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Leselupe.de > Ungereimtes
Not
Eingestellt am 25. 08. 2010 16:05


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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Not

Das d├╝nne Lebensseil
durch Hunger und Durst
gleitet es
weigert sich
zu zerrei├čen
schlingert im Herzrasen

auf Warten
ist es
aus
weigert sich
zu zerrei├čen

Fernhin
eine Mauer?
Ein Boot
das n├Ąherkommt?
Das d├╝nne Seil
weigert sich
zu zerrei├čen

Bilder
erfindet es
ein Korn
ein Mehlstaub

einen Menschen
mit vollen H├Ąnden


Not

Das d├╝nne Lebensseil -
durch Hunger und Durst gleitet es
verweigert sein Rei├čen

schlingert im Herzrasen
auf Warten ist es aus

Fernhin eine Mauer?
Ein Boot das n├Ąherkommt?

Bilder erfindet es
ein Korn ein Mehlstaub
einen Menschen

mit vollen H├Ąnden


Die zweite Version verdanke ich Heidrun D.




__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Version vom 25. 08. 2010 16:05
Version vom 26. 08. 2010 13:19

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
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Liebe Vera-Lena,
dein Gedicht k├Ânnte m.E. gut ein paar K├╝rzungen vertragen.
Ich w├╝rde anstatt Lebensseil wenigstens einmal nur Seil schreiben. Die beiden ersten Zeilen mit der Fragen nach Anfang und Ende sind mir zu banal. Ich w├╝rde beginnen:
Durch Hunger und Durst
gleitet das Seil.
Zeile 7 und 8 w├╝rde ich zur einer Zeile "scheppert im Herzrasen" machen.
Einmal h├Âchstens zweimal "weigert sich zu zerrei├čen" reicht m.E..
Und als Ende eignet sich aus meiner Sicht: "ein(en?) mit vollen H├Ąnden.
Oh, jetzt habe ich dir dein Gedicht aber sehr zerpfl├╝ckt.
Tut mir Leid.
Gru├č
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Lieber Karl,

Du hast mir einen gro├čen Gefallen getan. Ich konnte mir gar nicht erkl├Ąren, warum mir niemand ein Echo schreibt. Ich bin selbst als junge Frau einmal im Leben verhungert, kam dann aber ins Krankenhaus und wurde erst wieder entlassen, nachdem ich 5 Kilo zugenommen hatte. Insofern wei├č ich, wie sich das anf├╝hlt.

Die Qual sind die Todes├Ąngste, die sich einstellen und auch das Herzrasen. Die Qual besteht darin, dass das einfach nicht insgesamt aufh├Ârt, sondern kommt und geht, wann es will. Man wei├č nicht, wann es endlich zu ende ist.

Insofern waren mir beim Schreiben die Wiederholungen sehr wichtig, weil es mir so erschien, als w├╝rden sie diese Qual plastisch herausstellen.

"wo beginnt es, wo endet es"habe ich, glaube ich nur f├╝r mich selbst als Einstimmung ben├Âtigt. Das kann ich ohne Weiteres streichen.

"scheppert im Herzrasen" will ich gerne in eine Zeile f├╝gen.

Auch das Ende dorthin zu legen, wie Du es mir emphielst, halte ich f├╝r g├╝nstig.

Das zweite d├╝nne Lebensseil werde ich auf Seil verk├╝rzen.

Einmal "weigert sich zu zerrei├čen" werde ich herausnehmen, aber die anderen sind mir als Stilmittel und , um wie oben erw├Ąhnt, die Qual deutlich zu machen, zu wichtig.

Tausend Dank!

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


__________________
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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
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Liebe Vera-Lena,
Gedichte ├╝ber eigene heftige emotionale Erlebnisse zu schreiben ist ungeheuer schwierig. Umso mehr bewundere ich dich, dass du meine Kritik zulassen und akzeptieren kannst.
Besonders liebe Gr├╝├če
Karl

__________________
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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Vera-Lena,

nat├╝rlich will und kann ich deine pers├Ânlichen Erlebnisse nicht infrage stellen. Und auch nicht den Versuch, das Elend in Pakistan in Verse zu kleiden.

Doch m├Âchte ich mich Karl anschlie├čen. Selbst nach der Umarbeitung scheint mir der Text zu pathetisch; ich glaube, dass Grauen nur in ganz einfachen Worten an die Leser gebracht werden sollte, r├Ąume aber gern ein, dass dies vielleicht Geschmackssache ist.

Mein Vorschlag bedeutet noch einmal eine starke Reduktion des Textes. - Deshalb bin ich auch ziemlich sicher, dass du ihn nicht annehmen wirst ... Sie`s drum.

quote:
Not

Das d├╝nne Lebensseil -
durch Hunger und Durst gleitet es
verweigert sein Rei├čen

scheppert im Herzrasen
auf Warten ist es aus

Fernhin eine Mauer?
Ein Boot das n├Ąherkommt?

Bilder erfindet es
ein Korn ein Mehlstaub
einen Menschen

mit vollen H├Ąnden
Das Wort "scheppern" finde ich ├╝brigens f├╝r ein Seil nicht besonders gl├╝cklich gew├Ąhlt, passte eher auf eine Metalltrosse ...

Bitte, nicht verstimmt sein. Es kommt selten genug vor, dass mir eines deiner Gedichte nicht so gef├Ąllt ...

Den letzten Abschnitt:
quote:
Bilder erfindet es
ein Korn ein Mehlstaub
einen Menschen

mit vollen H├Ąnden
finde ich vorz├╝glich.

Herzliche Gr├╝├če
Heidrun


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Vera-Lena
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Liebe Heidrun,

Dein Vorschlag spricht mich durchaus an. Trotzdem kann ich mich von meiner Version noch nicht trennen. Ich habe aber die Deine mit eingestellt, als eine gleichwertige M├Âglichkeit den Text mit meinen Worten aber verk├╝rzt einzustellen.

Das Wort "scheppert" habe ich gegen das Wort "schlingert" ausgetauscht.

Danke f├╝r Deinen Vorschlag!

Wenn man mitunter die Dinge als nicht gar so betroffen(wie das durch mein eigenes Erleben der Fall ist) etwas n├╝chterner sehen kann, kommt meistens etwas dabei heraus, was die Dinge noch treffender in Sprache bringt.

Danke f├╝r Deine M├╝he und Unterst├╝tzung!

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


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