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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Nur Kreative kommen durch
Eingestellt am 11. 04. 2010 18:00


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Karl Feldkamp
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Als aufmerksame Bewohner des Autofahrerlandes Deutschland ist Ihnen das Ph├Ąnomen sicherlich schon aufgefallen: Immer weniger Autofahrer und -fahrerinnen zeigen mit blinkenden Lichtzeichen ihre Absicht zur Richtungs├Ąnderung an. Es gilt zu erraten, ob und wann ein PS-starker, allradgetriebener, mit bergischem Matsch bespritzer Gel├Ąndewagen vor Ihnen ohne Vorank├╝ndigung die Autobahnspur wechselt. Im Gel├Ąnde k├Ąme sein Fahrer schlie├člich auch nicht auf die Idee, die Richtung anzuzeigen. Verkehrsteilnehmer sollen halt vorausschauend ersp├╝ren, welche Richtung im ├╝brigen nicht nur Gel├Ądewagen sowie forsche BMW- oder Audi-Fahrer einzuschlagen gedenken. Selbst Kleinwagen halten da mit.
Allein Sonntagsfahrer mit Hut und bestrickter Toilettenpapierrolle auf der Ablage ihrer Limousine halten verl├Ąsslich die (mittlere) Spur.
Ohne ├╝berraschende Fahrman├Âver kommt offensichtlich der moderne Autofahrer kaum mehr an sein Ziel. Die deutsche Regelgl├Ąubigkeit geht nicht nur auf den Stra├čen von vollkommen ├╝berholten Realit├Ąten aus, denn l├Ąngst ist Regelversto├č die Regel. Der Stra├čenverkehr wird zum ├ťbungsfeld f├╝r realit├Ątsgerechtes Verhalten in der Ellenbogen-Gesellschaft und Regeln allenfalls zu individuell auszulegenden Empfehlungen.
Nun produzieren deutsche Parlamentarier st├Ąndig neue Regelungen und Gesetze, gegen die selbst Gesetzgeber inzwischen versto├čen (ungewollt, versteht sich). Denken Sie nur an die j├Ąhrliche Flut von Steuergesetzen, die angeblich seit Jahren vereinfacht werden sollen.
Wer glaubt, nach Jahrzehnten Fahrpraxis die F├╝hrerscheinpr├╝fung zu bestehen, fiele trotz aller Erfahrung durch, obwohl er unfallfrei, aber in Unkenntnis mancher neuen Verkehrsregel auf ├Âffentlichen Stra├čen unterwegs ist.
Jenseits aller gesetzlichen Verkehrsregeln gilt daher, nur wer auf Autobahnen seinen Blinker kreativ einsetzt und links blinkt, um rechts auf dem Standstreifen zu ├╝berholen, kommt zeitgerecht ans Ziel. R├╝cksichtsvolle Regelgl├Ąubige hingegen fahren brav stopp and go und versto├čen dennoch gegen Gesetze, die selbst Regelgl├Ąubigste noch nicht kennen.
So bleibt nicht nur auf der Stra├če eine einztige realistische Alternative: T├Ąuschen und nicht erwischen lassen.

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

Version vom 11. 04. 2010 18:00

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jon
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Journalistisches/Schreiberisches Handwerk: Die Sache mit den immer neuen Regeln h├Ątte meiner Meinung nach wenigstens eines Beispiels bedurft ÔÇô am besten aus dem Bereich "Blinkzeichen geben" ÔÇô, um nicht als blo├če Behauptung (*) im Raum stehen zu bleiben.
(* Dass es immer wieder neue Regeln und Zeichen gibt ÔÇô seit Septmber2009 ist zum Beispiel eine Neufassung der StVO g├╝ltig ÔÇô ahnen ja die meisten, aber inwieweit es "relevante" ├änderungen sind bzw. wie sich Nichtbeachten auswirkt, ist am besten mit Beispielen zu belegen.)

Inhaltliche Diskussion: Ich bin nicht sicher, ob diese Art Regelverst├Â├če (das mit dem Blinken) tats├Ąchlich mit "deutscher Neuregelwut" "entschuldbar" ist. Nein, stimmt nicht: Ich bin sicher, dass sie es nicht ist.
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dal├Ąsst (Klaus Klages)

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Karl Feldkamp
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Hallo jon,
nat├╝rlich sollen die hier angef├╝hrten Argumente f├╝r Regelverst├Â├če als Scheinargumente erkennbar bleiben. Daher fehlen auch beweiskr├Ąftige Beispiele. Aus meiner Sicht ist das Vergessen des Blinkens u.a. ein Zeichen f├╝r individualistische R├╝cksichtslosigkeit und daf├╝r, nicht mehr mit dem anderen Verkehrsteilnehmer mitdenken und mitf├╝hlen zu wollen.
Schlie├člich kennen alle Verkehrsteilnehmer jene Regteln, die sie zum Blinken verpflichten.
Herzliche Gr├╝├če
Karl
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jon
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Ahja. Wenn's so gewollt war, dann ist es ok. Ich h├Ątte vielleicht noch etwas zugespitzt, so dass klarer wird, dass nicht der Autor so argumentiert.
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Karl Feldkamp
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Lieber jon,
inzwischen habe ich auf Grund deiner Kritik auch noch etwas zugespitzt. Danke f├╝r die Hilfe.
Gru├č
Karl
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