Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92250
Momentan online:
198 Gäste und 10 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Neues aus dem Apfel
Eingestellt am 12. 09. 2002 11:00


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Insel mit Palme
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2002

Werke: 3
Kommentare: 1
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

NEUES AUS DEM APFEL

+++ Großvater Mond +++

Ich sitze hinter dem Fenster meines Apfels. Blicke durch dieses Fenster auf die, von der Dunkelheit liebkoste, Wiese. Der Mond scheint sanft und zĂ€rtlich auf die Wiese herab. Er erinnert mich an einen Großvater, der in einem Schaukelstuhl sitzt und seinem Enkel dabei zusieht, wie dieser versucht ein Puzzle zu lösen. Mit Zorn und Wut schlĂ€gt dieser kleine Mensch, mit ungeahnter Kondition, die Teile ineinander. Er formt sie nach seinem Willen – einem sturen Willen. Immer mehr Teile fallen dem Kind zum Opfer und immer grĂ¶ĂŸer wird sein Frust, da das Puzzle, durch die Deformierung, nicht dem Muster auf der Packung gleicht. Nein - es Ă€hnelt ihm nicht einmal. Der Mann aber schaukelt nur und beobachtet seinen Enkel. Er schaukelt, wĂ€hrend die dumpfen FaustschlĂ€ge des SprĂ¶ĂŸlings zu hören sind. Ich möchte das Gesicht des Mannes sehen. Gespannt blicke ich zum Mond empor, blicke in das sanfte Licht Er scheint zu lĂ€cheln. Ja – tatsĂ€chlich er lĂ€chelt. Ich blicke ihn wie gebannt an. Er sieht so wahnsinnig erfahren aus. Ein Großvater, der viele durchlebt und viel gesehen hat. Er lĂ€chelt zufrieden. Ich fĂŒhle mich geborgen und eine angenehme, fast einschlĂ€fernde, WĂ€rme beginnt in mir aufzusteigen. Er hat schon ziemlich viele Falten und weiß, dass er in den nĂ€chsten 20 Jahren sterben wird. Doch dieser Fakt, der scheint ihn ĂŒberhaupt nicht zu trĂŒben. Ich fĂŒhle mich sehr klein und unerfahren - ein kleines zerbrechliches Licht. Er blickt geduldig und es scheint, als hĂ€tte er unendlich viel Zeit. Wahrscheinlich erinnert ihn sein Enkel an Erlebnisse aus seiner Kindheit, wahrscheinlich entdeckt er sich in seinem Enkel wieder. Und obwohl er doch so viele Falten hat, ist er doch wunderschön. Ein Unikat – einzigartig und unersetzbar. Ich neige meinen Kopf und blicke zu dem kleinen Jungen, der nun sein Werk vollbracht und eine Puzzleteilcollage produziert hat. Nun beginne auch ich zu grinsen. Ich frage mich, ob der Großvater immer noch lĂ€chelt und blicke erneut zum Mond empor. Da! TatsĂ€chlich. Seine Mundwinkel strotzen immer noch vor Charakter vollendeter GĂŒte. Doch irgend etwas irritiert mich. Er scheint nicht mehr seinen kleinen Enkel, der enttĂ€uscht auf der Mitte des alten Teppichs hinter seinem Werk sitzt, anzublicken. Nein. Sein Blick ist auf mich gerichtet. Auf mich? Ja. TatsĂ€chlich – er schaut mich an. Ich spĂŒre etwas seltsames in meiner geschlossenen Hand und starre diese erschrocken an. Ich nehme all meinen Mut zusammen und beginne diese geschlossene Hand langsam zu öffnen. In ihr befinden sich die Pappereste eines, vor Wut zerstören, Puzzleteils. Ich blicke irritiert zum Großvater empor und er – er lĂ€chelt mich an.

Apfelwurm

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zefira
???
Registriert: Jan 2001

Werke: 14
Kommentare: 1113
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Zefira eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Hallo Insel...

...wÀre schade,wenn dieser Text so untergeht ohne Kommentar.

Vielleicht wird er nicht so richtig verstanden?

Mir gefĂ€llt zwar das Bild mit dem Großvater und dem Enkel, der auf sein Puzzle einprĂŒgelt. Auch das Schlußbild mit dem Puzzleteil in der Hand des ErzĂ€hlers, das den Text ein wenig zur Allegorie macht - so sehe ich es. Das gibt schon Stoff genug zum RĂ€tseln.
Aber warum hast Du das ausgerechnet in den Apfel verlegt?
So wie ich den Text verstehe, gehört das Puzzleteil in die Hand eines Menschen, nicht in die eines Apfelwurms - UnfĂ€higkeit zur Eigenschöpfung - Zerstörung aus Wut ĂŒber diese UnfĂ€higkeit.

Oder phantasiere ich jetzt zuviel hinein?

Ein paar Kleinigkeiten gefallen mir nicht so:
- das Wort "Frust" paßt von der Stilebene her nicht in den Text -
... und hier:
"Seine Mundwinkel strotzen immer noch vor Charakter vollendeter GĂŒte"
- was bitte ist "Charakter vollendete GĂŒte"??

Nun ja - doch, ein schöner Text!
Zefi

Bearbeiten/Löschen    


Parsifal
Guest
Registriert: Not Yet

Neues aus dem Apfel

Im Grunde mĂŒĂŸtest Du die ganze Geschichte neu schreiben: es gibt zu viele schiefe Bilder, falsche BezĂŒge und Wörter, die im Kontext absolut deplaziert sind. Zudem stört das hĂ€ufige Nachklappen einzelner Wörter am Ende von SchachtelsĂ€tzen.

- "...seinem Enkel dabei zusieht, wie dieser ..."; besser: seinem Enkel beim Puzzlespiel zusieht.
- Was ist "ungeahnte Kondition"?
- "Wahnsinnig erfahren" ist Teenager-Slang.
- "Fakt" paßt in diesen Text wie die Faust aufs Auge!
- Ich habe noch keinen Mundwinkel vor Charakter strotzen sehen.

Parsifal

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!