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Leselupe.de > Erzählungen
Neuro A.D.S.
Eingestellt am 10. 02. 2017 22:41


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PEEB
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Die Sonne begr√ľ√üt hitzig die Patienten der Neuro, die vor dem Haupteingang, am Wendekreis symbolisch ihr Geld verbrennen und mit blauem Dunst in den neuen Tag starten. Mir f√§llt sofort wieder die Frau auf, die mich mit ihrer Art so sehr beeindruckt.
Anscheinend bekommt sie f√ľr ihre Bem√ľhungen nicht die √Ąstimation, die sie insgeheim erwartete und ebenso verdiente.
Seit einigen Tagen ist sie der Grund f√ľr meinen Schmacht und andere Gef√ľhle, die sich negativ wie positiv bemerkbar machen. Sie wirkt irgendwie hilfesuchend aber gleichzeitig stark und ergeben.
Ihr Habitus mit den verstohlenen Blicken in meine Richtung strahlt besondere Reize aus. F√ľr normale, uneingeschr√§nkte Personen au√üerhalb der sensitiven Welt eines schwerst Gebeutelten blieben die g√§nzlich unbemerkt.
Sie weiß, dass die Anwesenden in der Klinik kaum eine Differenzierung zu dem erlauben, weswegen ihr Aufenthaltsort kein anderer ist.
Auffällig bewegt sich mein Ein-Mann-Cabrio um die Nikotin-Knechte herum, die wahrhaftig schon ausreichend mit Problemen gestraft zu sein scheinen. Selbst ohne die Qualmerei und der hohen Kosten, vielleicht aber auch gerade wegen ihres Giftens gegen sich selbst.

Um N√§he zu der S√ľ√üen namens Rita genie√üen zu k√∂nnen erfolgt die Inszenierung einer Odyssee in ihre Richtung. Um besonders hilflos und eingeschr√§nkt zu wirken, agiert der Arm mit der spastischen Hemiparese. Das kr√§ftige, intakte Greifwerkzeug liegt brach auf den Beinen. Kurz vor Rita stoppe ich panisch mit dem gesunden Bein den Vortrieb ab und streife sie mit dem ger√§derten Stuhl.
Unverbl√ľmt drescht mein Ersuchen, noch vor einer notwendigen Entschuldigung, auf sie ein. Mit hysterischer Stimme bitte ich sie n√§mlich in der Cafeteria einen Eiskaffee mit mir zu trinken.
Sie wird mir das nicht verweigern, glaube ich.
Weil ich weiß, daß um diese Zeit die Anwendungen beginnen, wegen denen sie ceteris paribus allein auf der Bank am Aschenbecher herumsäße.
Meine partiell Mitleid erweckende Tour erntet ein positives Echo von ihr. Sie grinst und erz√§hlt mir, dass der Mann, den sie bei der gesamten Rehama√ünahme begleitet, ihr langj√§hriger Verlobter sei. Seine geistige Einschr√§nkung erfordere "intensive Betreuung" fl√ľstert sie mir. Sie chauffiert mich tats√§chlich durch die Glasschiebet√ľr, weil ein Weiskittel seine Patienten auf die Station ruft, unter denen auch ihr Verlobter, Fred ist. Der wird von einem Pfleger abgeholt und vom Nichtstuer zum anwendenden Patienten bef√∂rdert. Alles nimmt seinen Lauf, wie ich es mir vorgestellt habe. Deshalb √ľberwiegen in mir die Gl√ľcksgef√ľhle.

Rita h√§lt mich ebenfalls f√ľr geistig "eingeschr√§nkt" stelle ich in ihren Worten fest, ich werde aber meine Gelegenheit nutzen und sie vom Gegenteil √ľberzeugen gleichwohl das mit dieser leiernden Stimme einem Blindflug gleiche.

Wir sitzen in der Cafeteria unter der Glaskuppel. Mit ihren Sonntagsmanieren brachte sie mich zuvor an einen Tisch und fragte honigs√ľ√ü, ob es mir genehm sei oder lieber ein anderer Platz angesteuert werden solle. Die Temparatur betr√§gt ¬īdrau√üen` zweiundvierzig Grad.
Unter dem Glas herrscht br√ľtende Hitze. Langsam kn√∂pft die Kindfrau ihre Bluse auf. Sie wedelt mit der Hand frische Luft gegen das cremefarbene Top, das von ungleichm√§√üig wippenden Br√ľsten geformt wird. Im Gegensatz zu ihrer Gem√ľtslage, die als ruhig und bedacht zu bezeichnen w√§re, wirken Ihre Rundungen lebhaft, aktionsgeladen, wie nach Kontakt suchende, eigenst√§ndig agierende Individuen, die mich zu persuadieren beginnen.
In meinen Gedanken will ich die Momentaufnahme derartig deuten.

Mein L√§cheln, mein gefesselter Blick und der automatisch zum Pfiff geformte Mund pr√§sentieren die Wirkung ihrer, wenn auch ungewollten, Illustration auf mich. Mir scheint, dass ich wirklich Mitleid in ihr errege, so sie d√§chte, einen Traum in mir geweckt zu haben. Dieser Traum war aber nur sekund√§r nicht vordergr√ľndig, er ist seit meiner geistigen √Ėffnung mein stetiger Begleiter, das Gef√ľhl, das jeder Mann kennt.

Rita bezahlt f√ľr mich und bringt mich auf meine Station. Wie erwartet setzt sie sich im Zimmer auf mein Bett, nimmt meine Hand und blickt nachdenklich. Sie sagt, sie wisse um den langweiligen, bohrenden Charakter, den ein l√§ngerer Aufenthalt in einer solchen Klinik mit sich br√§chte. Fast vergisst sie dabei, dass sie mit einem von denen spricht, deren genauere Bezeichnung sie im letzten Moment verhindert.
Sie unterbricht ihren Satz schnell, l√§chelt mich pl√∂tzlich mehr verwegen an und er√∂ffnet, dass sie mich gerne Mal zur Pension mitn√§hme, in der sie wohnt. Das br√§chte mich auf positivere Gedanken. Besser h√§tte ich es nicht treffen k√∂nnen, denn schon ihre blo√üe Bekanntschaft, ist Grund f√ľr mich, den Tag lebenslang in Erinnerung zu behalten.

Rita bef√∂rdert mich nur Sekunden sp√§ter zum Reisenden in den Lifter. Links vor mir stehend streckt sie ihren linken Arm zur rechten Armlehne des Vehikels, in dem ich sitze und schenkt mir, mit ihrer Pose, den sch√∂nsten Ausblick, den ich mir h√§tte w√ľnschen k√∂nnen. Sie sieht mich dabei fortw√§hrend zufrieden an, als habe sie auf eine solche Anerkennung f√ľr ihre Person sowie der psychischen und physischen Hilfestellungen, die sie gibt, gewartet. Sie erkennt in meinen Augen das Gl√ľck, das ich empfinde. Anders m√∂chte ich ihre Freiz√ľgigkeit nicht deuten. Stolz erhebt mich beim Gedanken, ihr in erkennbarer Weise etwas Dankbarkeit gezollt zu haben, daf√ľr dass sie sich mir angenommen hat.
Meine zwangsl√§ufig wahrgenommenen Gedanken bez√ľglich ihrer Zuneigung erscheinen mir schl√ľssig, auch wenn diese mit Vorsicht zu genie√üen w√§ren.

Mir dr√§ngt sich pl√∂tzlich auf, dass zu oft die Minderwertigkeitskomplexe in mir √ľberwiegen, also auch Wahrheit in meien Gedanken liegen k√∂nnte.

Als Rita mich an den Personen vorbei manövriert, die sich vor Langeweile wieder der Selbstvernichtung am Aschenbecher hingeben, richtet sie ihnen aus, dass sie etwas mit mir durch den Reha-Wald spazieren wolle, so lange ihr Verlobter bei der Therapie sei. Wie sonst auch missachte ich die Leute. Anteilig aus Berechnung, aber auch aus wirklicher Angst vor unbekannten Problemen, denn derer habe ich schon genug.
So wahre ich die Erscheinung eines geistig-Abwesenden.

Rita habitualisiert ihre N√§he zu mir als wir au√üer Sichtweite sind und dem Weg in den dicht bewachsenen Rehawald folgen, indem sie mir leicht in mein Genick kneift und die Stimmung mit lustigen Spr√ľchen weiter auflockert.
Wir sind tiefer im Wald und sie sieht sich den Weg und die Bäume genauer an, als sie plötzlich am Wegrand Rollpause einlegt, die Bremsen anzieht und vor dem Rolli in die Hocke geht.
L√ľsternen Blickes fragt sie nach meinem Verlangen, meinen geheimsten W√ľnschen, ob es mein Wunsch sei sie zu ber√ľhren? Ihre Gestik l√§sst ihre Bereitschaft hinter der Frage erkennen. Meine Antwort erfolgt mit gesenktem Blick, wie in einer Inszenierung auf der imagin√§ren B√ľhne des Kopfkinos. Der Tenor meiner Antwort, dass ich alles t√§te, um diesen Traum leben zu d√ľrfen, zaubert ihr ein wohlwollendes L√§cheln in ihr h√ľbsches Gesicht. Sie richtet sich auf, legt ihren Arm um mich und setzt sich halbgewichtig auf meinen Scho√ü. Ihre freie Hand streichelt fast ber√ľhrungslos mein Bein, das h√§tte ich niemals zu tr√§umen gewagt. Vor meiner Anreise √ľberwog die Panik vor der Fremde. Das Gef√ľhl der Angst ist durch Rita wie weggeweht. Die zarte Penetration meiner Lippen durch ihre Z√§hne, dr√§ngt meinen Verstand, der sich langsam, in Trance-√§hnlichem Zustand, im Genuss verliert ihr Tun zu erwidern. Sie bei√üt mich immer wieder und kneift. Dauernd muss ich zucken und alles in mir zieht sich zusammen. Unsere Zungen tanzen den Tanz der aufsteigenden Lust.
Ritas Br√ľste bewerben sich mit aufgestellten Knospen devot um die Liebe, sie schreien lautlos nach mir.
Pl√∂tzlich bin ich gar nicht mehr auf Sex aus sondern genie√üe das Gef√ľhl der N√§he. Dann setzt sie sich breitbeinig auf mich. Mit zuwandtem R√ľcken f√ľhrt sie meine H√§nde unter ihr Top. Die samtweichen Brusth√ľgel genie√üen die sanft-rauhen Streicheleinheiten meiner nerv√∂sen Tastapparate. Rita l√§sst langsam ihr Becken vor und zur√ľck gleiten. Ihr Bauch kugelt dabei. Sie bewegt sich wie eine Raupe. Einzig die intensiven Gef√ľhle und unsere W√ľnsche z√§hlen f√ľr den Moment. Immer wieder dr√§ngen ihre Bewegungen tief in mein Hirn. In meinem Kopf, im Bauch und im Herzen entfacht hei√ükaltes Feuer ein Bad der Gef√ľhle. Bei jeder Bewegung keucht Rita leise. Mein Kopf liegt genussvoll auf ihrem R√ľcken. Mit kurzen Sto√übewegungen, als reite sie wirklich auf mir, eigentlich tut sie das ja auch, beendet sie ihr Spiel mit mir. Es w√§re ein wahrer Triumpf f√ľr mich, wenn sie sich damit befriedigt h√§tte.
Nichts ist sch√∂ner als der Grund f√ľr die Gl√ľcksgef√ľhle der Spielgef√§hrtin zu sein, und das auch noch im Rollstuhl. Rita sitzt erleichtert auf meinem Scho√ü. Durch die Intensit√§t unserer K√ľsse wurde ihr bewusst, wie sehr sie einem Verhungernden, mit einem St√ľck Sahnetorte, dessen Dasein vers√ľ√üte. Mein dringendes Bed√ľrfniss teile ich ihr nur ungerne mit aber es muss sein. Abh√§ngigkeit und massiver Hilfebedarf verwandelten meine Privatsph√§re l√§ngst in √Ėffentlichkeitsarbeit. "Schaffen wir das, wenn ich dich festhalte und Du den Baum als St√ľtze nimmst?", fragt Rita mit einem Hauch von Zur√ľckhaltung in ihren Worten. "Ja, das m√ľsste klappen und wenn nicht, landen wir weich auf dem Waldboden," antworte ich scherzhaft, um ihr die Angst zu nehmen. Nat√ľrlich glaube ich, dass es funktioniert aber die Operationen waren vor nicht allzu langer Zeit. Gefahr f√ľr die noch nicht so geh√§rteten Knochen besteht. Sie stellt den Rolli neben einen Baum, hilft mir auf und l√§sst die Hose √ľber den erigierten Phallus gleiten. "Du bist gar nicht gekommen, schade!"

Vielleicht hat sie jetzt falsche Gedanken.
Es wird meine Bef√ľrchtung. Als sie sagt, dass wir schon l√§nger als drei Stunden unterwegs seien und ihr Verlobter bestimmt schon eine Vermisstenanzeige in Form ihres Namens ausrief, denke ich an R√ľckkehr zur Klinik. Gewissensbisse hat sie nicht aber sie denkt laut nach. Entgegen meiner Gedanken fragt sie nach meinem Wunsch, ob ich noch mit ihr mitkommen wolle, da wir auf der Terrasse gemeinsam etwas essen k√∂nnten. Kurze Zeit sp√§ter sind wir auf der Terrasse der Pension am Waldrand. Nach dem Essen verschwinden wir schleunigst in ihrem Zimmer. Sie hilft mir aus dem Rolli und auf das gem√ľtliche Bett, entkleidet mich und dr√ľckt mir die Fernbedienung f√ľr die Flimmerkiste in die Hand.
Sie gibt mir einen schnellen Kuss und damit all das, was ich schon so lange vermisse. Zuneigung, Interesse und W√§rme erhellen mein Gem√ľt noch um Einiges mehr.
Nach einer halben Stunde, in der meine Gedanken Achterbahn fuhren, erscheint sie wieder, schmei√üt sich frisch geduscht aufs Bett und k√ľsst mich √ľberschw√§nglich. Ich will ihr meine Gedanken mitteilen aber sie versteht meine Gef√ľhle wortlos. Sie legt den Finger √ľber meinen Mund und fl√ľstert, "Pssssss genie√ü es einfach, was wir haben!" Sie erz√§hlt mir fl√ľsterleise, dass sie trotz ihrer vierzig Lebensjahre noch nie richtig mit einem Mann geschlafen hat. Da Fred, ihr Verlobter im wahrsten Sinne des Wortes um ihre Hand anhielt und es immer passiv bevorzugte. Sie lernten sich in der siebten Klasse einer Waldorfschule kennen, sein erster Kuss traf ihren ersten Kuss. Sie hatten sich geschworen einander immer zu lieben, wollten mit dem ersten Mal abwarten, bis zur ersten gemeinsamen Nacht, nach der Trauung. An ihrem Polterabend im letzten Jahr, war er urpl√∂tzlich nicht mehr aufzufinden. Er schien an diesem ganzen Tag schon in Anspannung und Nervosit√§t. So hatte Rita ihren Fred noch nie vorher gesehen. Sie schob das auf vermeintliche Torschlusspanik zur√ľck und lenkte sich ab. Etwa zwei Stunden nach seinem Verschwinden, erreichte sie ein Anruf von der Polizei. Fred war im st√§dtischen Freibad, das geschlossen war, von einem Parkw√§chter dabei erwischt worden, wie er auf dem Sprungturm eine Aktvorstellung mit einer ehemaligen guten Freundin der zwei gab. Als der Parkw√§chter die beiden runter bat, rutschte Fred von der Leiter und st√ľrzte mit dem Kopf auf den harten Boden, er hatte vorher eine Hasch Puck geraucht. Ritas Gesicht ist trotz der Tr√§nen in ihren Augen verr√§terisch. Es zeugt von der Genugtuung, die sie empfindet. Dennoch versucht sie mit einem lockeren Spruch, ihren Schmerz bez√ľglich des Verlobungstags, zu √ľberspielen. Er war Nichtraucher und hat gekifft. Was ich, wie auch sie, nicht glauben kann.
Sie macht sich schlimmste Vorhaltungen, weil sie es nicht merkte, will nur, dass ich weiß was mit ihr los ist und warum das, was da im Wald geschah, passierte. Wir liegen wortlos auf dem Bett und schlafen engumschlungen ein.
Die zwischen den Schenkeln hervorquellenden Lippen gl√§nzen unter ihrer N√§sse als ich erwache. Halluzinierend deckelt mein Ego die vor mir liegende Furche. Ihre Knospen reizen die erogenen Zonen meiner Handfl√§chen. Schl√§ngelnd sucht ihre Lustzone die richtige Stellung aber sie bekommt Schmerzen und begr√§bt ihren Wunsch. Sp√§ter als sie mich anges√§uert in die Klinik bringt ert√∂nt Ilonas ernste Stimme von der Patientenaufnahme. Ein langgezogenes, "Piieet?" Die Aufnahmeassistentin teilt mir die frohe Kunde mit, dass ich entlassen worden bin, da ich √ľber Nacht nicht auf Station oder zumindest in der Klinik war. Rita bringt mich, nach mehreren erbitterten Versuchen einer Erkl√§rung, frustriert und mit Schuldgef√ľhlen auf die Station. Sie will mir noch beim Packen helfen. Die Oberschwester erkl√§rt uns aber, dass mein Zimmer unter Quarant√§ne st√ľnde, da mein Zimmerkollege sich au√üerhalb Filzl√§use zugezogen h√§tte und diese nun in dem Zimmer h√§uslich seien. Auch er wurde bereits entlassen. Eine andere Schwester bringt mir meine Wertsachen und die Kleidungsst√ľcke, die in einem Spind aufbewahrt wurden. Rita verabschiedet sich f√ľr kurze Zeit von mir um ihren Verlobten aufzusuchen und zu erfahren was er macht und ob alles gut sei.
Ich k√∂nne mir unten an der Aufnahme ein Bahnticket geben lassen oder einen Gutschein, falls mich jemand abholen solle ,d√ľrfe ich kostenlos einen Tag im Hotel auf den Abholer warten. Mehr k√∂nne Ilona, die eine wirklich liebe Person ist, nicht f√ľr mich tun. Sie wirkt betroffen und w√ľnscht mir alles Gute f√ľr die Zukunft und einen guten Heimweg. Kopfsch√ľttelnd erg√§nzt sie in Richtung einer Kollegin, dass ich besser die Hausordnung befolgt h√§tte.
Vereinsamt besuche ich noch ein letztes Mal die Cafeteria und den Tisch, an dem Rita mit mir saß, als wir uns kennenlernten.
Caro die Kellnerin bringt mir meinen Eiskaffee und begl√ľckw√ľnscht mich zum schnellen Erfolg, schon allein im Rollstuhl fahren zu k√∂nnen, sie wei√ü nicht, dass ich schon gar nicht mehr da bin. Innerlich koche ich fast weil ich in meinen eigenen Augen ein Kr√ľppel bin. Schlimmer noch ist das Gef√ľhl, trotzdem wie ein normal belastbarer Mensch behandelt zu werden. Den Sidepunkt erreiche ich aber wegen des falschen Bildes meiner Person, das nicht meiner Unschuld entbehrt. Rita kommt mit gesenktem Blick dazu und fragt bek√ľmmert,ob ich mit ihr k√§me. Innerlich freue ich mich fast zu Tode, weil an der vollendeten Tatsache meiner vorzeitigen Entlassung, so oder so, nichts mehr zu √§ndern w√§re und uns, Rita und mir mindestens noch eine gemeinsame Nacht bevorsteht. Sie chauffiert mich wieder und ich wei√ü, zu meiner Freude, wohin es geht. Wir verlassen mit dem Ticket die Klinik. Irgendwie erscheint mir Rita gehemmt oder sie hat ihren Moralischen.
Sie redet nicht, bleibt immer wieder nachdenklich stehen und erz√§hlt mir schlie√ülich beil√§ufig, als spr√§che sie zu sich selbst, dass Freds Verwandte in der N√§he wohnhaft seien und diese ihr eine Mitschuld am Geschehen einreden wollen. Darum st√ľnde sie √∂ffentlich zu einem Verh√§ltnis mit mir. Rita will, dass diese Verwandten merken, was sie trotz ihrer Unschuld auf sich n√§hme, um das gemeinsame Gl√ľck mit Fred zu wahren. Der Tag war aufreibend und meine Unsicherheit bez√ľglich der Zukunft ist gro√ü. Als wir an der Pension ankommen, haben wir Appetit, setzen uns auf die Terrasse, bestellen H√ľftsteak mit Pommes und Salat und trinken ein Bier dazu.
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Hallo Peep,

unter all den Texten, die ich bisher von dir gelesen habe, sticht dieser hier heraus. Positiv!
Ich gebe zu, dass mir das nicht sofort aufgefallen ist, denn es ist keine leichte Kost, die du uns hier vorsetzt. Wer glaubt, diese Kost einfach herunter schlingen zu können, kann durchaus Magenkrämpfe bekommen. Diese Geschichte muss man langsam lesen, damit sich ihr Anliegen dem Leser komplett erschließt.

Dein Stil ist (zumindest f√ľr mich) sehr gew√∂hnungsbed√ľrftig, was aber nicht hei√üen soll, dass man ihn wesentlich ver√§ndern m√ľsste. Es ist halt dein Stil. Behalte ihn bei und feile daran. Ich habe den Eindruck, dass du in erster Linie aus dir heraus schreibst und voraussetzt, dass der Leser das doch genauso verstehen muss. Nein - der Leser ist in diesem Falle einfach nicht in der Lage, dein Anliegen klar zu erkennen oder die gew√§hlten Formulierungen nachzuvollziehen, weil er ja nicht in deiner Haut steckt. Ganz krass war das bei deinem allerersten Text - da habe ich wirklich nur ‚ÄěBahnhof‚Äú verstanden. Hier war das anders. Geht doch!

Inhaltlich war ich ohnehin sehr angetan von der Geschichte. Trotz knochentrockener Sprache kommt die Geschichte sehr einf√ľhlsam her√ľber. Klar - es gibt noch ne Menge Ecken und Kanten und sich daraus ableitende M√∂glichkeiten, wie man die eine oder andere Passage runder - sprich leserfreundlicher - gestalten k√∂nnte. Wie ich gesehen habe, hast du dich schon recht intensiv mit Ver√§nderungen bzw. Korrekturen herumgeschlagen. Ich habe mal Version 1 und die letzte Version durch den Word-Vergleich gejagt. Da wimmelt es vor Korrekturen, was beweist, dass der Text nicht nur einfach mal so hingeschrieben wurde.

Wenn ich oben davon sprach, dass es noch Ecken und Kanten g√§be, dann hei√üt das nicht, dass du noch bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag daran herumwerkeln solltest. Bekanntlich kann man auch etliches verschlimmbessern. Mein Rat: Lass den Text weitgehend so. Diese Aussage mag im krassen Gegensatz zu meinen vielen ‚ÄěBlaueintragungen‚Äú weiter unten stehen. In Wirklichkeit sind das aber nur Mini-Hinweise, die einfach zum Nachdenken anregen sollen und hier und da vielleicht auch in dieser oder einer neuen Geschichte von dir Eingang finden. Die roten Markierungen sollten dagegen beachtet werden, denn sie signalisieren ‚Äěechte‚Äú Fehler. Ob ich die alle erwischt habe, wei√ü ich nicht.

Summa summarum. Ich finde den Text gut, und es gibt Passagen, die sind sogar ein ‚ÄěWow‚Äú wert. Das trifft vor allem f√ľr den Mittelteil (Parkszene) und den Schluss zu. Der Anfang kommt dagegen ein wenig holprig daher. Hier erwartest du wieder zu viel vom Leser. Ein bischen mehr Erkl√§rung (aber ja nicht ausschweifend!) darf es schon sein.

Grässlich finde ich allerdings die Überschrift. Ich als nur mittelmäßig Gebildeter, musste sogar googeln und bin immer noch nicht ganz daraus schlau geworden.
Ich gehe davon aus, dass in deiner Geschichte der Protagonist durch Rita in irgendeiner Weise letztlich auch therapiert wird, was ihm gut bekommt. ‚ÄěRita - meine Therapeutin‚Äú - Etwas in dieser Art f√§nde ich passender.
Ich werde das Gef√ľhl nicht los, dass der anonyme Eins-Bewerter nur die √úberschrift gelesen hat. Wenn nicht, so kann ich ihn nicht verstehen.

Gruß Ralph



Immer wieder trifft mich ihr verstohlenes L√§cheln. Vermutlich sucht sie W√ľrdigung (Anerkennung) f√ľr das, was sie tut, f√ľr den Mann im mittleren Alter. Diese Person gef√§llt mir wieder (wieder ?) sehr. Sie strahlt in meinen Augen das aus, was f√ľr "normale, uneingeschr√§nkte Menschen" von einem Fremden nicht zu erwarten w√§re. Nat√ľrlich wei√ü sie auch, dass die Anwesenden in der Klinik das ungef√§hr genaue Ebenbild von dem sind, wegen dem ihr Aufenthaltsort kein anderer ist. (Neue Zeile)
Auff√§llig rollt mein Ein-Mann-Cabrio um die Nikotin-Knechte herum, die wahrhaftig schon genug Probleme haben, selbst ohne Gestank und hohe Kosten, vielleicht aber auch gerade wegen ihres Giftens. Um die N√§he zu der S√ľ√üen namens Rita zu genie√üen, inszeniere ich diese Odyssee, recht (bis) nah an sie heran. Zur besonders hilflosen und kr√§nklichen Darstellung meiner Person nutze ich den kr√§nkelnden Arm und lege extra das kr√§ftige, bewegliche Greifwerkzeug brach auf meine Beine. Kurz vor Rita bremse ich panisch mit dem gesunden Bein und streife sie mit dem ger√§derten Stuhl. (Neue Zeile)
Unverbl√ľmt bitte ich sie,noch vor der notwendigen Entschuldigung, mich zur Cafeteria zu begleiten, dort einen Eiskaffee mit mir zu trinken, den sie bezahlen m√ľsste, da ich kein Geld bei mir habe und einfach Mal f√ľr mich da zu sein. (Hier w√ľrde ich den ohnehin schon sehr langen Satz beenden und ohne das folgende "weil" einen neuen Satz beginnen) weil Ich wei√ü, dass bald die Anwendungen beginnen, wegen denen sie um diese Zeit eigentlich immer allein auf der Bank am Aschenbecher rumsitzt. Meine partiell Mitleid erweckende Tour erntet (ein) positives Echo. Sie grinst und erz√§hlt mir prompt,etwas, n√§mlich dass der Mann, den sie bei der gesamten Rehama√ünahme begleitet, ihr langj√§hriger Verlobter ist. Er sei geistig eingeschr√§nkt, bringt sie mir leise bei (verr√§t sie mir leise). (Neue Zeile)
Als sie mich tats√§chlich durch die Glasschiebet√ľr kutschiert, weil ein Weiskittel seine Patienten auf die Station ruft und zur Gruppentherapie mit sich nimmt, unter denen auch ihr Verlobter ist, stelle ich fest, sie h√§lt mich ebenso ("ebenfalls")f√ľr geistig eingeschr√§nkt.
Wir sitzen in der Cafeteria, unter der Glaskuppel. Mit ihren Sonntagsmanieren schob sie mich vor den Tisch und fragte (hatte sie mich vor den Tisch geschoben und gefragt,), ob es mir genehm sei, oder lieber ein anderer Platz angesteuert werden sollte. (eventuell Neue Zeile)
Es sind zweiundvierzig Grad ¬īdrau√üen¬ī, unter dem Glas ist es jedoch noch hei√üer. Langsam kn√∂pft die Kindfrau ihre Bluse auf. Sie wedelt mit der Hand frische Luft gegen das Top, das von ungleichm√§√üig wippenden Br√ľsten geformt wird. Einen B√ľstenhalter tr√§gt sie also nicht. Im Gegensatz zu ihrer Gem√ľtslage, die als ruhig und bedacht zu bezeichnen w√§re, obwohl sie diejenige war, die mich auf sich aufmerksam machte, wirken Ihre Rundungen lebhaft, aktionsgeladen, wie nach Kontakt suchende, eigenst√§ndig agierende Individuen.In meinen Gedanken will ich die Situation so deuten. Mein L√§cheln, mein gefesselter Blick und der automatisch zum Pfiff geformte Mund zeigen ihr die Wirkung ihrer, wenn auch ungewollten Darstellung, auf mich. Ihr Mitleid ist dahingehend geweckt, dass sie einen unereichbaren Traum in einem schwerst Gesch√§digten, sie wird glauben, dass sie ihn erst widerbelebt hat, obgleich dieser Traum , real -niemals tot war. Dieser Satz ist f√ľr den Leser schwer zu entwirren. Wenn ich den Sinn richtig erfasst haben sollte, k√∂nnte man das klarer ungef√§hr wie folgt formulieren: Mir scheint, sie hat Mitleid mit mir. Glaubt sie, in mir, den schwerst Gesch√§digten, einen unerreichbaren Traum geweckt oder wiederbelebt zu haben? Ich muss bei dem Gedanken innerlich l√§cheln. Es ist ein trauriges L√§cheln, denn dieser Traum verfolgt mich permanent.)(Neue Zeile)
Sie bezahlt und bringt mich auf meine Station. Wie erwartet, setzt sie sich im Zimmer auf mein Bett, nimmt meine Hand und blickt nachdenklich. Sie sagt, sie wisse um den langweiligen, bohrenden Charakter, den ein längerer Aufenthalt in einer solchen Klinik mit sich brächte. Schade auch, dass sie beinahe vergisst, mit einem von denen zu sprechen, dessen genauere Betitelung gerade noch verhindert wurde. (Diese zwei Sätze verstehe ich inhaltlich auch nach dem vierten Lesen noch nicht. Deshalb weiß ich auch nicht, was man daran ändern könnte)
Sie unterbricht den Satz, l√§chelt mich pl√∂tzlich "mehr verwegen" an und sagt mir (schl√§gt vor),dass sie mich doch eigentlich mit zur Pension nehmen k√∂nnte, damit ich auf andere Gedanken k√§me. Sie schiebt mich in den Aufzug, steht links von mir und h√§lt mit dem linken Arm den Rollstuhl an der rechten Armlehne fest. Genau kann ich ihre Freiz√ľgigkeit nicht deuten aber sie sieht mich durchgehend an.(Punkt), meine Gedanken k√∂nnen nicht so sehr als abwegig zu bezeichnen sein. (Nach dem Punkt k√∂nnte man das beispielsweise wie folgt formulieren: "Muss ich die Gedanken, die sich mir dabei zwangsl√§ufig aufdr√§ngen, f√ľr abwegig halten? Nein, denn ich glaube, meine Hoffnungen sind nicht unbegr√ľndet." Verdammich, das klingt arg gestelzt, aber ich hoffe, du verstehst, was ich meine.) Als sie mich an den Leuten, die sich am Eingang der Langeweilebew√§ltigung (Bew√§ltigung ihrer Langeweile) hingeben, vorbei schiebt, ruft sie ihnen zu, dass sie eine Runde mit mir durch den Reha-Wald spazieren wolle, so lange ihr Verlobter in der Therapie w√§re, damit der sich nicht sorgte. Wie sonst auch missachte ich die Leute teils aus Berechnung und anteilig aus wirklicher Angst vor unbekannten Problemen, denn davon hab ich schon zu viele, und so wahre ich die Erscheinung eines geistig Abwesenden. (Neue Zeile)
Rita habitualisiert ("habitualisiert" bedeutet "sich etwas angew√∂hnen oder zur Gewohnheit werden lassen". Ist das an dieser Stelle wirklich so gemeint?) ihre N√§he zu mir, indem sie mir leicht ins Genick kneift und lustige Spr√ľche rei√üt, als sie mit mir dem Weg in den relativ dichten Reha-Wald folgt.
Wir sind tiefer im Wald, sie sieht sich den Weg und die B√§ume genauer an, als sie pl√∂tzlich am Wegrand stehen bleibt, die Bremsen anzieht und sich vor den Rolli hockt. Mit l√ľsternem Blick fragt sie mich, ob ich sie gerne ber√ľhren m√∂chte?" Ihr Blick zeigt die Bereitschaft hinter der Frage. Meine Antwort und der darin enthaltene Tenor, dass ich fast alles tun w√ľrde, um das zu d√ľrfen, zaubert ihr ein best√§tigendes L√§cheln in ihr h√ľbsches Gesicht. Sie steht wieder auf, Sie legt ihren Arm um mich und setzt sich halbgewichtig (eine lustige Wortsch√∂pfung, aber warum nicht?) auf meinen Scho√ü. Ihre freie Hand streichelt mein Bein, was ich niemals zu tr√§umen gewagt h√§tte. Vor meiner Anreise hatte ich noch Panik vor der Fremde. Meine Angst ist durch Rita wie weg geweht. Die zarte Penetration meiner Lippen, durch ihre Z√§hne dr√§ngt meinen Verstand, der wie in Trance einzig genie√üt, ihr Tun zu erwidern. Sie bei√üt mich immer wieder und kneift mich. Dauernd muss ich zucken und alles in mir zieht sich zusammen. Unsere Zungen tanzen den Tanz der aufsteigenden Lust. Ritas Br√ľste, die sich mit aufgestellten Knospen devot f√ľr (um) die Liebe bewerben, schreien still durch ihre Augen nach mir. Pl√∂tzlich bin ich gar nicht mehr auf Sex aus sondern genie√üe das Gef√ľhl der N√§he. (Solche Gedanken gefallen mir, denn manchmal kann eine Begegnung so intensiv werden, dass der reine Sex (zumindest f√ľr einen Moment) in den Hintergrund tritt. Ich finde, das wird oft vergessen.) Dann setzt sie sich breitbeinig auf mich. Mit, mir zugewendetem (zuwandten) R√ľcken f√ľhrt sie meine H√§nde unter ihr Top. Die samtweichen H√ľgel genie√üen meine sanft-rauhen Streicheleinheiten. Rita l√§sst langsam ihr Becken vor und zur√ľck gleiten. Ihr Bauch kugelt dabei. Sie bewegt sich wie eine Raupe. Einzig die intensiven Gef√ľhle und unsere W√ľnsche z√§hlen f√ľr den Moment. Immer wieder dr√§ngen ihre Bewegungen tief in mein Hirn. In meinem Kopf, im Bauch und im Herzen entfacht hei√ükaltes Feuer den sch√∂nen Schrecken der Ekstase. (Ziemlich eigenwillig dieser Satz - aber warum nicht?) Bei jeder Bewegung keucht Rita leise. Mein Kopf liegt genussvoll auf ihrem R√ľcken. Mit kurzen Sto√übewegungen ,als reite sie wirklich auf mir, eigentlich tut sie das ja auch,beendet sie ihr Spiel mit mir. Es w√§re ein wahrer Triumpf f√ľr mich, wenn sie sich damit auch befriedigte (befriedigt h√§tte). Denn nichts ist sch√∂ner, als der Grund f√ľr die Gl√ľcksgef√ľhle der Spielgef√§hrtin zu sein (Diesen Satz sollten sich viele unserer "Erotiker" hinter die Ohren schreiben. Vielleicht beachten sie ihn manchmal, ehe sie ihre Porno-Szenen ablassen und kommen dabei auf die Idee, dass Erotik sehr viel mit Gef√ľhlen zu tun hat)und das auch noch im Rollstuhl. Rita sitzt erleichtert (erleichtert von sexuellem Druck oder soll man das anders verstehen? Wenn etwas anderes gemeint ist, kapiere ich es nicht, wor√ľber sie erleichtert sein k√∂nnte) auf meinem Scho√ü. Mein dringendes Bed√ľrfniss teile ich nur ungern mit, aber es muss sein. Durch meine Abh√§ngigkeit und dem Hilfebedarf ist die Privatsph√§re l√§ngst einer Art √Ėffentlichkeitsarbeit gewichen.(Neue Zeile)
"Kannst Du stehen wenn ich Dich halte und Du den Baum als St√ľtze nimmst?", fragt Rita mit dem ("dem"??? W√§re "einem" nicht angebrachter?)Hauch von Zur√ľckhaltung in ihren Worten. (Neue Zeile)
"Ja, das m√ľsste gehen und wenn nicht, landen wir weich auf dem Waldboden," antworte ich scherzhaft, um ihr die Angst zu nehmen. Nat√ľrlich glaube ich, dass es geht, aber die Operationen sind noch nicht so lange her und es besteht Gefahr f√ľr die weichen Knochen. (Neue Zeile - kann aber auch den Satz davor schon gew√§hlt werden)
Sie schiebt mich an einen Baum, hilft mir aufzustehen und zieht die Hose √ľber meinen erigierten Phallus.
"Du bist gar nicht gekommen, schade",erkennt sie (stellt sie mit unverkennbarem Bedauern fest) und teilt mir ihre Beobachtung mit.(Diese Mitteilung steckt ja schon in der w√∂rtlichen Rede - es ist also √ľberfl√ľssig, dies zu wiederholen)
Sie sagt, dass wir schon √ľber drei Stunden unterwegs sind und ihr Verlobter sie bestimmt vermisse. Gewissensbisse hat sie nicht, aber sie denkt dr√ľber nach. Trotzdem fragt sie mich, ob ich noch mit ihr mitkommen wollen w√ľrde, weil wir auf der Terrasse etwas essen k√∂nnten. (Neue Zeile)
Kurze Zeit sp√§ter sind wir auf der Terrasse der Pension am Waldrand. Nach dem Essen verschwinden wir schleunigst im Zimmer. Sie hilft mir aus dem Rolli auf das gem√ľtliche Bett, zieht mir die Kleidung aus, die momentbedingt unpassend (Was meinst du mit momentbedingt unpassend?) ist, dr√ľckt mir die Fernbedienung in die Hand,und gibt mir einen schnellen Kuss und damit alles (all das), was ich schon so lange vermisse,- Zuneigung, Interesse und W√§rme. Nach einer halben Stunde kommt sie wieder, schmei√üt sich frisch geduscht aufs Bett und k√ľsst mich √ľberschw√§nglich. Dann will ich es ihr sagen, aber sie versteht es wortlos. (Neue Zeile)
"Pssssss, genie√ü es einfach, was wir jetzt haben!" Sie erz√§hlt mir, dass sie trotz ihrer vierzig Lebensjahre noch nie richtig mit einem Mann geschlafen hat, da Fred, ihr Verlobter, im wahrsten Sinne des Wortes um ihre Hand anhielt und es immer mit der Hand wollte. Sie lernten sich in der siebten Klasse einer Waldorfschule kennen, sein erster Kuss traf ihren ersten Kuss. Sie hatten sich geschworen, einander immer zu lieben und sie wollten mit dem ersten Mal abwarten bis zur Hochzeitsnacht. An ihrem Polterabend im letzten Jahr war er urpl√∂tzlich verschwunden. Er war an diesem ganzen Abend in seltsamer Anspannung und Nervosit√§t. So hatte Rita ihren Fred noch nie vorher gesehen. Etwa zwei Stunden nach seinem Verschwinden kam ein Anruf von der Polizei, erz√§hlt sie weiter.(m.E.entbehrlich)Fred war im Freibad von einem Parkw√§chter dabei erwischt worden, wie er es auf dem Sprungturm mit der (irgendeiner Schickse getrieben hatte. Als der Parkw√§chter die zwei (beiden) herunter bat st√ľrzte Fred von der Leiter und fiel mit dem Kopf auf den harten Boden, er hatte vorher eine Hasch Puck geraucht. (Neue Zeile)
Ihr Gesicht ist trotz der Tr√§nen in ihren Augen verr√§terisch. Es zeigt mir die Genugtuung, die sie (√ľber den Sturz) empfindet. Dennoch verdeckt sie mit einem lockeren Spruch ihren Schmerz bez√ľglich des (dieses) Abends. Er war Nichtraucher und hat gekifft, was ich ebensowenig, wie auch sie nicht glauben kann. Sie macht sich schlimmste Vorhaltungen, weil sie es nicht merkte, will nur, dass ich wei√ü, was mit ihr los ist und warum das, was da im Wald geschah, passierte. Wir liegen wortlos auf dem Bett und schlafen eng umschlungen ein.
Die zwischen den Schenkeln hervorquellenden Lippen gl√§nzen unter ihrer N√§sse,als ich erwache. Halluzinierend deckelt mein Ego die vor mir liegende Furche. (Auf eine solche Ausdrucksweise muss man erst mal kommen. So w√ľrde ich das nie schreiben, aber zu deinem Stil passt es) Ihre Knospen reizen die erogenen Zonen meiner Handfl√§chen. Schl√§ngelnd sucht ihre l√ľsterne Weiblichkeit die richtige Stellung.(Punkt) Sie hat Schmerzen, als ich in sie dr√§nge und sie unterbricht.(Neue Zeile)
Sp√§ter, als sie mich √§rgerlich in die Klinik schiebt, ert√∂nt Ilonas ernste Stimme von der Rezeption. "Piet?.." Die Aufnahmeassistentin teilt mir die frohe Kunde mit, dass ich entlassen worden bin, da ich √ľber Nacht nicht auf Station, in meinem Zimmer war. Neue Zeile
Rita bringt mich, regelrecht geschockt und mit Schuldgef√ľhlen auf die Station. Sie will mir noch beim Packen helfen. Die Oberschwester erkl√§rt uns aber, dass mein Zimmer unter Quarant√§ne st√ľnde, da mein Zimmerkollege sich Filzl√§use zugezogen hat und diese nun in dem Zimmer hausten. Auch er wurde bereits entlassen. (Was hat das mit der Geschichten zu tun? Warum ist diese Filzlausaff√§re dir so wichtig?) Eine andere Schwester bringt mir meine Wertsachen und die Kleidung, die in einem Spint aufbewahrt wurden. Rita verabschiedet sich f√ľr kurze Zeit von mir, um ihren Verlobten aufzusuchen und zu erfahren, ob es ihm gut geht.
Ich kann mir unten ein Bahnticket geben lassen oder einen Gutschein, falls mich jemand abholen soll, k√∂nnte ich einen Tag im Hotel auf den Abholer warten. Mehr k√∂nne Ilona, die eine wirklich liebe Person ist, nicht f√ľr mich tun. Sie wirkt betroffen und w√ľnscht mir alles Gute f√ľr die Zukunft und einen guten Heimweg.
Wie ein begossener Pudel rolle ich noch einmal zur Cafeteria an den Tisch, an dem Rita mit mir sa√ü. Caro, die Kellnerin, bringt mir meinen Eiskaffee und begl√ľckw√ľnscht mich zum schnellen Erfolg, schon allein im Rollstuhl fahren zu k√∂nnen. Innerlich koche ich fast, weil ich ein Kr√ľppel bin. Schlimmer noch als das, ist das Gef√ľhl, trotzdem wie ein normal belastbarer Mensch behandelt zu werden. Den Siedepunkt erreiche ich aber, weil ein ganz falsches Bild von mir entstanden ist. Rita kommt mit gesenktem Blick dazu und fragt mich direkt: "Kommst Du mit?" (Neue Zeile)
Innerlich freue ich mich fast zu Tode, weil uns mindestens noch eine gemeinsame Nacht bevorsteht. Sie schiebt mich wieder und ich wei√ü ¬īzu meiner Freude¬ī, wohin es geht. Wir holen das Ticket und verschwinden. Irgendwie scheint sie aber gehemmt oder sie hat "ihren Moralischen", redet nicht, bleibt wieder ("immer wieder" oder "h√§ufig") stehen und erz√§hlt mir, dass Fred Verwandte in der N√§he hat, die ihr eine Mitschuld am Geschehenen geben. Deshalb w√ľrde sie auch √∂ffentlich zu einem Verh√§ltnis mit mir stehen. Rita will, dass diese Verwandten merken, was sie bis jetzt alles auf sich genommen hat.(Neue Zeile)
Der Tag war aufreibend, meine Unsicherheit bez√ľglich der Zukunft ist gro√ü aber mein Appetit auf ... Als wir an der Pension ankommen haben wir Hunger, setzen uns auf die Terrasse, bestellen H√ľftsteak mit Pommes und Salat und trinken ein Bier dazu.
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PEEB
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Dank @ Ralph und rag!!
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Peep

Bleibe am Ball! Deine Texte m√ľssen nicht in Routine erstarren. Und au√üerdem gibt es hier im Forum auch sehr nette Foristen, die immer mal wieder einen guten Tipp √ľbrig haben.
Die Intelligenz der Masse (LL) kann m.E. gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Probiere Dich hier aus.
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morgenklee

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Danke f√ľr die Bewertung.Anscheinend hat der Algorithmus im System es anders verstanden.
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