Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92195
Momentan online:
317 Gäste und 14 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Nur ein Wort
Eingestellt am 12. 10. 2004 15:48


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10341
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Vera-Lena eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Nur ein Wort

Der rote Wein umarmt dein Haus,
weiß sich vor Wachstum nicht zu lassen,
muss dein GemÀuer wild umfassen.
Wann wirfst du einen Blick hinaus?

Fast tÀnzerisch auf Zehenspitzen
steh ich vor deinem Gartentor.
Dein Riegel liegt betont davor.
Licht schimmert durch die Fensterritzen.

Ich weiß, das Buch in deinen HĂ€nden
bleibt ungelesen, leblos, stumm.
Du willst dich selbst als Buch vollenden,

willst, was geschehen neu befragen
und schreibst die Seiten stÀndig um.
Als Wort will ich mich zu dir tragen.









__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

ich hÀtte immer weiterlesen können ...

Liebe Vera-Lena,

mit der sehr schönen Beschreibung des Hauses und dem wildwachsendem Wein nahmst du mich direkt fĂŒr dein Gedicht ein. In der Prot., die auf Zehenspitzen vor dem verschlossenen Tor steht, erahnte ich zuerst ein Kind, das verschĂ€mt hinter dem Tor steht und sich nicht hineintraut. (Die Rubrik in der dein Gedicht steht, hĂ€tte mich natĂŒrlich stutzig machen können)
Als ich dann merkte, dass die FĂ€hrte, die ich verfolgt hatte nicht stimmte las ich dein Gedicht wieder und wieder. Zum Schluss hattest du mich vollends mit deinen Zeilen eingenommen. Ganz klar ist das Bild des Menschen, die Stimmung, die die letzten sechs Zeilen tragen und in einer gewissen Art zieht sich von dem wild verwachsenen GebĂ€ude zu dem Prot. eine Parallele. Es zeigt mir wieder mal, wie genau man lesen und dass man einen Text wirklich nicht nur kurz ĂŒberfliegen sollte.

Ich möchte den Text nicht laut interpretieren. Er ist mir wirklich sehr nah gegangen und das möchte ich ganz egoistisch, wie ich manchmal sein kann, fĂŒr mich behalten.

Einen lieben Gruß
Sandra

Bearbeiten/Löschen    


Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10341
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Vera-Lena eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Sandra,

danke, dass Du mir Dein Leseerlebnis so eingehend mitteilst. Bei den Zehenspitzen hatte ich mir schon gedacht, dass man an ein Kind denken könnte. Trotzdem gab es da nichts zu Àndern, denn es ist nun einmal wie es ist.

Es lĂ€ĂŸt sich mehrfach interpretieren, und ich denke auch, dass es zu der Sorte von Texten gehört, die man kaputt reden könnte. Es ist mein allererstes Sonett, weil ich immer gedacht hatte, dass ich diese Form nicht erfĂŒllen kann. Aber dann kam es ganz von selbst zu mir.

Ich freue mich sehr, dass dieser Text ganz zu Dir hingelangen konnte.

Eine gute Nacht wĂŒnsche ich Dir und grĂŒĂŸe Dich herzlich.
Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Bearbeiten/Löschen    


bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

warum? warum, vera, gehst du nicht einen anderen weg?
du hast die sprachliche kompetenz dazu, vergeudest sie in
reimschemen, welche letzlich der aussage nicht gerecht
werden.
es ist ein mĂŒhsal. bitte, glaube mir.

in diesem gedicht vergeudest du dein können.

ralph

Bearbeiten/Löschen    


rosste
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2004

Werke: 85
Kommentare: 606
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um rosste eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Vera-Lena,
Dein erstes Sonett lÀsst wirklich mehrere Interpretationen zu. Da ist zuerst der, den Du verehrst, den Du heimlich liebst. Und um etwas von seiner Aura mitzubekommen, stellst Du Dich sogar auf die Zehenspitzen, um aus der Ferne wehnigstens einen Lichtstrahl von ihm abzubekommen.
Und dann bist Du es selbst, die sich beobachtet, bewundert, "sich neu befragt". Und so schreibst Du an Dich selbst ein Gedicht("Als Wort will ich mich zu dir tragen.")
Liebe GrĂŒsse, Stephan

Bearbeiten/Löschen    


inken
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Vera-Lena

Dies ist eins der wenigen Gedichte von dir, das mich
unbefriedigt lÀsst. Obwohl es stimmig beginnt,
lÀsst mich doch die letzte Zeile nicht so ganz mit
dir schwingen, ich habe hin und her ĂŒberlegt und ich
kann es wahrscheinlich auch nur gefĂŒhlsmĂ€ĂŸig ausdrĂŒcken,
sprachlich klingt es natĂŒrlich gut, "ich will als Wort
mich zu dir tragen", nur inhaltlich kommt es mir so
"klein" daher, als ob das lyrische Ich auch noch unter
dem Linoleum langlaufen wĂŒrde, um beim großen Dichter
zu sein, der ja fĂŒr mich etwas von einer
"Spitzweg-Figur" in seinem trauten Heim, vom Wein um-
rankt, den er nicht wahrnimmt. Bitte sei nicht böse,
es ist wahrscheinlich etwas drastisch formuliert, aber
es ist mein Empfinden.

Liebe GrĂŒĂŸe inken
hat

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Gereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!