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Leselupe.de > Anonymus
Neugier als Retter der Seele
Eingestellt am 15. 06. 2005 13:15


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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Neugier lag unter dem öden Baum, leidlich und klagend hingen dessen Äste hinab fast bis auf den kargen Boden. Eine einzige schĂŒchterne Knospe strecke sich in die Ungewissheit jener Stunde. Eine leise Stimme kam an ihr Ohr und Neugier schaute sich um bis sie ein unscheinbares gebrechliches Wesen im blauen Gewand gekleidet neben den morschen Wurzeln entdeckte. „Schau mich nicht so verwundert an, du Taugenichts, wĂ€hrend du deine Augen verschlossen hast, hatte ich meine liebe Not nun bist du mein letzter Halt.“ „Wer bist du denn, dass du mir Vorhaltungen machst und wie sollte gerade ich dir nun behilflich sein?“ entgegnet Neugier dem wunderlichen Winzling. „Ich bin Zuversicht und mit mir sind WĂŒnsche und TrĂ€ume, doch sie schĂ€men sich ihrer Nichtigkeit und kommen nicht heraus. Verzeih mir, aber du allein kannst uns noch retten!“ Traurig blicken die kleinen Augen sie an und die Stimme des Blauen ist pipsig doch schwer, als wĂŒrde in ihr alle Last liegen. „Schau den Baum unter dem du ruhst einst war er schön und stark aber sein GĂ€rtner hat ihn verlassen. Der Lebensmut ist gegangen und so schwindet mit ihm alles Sein. Wende deinen Blick in alle Richtungen und du wirst in allen Fernen eine stetig wachsende Mauer sehen, sie raubt uns die Luft“. Neugier erhebt sich schwer aus seinem Ruhebett, den Horizont zeichnen graue BĂ€nder bis weit in den Himmel hinauf. Dann erspĂ€ht sie ein GrĂŒppchen Belustigter und will zu ihnen eilen, doch ein Flehen bringt sie zum Einhalten. Zwei kunterbunte Knirpse springen hinter dem Baum hervor „Geh nicht, bitte! Sie sind nicht so, wie sie von hier erscheinen“. Neugier betrachtet die beiden „Ihr seit den wohl WĂŒnsche und TrĂ€ume nicht war? Aber wofĂŒr habt ihr euch geschĂ€mt?“ „Unsere GrĂ¶ĂŸe allein ist uns peinlich genug, liebe Neugier“ „Und was ist mit den Fremden dort?“ „Das sind Wut, Kummer, EnttĂ€uschung und Einsamkeit, was uns schwĂ€cht lĂ€sst sie gedeihen“. Zuversicht meldet sich wieder zu Wort „Wir haben keine Zeit fĂŒr lange ErklĂ€rungen, du musst gehen und die Mauer zerstören bevor es zu spĂ€t ist“ „Ich allein?“ „Nein, wenn du erstmal ein StĂŒck heraus gebrochen hast, so wirst du Helfer finden und gemeinsam lassen wir sie schwinden“ ein Blitzen leuchtet in den Augen und von einem Moment zum anderen scheint er verjĂŒngt. Gern hĂ€tte Neugier so viele Fragen gestellt, aber es trieb sie nun zu der Mauer, die sie nie zuvor erblickt hatte und an deren andere Seite sie sich nicht zu erinnern vermochte. Die Neugier begann an der Mauer zu kratzen und zu klopfen, was war es nur was so antrieb, wer warum nur war der Weg versperrt und was mochte auf der anderen Seite sein. Die Arbeit war mĂŒhsam und als ein kleines MĂ€dchen auf sie zusprang, stoppte sie ihr Tun. Das kleine MĂ€dchen begann sie auszulachen, wie so nur darauf komme die Mauer einreißen zu können, niemals wĂŒrde sie es schaffen und fĂŒr wenn sich ĂŒberhaupt alte. Die Neugier sackte zusammen und verharrte so einen Moment, hatte die Entmutigung sie ĂŒberzeugt? Wie ein kleines Kind begann sie gegen die Mauer zu treten und zu schlagen und rief dabei „Ich will aber, ich will, ich will wissen was, wieso, wo, wer, wie, warum und noch viel mehr!“ Unter ihrem Wollen bebte die Mauer und StĂŒcke brachen heraus und um so großer das Loch wurde umso grĂ¶ĂŸer wurde das Blumenmeer, das sich in die öde Landschaft zu erstrecken begann. Die Pflanzen wuchsen an den Mauern hinauf und sprengten sie in abertausende kleiner Teile. Als sich die Neugier umschaute wĂŒrde sie von der Liebe umarmt und sie konnte sehen wie die Zuversicht zu einem Jungen hĂŒbschen Mann gehĂŒllt in feinste blaue Seide heranwuchs und WĂŒnsche und TrĂ€ume die schönsten Farben des Regenbogens in der frischen Brise spielen ließen. Und aus der Ferne sahen sie gemeinsam in grĂŒn gekleidet den Lebensmut heran sausen und mit jedem seiner schritt zog die Blumenpracht weiter ins Land ein.

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Cosi
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2005

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Die Idee und die Umsetzung finde ich gelungen,die Geschichte gefĂ€llt mir. Lediglich diese Stelle finde ich, obwohl ich sehr fĂŒr solcher Art Stories empfĂ€nglich bin, ein wenig arg schmalzig. Aber das ist wohl Geschmackssache.*lĂ€chel*

"sehen wie die Zuversicht zu einem Jungen hĂŒbschen Mann gehĂŒllt in feinste blaue Seide heranwuchs und WĂŒnsche und TrĂ€ume die schönsten Farben des Regenbogens in der frischen Brise spielen ließen"

Ich bin kein Rechtschreib- Grammatikexperte, aber ich glaube da hat sich ein kleiner Fehlerteufel eingeschlichen ...

"Das kleine MĂ€dchen begann sie auszulachen, wie so nur darauf komme die Mauer einreißen zu können, niemals wĂŒrde sie es schaffen und fĂŒr wen sich ĂŒberhaupt halte."

Aber wie gesagt, ist nur meine Meinung und dem Gesamteindruck, dass es eine sehr schöne Geschichte ist, kann das keinen wirklichen Abbruch tun!

Einen lieben Gruss in den Abend Cosi

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