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Leselupe.de > Kurzprosa
Normalität vs. Verrücktsein
Eingestellt am 30. 04. 2007 20:41


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Zazou Röver
Hobbydichter
Registriert: Apr 2007

Werke: 1
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Verrück?

Hast du heute wieder die Dinge beobachtet, die du sonst auch betrachtest?
- Ja! Ich bin zufrieden. Lediglich meine Blase ist etwas überlastet.
Machst du dir darüber Sorgen?
- Wenn ich morgens aufstehe, ja, dann mache ich mir schon so einige Gedanken.
Aber wolltest du denn nicht genau das? Na gut, wie stellst du dir die Reise vor?
- Ich denke, es sollte etwas anderes sein. Etwas ohne verkettete Lobpreisung.
Könntest du es dann nicht vielleicht bereuen?
- Ich bereue alles, weil alles so einfach ist.
Meinst du nicht, daß Einfachheit auch positiv sein kann?
- Und genau das will ich nicht. Überschaubare Flächen spiegeln vieles wieder, aber nur oberflächlich.
Träumst du von diesen Flächen?
- Ihre Parallelität, ihre Geruchsarmut erreicht mich in der Nacht. Glitzern tun sie in der Sonne, aber meine Augen werden geblendet, dass ich denke, ich würde erblinden. Blindheit ist die seelische Nacktheit. Kein Schutz, man ist der Natur ausgeliefert.
Wenn du dann halbnackt bist, legst du da nicht deine Sachen ganz ab?
- Ja, die Luft würde mir guttun, ich weiß.
Gestern hast du mir von rosa Kühen erzählt. Haben sie dich erfreut?
- Nein, ich hatte Angst. Eigentlich hat man doch immer Angst und diese rosa Kühe wollten mich überrennen.
Kam da jemand, um dir zu helfen?
- Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern. Bestimmt nicht. Meine Schreie waren auch sehr leise.
Warst du wieder einmal im Zentrum?
- Jedesmal. Ich habe alle wiedergesehen.
Haben sie dir wieder vergiftete Bonbons geschenkt?
- Nein, ich lebe doch noch.
Aber es gab Kuchen?
- Erst dachte ich an meine Großmutter. Ich habe sie sehr verehrt - großmütig und gerecht war sie.
Seid ihr manchmal weggegangen?
- Jeden Sonntag, aber da hat sie noch gelebt.
Und was machst du jetzt?
- Ich habe versucht, dem Licht zu begegnen, doch als ich es fast berührte, hat mich jedes Mal ein Sog wieder weggerissen.
Wie oft hast du es probiert?
- Viel zu oft.
Ich glaube, du solltest jetzt gehen. Hast du ein gutes Gefühl?
- Wie immer oder etwas besser, aber werde ich das Licht sehen, Doktor?
Vielleicht. Der Nächste bitte....






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Pete
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Zazou,

erst einmal herzlich willkommen in der Leselupe. Ich bin zwar ebenfalls nur Mitglied ohne offizielle Funktion, freue mich anber über Dein Hiersein.

Dein Werk erschließt sich mir nicht so einfach. Ich könnte darin ein Gespräch zwischen Seelenarzt und Patient sehen. Wer ist verrückt, wer normal? Ich meine beide, sowohl als auch!

Eigentlich aber empfinde ich es als eine Parabel auf Kommunikation schlechthin. Zwei Menschen unterhalten sich, deren Begriffswelten sich nur leicht überlappen. Der Eindruck entsteht, weil es dem führenden Frager nicht wirklich gelingt, auf den Befragten einzugehen, dessen Antworten höchstens als Stichwortquelle für eine neue Frage dienen.

So plätschert das Gespräch hin und her, vor und zurück, ohne dass wirklich gesprochen wird. Die Fragen sind dabei genauso bizarr, wie die Antworten.

Als der Befragte den Spieß umdreht und eine eigene Frage zu stellen beginnt, beendet dieser das Gespräch abrupt. Weil er Kontrollverlust befürchtet? Oder graust es ihm vor seinen eigenen Methoden und seiner Oberflächlichkeit?

Die Antwort bleibt offen ...

Genauso offen wie meine Stellungnahme, die hier ohne die üblichen Verbesserungsvorschläge und Fehlerkorrekturen auskommen muss. Was sollte ich an diesem Text auch auszusetzen haben? Die ungewöhnliche Dialogform zu kritisieren halte ich für zu profan. Daran kann ich mich gewöhnen.

Ebenfalls muss meine Bewertung äußerst subjektiv sein. Die tatsächliche Qualität dieses Werkes zu beurteilen, ist mir nicht möglich. Ich beurteile egoistisch, nach dem Gradmesser, wie viel mir eine Geschichte gegeben hat, was ich darin für mich und meine Lebenswelt erkennen konnte. Von daher beschreibt eine Bewertung nur mein eigenes Vermögen und Unvermögen, nicht aber Deine literarische Größe. Andere Texte hier, haben mich mehr berührt, weil sie andere Aspekte meines Selbsts gespiegelt haben, die mich teilweise betroffen oder verlegen gemacht und damit gerührt haben.

Du siehst aber, Du hast es zumindest geschafft, mich zum Nachdenken zu bringen. Das wird Dir auch bei anderen Lesern gelingen. Aufgrund des hervorragenden Wetters haben bisher nur wenige Leser den Weg hierher gefunden (Stand im Augenblick der Erstellung dieser Antwort: 5). Bitte habe noch Geduld! Die Erfahrung zeigt, dass dann schon noch etwas kommt.

Hier noch ein paar Tipps, wie Du mehr Interesse erzielen kannst.

1. Stelle mehrere Texte in unterschiedlichen Sparten ein. Gefällt einem Leser einer Deiner Werke, so bekommt er höchstwahrscheinlich Lust, auch andere Werke von Dir zu lesen.

2. Lies selbst Texte, die Dich aus irgend einem Grund interessieren. Schreibe dann dem Autor Deine Eindrücke. Damit machst Du ihn neugierig und es kann gut sein, dass er dann nach Deinen Werken sieht und diese ebenfalls kommentieren und bewerten mag.

3. Profitiere vom Dialog mit anderen Autoren und Ihren Werken. Wenn Du so aufgeschlossen bist, gewinnst Du dann neue Einsichten und erweiterst Deinen literarischen Horizont. Ich spreche da aus eigener Erfahrung

Nach dem Lesen Deines Werkes habe ich übrigens Dein Profil aufgerufen und Deine Website entdeckt. Höchst interessant! Wenn Du möchtest könntest Du und die Leselupe eine gegenseitige Bereicherung werden.

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Zazou Röver
Hobbydichter
Registriert: Apr 2007

Werke: 1
Kommentare: 3
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Lieber Pete,

vielen Dank für Dein Feedback zu meinem Text, die Tipps und die aufmunternden
Worte. Es ist schön, so persönlich begrüsst zu werden.
Ich finde es auch absolut O.K., dass Du eine Bewertung meines Textes offen
lässt, denn dieser Text kann eigentlich nicht wirklich bewertet werden. Er ist
nämlich als Morning Page entstanden (5 Uhr morgens geschrieben), d.h. innerhalb
eines ganz bestimmten Konzeptes, das als oberstes Gebot die Freiheit erhebt.
Sprich ich habe geschrieben, ohne zu denken, einfach was mir in den Sinn kam
und mit dem Ziel, mein Unterbewusstsein zu aktivieren, was, nebenbei gesagt,
recht laut zu mir gesprochen hat. Und tatsächlich geht es um Kommunikation, die
keine ist, die eine scheinbar feststehende Beziehung beschreibt und sie mitten
im Gespräch umdreht, ja sie schließlich für ad absurdum erklärt.
Nun ja, der Text spiegelt meine Wahrnehmung bezüglich einer ganz bestimmten
Beziehung wieder, die mich ziemlich oft vor die Frage gestellt hat, ob ich
nicht vielleicht verrückt bin, weil ich die andere Person eben nicht verstehe,
mir die Worte umgedreht werden bzw. ich ständig in Frage gestellt werde, ohne
dass es einen Sinn für mich ergibt. ....
Wie auch immer, ich finde es wunderbar, dass der Text Dich zum Nachdenken
angeregt hat und vielleicht schafft es ein anderer von mir sogar, Dich zu
berühren. Mal sehen!
Lieben Gruß und ich wünsche Dir noch einen wunderbaren Sonntag

Zazou Röver

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