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Leselupe.de > Kindergeschichten
Nils lernt schwimmen
Eingestellt am 26. 05. 2019 17:12


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Annette Paul
AutorenanwÀrter
Registriert: Dec 2015

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Alle können schwimmen. Mama, Papa, sein Bruder Jan, seine Freunde. Nur Nils kann es nicht.
„Das lernst du noch. In den Ferien ĂŒben wir", tröstet Papa.
„Jan konnte in deinem Alter auch nicht schwimmen", sagt Mama.
Aber Nils will schwimmen lernen! Weil er es noch nicht kann, darf er nicht alleine ins Wasser. Das ist blöd.
Nils ĂŒbt. Abends im Bett stellt er sich vor, er ist im Freibad. Und dann holt er mit den Armen und Beinen weit aus und schwimmt.
Kurz bevor sie in den Urlaub fahren, geht Mama noch einmal mit Nils und Jan ins Freibad. Nils ĂŒbt ganz doll.
„Wir können bei Nils etwas Luft aus den SchwimmflĂŒgeln lassen", schlĂ€gt Jan vor.
Mama ist einverstanden. Als Nils mit den schlaffen Schwimmhilfen einmal hin und wieder zurĂŒckgeschwommen ist, lĂ€sst Jan die Luft ganz heraus.
Und Nils schwimmt. Drei ZĂŒge schafft er.
„Prima", lobt Mama und spendiert ein Eis.
„Nach dem Urlaub kannst du richtig schwimmen", sagt Jan.
Eine Woche danach fahren sie an die Ostsee. Am liebsten wĂŒrde Nils sofort in das Wasser springen.
„Heute nicht", sagt Mama. „Es ist schon spĂ€t und wir mĂŒssen erst noch die Koffer auspacken."
„Aber Papa kann doch mit uns baden gehen", schlĂ€gt Nils vor.
„Eure Badehosen sind als unterstes im Koffer", sagt Mama. Nils hilft Mama beim Auspacken. Er hilft gern, denn er ist schon ein großer Junge.
Anschließend essen sie zu Abend. Erst nach dem Abendessen gehen sie an den Strand. Nils und Jan sammeln Muscheln. Sie dĂŒrfen sogar mit den FĂŒĂŸen ins Wasser. Selbst Mama und Papa testen, ob das Wasser schon warm genug ist.
Leider passt Nils nicht auf, als eine Weller heranrollt und seine Hose wird ein bisschen nass.
„Macht nichts, die trocknet schnell“, tröstet Mama.
Am nĂ€chsten Tag gehen sie endlich schwimmen. Nils hat halbvolle SchwimmflĂŒgel um. Zur Sicherheit. Vorsichtig tastet er sich ins Meer. Brrr, ist das Wasser kalt, viel kĂ€lter als im Schwimmbad. Und es ist auch gar nicht so ruhig. StĂ€ndig tauchen Wellen auf. Dann stellt sich Nils sofort hin, damit sein Kopf aus dem Wasser ragt. Einmal passt er nicht auf, da erwischt ihn eine Welle und er schluckt Salzwasser. Das schmeckt nicht. Er verzieht sein Gesicht.
„Das ist nicht schlimm, das gehört dazu“, erklĂ€rt Jan und spritzt Papa und Nils nass.
„Komm, das lassen wir uns nicht gefallen“, sagt Papa. Gemeinsam verfolgen sie Jan. Und dann liefern sie sich eine wilde Wasserschlacht. Ganz lange bleiben sie im Wasser. Schließlich jagt Mama sie heraus. „Abtrocknen und Fußball spielen, damit ihr wieder warm werdet", entscheidet sie. Nach dem Spiel gibt es Saft und Kekse.
Am Nachmittag dĂŒrfen sie wieder ins Wasser. Nils darf alleine und ohne SchwimmflĂŒgel hinein. Aber er muss Mama versprechen, im flachen Wasser zu bleiben.
Vorsichtshalber bleibt Mama die ganze Zeit am Ufer stehen und passt auf ihn auf.
Jan und Nils toben herum. Sie spielen mit dem großen Wasserball. Wenn sie ihn nicht fangen, laufen oder schwimmen sie hinter ihm her.
Nils schwimmt immer wieder ein paar ZĂŒge. Mal zwei, mal drei, mal vier. Am Abend schafft er sogar fĂŒnf ZĂŒge.
Am nĂ€chsten Morgen bauen sie am Strand eine große Burg mit Burggraben und Hafen. Anschließend gehen sie schwimmen. Abends wird es windiger. Die See liegt gar nicht mehr so ruhig wie morgens, sondern sie hat hohe Wellen.
Am Tag darauf hat der Wind nachgelassen. Aber was ist mit ihrer Burg? Die ist zerstört.
„Wer war so gemein? Das ist unsere Burg“, jammert Nils.
„Die hat keiner kaputt gemacht. Das waren Wind und Wellen“, erklĂ€rt Papa. Er hilft ihnen, sie wieder aufzubauen. Der Graben wird so tief, dass ihr Plastikboot darin fahren kann. Als sie keine Lust mehr zum Bauen haben, gehen sie schwimmen.
Jeden Tag tobt Nils mit Jan im Meer. Auch an dem Tag, an dem der Himmel bedeckt ist, gehen sie schwimmen. Ganz kurz nur, weil es so kalt ist. Als Nils herauskommt, hat er blaue Lippen und zittert vor KĂ€lte. Aber er zieht sich schnell um. Mit der langen Hose, dem warmen Pulli und den Gummistiefeln ist ihm wieder warm. Anschließend kann er herrlich weiterspielen.
Bald scheint die Sonne wieder. Nils stört es nicht mehr, wenn er ein bisschen Salzwasser schluckt. Einmal schwimmen kleine Fische ganz nahe am Ufer. Jan und Nils versuchen, sie mit ihren Sandeimern zu fangen. Aber die Fischchen sind zu schnell. Deshalb suchen sie nach einer Weile lieber Muscheln am Strand.
Am Ende der Woche kann Nils ganz viele ZĂŒge schwimmen. Und nach den drei Wochen Urlaub ist er schon ein sicherer Schwimmer. Er ist ganz traurig, als die Ferien vorbei sind.
„Daheim gehen wir ins Freibad. Dann kannst du dein Seepferdchen machen", verspricht Papa.
Nils freut sich darauf.



Version vom 26. 05. 2019 17:12
Version vom 30. 06. 2019 12:55

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molly
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Liebe Annette,

Nils will schwimmen können und ĂŒbt dafĂŒr sogar im Bett. Deine Geschichte ist nicht besonders spannend, aber sie hat eine wunderbare Aussage. Sie macht den Kindern Mut: Wenn man was unbedingt erreichen will, muss man auch selber etwas dafĂŒr tun.
Darum werden die Kinder bei Deiner ErzÀhlung aufmerksam zuhören. Sie hat dazu auch die richtige LÀnge.

Zwei Dinge sind mir jedoch aufgefallen:

1.„Eure Badehosen sind als unterstes im Koffer", sagt Mama. Deswegen hilft Nils Mama beim Auspacken.

Nils sollte der Mama beim Koffer auspacken helfen, auch wenn die Badehosen obenauf lĂ€ge. Deswegen wĂŒrde ich streichen.

2. Nils ist ein braver Junge. Selbst beim Muschelsuchen geht er nicht an den Wasserrand. Was sprĂ€che dagegen, wenn er sich mal eben die FĂŒĂŸe nass macht? NatĂŒrlich erst, wenn er Mama gefragt hat.Jan und die Eltern sind ja auch dabei.

Viele GrĂŒĂŸe

molly

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