Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92266
Momentan online:
240 Gäste und 11 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Horror und Psycho
Nur ein Traum?
Eingestellt am 13. 12. 2004 16:47


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Virginia
???
Registriert: Dec 2004

Werke: 3
Kommentare: 3
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Virginia eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Nur ein Traum?

Grinsend stand er vor ihr. Es war einb├Âsartiges Grinsen und entbl├Â├čte seine wei├čen Z├Ąhne.
"Da bist du also wieder, was? Willst dich deinen D├Ąmonen stellen, wie es dein Psychiater gesagt hat?" Seine Stimme war ganz leise, nur ein Fl├╝stern.
'Nur ein Traum', dachte sie. 'Nur ein Traum, nichts weiter.'
Amanda wollte einen Schritt zur├╝ck weichen, doch er packte sie am Arm.
"Angst?"
Sie sah ihm direkt in seine himmelblauen Augen und sch├╝ttelte den Kopf.
"Wirklich nicht?" Er zog sie n├Ąher an sich heran, sodass sie seinen Atem auf ihrer Haut sp├╝rte. Dann hauchte er: "Solltest du aber."
Ihr Herz begann zu rasen.
Er fuhr durch ihr schwarzes, langes Haar.
"Du bist so jung und sch├Ân", meinte er und beugte sich noch n├Ąher zu ihr. "Und du duftest nach Flieder."
Amanda stie├č ihn weg. Sie wusste nicht woher sie diese Kraft nahm. Auch er war ├╝berrascht, doch er nur f├╝r einen kurzen Augenblick.
Er grinste wieder, kam aber nicht auf sie zu.
Die junge Frau sah sich um. Sie stand in einem Saal. Der Boden war mit wei├čen Marmor verflie├čt genau wie die W├Ąnde. In der Mitte des Raums, ganz in Amandas N├Ąhe, stand eine Venus Statue, ebenfalls aus wei├čem Marmor. Alles schien hier aus jenem Stein zu bestehen, bis auf die Rosen, die jene Skulptur umgaben.
"Geh ruhig hin." Seine Stimme war dicht bei ihrem Ohr. Ein Schauer lief ihr ├╝ber den R├╝cken.
Sie trat n├Ąher an die Venus heran. Ihr Gesicht war eindeutig r├Âmisch.
Als ihr Blickt zu den Rosen wanderte, erkannte Amanda das auch sie aus Marmor waren. Die St├Ąngel stachen auf Grund ihrer Farbe hervor.
Sie sp├╝rte wie er ihr von hinten ├╝ber ihre Wange strich. "Sch├Ân, nicht wahr mein Engel?"
Blitzartig drehte sie sich um und starrte ihn an, in Erwartung auf sein Grinsen. Doch sein blasses Gesicht zeigte keine Regung. Ihre Angst lie├č etwas nach. Als Amanda dann glaubte Traurigkeit in seinen Augen zu sehen, hatte sie Mitleid.
Er wandte sich von ihr ab.
"Soll ich dir etwas sagen?", sprach er dann gleichg├╝ltig. Er wartete nicht auf ihre Antwort. "Du bist nicht verr├╝ckt. Du solltest nicht auf deinen Psychiater h├Âren. Was wissen die schon von der Seele?"
Er drehte sich so pl├Âtzlich um, dass Amanda zusammen zuckte.
"Wei├čt du wie eine Seele aussieht? Genau so." Er streckte die Arme von sich.
"Und wei├čt du wessen Seele das ist?"
Auf eimal stand er vor ihr ohne dass er auch nur einen Schritt gemacht hatte.
"Deine." Dann k├╝sste er sie. Sie verlor den letzten Rest Angst vor ihm.
Er lie├č von ihr ab und zum ersten Mal fand sie ihre Stimme wieder um mit ihm zu sprechen. "Warum willst du mir Angst einfl├Â├čen?" Amanda war erstaunt ├╝ber die Festigkeit ihrer Worte.
"Ist das deine Frage?" Zorn flammte in seinen Augen auf. "Ich erlaube dir zu sprechen und du willst wissen warum ich dir Angst ein jagen will? Du h├Ąttest alles wissen k├Ânnen! Immer wenn ich dich ansah, sah ich die Fragen in deinen Augen. Willst du denn gar nicht wissen wer ich bin?"
Amanda schwieg. Wer er war? Wusste sie das nicht? Hatte sie es nicht immer gewusst?
"Ich wei├č wer du bist", fl├╝sterte sie, "und das Einzige, was ich wissen will ist, warum."
Da grinste er wieder. Seine Gesichtsz├╝ge strahlten Grausamkeit aus. "Warum? Hast du schon einmal daran gedacht, dass ich dir gar nicht Angst einjagen will, sondern, dass es meine Bestimmung ist?"
Der Gedanke war ihr noch nie gekommen. Aber er klang einleuchtend. Sie h├Ątte auch selbst darauf kommen k├Ânnen. Er musste so sein, auch wenn er es nicht wollte.
Dann k├╝sste er sie abermals. L├Ąnger als zu vor.
"Wenn du hier bleiben willst musst du dich von deinem K├Ârper trennen."
Wollte sie das? Sie k├Ânnte alle ihre Sorgen loswerden. Aber war es das wert? Wert zu sterben?
"Ich w├╝rde bei dir sein." Er strich eine Str├Ąhne seines blondem Haars zur├╝ck.
Amanda lehnte sich na seine Brust und h├Ârte sein Herz schlagen, was sie allerdings sehr ├╝berraschte.
Sie fl├╝sterte: "Luzifer, mein gefallener Engel..."

Ausschnitt aus einem Zeitungsartikel: Heute um 13.05 wurde eine Frauenleiche aus der Donau gezogen. Bei der Leiche handelt es sich um die 27 j├Ąhrige Sekret├Ąrin Amanda H. Die Todesursache lautet ÔÇÜTod durch ErtrinkenÔÇÖ. Allerdings steht die Polizei vor einem R├Ątsel. Es gibt keine Anzeichen f├╝r einen Mord, Selbstmord, oder Unfall.

__________________
Es ist so eine Art Obsession, glaube ich. Das Schreiben fasziniert mich so sehr, dass, wenn es mir verboten w├╝rde, ich langsam daran sterben w├╝rde. (Johannes Mario Simmel)

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


MarleneGeselle
???
Registriert: Feb 2003

Werke: 15
Kommentare: 229
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um MarleneGeselle eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
echte Rosen

Hallo Virginia,

Grundidee und Aufbau deiner Geschichte sind wirklich gut. Da kann man h├Âchstens dr├╝ber streiten, ob der letzte Absatz, also die Sache mit dem Zeitungsartikel zuviel ist oder nicht. Reine Geschmackssache!

Warum hat die Statue eigentlich keine echten Rosen? Sie fallen besonders ins Auge, d├╝rften also etwas Besonderes sein. Schlie├člich ist der Rest dieser Traumwelt ja vollkommen k├╝nstlich. Analog dazu k├Ânnten die Rosen doch echt sein.

Mir f├Ąllt auf, dass du nicht nur G├Ąnsef├╝├čchen verwendest, sondern zus├Ątzlich noch Schr├Ągstriche. Ich nehme an, du wolltest damit darstellen, dass sich der D├Ąmon auf telepatische Weise mit dem M├Ądchen verst├Ąndigt.
Leider war es f├╝r mich beim Lesen ziemlich schwer, die Passagen zu erkennen, wo das M├Ądchen spricht oder denkt. Mein Vorschlag w├Ąre: F├╝r das M├Ądchen normale G├Ąnsef├╝├čchen, f├╝r den D├Ąmonen als Abgrenzung <<>>. Kommt optisch besser r├╝ber.

Ich hoffe, du kannst mit meinem "Gemeckere" etwas anfangen.

Gr├╝├če
Marlene

Bearbeiten/Löschen    


Virginia
???
Registriert: Dec 2004

Werke: 3
Kommentare: 3
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Virginia eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Re: echte Rosen

Zu den Sachen mit den Schr├Ągstrichen: Das war eigentlich nicht absichtlich. Ich muss wohl irgend was falsch gedr├╝ckt haben oder so.
deine
Virginia
__________________
Es ist so eine Art Obsession, glaube ich. Das Schreiben fasziniert mich so sehr, dass, wenn es mir verboten w├╝rde, ich langsam daran sterben w├╝rde. (Johannes Mario Simmel)

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Horror und Psycho Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!