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Leselupe.de > Humor und Satire
Neueste Enthüllungen über die Braut
Eingestellt am 12. 03. 2006 13:03


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schreibfuchs
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2006

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Wo sind die vielen Bräute hin?
Liegt nicht jedem Mann diese Frage auf der Seele?


Was ist eine Braut?
Ist sie ein Fabelwesen oder eine Märchengestalt?

Ein Insider sagte: Eine Braut sei ein weibliches Wesen!

Oh Pardon, ein weibliches Wesen, ist ja schon mal nicht schlecht! Ich kenne viele dieser Wesen, die sich nicht nur durch ihr Geschlecht vom Mann unterscheiden. Einige von ihnen sind geschieden, auch zum wiederholten Male. Andere wiederum sind ledig und gehen herum wie ein brüllendes Raubtiere, andere wie schnurrende Schoßkätzchen. Doch alle sind auf der Suche, ihren Pedant fürs Leben zu finden. Wieder andere (wohl die meisten) lassen sich einfach vom Mann finden. Doch alle kommen (wenn es darauf ankommt) schüchtern, anschmiegsam und schutzbedürftig daher, um „den Mann an ihrer Seite“ zu finden.

Die Brautphase

Diese Phase ist an keine zeitliche Vorgabe gebunden und genau aus diesem Grund verschieden lang. Man hat schon von wenigen Tagen (beschleunigte Brautschaft), bis hin zu vielen Jahren (ewige Brautschaft) gehört. Doch, wer oder was ist eine Braut?

Eine Braut im Sinne der Hochzeit gibt sich als weiße Lichtgestalt, die mit ihrem langen Gewand oder Brautkleid aus Tüll, Spitze und Perlen federleicht, wie ein Wesen aus Licht, Luft und Liebe, scheint. So macht sie sich höchst begehrenswert. Die Braut besitzt erfahrungsgemäß, neben gut funktionierenden nützlichen Eigenschaften wie Häuslich- und Sparsamkeit, einen großen Sex-Appeal und lässt bei ihrem Bräutigam nichts unversucht, diese Dinge vorerst nicht abhanden kommen zu lassen.

Bräute wird es immer geben! Das ist schlichtweg eine Tatsache. Doch wo verbergen sich die Bräute nach dem Hochzeitsfest? Schaut man in das kurzlebige und schöne Gesicht einer Braut, so erkennt man einen Anflug von Liebe, Glück, Verheißung, Lebensfreude- und Lust! Doch sucht man beispielsweise Wochen später genau das gleiche Gesicht, so ist es nicht mehr aufzufinden!

Aber warum?
Glaubt die Braut nun Mann und Auskommen sicher zu
haben?
Ist es der Alltag, der die Braut zur normalen Ehefrau
mutieren lässt?
Ist es wirklich nur das besondere Outfit einer Braut,
die sich ansonsten nicht von der normalen Frau
unterscheidet?
Haben die Prioritäten und Anstrengungen, die bei einer
Braut vor der Eheschließung galten, keine Gültigkeit
mehr?

Über die Motivationen der Bräute, die zunächst noch relativ uneigennützig schienen und im Dunkeln lagen, wurden Versuche angestellt. Es wurde ihr Verschwinden hinterfragt. Man ließ alle Schleier fallen und gelangte zu folgendem Ergebnis:

Die weibliche Person durchlebt eine Metamorphose.

Die Metamorphose ist die Wandlung oder die Entwicklung eines Lebewesens bis hin zur vollen Entfaltung aller lebens- und fortpflanzungswichtiger Funktionen. Also, bis hin zum perfekten Lebewesen, welches dann auch ein anderes Aussehen haben kann!

Die weibliche Person, die eine Braut gab, ist also nicht mehr da! Sie ist verschwunden, quasi wie entrückt! In der Hochzeitsnacht war sie noch mit all ihren schönen Attributen gegenwärtig, doch bereits am nächsten Tag – einfach entschwunden. Entschwunden? So richtig trifft es nicht, denn die Braut ist nicht entschwunden, vielmehr rückt an ihre Stelle - eine Frau!

Wichtig!

Man beachte den Wortstamm –morph- abgeleitet von dem bekannten, aus der griechischen Mythologie entspringenden, „Gott Morpheus“ oder dem starken Rauschmittel „Morphin“. Übertragen auf unsere Braut bedeutet das: Die Hochzeitsnacht ist immer die End- oder Schlussphase in der Braut-Frau-Metamorphose.

Die End- oder Schlussphase der Metamorphose vollzieht sich immer mithilfe des Bräutigams:

Der Bräutigam fällt in einen tiefen, rauschähnlichen Schlaf. Er erwacht und hat keine Braut mehr, sondern eine Frau!

Die Formel des Standesbeamte bei der Eheschließung müsste also nach dem neuesten Stand der Erkenntnissen so lauten: Willst du, Anja* mit dem hier anwesenden Sören* deine Metamorphose beenden, die Brautschaft ablegen, den Bund fürs Leben schließen und ab morgen seine Frau sein.

Aufruf an alle Ehemänner!
Hört auf zu suchen! Sucht nicht nach eueren Bräuten, nach jenen Gestalten, die euch für eine kurze Zeit betört haben, und die Sinnlichkeit und Sehnsucht in einem waren. Ihr werdet sie nicht finden! Werdet sehend und erkennt: spätestens nach der Hochzeit ist die Sache gegessen!

* Namen sind frei erfunden und bilden keine Relevanz zu tatsächlich lebenden oder toten Personen!

__________________
©2006 by Andreas A.F. Tröbs
Alles bleibt anders!
Herbert Grönemeyer

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