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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Ninive
Eingestellt am 08. 04. 2012 23:10


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Miro
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2010

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Ninive

‚ÄěMein Scho√ü ist gut gew√§ssertes Ackerland, bereit, den Samen zu empfangen. S√ľ√üe D√ľfte entsteigen den Tiefen, bet√∂ren die Sinne der br√ľnstigen Stiere, dieses Feld zu bestellen. Du tr√§gst die H√∂rnerkrone, du bist der Auserw√§hlte, Gemahl deiner G√∂ttin zu werden. Meine Br√ľste sind prall und erwarten deine Ber√ľhrung, mein Leib sei dir hin¬≠ge¬≠geben zu einer g√∂ttlichen Vereinigung.‚Äú
Die junge Priesterin ist gleicherma√üen berauscht wie erregt. Sie kniet mit weit ge¬≠spreizten Beinen auf einem Stein, pr√§chtig geschm√ľckt mit B√§ndern und Federn, der K√∂rper bemalt mit rituellen Symbolen und doch ist sie unendlich nackt und ihre Reize un¬≠bedeckt.

Das Licht vieler Fackeln erhellt den Tempel, erf√ľllt ihn aber auch mit Rauch und W√§rme. Auf dem Altar neben ihr stehen Schalen, in denen duftende Essenzen k√∂cheln.
Um den Altar herum, auf kleineren Steinen und eine jede von Kerzen und Fackeln be¬≠leuchtet knien weitere Priesterinnen, ebenso geschm√ľckt und nackt wie die Hohe¬≠priesterin.
Zum Altar hinauf f√ľhren sieben Stufen.

Vor diesen Stufen steht der K√∂nig und blickt zu ihr auf. Er sieht die junge, erwartungs¬≠volle Frau, die er begatten wird. Er tr√§gt die H√∂rnerkrone, das Symbol der Assyrer, das K√∂nigen und G√∂ttern vorbehalten ist. Ein schweres Amulett liegt um seinen Hals. Der Lendenschurz, der seine Erregung und Erwartung kaum verdecken kann, ist schmucklos. Auch sein K√∂rper ist mit ritueller Bemalung geschm√ľckt, die jedoch die Narben und Male seiner Verletzungen aus zahlreichen K√§mpfen nicht zu verbergen trachtet, sondern zur Zierde seiner Erfolge macht.
Mit seinen Gefolgsleuten hat er Bier getrunken. Sie alle sind angetrunken und ent­schlossen. Sie stehen hinter ihrem König, ebenso, wie in den zahlreichen Schlachten. Diese ganz besondere Schlacht werden sie ebenfalls mit ihm bestreiten.

‚ÄěMeiner Lenden Kraft will ich dir schenken, dir dienen und dich bedienen, meine G√∂ttin!‚Äú t√∂nt seine sonore Stimme, auch seiner Sprache die Schwere der Zunge anzuh√∂ren.
Im hinteren Teil des Tempels dr√§ngen sich die Menschen, die der Zeremonie beiwohnen d√ľrfen. Sie stehen dicht gedr√§ngt und verharren in atemlosem Schweigen.
In der ersten Reihe stehen weitere Gefolgsleute, aber pikanterweise sind auch die Ehe­frauen und Konkubinen des Königs und der engen Gefolgsleute dabei. Sie alle werden zusehen und miterleben, wenn der König die Vereinigung mit der Göttin vollzieht.




Sie alle werden auch miterleben, wie die Gefolgsleute des Königs es ihm gleich tuen mit den anderen Priesterinnen.
Spannung und Erwartung erf√ľllen den Raum, nur das Knistern der Flammen ist zu h√∂ren. Flinke Dienerinnen wie huschende Schatten tauschen verl√∂schende Fackeln immer wieder gegen frisch brennende aus.

Ihr Leib mag längst schmerzen, die Haltung unbequem sein. Aber die Feuchtigkeit ihres Geschlechtes läuft, vielleicht vermischt mit Schweiß, der in feinen Tropfen auf ihrem ganzen Körper steht an ihren Schenkeln herab. Die Hohepriesterin wusste längst, was geschehen wird. Auf diesen Tag, auf diesen Augenblick hatte sie zusammen mit den anderen sich lange vorbereitet.
Sie ist schlie√ülich auserw√§hlt worden, heute stellvertretend f√ľr Inanna sich dem K√∂nig hinzugeben.
Seit Wochen war ihre Haut gesalbt, hatte sie besondere Speisen bekommen und war sie f√ľr diesen Tag vorbereitet worden. Mit speziellen Kr√§utern ist die monatliche Blutung so verschoben, dass nun die fruchtbaren Tage bestehen: sie soll heute einen neuen Gott empfangen.

Dann schließlich erklingt der tiefe Gong: das Zeichen zum Beginn des Rituals.
Die M√§nner steigen die Stufen hinauf und stellen sich hinter die knienden Priesterinnen. Sie greifen nach den erwartungsvollen K√∂rpern und f√ľhlen die samtweiche Haut der Frauen.
Unter ihren Lendenschurzen entblößen sie ihr gierendes Geschlecht und durch­brechen bei­nahe gleichzeitig die Jungfernhäutchen der Priesterinnen, entlocken einigen von ihnen kurze Schmerzschreie.
Wildes Kopulieren folgt, St√∂hnen und weitere Laute der Lust, klatschende Ger√§usche von Haut auf Haut erf√ľllen die Halle.

Der K√∂nig hat sein Geschlecht in den feuchten Scho√ü der Hohepriesterin versenkt und st√∂√üt immer wieder tief in sie hinein. Der wilde Stier hat seine Bestimmung gefunden, erf√ľllt die g√∂ttliche Pflicht.
Der erste Schmerz ist vergangen und lustvolle Erregung breitet sich in milden Wellen durch ihren Körper aus.
Menschen sollen den Göttern dienen. Das allein ist die Bestimmung der Menschen.
Doch hier paart sich ein gott√§hnlicher Mensch mit seiner G√∂ttin, stellvertretend f√ľr sie die junge Priesterin.
Immer wieder dringt sein Glied in ihren Körper, lässt sie äußerlich und innerlich erbeben. Sie ergibt sich der Besitznahme, sie verschenkt ihren Körper, ihre Sinne sind auf ihn gerichtet und sein in ihr sein.
Sie f√ľhlt l√§ngst keinen Schmerz mehr, sondern eine unb√§ndige Gier nach jedem weiteren Sto√ü, Lust darauf, ihn in sich zu sp√ľren, tief, tief, ganz tief.
Sie schenkt alle diese Empfindungen der Göttin Inanna, deren bedingungslose Dienerin und Priesterin sie ist. Aber sie erlebt auch selbst die Lust, die der Geschlechtsakt in ihren Körper zaubert.
Zischend entströmt ihr Atem, keuchend und unfähig, stillhalten zu können bäumt sie sich ihm entgegen, jeder Bewegung, jedem Stoß seines harten Geschlechts in ihr.
Rhythmisch klatschen ihre Körper gegeneinander, wieder und wieder.
Seine H√§nde haben sich seitlich in ihre H√ľften gekrallt, ziehen sie ihm entgegen, wieder und wieder.
Im Grund ihrer Zunge beginnt eine unwirkliche Taubheit, breitet sich aus, √ľber die Augen, √ľber die Kopfhaut, an den Armen entlang bis in ihre Fingerspitzen, spannt ihre Br√ľste und spannt ihren Bauch, wird zu einer wilden, unkontrollierten Zuckung in ihrem ganzen K√∂rper.
Ihr ganzer Unterleib beginnt zu pulsieren, heftig, unkontrolliert und doch unendlich sch√∂n. Sie m√∂chte sein Geschlecht melken mit diesen Zuckungen, sie denkt aber nicht, sie f√ľhlt und sp√ľrt nur noch die Wellen der Lust. Sto√üweise und laut ist ihr Atem.
‚ÄěInanna - alles ist Dein!‚Äú denkt sie nur, schreit ihre Lust.
Dann entlädt er sich in sie, stöhnt.
Das Zucken seiner Entladung tief in ihren K√∂rper sp√ľrt sie, will es f√ľhlen, will es f√ľr immer behalten und nie wieder vergessen.
Sie schmiegt sich ihm entgegen, will jeden Hauch seiner Entladung haben, will alles, alles, alles!
‚ÄěJa!‚Äú fl√ľstert sie.
‚ÄěJa.‚Äú ist fast unh√∂rbar seine Antwort.
Die Göttin hat ihren Gemahl empfangen.


__________________
Es mag bessere Zeiten geben, aber dies ist die unsere (J.P.S.)

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Miro
Festzeitungsschreiber
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das Into zu meinem Beitrag wurde in Keilschrift verfasst, vor mehr als 5000 Jahren.
Wer sehr gut ist in Keilschrift, mag meine √úbersetzungen bitte gerne zu korrigieren helfen.
"Mein Schoß ist gut gewässertes Ackerland ..." wie genital, wie klasse ist diese Beschreibung der sexuellen Bereitschaft, wie poetisch zugleich - und wie klasssssssssisch, einer jahrtausende alten Quelle entstammend?!

<- und diese Worte sind Zitat aus dem "Gilgamesch-Epos". Ich gebe zu, ich habe die Keilschrift nicht selbst entschl√ľsselt, sondern beziehe mich nur auf literarische Quellen dazu.

Immerhin:
Wer mein Intro einfach schwulstig fand, sollte jedenfalls dar√ľber nachdenken, dass es alt ist, uralt ...

Miro
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