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Leselupe.de > Gereimtes
Noch halte ich dich
Eingestellt am 20. 08. 2011 19:46


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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Noch halte ich dich

Mein Kind, mein Kind
der W├╝stenwind
nimmt heimlich dich
zu sich nach Haus,
dort weht er dir
dein Lichtlein aus.

Er l├Ądt dich freundlich
zu sich ein,
zu spielen mit den Schwesterlein.
Mich l├Ąsst er d├╝rstend
hier im Zelt
allein, allein
am Rand der Welt.

Mein Kind, mein Kind,
der W├╝stenwind.......




__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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max
Guest
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und dann wirst du mich fallen lassen:
wie eine hei├če m├╝nze!

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Mara Krovecs
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2003

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Liebe Vera-Lena,


das geht unter die Haut, gerade durch diesen einfachen Reim l├Ą├čt es mich an Kinderreime und die w├╝nschenswerte Unbeschwertheit von Kindern denken.Das Unaussprechliche, das dort geschieht, kann kaum in Worte gefa├čt werden, aber Du hast genau das geschafft, durch diese intensive Szene, die mich ├╝brigens ein wenig an den Erlk├Ânig erinnert.
Auch dort graust es einen nach dem Lesen, das Schreckliche, muss in Mytologisches gewandelt werden, um es aushalten zu k├Ânnen.
Mich hat Dein Gedicht erreicht, liebe Vera-Lena

Ganz liebe Gr├╝├če

Mara

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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Liebe Mara,

als es fertig war, dachte auch ich an den Erlk├Ânig, aber am wichtigsten war es mir, das Leid der Mutter in ein Lied f├╝r das Kind zu verwandeln. Ich dachte, vielleicht gibt es so ein Kinderlied der Melodie nach und die Mutter hat es in andere Worte gebracht, wohl wissend, dass das Kind die Worte noch nicht versteht, immer innerhalb des afrikanischen Kulturkreises, dessen Gepflogenheiten ich nat├╝rlich nicht so genau kenne, aber Kinderlieder gibt es auch dort.

Ich freue mich, dass der Text bei Dir "angekommen" ist.

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


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sesch nesut
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Hallo Vera-Lena!

Ich bin froh, in den Tiefen dieser Plattform auf dieses Gedicht gesto├čen zu sein. Es kommt so leicht daher wie der Wind selbst und das gelingt wohl nur den besten Schreibern.
Zwei kleine Anmerkungen m├Âchte ich mir dennoch erlauben: Beim Lesen des ersten Verses beschlich mich das Gef├╝hl, dass dort etwas fehle. Zwischen der 5. und 6. Zeile m├╝sste f├╝r mein Gef├╝hl noch eine Zeile eingeschoben werden, weil sich das Tempo durch das Weglassen erh├Âht und es zudem h├Ąrter klingt als der Einstieg. Spontan w├╝rde mir jetzt ein "geschwind, geschwind" einfallen. Das w├╝rde auch gut zur Doppelung im zweiten Vers (allein, allein) passen.
Im zweiten Vers finde ich das "d├╝rstend" etwas unpassend. Viel zu rei├čerisch und hart f├╝r solch einen zarten Text.

Viele Gr├╝├če
Chajan

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Hallo Chajan,

willkommen in der Leselupe!

Es freut mich, dass Dich dieser Text so stark anspricht.

Mein Kind,mein Kind
der W├╝stenwind
nimmt heimlich dich
zu sich nach Haus
geschwind, geschwind
weht er dir dort
dein Lichtlein aus.

Ich denke mal, so stellst Du Dir die erste Strophe vor.
Dagegen g├Ąbe es nicht viel einzuwenden.

Mir allerdings gef├Ąllt das nicht so gut. Ich empfinde das als Vers├╝├člichung dieses todtraurigen und leider ├Ąu├čerst aktuellen Themas. Aber solche Dinge sieht jeder anders und ich wei├č Deinen Vorschlag zu sch├Ątzen.

Das "d├╝rstend" in der zweiten Strophe ist aus meiner Sicht der einzige Hinweis darauf, dass es hier um den Hungertod von gefl├╝chteten Menschen handelt. Die Kinder sterben ja meistens zuerst. Diese Frau scheint auch ihren Mann schon verloren zu haben ebenso wie ihre anderen Kinder. Jetzt h├Ąlt sie ihr letztes Kind in den Armen und ist sich bewusst, dass auch ihr Leben zur Neige geht. (Es geht ja nicht darum, dass keine Hilfsg├╝ter unterwegs w├Ąren, sondern die Logistik versagt einfach komplett und die Menschen verdursten dort, wo sie als letzten Rettungsanker tagelang hingefl├╝chtet waren)

Ich kann das "d├╝rstend" nicht herausnehmen. Ich hoffe, dass Du mich verstehst.

Es geht ja nicht nur um den Klang der Worte, obgleich das in der Lyrik sehr wichtig ist, die Aussage des Textes muss f├╝r den Leser ja auch deutlich werden.

Herzlichen Dank f├╝r Deinen Kommentar!

Dir viel Freude in der Leselupe, gute Inspirationen, und einen guten Austausch mit den Lupianern

w├╝nscht Dir mit lieben Gr├╝├čen
Vera-Lena


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