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Leselupe.de > Feste Formen
Not macht erfinderisch (Limerick)
Eingestellt am 22. 01. 2008 15:14


Autor
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Wittgenstein
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2003

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Not macht erfinderisch

Als Tarzan dem Mittagsschlaf frönte,
erwachte er jÀh, weil es dröhnte,
und sah mit BestĂŒrzen,
wie Jane mittels FĂŒrzen
von Cheetah die Haare sich föhnte.
__________________
Wittgenstein

Version vom 22. 01. 2008 15:14
Version vom 13. 12. 2009 09:39

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10341
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Hallo Wittgenstein,

schon allein aus BestĂŒrzung "BestĂŒrzen" zu machen, finde ich gut.
Musste wirklich lachen.

Liebe GrĂŒĂŸe von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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viktor
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2007

Werke: 117
Kommentare: 309
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klasse, voll auf die nuss.
hÀttste am ende der ersten zeile noch nen ort gehabt, hÀtt ich dir ne 10 gegeben.
liebe grĂŒĂŸe
viktor

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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

Werke: 200
Kommentare: 1762
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UÀÀÀÀhhh...

Aber tolle Idee! WĂ€r ĂŒbrigens auch 'ne gute Idee fĂŒrs Dschungelcamp, oder?

Kleiner Verbesserungsvorschlag fĂŒr den Rhytmus:

Als Tarzan dem Mittagsschlaf frönte,
erwacht' er, weil laut es dröhnte,
und sah mit BestĂŒrzen
wie Jane mittels FĂŒrzen
von Affen die Haare sich föhnte.

LG presque



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Wittgenstein
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2003

Werke: 57
Kommentare: 242
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Danke MD Spinoza, Vera-Lena und Viktor fĂŒr die RĂŒckmeldungen.
Freut mich, wenn Euch mein Limerick gefÀllt.

Hallo Julia,

ich bin nicht der große Metrum-Blicker und rhythmisiere mehr aus dem Bauch heraus.

Aber auch bei gehöriger Gewissensanstrengung kann ich bei meiner Version: "erwachte er, weil es laut dröhnte" kein Problem erkennen.

Im Gegenteil: Deine Version hat nur 8 Silben, wÀhrend ich in der ersten Zeile einen 9-Silber vorgegeben und diesen in Zeile 2 und 5 auch durchgehalten habe, wobei mir klar ist, dass es nicht nur auf die Anzahl der Silben ankommt.

Sollte ich auf dem Holzweg sein, wĂ€re ich fĂŒr eine Nachhilfestunde dankbar.

Liebe GrĂŒĂŸe
Wittgenstein
__________________
Wittgenstein

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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

Werke: 200
Kommentare: 1762
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Hi Wittgenstein,

ich bin mir selbst nicht 100%ig sicher, weil du in Vers 2 diesen Diphtong hast, und die sind immer schwierig, weil ein- oder zweisilbig lesbar. In Vers 1 und 5 hast du jedenfalls das folgende Metrumschema (x und Großschreibung stehen fĂŒr betonte Silben, - und Kleinschreibung fĂŒr unbetonte):

als TAR zan dem MIT tags schlaf FRÖN te,
von AF fen die HAA re sich FÖHN te.

- x - - x - - x -

In Vers 2, so wie er natĂŒrlicherweise gelesen werden mĂŒsste, sieht es aber wie folgt aus:

er WACH te er weil es laut DRÖHN te
- x - - - - - x -

Das heißt, es fehlt eigentlich die betonte Silbe in der Mitte. Man KANN natĂŒrlich das "weil" betonen - und tut es auch automatisch beim Lesen des Gedichts, um nicht aus dem Rhytmus zu kommen:

er WACH te er WEIL es laut DRÖHN te

Aber es ist sprachlich gesehen einfach unnatĂŒrlich, eine subordinierende Konjunktion stark zu betonen. In einem normalen Kontext außerhalb der Dichtung wĂŒrdest du einen Satz niemals so betonen - es sei denn, du wolltest in einem ganz speziellen Kontext die Betonung auf das kausale VerhĂ€ltnis zwischen den TeilsĂ€tzen legen (z.B. "Er erwachte nicht einfach ALS, sondern WEIL es laut dröhnte"). Vor allem ist es auch deswegen unnatĂŒrlich, weil das Wort "laut" dann gemĂ€ĂŸ dem Metrum unbetont bleiben muss. Es wird also ein "Funktionswort" (Konjunktion "weil") betont, wĂ€hrend ein "Inhaltswort" (Adverb "laut") unbetont bleibt - das wird in der Alltagssprache genau umgekehrt gehandhabt, deshalb fĂ€llts auf. In den Versen 1 und 5 hingegen hast du ganz natĂŒrliche betonungsverhĂ€ltnisse: Alle "Funktionswörter" (z.B. "als", "dem", "sich") sind unbetont, die betonten Silben sind die natĂŒrlichen Wortakzente der "Inhaltswörter".

Ich schlage deshalb vor:

er WACHT' er, weil LA ut es DRÖHN te
- x - - x - - x -

Damit wird der Akzent auf das "laut" verschoben und das "weil" wird davon erlöst . Allerdings muss man den Diphtong zweisilbig lesen, was vielleicht etwas unnatĂŒrlich sein könnte, diese Lösung ist also nicht perfekt - aber ich finde, sie ist eine Verbesserung.

Aber das ist wirklich nur meine persönliche Ansicht! Ich habe in letzter Zeit bei den Diskussionen in der Lupe immer mehr gemerkt, dass FlĂŒssigkeit oder BrĂŒchigkeit des Metrums sehr individuell beurteilt wird, das ist alles eine Sache des Lesestils etc. Ich hĂ€ng mich manchmal an Sachen auf, die fĂŒr Andere völlig natĂŒrlich klingen - und umgekehrt. Nimm's also nur als eine mögliche Variante und quĂ€le dein Gewissen nicht .

Lg Julia

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