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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Neugierde( auszug einer geschichte bitte um kommentar)
Eingestellt am 18. 10. 2001 18:36


Autor
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Weg des Weisen
Hobbydichter
Registriert: Oct 2001

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Neugierde

Er hie├č Sven und war schon immer auf so ziemlich alles sehr neugierig. Er wollte schon in fr├╝hester Kindheit alles wissen, und war den ganzen Tag dabei, alle m├Âglichen Leute zu fragen. Er h├Ârte gar nicht mehr auf. Er merkte sich auch alles, jeden Wortfetzen den er aufschnappte konnte er wiederge-ben. Er fragte nach dem Aufstehen, beim Fr├╝hst├╝ck, auf dem Weg in die Schule, in der Schule, in der Pause (wobei er keinen Unterschied machte wem er fragte, egal ob es ein Lehrer, ein Sch├╝ler oder der Hausmeister war) auf dem Weg nach Hause, beim Mittagessen, beim Abendessen, beim Hausaufgaben machen, beim Spielen mit irgendwelchen Kindern und kurz, bevor er ins Bett ging. Er hatte Fragen wie: ÔÇ×Warum regnet es, warum ist der Himmel blau, warum schneit es, warm scheint die Sonne, war-um tragen wir Klamotten, warum gibt es Mann und Frau, warum gibt es die Schule, warum mu├č ich schlafen, essen und trinken, warum werden wir geboren, warum m├╝ssen wir sterben, warum heiraten manche und andere lassen sich scheiden, warum bin ich ein Junge, warum haben manche Sex und andere nicht.ÔÇť So ging das den ganzen Tag, und das waren noch die normalsten Fragen. Als er 14 wurde, h├Ârte er auf zu fragen. Als ihn seine Mutter ein paar Tage sp├Ąter mal fragte, was mit ihm los sei, da sagte er nur: ÔÇ×Ich habe die letzten Jahre so ziemlich alles erfahren was ich wissen wollte, aber das war nur die Theorie, jetzt hei├čt es die Praxis zu erfahren.ÔÇť Es war ja nicht nur so, da├č er nur ge-fragt hatte, wenn er keine f├╝r ihn befriedigende Antwort erhielt, dann schlug er in Fachb├╝chern nach. Vom 10 bis 14 Lebensjahr war er kaum noch drau├čen. Nach der Schule, wenn er denn mal da war, ging er in die B├╝cherei, lieh sich ein paar B├╝cher aus. Dann ging er nach Hause und fing an zu lesen, bis ihm die Augen zufielen. Hausaufgaben machte er eh so gut wie nie, und wenn, dann nur zu einem Thema das ihn interessierte. Da kamen nur durchs Lesen schon 10 Stunden zusammen. Er las auch nicht irgendwelche Abenteuergeschichten wie andere in seinem Alter, sondern ausschlie├člich Fachlite-ratur. Von Psychologie ├╝ber Philosophie, Naturwissenschaftliche B├╝cher, Geschichte und Geographie, das waren seine Hauptthemen. Man sollte auch noch erw├Ąhnen, da├č er nicht aufs Gymnasium ging, wie man ja annehmen k├Ânnte. Er ging jedoch auf die Hauptschule. Wenn man ihn fragte, wieso er nicht auf eine h├Âhere Schule wechsle, er w├╝rde das doch mit Leichtigkeit schaffen. Er antwortete nur, da├č ihm Noten Schei├čegal sind, und das er nur f├╝r sich lernen w├╝rde, und nicht f├╝r irgendwelche No-ten um sp├Ąter einen gutbezahlten Job zu kriegen der einen bald voll ankotzt, man aber wegen der Kohle weitermacht, weil man dann fr├╝her oder sp├Ąter einen gewissen Standart hat, und sich daran gew├Âhnt hat, und er wolle so was nicht. Wenn man ihn fragte, was er f├╝r Zukunftspl├Ąne hat, dann sagte er stets, da├č er sich Selbstverwirklichen will, ohne R├╝cksicht auf andere, und ohne an gesell-schaftliche Tabus gebunden zu sein. Vom 14 Lebensjahr war er viel unterwegs. Er fuhr mit dem Zug herum. Von Bremen nach Hamburg, von Hamburg nach M├╝nchen, von M├╝nchen nach K├Âln. Er war so ziemlich in allen deutschen Gro├čst├Ądten. Er blieb manchmal ein paar Wochen weg, und ging auch nicht mehr zur Schule. Seine Eltern hatten ihn mehr oder weniger abgeschrieben, aber sie gew├Ąhrten ihm immer wieder Einla├č, egal wie lange er sich nicht gemeldet hatte. Der Vater wollte ihn schon l├Ąngst rausschmei├čen, aber wie in so vielen Familien war die Mutter, die alles zusammenhielt. Er fing dann auch an Sprachen zu lernen: Englisch, Franz├Âsisch, Spanisch, T├╝rkisch und sogar Japanisch. Ich fragte mich damals schon st├Ąndig, wo er das ganze Geld her hatte, aber das sollte ich noch fr├╝h genug erfahren. Mein Name ist Dirk, und ich war all die Jahre so was wie sein Freund. Alles was er erlebt hatte, erz├Ąhlte er mir. Ich wei├č auch nicht, warum er das nicht aufgeschrieben hatte, vielleicht wollte er sich auch nur jemanden mitteilen. Da wir uns schon seit dem Kindergarten kannten, erz├Ąhlte er mir alles was er erlebt hatte. Dar├╝ber bin ich sehr dankbar, denn er hat ein sehr aufregendes Leben gehabt. Er hat mehr erlebt, als 30 Leute zusammen, und alles ist die Wahrheit. Er war n├Ąmlich nie ein Spinner und hat nimmer die Wahrheit erz├Ąhlt, selbst wenn es zu seinem Nachteil war. Er sagte immer, da├č L├╝gen der Untergang der Menschheit w├Ąren. W├Ąhrend ich also ein ganz normales Leben f├╝hrte, ich machte eine Lehre, heiratete und bekam vier Kinder, und war zufrieden, w├Ąhrend Sven durch das Le-ben zog. Sven verabscheute fast alles, was alle tun. Er hielt auch nichts von der Ehe und von Kindern. Er sagte immer, da├č das alles wie ein Klotz am Bein ist, und man nie wieder so frei ist, wie man vor-her war. Dies ist also die Geschichte von Sven. Er fing ja wie schon erw├Ąhnt, mit 14 Jahren an zu reisen, weil er Leute und andere St├Ądte kennenlernen wollte, und weil er Erfahrungen machen wollte, die ├╝ber das allt├Ągliche Leben hinausgingen. Er fuhr also von Stadt zu Stadt, von Ort zu Ort. Manchmal blieb er paar Tage dort, dann fuhr er weiter. Ich habe mich ja die ganze Zeit gefragt, wo er das Geld her hatte, und eines Tages sollte ich es erfahren. Einmal bin ich mitgefahren, es war nur eine kleine Tour nach Hannover

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leonie
Guest
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hallo weg des weisen

du solltest diesen text noch einmal gr├╝ndlich ├╝berarbeiten. es sind sehr viele wiederholungen darin, und teilweise ist es etwas langatmig. ich w├╝rde da ein wenig k├╝rzen.
bin gespannt was draus wird.
ganz liebe gr├╝├če leonie

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Weg des Weisen
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langatmig

danke f├╝r deinen kommentar, kannst ja noch die folgenden Teile abwarten:-) eigentlich wollte ich nichts k├╝rzen. Ist eine Geschichte nicht immer so wie sie sein sollte?

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leonie
Guest
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langatmig

so m├Âchte man es gerne als autor, da in jeder geschichte ein teil von ihm selbst ist, aber du m├Âchtest doch auch das es andere lesen, und da bleibt es oftmals nicht aus, zu k├╝rzen, zu korrigieren, oder sogar ganz umzuarbeiten. mir geht es oft genauso, aus diesem grunde habe ich es so geschrieben. im forum erz├Ąhlungen, habe ich meine geschichte Schatten ├╝ber Vandryan stehen. auch da musste ich k├╝rzen und umarbeiten. im nachhinein liest es sich sehr viel besser als die urfassung.
ganz liebe gr├╝├če leonie

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Weg des Weisen
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warum eigentlich langatmig?

hallo, dann brauch ich ja die anderen teile gar nicht hier reinstellen, denn es folgen noch 14 teile, alle im selben stil, aber es passiert ne menge, aber m├╝ssen geschichten immer einen spannungsaufbau haben?

gru├č

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leonie
Guest
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f├╝r die leser

denke doch mal an deine lesegewohnheiten. Du selbst liest doch auch nicht weiter wenn du meinst es wird langweilig. der leser der eine geschichte von dir liest, macht es ebenso. er wartet nicht, bis etwas passiert, wenn nicht ein gewisser spannungsbogen da ist der ihn neugierig werden l├Ąsst, was wohl weiter geschehen wird. Ich war in diesem moment der leser, und das ist mir halt aufgefallen. poste die anderen teile auch und lass dich nicht unterkriegen, denn dies ist ja schlie├člich nur meine meinung, also eine von vielen. warte noch etwas, vielleicht kommen ja noch andere stimmen dazu.
ganz liebe gr├╝├če leonie

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