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Leselupe.de > Humor und Satire
Nur ein Anfang...!
Eingestellt am 08. 12. 2002 17:34


Autor
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Harmless Kitty
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Oct 2002

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Einen wundersch├Ânen Tag! Dies ist nur ein Anfang, also lediglich eine Seite. Ich bitte alle Leute die dies lesen werden, mir zu sagen, ob man diese Geschichte weiter lesen w├╝rde oder gleich in die Tonne kloppen sollte. Vielen lieben Dank schon mal im Vorraus!



Normalerweise ziehe ich es vor meine Geschichten mit einem Zitat eines alten Philosophen zu er├Âffnen, aber in diesem besonderen Fall beginne ich lieber mit einer allgemeing├╝ltigen Feststellung:
Die Woche kann ja nur unerfreulich werden, wenn sie schon mit dem Aufstehen beginnt!

Ich wei├č nicht ganz genau wer dies von sich gegeben hatte, aber er schien es an einen dieser Tage gesagt zu haben, an denen einfach alles schief geht. An dem das Schicksal einfach ein kleines R├Ądchen dreht und dem Gewinner des Rades einen Tag in die H├Âlle schenkt.

Dieses Mal schien das Rad bei mir stehen geblieben zu sein.

Langsam ├╝berflutete die Sonne die Stadt mit ihrem tr├╝ben Licht. Sie lie├č sich Zeit damit, als k├Ânne sie sich nicht so recht entscheiden, ob sie den Schritt des vollkommenen Aufgehens wirklich riskieren sollte. Es erinnerte ein wenig an einen Sch├╝ler, der, gest├Ârt durch das Schellen seines Weckers, das einzig Richtige tat: Den St├Ârenfried beseitigen, sich umdrehen und weiterschlafen.

Ich glaube meine ganze Situation w├Ąre besser verlaufen, wenn ich mich noch einmal in meine Schulzeit zur├╝ckversetzt und weiter geschlafen h├Ątte. Aber dies tat ich nicht und so nahm mein Ungl├╝ck seinen Lauf...

Etwas gelangweilt sa├č ich am Fr├╝hst├╝ckstisch und starrte auf die Zeitung. Ich las sie nicht, nein, ich starrte einfach nur darauf, es war viel zu fr├╝h um jetzt etwas lesen zu k├Ânnen. Mein Fr├╝hst├╝ck bestand dieses Mal aus einem Toastbrot einer fast kalten Tasse Kaffe und, nun ja, meiner Zeitung.
Ich bewundere immer wieder die Leute bei den ganzen „Daylisoaps“, die immer quietsch vergn├╝gt aufstehen, nat├╝rlich topgestylt sind, einen Fr├╝hmorgendlichen Tisch haben, als ob drei├čig Leute Mitessen, sich hinsetzen, einen Bissen nahmen und dann gingen.
Das fand ich schon als kleines Kind wunderlich. Immer fragte ich mich, was die mit dem ganzen Essen hinterher machten. Vielleicht lie├čen sie es stehen, f├╝r das n├Ąchste Familienmitglied, oder f├╝r den n├Ąchsten Morgen. Vielleicht waren diese Leute auch schon chronisch am grinsen und merkten gar nicht mehr, das sie schon seit drei Jahren am gleich Br├Âtchen nagten... Ich wurde j├Ąh aus meinen Gedanken gerissen, als es an der T├╝r klingelte.

„Leony, Liebchen, was machst du noch hier?“ Ich sah auf die Uhr. „Noch wohne ich hier!“ Martin Schmithufer. Ein kleiner, dicker Mann mit Hornbrille und gelben Anzug.
Man munkelt das er schon seit einiger Zeit am Klebstoff schn├╝ffelte, nat├╝rlich wurden diese Ger├╝chte niemals ganz nachgewiesen. Er war mein Herausgeber und ging in meiner Wohnung andauernd ein und aus. Ganz zum Leidwesen meiner Pflanzen, die immer wieder nach seinem Besuch eingingen, da das billige Aftershave Martins ihnen die Wasserzufuhr zuschn├╝ren lie├č.
„Ich hoffe doch dir ist bewusst, dass du heute einen Termin hast!“ Er schenkte sich eine Tasse Kaffe ein. „Das Zauberwort lautet PRESSE!“ Fuhr er fort. Ich l├Ąchelte. Ich wusste das ich etwas vergessen hatte. Mit schnellen und bestimmten Bewegung verfrachtet ich Martin nach drau├čen und verschwand in meinem Schlafzimmer, mit dem festen Vorsatz diesmal nicht wie das Letzte auszusehen. Ich konnte mich noch dunkel an die letzten Schlagzeilen im „B├╝chersatz“ erinnern.
„Brilliante Schriftstellerin l├Ąsst sich gehen!“

Die sollten mich kennen lernen!

Der Blick in den Spiegel nach zehn Minuten zeigte mir ein Bild, mit nur einer Beschreibung: „Brilliante Schriftstellerin l├Ąsst sich gehen!“ Ich zuckte in Gedanken mit den Schultern und rannte zu meinen Wagen, der drau├čen auf dem Parkplatz stand, wo sich um diese Zeit ├Ąltere Menschen herum trieben um eilig von A nach B zu gelangen.
Die Stadt war zeitlich so getimte, das man nach Ende der regelm├Ą├čigen Schulzeit niemanden mehr ├╝ber 50 (bzw. niemanden ├╝ber 50 ohne eine Handfeste Waffe) auf den Stra├čen sah. Ein recht seltsames Bild doch zum derzeitigen Augenblick hatte es wenig Sinn sich dar├╝ber den Kopf zu zerbrechen, schlie├člich hing eine gute Pressmiteilung davon ab!








__________________
Kitty gibt zu bedenken, das alle Rechtschreibfehler in ihren Postings extra sind und lediglich zur allgemeinen Belustigung dienen!!

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aboreas
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2002

Werke: 16
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Eine fl├╝ssige, lebendige Schreibe. Aber eine merkw├╝rdige Welt, in der die Handlung spielt. Ein Verleger, von dem man munkelt, dass er an Klebstoff schn├╝ffelt, eine Stadt, in der 50-J├Ąhrige nicht mehr auf die Stra├če gehen... Das w├╝rde ├╝brigens mich betreffen. Die Umst├Ąnde/Gegebenheiten sollten in ihren gro├čen Zusammenh├Ąngen schon nachvollziebar sein. Aber vielleicht kommt das ja noch auf den folgenden Seiten.

Und vielleicht gibt es ja eine Generation, die das besonders witzig oder am├╝sant findet. Wenn ich richtig informiert bin, dann l├Ąuft eine ├Ąhnlich ausgestaltete Literatur gar nicht so schlecht.

Ansonsten gilt: Man kann an einem Text gar nicht intensiv genug arbeiten. Was einem heute perfekt erscheint, kann sich schon ├╝bermorgen verdammt holprig lesen.

Gru├č von abo

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