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Leselupe.de > Ungereimtes
Nomaden
Eingestellt am 21. 12. 2010 17:06


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Ralf Langer
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Nomaden

Auf! Enthalten wir uns
eines Ortes zu verweilen.
Was ist denn Heimat,
wenn nicht der Raum
zwischen den Schritten.

Nichts liegt uns wirklich
n├Ąher als die Ferne,
die wir nie erreichen,
nicht im Gestern,
nicht im Morgen,
ist unsere Raststatt
stets das ├ťberall,
der Mond, die Sterne,
und im Feuerschein
ein stummer Blick.

Hier lauschen wir
den W├╝sten, Stimmen,
die da klagen:
Das was euch bl├╝ht,
der Kelch bleibt euch verschlossen.
Das was ihr seid und werdet,
wird euch eine Leere sein.

__________________
RL

Version vom 21. 12. 2010 17:06
Version vom 21. 12. 2010 20:25
Version vom 21. 12. 2010 23:47

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revilo
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Nomaden

Was ist denn Heimat
wenn nicht der Raum
zwischen zwei Schritten
nichts liegt uns
n├Ąher als die Ferne

unsere Raststatt
ist das ├ťberall

im Feuerschein
ein stummer Blick

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Ralf Langer
Routinierter Autor
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Hallo Oli,
ja sakral, dem will ich nicht widersprechen

da ist er wieder mein sturer funkenschlagender Sch├Ądel:

1 Zeile.
Wortspiel

Auf! Entahlten wir uns nicht eines Ortes

metaphorisch verschl├╝sselt : Aufenthaltsort

3. Strophe

Das was euch bl├╝ht,
der Kelch, ist nicht: geh Heim.

Auch hier dachte ich mir einmal : Geh Heim

aber gesprochen geheim, also bekannt...

gr├╝├če vom weihnachtsgesch├Ąft zerm├╝rbtem Nomaden
Ralf
__________________
RL

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w├╝stenrose
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Hallo Ralf,

gleich beim ersten Lesen sehr beeindruckend, sehr stark wirkende Bilder, auch mir hat es sogleich der Raum zwischen zwei Schritten angetan.

so mal auf die Schnelle:
die Raststatt hat mich etwas irritiert: ich pers├Ânlich krieg da einfach die Assoziationen Rastst├Ątte (an der A7) bzw. Rastatt (Ort) nicht aus dem Hirn. Stelle Ruhestatt zur Diskussion, ein Wort, das sich so auch im W├Ârterbuch findet. Raststatt ist klanglich besser, sehe ich ein. Ruhstatt vielleicht?

Nicht geheim hab ich zwar gleich als Wortspiel erkannt, aber gez├╝ndet hat's bei mir an dieser Stelle trotzdem nicht!? - - - umso sch├Âner fand ich dann die letzten beiden Zeilen. W├╝rde auch sagen: das abschlie├čende Wortspiel ist so gelungen, so ├╝berzeugend in der Wirkung, dem w├╝rde ich nicht noch ein anderes Wortspiel an die Seite stellen, welches doch nur abfallen kann und irgendwie bem├╝ht wirkt neben jenem, welches sich jedem Leser erschlie├čen d├╝rfte.

So. Da ich mir erlaube, mich in den von dir beschriebenen Landstrichen heimatlich wohl zu f├╝hlen, werde ich die Zeilen sicher noch ├Âfters lesen, bin gespannt, wie sich der Text entwickelt!

lg w├╝stenrose

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Ralf Langer
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Hallo w├╝stenrose,
ich denke mittlerweile das "geh heim" ist zu viel.
ich ├╝berlege mir gerade wie ich die l├╝cke schlie├čen
kann.

das "heim" rundet sprachlich das letzte wort "sein"
ab. mit diesem "reim zum schlu├č klingt es besser denke ich.

werde mal in mich gehen.

Ja, raststatt da bin ich auch schon eingekehrt,
vielleicht besser im plural oder soetwas wie
ruheplatz.
wobei ich pers├Ânlich die "rast" besser finde, weil eine rast in meinem kopf k├╝rzer ist als ein ruheplatz.
au├čerdem steckt noch als wortspiel "rasen", "hasten"
drin...

hm...
ralf
__________________
RL

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w├╝stenrose
Routinierter Autor
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Hallo Ralf,
hab mich gerne noch ein wenig in deine Zeilen (Abschnitte 2+3) vertieft, vielleicht ist f├╝r dich was Brauchbares dabei.

lg w├╝stenrose



Nichts liegt uns n├Ąher
als die Ferne die
wir nie erreichen
nicht im Gestern
nicht im Morgen
ist unser Quartier
stets ├╝berall
der Mond die Sterne
und im Feuerschein
ein stummer Blick

Die W├╝ste
wei├č zu schweigen:
Das was euch bl├╝ht
bleibt verschlossen
Was ihr seid
wandert weiter




.

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Ralf Langer
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hallo w├╝stenrose,

der ertse abschnitt gef├Ąllt mir
vielleicht ├Ąndere ich ihn ein wenig:

Nichts liegt uns n├Ąher
als die Ferne die
wir nie erreichen
nicht im Gestern
nicht im Morgen
ist unser Quartier
stets im ├╝berall
des Monds die Sterne
und im Feuerschein
ein stummer Blick

das k├Ânnte mir gefallen

werde da noch mal nach haken

lg
Ralf
frohes fest

__________________
RL

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