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Leselupe.de > Gereimtes
November Rose
Eingestellt am 18. 11. 2007 18:21


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Walther
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November Rose


Ich sitze hier, erkenne: Meine Rose,
Am d├╝nnen Zweig im Kalten, das bist Du.
Im Innern Dich betrachtend, immerzu
Dies L├Ącheln um die Lippen, Haare lose:

Ich sitze hier und schmunzele im Nu.
Wenn ich Dich in Gedanken z├Ąrtlich kose,
Mit Dir um Baum und Strauch wie Kinder tose,
Ist in der Wildheit Alles wie in Ruh.

Ich sitze, sehe Dich in diesem Bild,
Als w├Ąrst Du nah und nicht in einer Ferne.
Es ist die Rose, die die Sehnsucht stillt

Und weckt. Sie duftet, und sie sticht mich gerne:
Die Tr├Ąne wie das Herzblut leise quillt,
Als ich die Liebe durch mein Staunen lerne.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 18. 11. 2007 18:21

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Vera-Lena
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Lieber Walther,

der Text geht nach meinem Empfinden, durch die letzte Strophe kaputt.

Statt "und macht", k├Ânntest Du "und weckt" schreiben. Da w├Ąre also leicht etwas zu reparieren.

Aber dass "das Herzblut leise quillt", damit kann ich leider gar nichts anfangen. Ich wei├č nat├╝rlich, was Du meinst, aber wie Du es ausdr├╝ckst, ist f├╝r mich befremdlich.Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Herzblut leise quillt. Leider habe ich auch keinen Gegenvorschlag.

Die Aussage in der letzten Zeile ist sehr sch├Ân,aber nach meinem Gef├╝hl kommt sie zu unvorbereitet. Es m├╝sste schon verher etwas deutlich werden, aus dem man dann wenigstens andeutungsweise selbst einen Schluss auf das "Staunen" ziehen k├Ânnte.

So weit meine unma├čgebliche Meinung zu Deinem Text. Ich nehme nicht an, dass Du ihn ├╝berarbeiten m├Âchtest, das ist bei einem Sonett seeeeeehr schwierig und au├čerdem, warum sollte Dich nun gerade mein pers├Ânlicher Eindruck dazu bewegen. Da Du mich aber direkt auf diesen Text hingewiesen hast, wollte ich Dir auch ehrlich sagen, was mir dazu einf├Ąllt.

Mit steter Bewunderung f├╝r Dein K├Ânnen und lieben Gr├╝├čen
Vera-Lena



__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Walther
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Hallo Vera-Lena,

der Hinweis mit dem "weckt" ist gut. Ihn werde ich umsetzen.

Die Bilder sind eigentlich klar: Das Herzblut ist die Tr├Ąne des Herzens, der Schmerz der unerf├╝llten Liebe ist so ein doppelter, die Augen- und die Herztr├Ąne. Beide quellen, in der Einsamkeit, leise, sie rollen einfach ├╝ber Gesicht und Herz.

Es ist in der Tat ein "Staunen", n├Ąmlich das ├╝ber das Vermissen, das die Liebe lehrt: Der Verlust tr├Ągt die st├Ąrkste Form der Erkenntnisgewinnung ├╝ber den Wert ein Menschen, des geliebten hier, oder einer Sache in sich.

Daher ist das Alles sehr schl├╝ssig, wie ich finde, und gar nicht so ├╝berraschend. Denn die "Ferne" wird ja bereits angesprochen - im Sinne von "nicht da", nicht in greifbarer N├Ąhe.

Das Gedicht ist voller Bilder dieser Art, aus der sog. "alten Zeit" stammend, aber eben modern gebrochen. Wir wissen heute, da├č wenig sicher ist. Au├čer der Erderw├Ąrmung. Und von der wissen wir, wer sie macht. Liebe hin, Liebe her.

Allerbeste Gr├╝├če, mit Verbeugung ob des Lobs,

der W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Vera-Lena
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Aha, lieber Walther,

jetzt sehe ich, warum mir ein Verstehen hier schwerfiel. F├╝r mich pers├Ânlich bedeutet "Ferne" nicht das Ende einer Liebe oder Liebesentzug oder ├ähnliches. F├╝r mich bedeutet Fernsein immer ├╝ber die Ferne hinweg lieben. Deshalb konnte ich gar nicht erkennen, dass da ein Liebesschmerz schon angedeutet war.

Ja, das ist durchaus wahr, wenn man jemanden ├╝ber Jahrzehnte immer bei sich hat,wei├č man erst so richtig wieder, was er einem bedeutet, wenn er einmal nicht da ist, und sei es nur f├╝r eine Woche.

In Deinem Text geht es also um einen dauerhaften Verlust und der Liebende erf├Ąhrt an sich selbst voller Staunen, was ihm die Geliebte bedeutet. So weit ist das jetzt alles ok f├╝r mich.

Dass das Herzblut die Tr├Ąne des Herzens ist, mit dem Gedanken kann ich mich immer noch nicht anfreunden, aber muss ich ja auch nicht.

"Mit Herzblut unterschrieben" ist eine g├Ąngige Metapher, und hier bedeutet es einfach, dass man ohne wenn und aber zu etwas "ja" gesagt hat. Vielleicht habe ich mich durch dieses gel├Ąufige Bild zu sehr festgelegt, das kann sein.

Danke f├╝r Deine Erl├Ąuterungen!
Dir noch einen sch├Ânen Abend!
Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena







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Walther
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Liebe Vera-Lena,

Herzblut kann auch vergossen werden (und wenn nicht auch ├╝ber die Liebe), und dazu darf auch ein wenig aus der leicht l├Ąnglichen Stichwunde des Rosenstachels "hervorquillen".

Lange Rede kurzer Sinn: Inhalt und Bild sind und bleiben immer auch Geschmacksache. Die Metapher mu├č anr├╝hren - das ist bei Dich nicht vollkommen gelungen, die Bescheidenheit mu├č dazu f├╝hren, das einfach so zu akzeptieren.

Ich w├╝nsche Dir einen sch├Ânen und erholsamen Novemberabend.

Lieber Gru├č W.
__________________
Walther
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