten Sexkontakt-Magazin folgendes Inserat auf:

NEU! NEU! PETRAS SAFTIGE DUFTW√ĄSCHE!!!! Ich schicke dir meine getragene Duftw√§sche. (Schl√ľpfer und auf Wunsch auch mehr) Sonderw√ľnsche m√∂glich. 15 Euro Vorkasse bitte an: Petra, Postfach....

Ende
__________________
Pacman

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knychen
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nicht so weit hergeholt

hallo pacman,
die idee an sich ist gut, wenn auch nicht ganz neu. auch meine kollegen und ich haben zum zeitvertreib √ľber die sonderbarsten arten des nebenverdienstes nachgedacht, unter anderem auch die von dir geschilderte. nat√ľrlich nur spa√üeshalber.
aber zwei sachen gehen gar nicht in deiner geschichte.
1. kriegt es auch der beste chef nicht hin, daß seine zwölf fernfahrer am freitagnachmittag wie immer alle auf dem firmenhof stehen. wenn doch, dann möchte ich dort arbeiten.
und 2. kann ich mir nicht vorstellen, da√ü jemand, egal ob fernfahrer, damenfriseur oder streifenpolizist, eine solch ehrabschneidende idee f√ľr ganze 44 euro im monat in die tat umsetzt.
aber abgesehen von diesen zwei punkten fand ich den stil ganz gut und den griff in die klischeekiste schiebe ich auf das recht eines jeden satireschreibers. nur stellt sich dann die frage: warum bei "erotisches"?
gruß aus berlin von knychen
__________________
kny

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EviEngel
Manchmal gelesener Autor
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Nebenverdienst

"M√§nner, schwere Zeiten kommen auf uns zu. Zum Gl√ľck wei√ü ich, da√ü ich mich voll und ganz auf euch verlassen kann. Wir d√ľrfen uns nicht auf dem erreichten Standart ausrzuhen. Flexibilit√§t und Visionen hei√üen die Zauberworte. Um es auf den Punkt zu bringen, ich habe eine neue Verdienstquelle erschlossen. Ein Zubrot gewisserma√üen!"

Zw√∂lf Lastwagenfahrer befanden sich wie jeden Freitag Abend in der Kantine, um den Einsatzplan f√ľr n√§chste Woche zu besprechen. Harte Kerle mit Bauch und durchgeschwitzten Achseln. Mancher Arm verziert mit T√§towierungen. Unruhig war es. Alle wollten rasch nach Hause. Die vergangene Arbeitswoche war schrecklich. Besonders wegen der hochsommerlichen Temperaturen. Wie erschlagen sa√üen sie da, durchgeschwitzt und ausgebrannt. Es roch, wie in einer Umkleidekabine bei Turnvater Jahn. Scharfe m√§nnliche Ausd√ľnstungen schnitten die Luft wie Rasierklingen.

"Maul halten M√§nner! Nur f√ľr zehn Minuten. Bitte! Es ist zu eurem eigenen Vorteil!"

Anfängliches Gemurmel der Fahrer wich einem ungläubigen Staunen, als sie hörten, was ihr Chef ihnen vorschlug. Herr Rubens mußte all seine Autorität aufbieten, um die Männer zum Schweigen zu bringen.
Als er endete, erhob sich empörtes Geschrei. Schlagartig kam Leben in die Fernfahrer. Eine unerhörte Beleidigung war das. Wie konnte man nur auf den Gedanken kommen, so etwas nur in Betracht zu ziehen.

Mit dieser Reaktion hatte Herr Rubens gerechnet. Deswegen hatte er sich sein bstes Argument bis zum Schluß aufgehoben. Die Entlohnung!

"Bitte, bitte, bitte", schrie er. "Ich wei√ü, da√ü es euch schwer f√§llt, mich bis zum Ende anzuh√∂ren, aber gebt mir wenigstens eine Chance. Lasst uns √ľber Geld sprechen!"

Als es einigermaßen ruhig wurde, fuhr er fort.

"Also, jeder von euch ist pro Woche f√ľnf Tage unterwegs. Zw√∂lf Fahrer sind bei uns besch√§ftigt. Das hie√üe zw√∂lf mal f√ľnf St√ľck. Nach Adam Riese w√§re das genau 60. Jeden Freitag werde ich f√ľnf davon an jeden Fahrer ausgeben und am kommenden Freitag gebt ihr sie wieder bei mir ab und bekommt frisches Arbeitsmaterial! Ich bezahle euch pro St√ľck zwei Euro. Bei durchschnittlich 22 Arbeitstagen w√§re dies ein Zusatzverdienst von 44 Euro monatlich. Steuerfrei wohlgemerkt! Aufs Jahr hochgerechnet hei√üt das ungef√§hr 500 Euro Nebenverdienst. Damit kann man einiges anfangen. Einen Fernseher kaufen oder einen Urlaub auf Ibiza. Den Kindern eine Freude machen...! Noch etwas. Derjenige, dessen Arbeitsmaterial die deutlichsten Gebrauchsspuren aufweist, bekommt von mir eine zus√§tzliche Pr√§mie in H√∂he von zehn Euro. Ich mu√ü meine Kundachaft zufrieden stellen. Die wollen etwas sehen f√ľr ihr Geld und erwarten ein wenig mehr, als nur ein zartes Ger√ľchlein. Nat√ľrlich kann ich euch nicht zwingen, aber in schwierigen Zeiten mu√ü man zusammenhalten. Der Konkurrenzkampf ist m√∂rderisch und vege√üt nicht, da√ü einiges f√ľr euch rausspringt!Selbstverst√§ndlich bleibt alles unter uns. So, auf mich wartet noch Schreibkram. Ich ziehe mich f√ľr ein halbe Stunde zur√ľck. Diskutiert die Sache aus, bis ich zur√ľck bin!"

Nach knapp 30 Minuten betrat Herr Rubens wieder die Kantine. "Na, wie habt ihr euch entschieden?"
Nach anfänglichen Schweigen, sagten ihm seine Fahrer zögerlich ihre Bereitschaft zu.

"Damit ihr seht, da√ü ich mich nicht ausschlie√üe, beweise ich euch, da√ü gar nichts, aber wirklich rein gar nichts dabei ist." Langsam begann er seinen G√ľrtel zu √∂ffnen und die Hosen herunter zu lassen. Jetzt war das Eis gebrochen und alle fingen schadenfroh zu lachen an.

"Wir wollen keine Zeit verlieren und gleich damit anfangen. Der fr√ľhe Vogel f√§ngt den Wurm!"
Brav stellten sie sich in einer Reihe auf und jeder nahm f√ľnf Damenslips in Empfang. "So, seht zu, da√ü ihr nach Hause kommt. Das beste, ihr versteckt die Sachen im F√ľhrerhaus, damit eure Frauen nicht auf dumme Gedanken kommen".

Am nächsten Montag gab Herr Rubens in einem bekannten Sexkontakt-Magazin folgendes Inserat auf:

NEU! NEU! PETRAS SAFTIGE DUFTW√ĄSCHE!!!! Ich schicke dir meine getragene Duftw√§sche. (Schl√ľpfer und auf Wunsch auch mehr) Sonderw√ľnsche m√∂glich. 15 Euro Vorkasse bitte an: Petra, Postfach....

Ich habe zwei Dinge nicht verstanden, Pacman.

1. Wieso setzt man unter eine fremde Geschichte, um sie zu kommentieren, einen Full-Quote der Geschichte?

2. Was hat ein solch alter und lahmer Witz hier unter den erotischen Geschichten zu suchen?

Mit mir hat auch jemand einen Full-Quote veranstaltet, ohne Kommentar und ohne auf meine Fragen zu antworten. Du hast es weiter unten bei einer anderen Geschichte ebenfalls getan.
Damit du weißt wie es ist, baue ich dir ebenfalls einen ein. Falls er dich stört, melde dich.

Gruß Evi :-)

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Grauschimmel
Häufig gelesener Autor
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ohne Vorwort

Liebste EviEngel, wieder so ein Griff in die Mottenkiste. Ich verstehe, obwohl ich mal in Strategie und Taktik etwas gr√∂√üerer Verb√§nde Staub gewischt habe, Deine Kriegsf√ľhrung
nicht. Was hat pacman mit Deinen Geschichten zu tun? Es sei denn… Du warst schon mal hier? So unter anderem Namen… gräbst jetzt das blutige Kriegsbeil wieder …
Na da können sich ja so einige Manche, frei nach dem Besuch der alten Dame von F.D., warm anziehen…
Ich bin gespannt, aber mit Dir einig, der pacman hat vor mehr als 8(in Worten acht) Jahren eine grottenschlechte Erotikgeschichte eingestellt.
Liebe vorweihnachtliche Gr√ľ√üe vom Grauschimmel!

__________________
Ich will dem Namenlosen in mir Worte schenken, dass ich verstehe und zu hören bin.

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Dominik Klama
???
Registriert: Nov 2008

Werke: 40
Kommentare: 685
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Ha, lustige Diskussion - und wie es ausschaut, hat bisher ja noch keiner hingeschrieben, dass man solche Antworten aber nicht als "konstruktive Kritik und tiefere Analyse" absenden darf, weil sie sich nicht genug mit dem Inhalt des eigentlichen Text-Werkes befassen t√§ten, sondern als "Textassoziationen". Und wo die anderen es d√ľrfen, dann ich doch auch - und stelle es also "konstruktiv" ein.

Och ja, der Text ist nat√ľrlich so ein Minigeschichtlein, das ziemlich aufgeblasen wurde. So ein ausgelutschter Witz. Aber die Leute bringen immer mal wieder so was. Sowohl bei Erotik wie nat√ľrlich bei Humor, wie auch bei Kurzgeschichte und Kurzprosa. Dass sie es irgendwo hinpacken, kann man ihnen schlecht verwehren - und wo dann genau, macht den Kohl auch nicht mehr fett.

Es gibt (und zwar schon sehr lange) diese Anzeigen aber ja wirklich, dass anscheinend irgendwelche Leute tats√§chlich Geld zahlen, damit ihnen Unterw√§sche von Leuten zugeschickt wird, die nach K√∂rpern duftet, welche die von diesen Bestellern erotisch estimierten K√∂rper sind. Habe allerdings keine Ahnung, wie viel M√§use man mit dergleichen machen k√∂nnte. Ich habe noch nie was bestellt, wei√ü daher nicht, was das in etwa kostet. Und ich stelle mir vor, dass die Abnehmerschaft einigerma√üen begrenzt sein d√ľrfte. Dass man anfangs gut Kohle macht, dann das Business aber allm√§hlich austr√∂pfelt, weil die Typen jetzt ihre Duftw√§sche haben bzw. eine neuere Versenderin entdeckt haben, die meinetwegen schwarz ist und auch noch Fotos von ihren gespreizten Beinen mit ins P√§ckle legt.

Aber in Wahrheit antworte ich hier nur wegen Evi Engels Totalquote und ihrem √Ąrger dar√ľber, dass andere Leute so etwas tun.

Also ich, ich hab es noch nie gemacht. Ich hab blo√ü schon seitenweise den Leuten Antworten drunter geschrieben, die sich mit ihrem Werklein eigentlich gar nicht befassten. Von daher sind mir diese Hinweise vertraut, dass man was "Spontanes" nicht als "Konstruktives" posten d√ľrfe.

Und ich muss ja sagen, ich kenne andere Foren, da passiert es viel regelmäßiger als in der LL. Ich war die ersten Male, wo ich so was sah, höchst verwundert. Das Werk steht oben. Dann, direkt darunter, kopiert jemand den gesamten Text noch mal, ohne irgendwas zu ändern, stellt vielleicht zwei Gelächter- oder Daumenhoch-Smileys drunter oder schreibt: "Du, super, du! Danke dir."

In so einem Fall kapiere ich immer noch nicht, warum die das tun. In anderen F√§llen, wo dann doch noch ein wenig kritische Auseinandersetung drunterstand, dachte ich mir: Wahrscheinlich hat der den Text vorweg gesamtmarkiert und zwischenkopiert, dann hat er das Antwortfenster aufgeklickt, den Gesamttext reingesetzt, weil er ihn dort dann gleich zur Hand hatte, besser √ľberblicken konnte. Dann wollte der einzelne Stellen rauszuchen, zu denen er was bemerken wollte. Die sollten stehen bleiben. Den Rest dazwischen wollte er wegl√∂schen. Dann hat das Telefon geklingelt und er hat zwei Stunden mit seinem Kumpel Heinz geredet und danach gemerkt, dass der Tag schon weit fortgeschritten war und er es so aufw√§ndig nicht mehr machen konnte. Dann hat er eine Kritk in drei Zeilen drunter getippt und auf Senden geklickt. Nachher hat er gedacht, na ja, das Totalzitat h√§tte ich l√∂schen k√∂nnen, denn der Urtext steht ja gleich oben dr√ľber. Aber egal, passiert ist passiert. Immerhin sieht jetzt mein Beitrag viel gewaltiger und bedeutender aus. Das z√§hlt auch irgendwo.

Ich fand dann irgendwann mal raus, dass die an sich abstruse Totalzitiererei einem als Dritten auch helfen kann. N√§mlich suchte ich, wobei das jetzt schon eine geraume Zeit her ist, einstens monatelang in der LL nach Texten mit Hilfe der Inhaltssuchfunktion/Fernglas. Vorstellbar w√§re in dieser Hinsicht, dass ich obigen Text aufgesp√ľrt h√§tte, indem ich in das Fernglas die Buchstaben SEX SCHL√úPFER ACHSEL eingegeben h√§tte. Man k√∂nnte sich vorstellen, dass ich von vornherein nur was lesen wollte, das um Sex ging. Jetzt alleine SEX einzugeben, hilft nicht weiter, denn dann bekomme ich eine unendlich lange Trefferliste, weil das ein Allerweltswort ist, was auch in irgendwelchen humoristischen Texten und sogar Reimgedichten vorkommt. Vorstellbar w√§re auch, dass ich selber einen ausgesprochenen Schl√ľpfer-Fetisch h√§tte. Und nicht allein das, ich h√§tte auch noch einen Achselschwei√üfetisch. Ich w√ľrde immer sehr geil, wenn ich jemandem die Achseln lecken d√ľrfte. Und jetzt eben diese Kombination Sex plus Schl√ľpfer plus Achsel... Wie viele LL-Texte mit dem allem drin gibt es wohl? Und wenn, das m√ľssten doch eigentlich alle welche sein, die mich ansprechen.

Na ja. Man hat schon √∂fter Pech. Man gelangt hier zu diesem, was einen gar nicht interessiert. Ja, aber, noch wilder: Man gelangt zu Texten, die es gar nicht mehr gibt, die weg sind, die gel√∂scht sind. Jemand stellt da so ein Geschichtlein rein und dann schreiben f√ľnf Leute drunter, es sei peinlich. Dann kann sein, dass dieser Autor es wieder l√∂scht. Manchmal hatte ich tats√§chlich den Eindruck, dass aber die LL-Suchmaschine diese Texte immer noch findet, auch wenn sie einem nachher nicht lesbar erscheinen. Da kommt der Thread, da steht nur: "Autor hat sein Werk gel√∂scht." Dennoch wei√ü man jetzt, in dem Werk kamen einst die Worte Sex, Schl√ľpfer und Achsel vor. Eine dann irgendwie unbefriedigende Situation, denn genau auf das, was einem zu lesen verwehrt wird, ist man besonders neugierig. Nun gab es an solchen Stellen hin und wieder aber die Totalzitierer!

Jeder Autor kann jederzezit jedes Werk von sich wieder weglöschen. Er kann nur den Thread nicht löschen. Der Titel und das Genre und der Autornamen bleiben stehen, der eigentliche Text ist weg. Kein Autor kann eine Anwort von jemandem anders löschen. Also auch nicht die Antwort, die nur aus einem Totalzitat des Werkes besteht! Derjenige, der antwortet, möglicherweise nur aus Versehen ein Totalzitat absendet, kann dieses nachher noch ändern oder löschen. Aber nur 15 Minuten lang, danach blockiert das System.

Somit k√∂nnen Totalzitate etwas f√ľr die Nachwelt retten, was der Autor nicht gerettet haben wollte. Solche Autoransichten k√∂nnen t√§uschen. Kafka wollte auch vor der Nachwelt verborgen halten, was er geschrieben hatte.

(Ansonsten: Grauschimmel hat, glaube ich, was missverstanden. Mir kommt eher vor, dass Pacman ihr irgendwo ein Totalzitat von einem Evi-Text drunter gepostet hat, wor√ľber sie sich ge√§rgert hat, was sie ihm jetzt heimzahlen wollte. Dass dieses aber nicht vor vielen Jahren und unter anderen Namen geschah. Sondern schon irgendwo hier unter den Nicknamen Pacman und EviEngel. Mich pers√∂nlich interessiert das jetzt nicht so sehr, dass ich ihm hinterher sp√ľre.)

Man darf wohl davon ausgehen, dass so eine getragene Unterw√§sche mit K√∂rpergeruch immer wenigstens so viel kosten muss wie die Unterw√§sche mal neu gekostet hatte. Dann, vorausgesetzt, man findet √ľberhaupt K√§ufer, lohnt es sich sowieso: Man tr√§gt Unterw√§sche, muss seine Unterw√§sche aber niemals waschen, man bekommt laufend neue Unterw√§sche.

__________________
14.11.2015 Forum Lupanum Threads Höhe Zeit Aufklärung Verteidiger: Es ist genug.

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