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Leselupe.de > Kurzprosa
Nichts
Eingestellt am 03. 09. 2004 11:22


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apokabraxas
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2004

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Er trommelt ungeduldig mit den Fingern auf dem Lenkrad herum; eingekeilt zwischen Autos vor dem Schlagbaum des Parkplatzes stehend, fragt er sich zu wiederholten Male, wann es endlich weitergeht.
Solche Warteminuten sind sinnlos vergeudete Lebenszeit, sinnierte er. Zeitblasen, gefüllt mit nichts, ungeeignet, auch nur eine Erinnerung anzuknüpfen, an nichts kann man nichts anknüpfen. Und doch kann dieses Nichts ganz wichtig werden, wenn es sich umwandelt in Zeitminuten, die fehlen, zum Beispiel vor der Abfahrt eines Zuges; zuwenig von diesem Nichts, und der Zug ist weg.
Also ist dieses Nichts doch nicht immer Nichts, überlegte er, wenn Du es hast, ist es nichts, aber wennn Du es nicht hast, wird es kostbare Zeit. Man müsste damit handeln können, aber erstmal eine Form finden, das Nichts fassbar und sichtbar zu machen. Der allgemeine Mangel an Zeit schreit geradezu nach Vermarktung - und der Gewinn - aus nichts Geld machen - traumhaft - aber der Wert zeigt sich erst, wenn Du es nicht hast - wie könnte man...

Ein gellendes Hupkonzert zerreißt sein absurdes Gedankengebilde. Wie ungeduldig die Leute sind, niemand hat auch nur ein Quentchen Zeit...

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brain
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Registriert: Jun 2004

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Hallo Apokabraxas.

Es war echt faszinierend die Gedanken des Protagonisten "mitzudenken". Ich glaube, jeder kennt so eine Situation, in der man einfach so vor sich hin sinniert und einem die hirnrissigsten Dinge absolut logisch vorkommen. Der Abgang strotzt nur so vor Ironie und ist Dir herrlich gelungen. Spitze!

Liebe Grüße:-)
Brain

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