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Leselupe.de > Ungereimtes
Nipponimpressionen
Eingestellt am 07. 09. 2011 00:10


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Raya
???
Registriert: Jan 2003

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die menschen im schrein
stehen still
tief versunken im land
der w├╝nsche
auch ich ergreife
das glockenseil
im friedenspark
von hiroshima
zweimal l├Ąuten
in die h├Ąnde klatschen
dann etwas w├╝nschen
sagt meine begleiterin

ich weiss nicht
ob gott mich h├Âren kann
doch in hiroshima
spielen wieder
fr├Âhliche kinder
nun weiss ich,
dass auch aus der h├Âlle
eine blume wachsen kann.










Version vom 07. 09. 2011 00:10
Version vom 08. 09. 2011 22:11

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Beba
Guest
Registriert: Not Yet

Finde ich interessant. Ist sicherlich eher lyrische Prosa als wirkliche Lyrik, denn dazu ist sie bei weitem nicht verdichtet genug.
Bei mir l├Âst der Text eine traurige Stimmung aus, er spricht mich an. Vielleicht ist mein Interesse, meine Liebe zu diesem Land der aufgehenden Sonne der Grund daf├╝r. Gott hier einzubauen, das ist durchaus ein cleveres Mittel, die Gastrolle des LyrIchs zu betonen, spielt doch die Szene vermutlich in einem Shinto-Tempel. Religionen werden nebens├Ąchlich angesichts dieser vergangenen Katastrophen, und Hoffnung ist ebenso ├╝bergreifend.

Allerdings w├╝rde ich auf einen Absatz v├Âllig verzichten und somit den Text zumindest ein wenig verdichten:

quote:
die menschen im schrein
stehen still
tief versunken im land
der w├╝nsche
auch ich ergreife
das glockenseil
im friedenpark
von hiroshima
zweimal l├Ąuten
in die h├Ąnde klatschen
dann etwas w├╝nschen
sagt meine begleiterin

niemals wieder
oh gott
niemal wieder
dieses grauen
diese h├Âlle
denke ich.


ich weiss nicht
ob gott mich h├Âren kann
doch in hiroshima
spielen wieder
fr├Âhliche kinder
nun weiss ich,
dass auch aus der h├Âlle
eine blume wachsen kann.




Der Text w├Ąre gewiss noch zu verbessern, spricht mich aber auch in der jetzigen Fassung an. Einer Wertung enthalte ich mich in der Hoffnung, dass sich hier ggf. noch etwas tut, vielleicht dank weiterer Anregungen.

LG
Beba

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anbas
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Registriert: Mar 2006

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Hallo Raya,

quote:
...im Land
der W├╝nsche...
muss aus meiner Sicht nicht sein, da weiter unten die W├╝nsche aufgegriffen werden. Dort passt es auch. "Land der W├╝nsche" ist au├čerdem eine - f├╝r mich zumindest - recht abgegriffene Formulierung, die in diesem ansonsten wirklich ber├╝hrenden Text nicht stehen sollte.
Wie w├Ąre es daher mit:
quote:
die menschen im schrein
stehen still
tief versunken im gebet
oder
quote:
die menschen im schrein
stehen still
tief in sich versunken

Als weiterer Punkt, an dem ich stolpere, ist da noch das "auch ich". Das empfinde ich als Bruch, da Du im Vorfeld ├╝ber die stillstehenden Menschen schreibst. Es w├╝rde schon reichen, wenn das "auch" gestrichen wird. So, wie es jetzt da steht, empfinde ich es aber als eine Art St├Ârfaktor.

Abschlie├čend die Frage, ob es nicht eher "friedenspark" hei├čen m├╝sste?

Liebe Gr├╝├če

Andreas
__________________
Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen. (anbas)

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