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Leselupe.de > Gereimtes
Nie wieder schwarz
Eingestellt am 26. 01. 2004 15:50


Autor
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M├Â├čner, Bernhard
Routinierter Autor
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Werke: 89
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Nie wieder schwarz...

Die Stunden sind kostbar
und die Handwerker teuer,
das Ganze wird mehr wert
durch selbige Steuer;
da ist es kein Wunder,
so dacht ich als Mann,
ich mach alles selber,
was immer ich kann.

Erst ging ich zum Baumarkt
und deckte mich ein
f├╝r zweitausend Euro -
was sein muss, muss sein.
Ich hab eine Werkstatt,
und zwar in der K├╝che,
die Dunstabzugshaube
entsorgt die Ger├╝che.

Nun frisch an die Arbeit:
erst braucht' ich ein Brett,
ich montierte es ab
an Marlieses Bett.
Marlies hat gezetert,
ich konnt' es nicht fassen,
jetzt ist sie ganz ruhig:
Sie hat mich verlassen!

Bei der Nachbarin dr├╝ben,
-ein Mordsapparat-
da st├Ârte das Radio,
(Fernost-Fabrikat).
Der Ton klinge scheppernd,
so jammerte sie,
ich versprach ihr zu helfen,
mit Schaum aus Chemie.

Ich entfernte die R├╝ckwand
und sch├Ąumte es aus,
erst zog ich nat├╝rlich
den Stecker heraus.
Das Radio war heil,
die Nachbarin froh,
dann begann ich zu schnuppern:
was riecht denn hier so?

Erst rauchte das Radio,
dann brannte es aus,
die Feuerwehr kam
und l├Âschte das Haus.
Die Nachbarin klagte:
Was mache ich blo├č?
Nun wohnt sie bei mir,
mein Elend ist gro├č.

Wie ich es schon sagte,
sie wiegt akkurat
einhundert Kilo:
(ein Mordsapparat!)
So ging ich zum Baumarkt
und kaufte ein Brett
und montierte es wieder
an Marlieses Bett.

Nun schl├Ąft sie bei mir
und ich denke oft bang:
das Bett scheint zu halten,
doch fragt sich, wie lang?
Sie dreht sich im Schlafe
und neben mir knarrt's,
ich schw├Âre, ich schaffe
jetzt nie wieder schwarz.





__________________
-Bernhard M├Â├čner-

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Bernhard
jetzt wei├č ich wenigstens, warum das "Schwarzarbeit" hei├čt -
erst alles selber machen und sich dann "schwarz ├Ąrgern",
weil das Ergebnis doch nicht so astrein ist.....

Liebe Gr├╝├če
von Klopfstock
die auch vieles selber pfuscht
und so lange improvisiert
bis alles zusammen f├Ąllt

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Schakim

Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 2002

Werke: 3
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Der Bernhard beteuert,
er sei nicht geheuert!
Die Arbeit tut gut
und formt frischen Mut.
Doch fordert sie Kraft -
Und ob man es schafft,
das bleibt stets die Frage
seit jenem Tage ...

Dem Schicksal ergeben
verhilft er dem Leben
zu bunten Farben.
Da bilden sich Narben,
wo keiner sie sucht.
Nur einer, der flucht:
Sakrament - komm' hervor!
Schwarz ist und bleibe
des Teufels Ohr!

LG
Schakim




__________________
┬ž┬ž┬ž> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim Aufbl├╝hen <┬ž┬ž┬ž

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Herr M├╝ller
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Dunstabzugshaube

ist eines meiner Lieblingsw├Ârter.
Ab er sage mal was machst Du eigentlich in Deiner Werkstatt, wenn die Dunstabzugshaube die Ger├╝che entfernen muss?

Herr M├╝ller
__________________
Wer das Wort sucht, wird den Reim ernten.

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M├Â├čner, Bernhard
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Nie wieder...

Lieber Kollege M├╝ller, Du hast recht, die Sache stinkt. Meine Frau erschrickt jedes Mal, wenn ich mich in meine Werkstatt begebe. Aber wenigstens hat sie mich noch nicht verlassen.
Hallo Irene! Wann, um Himmels Willen, findest Du Zeit, neben Deiner Dichterei noch etwas zu werkeln? Du w├Ąrst die rechte Frau f├╝r mich gewesen, ich bin n├Ąmlich schon mit zwei linken H├Ąnden zur Welt gekommen. Jetzt ist es nat├╝rlich zu sp├Ąt. Leider, leider!!
-Bernhard-
__________________
-Bernhard M├Â├čner-

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M├Â├čner, Bernhard
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Nie wieder schwarz

Vielen Dank f├╝r Deinen, jedenfalls gereimten, hoffentlich mitf├╝hlenden Kommentar. Die Idee zu dem Gedicht kam mir, als wir k├╝rzlich ratlos im dunkeln Hausflur standen, nachdem ich versucht hatte, einen zweifach-Wechselschalter in einen Dreifach-Schalter umzuwandeln. Zum Gl├╝ck kennen wir einen verst├Ąndnisvollen Elektromeister.
-Bernhard-
__________________
-Bernhard M├Â├čner-

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