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Leselupe.de > Kurzprosa
Nur ein paar Gedanken...
Eingestellt am 12. 05. 2002 17:25


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Lady_of_words
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Dec 2001

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Nur ein paar Gedanken

Ich heiße sie Willkommen in den tiefsten Bunkern meines Ich. Ein Rundgang in meinem Gehirn. Ich habe schon viele Varianten der Weltanschauung gelesen und natĂŒrlich wollte ich auch meine eigene, in den unzĂ€hligen Varianten beifĂŒgen. Selbst wenn es diese Zeilen nicht einmal von der Festplatte herunter schaffen...

Alle die etwas schreiben und behaupten damit keine Ziele zu haben, die LĂŒgen. Warum sollte ein Mensch hunderte von Seiten schreiben um dann keinerlei Spuren in den Mensch zu hinterlassen. Wenn es so wĂ€re, dann wĂ€ren diese BĂŒcher nichts weiter als ein Gekritzel wĂ€hrend eines TelefongesprĂ€ches. Ich denke jeder Mensch hat das BedĂŒrfnis den Mitmenschen etwas mit auf den Weg zu geben. Vielleicht nur durch Fabeln, welche als harmlose „gute Nacht Geschichte“ beginnen und sich als Beitrag zur Erziehung, ethische GrundsĂ€tze vermitteln oder den allgemeinen Umgang mit Alltagsschwierigkeiten entpuppen.
Mit anderen Worten, der Mensch möchte gerne etwas einzigartiges Schaffen, das nicht nur ihn stolz macht, sondern auch seine Nachfolger auf dieser Erde. Welcher Mensch trĂ€umt nicht davon, einen neuen Planeten zu entdecken, neue Forschungsergebnisse zu erzielen, vielleicht einfach nur mit Gesang die Mitmenschen zu erfreuen. Man möchte eben einfach das auch die Nachwelt noch weiß, wenn man einmal nicht mehr existiert, das da mal jemand gelebt hat. Man möchte nicht einfach irgendein Grabstein sein. Oder irgendein Code in irgendeinem Zentralrechner, in irgendeinem Amt, in irgendeinem Land...

Hatte nicht jeder Junge einmal getrĂ€umt ein großer Held zu sein? Ein Welt weit bekannter Spezialist im Beruf? Vielleicht die schönste Frau der Welt? Der alle MĂ€nner nachschauen? Hatte nicht jeder von uns irgendwann im Leben eine Idee, eine Vorstellung, eben einfach solch einen Traum? Der nur ganz selten ausgesprochen wird, und noch viel seltener wahr gemacht wird, oder werden kann, den wir aber immer im Hinterkopf haben, an den wir in einsamen Stunden zurĂŒckdenken und in TagtrĂ€ume verfallen....


Ich denke es liegt im bestreben des Menschen alles begreifen zu wollen. Aus diesen GrĂŒnden grĂŒbelt der Mensch auch so viel, forscht ins unermeßliche. Vielleicht kennen sie jemandem, von dem sie bezweifeln, das dieser Mensch seine wertvolle Zeit mit Überlegungen verschwendet, aber ich denke da irren sie sich. Die einen lassen sich mehr Zeit mit dem verstehen, die anderen weniger. Dem einen reichen grobe Vorstellungen, der andere möchte es bis ins Detail wissen, den Kern am besten noch finden und ihn in Atome aufspalten, vielleicht diskutieren diese Menschen dann noch um diese Atome herum, bis letztendlich nur noch winzig kleine MolekĂŒle ĂŒbriggeblieben sind.
Glauben sie an Gott?
Ich persönlich weiß nicht ob er existiert. Ich weiß auch nicht, ob man so sehr von glauben sprechen kann. Ich meine, ich gehe nicht besonders regelmĂ€ĂŸig in die Kirche....
Ich kann es so formulieren: Ich wĂŒnsche mir von ganzem Herzen das es so etwas wie einen Gott gibt. Nicht nur, weil man sich sicherer fĂŒhlt, wenn man denkt noch jemand hĂ€tte ein Auge auf einen, sondern weil es Hoffnung gibt.

Sollten sie zu dem Entschluß gekommen sein, das es wirklich einen Gott oder einen WĂ€chter gibt, dann haben sie sich sicherlich schon einmal darĂŒber Gedanken gemacht wer er ist. Ich glaube nicht an einen großen Mann, mit wallendem Haar und einem Dreizack, der mit einer Krone auf dem Kopf auf einem Wildledersessel im Olymp sitzt und seine Zeit mit dem hin und herschieben der Menschen auf seinem Schachbrett vertreibt. Ich denke viel mehr, das Gott ĂŒberall ist. Wie die Luft und wie das Licht. Wir sind so sehr abhĂ€ngig von ihm, das wir es gar nicht merken, erst wenn er sich eine Zeit lang von uns löst, dann fĂŒhlen wir uns wie ein AbhĂ€ngiger, der um eine weitere Nadel Heroin bettelt. Wir kommen uns Hilflos vor, allein, zerbrechlich.

Es gibt einige Menschen, die glauben, das die ganze Entstehung der Erde und des ganzen Universums, der gesamten Menschheit und der Natur eine einzige gewaltige chemische Reaktion ist. So ungefÀhr wie bei dem Fernsehen: Jeder Pixel hat eine Farbe und in der unterschiedlichen Konstellation werden dann Bilder daraus.
Mittlerweile habe ich mich so eingehend mit dem Menschen befaßt, das ich an so etwas nicht glaube. Es steckt so vieles hinter uns. Das ist wahrhaft unglaublich!
„Nehmen wir einmal an, das es einen Gott gibt. Und das er uns Menschen erschaffen hat. Wahrscheinlich hĂ€tte er die Reihenfolge, beziehungsweise das SchĂŒtzen der einzelnen Bestandteile der Wichtigkeit angepaßt. Davon gehen wir nun einfach einmal aus. Nehmen wir uns mit dem Hintergedanken das Skelett des Menschen einmal her. Vergessen wir alles, was wir bisher gehört hatten und betrachten wir es, als wĂŒrden wir es das erste mal heute sehen:
Da haben wir zunĂ€chst einmal den SchĂ€del und darin das Gehirn. Das muß das wichtigste sein. Es ist nicht nur die oberste Schaltzentrale, alles Lebenswichtige wird von hier aus gesteuert, sondern es verleiht dem Menschen auch noch die Persönlichkeit. Zu Beginn gibt es Teile die Vollkommen unbeschrieben sind und erst im Laufe des Lebens durch Erfahrungen und Umgang mit dem Alltag und so weiter den Menschen verĂ€ndern. (Wenn wir erst einmal eine heiße Kochplatte angefaßt haben, dann wird uns der Fehler kein zweites Mal unterlaufen). Da es ganz oben ist, also ĂŒber allem anderen, muß es das wichtigste sein. Diese Theorie bestĂ€tigt sich, wenn man sich die Schutzmechanismen anschaut. Das Gehirn wird nicht nur von einem dicken SchĂ€delknochen von der Außenwelt abgetrennt, sondern um das eigentliche Gehirn herum sind noch drei HĂ€ute, jede einzelne davon ist mit einem leichten FlĂŒssigkeitsfilm voneinander abgetrennt, zwischen dem Gehirn und der SchĂ€deldecke ist ebenfalls viel FlĂŒssigkeit. Somit ist das Gehirn immer in einer Ebene. Egal wie wir den Kopf halten. Wie ein Korken in einem Glas Wasser.

Bis jetzt sind wir nur ein Wesen, mit viel Persönlichkeit, wir leben noch nicht einmal. Somit kommen wir ganz schnell zur Nase. Durch sie wird die Sauerstoffaufnahme ermöglicht. Die Lunge hat ihren Sitz schon ziemlich weiter abwĂ€rts vom Gehirn. Doch sie ist wichtig. Und somit auch sehr gut geschĂŒtzt durch den Brustkorb. Die einzelnen Rippen umfassen die Lungen geradezu. Auch hier sind wieder HĂ€ute, welche die Lunge schĂŒtzen.

Nun sind wir also eine Gestalt, mit einem Gehirn und wir leben bereits. Doch dieses Leben wĂ€re sehr kurzatmig, im wahrsten Sinne des Wortes. Sehr schnell wĂ€ren die wenigen Energiereserven aufgebraucht, die das Gehirn zur Steuerung und welche die Lunge mit jedem Atemzug braucht. Somit brauchen wir eine Energiezufuhr. Den Mund, beziehungsweise den Magen. Dieser ist schon wieder deutlich weiter unten. Außerdem auch wesentlich weniger geschĂŒtzt. Nur durch die Muskulatur der Bauches, durch das Fettgewebe und durch andere Eingeweide.

Nun Leben wir also. Ein Mensch sind wir jedoch noch lange nicht. Durch unseren aufrechten gang, den wir uns angeeignet haben, ĂŒberblicken wir den Großteil der Natur und der anderen Lebewesen. WĂ€hrend andere Wesen zum Beispiel ihren Mund zur Nahrung fĂŒhren mĂŒssen hat der Mensch zwei Arme, mit Gelenken, welche die GegenstĂ€nde zum Mund befördern können. Dadurch benötigen wir keine Schnauze, wie der Hund. Die Gelenke können bei einem Ausfall nur durch aufwendigste Konstruktionen nach gebaut werden. Außerdem können wir mit den HĂ€nden jede Stelle unseres Körpers erreichen.

Durch den aufrechten Gang wurde ebenfalls die Stirn zurĂŒckgebildet jedoch der Hinterkopf stĂ€rker ausgeprĂ€gt, was zu einer SchĂ€delvergrĂ¶ĂŸerung fĂŒhrte. Da durch den aufrechten Gang auch mehr Informationen aufgenommen werden konnten, wurde auch mit der Zeit das Gehirn grĂ¶ĂŸer (Das Gehirn wuchs nicht, es ist nur so etwas Ă€hnliches wie Darwins Theorie der Anpassung.... Es ist eben doch an jeder Geschichte ein Funken Wahrheit dran).

Um natĂŒrlich ein möglichst langes Überleben der meisterkreation „Mensch“ zu sichern wurde noch eine Vermehrung ermöglicht. Wie unwichtig die unserem Gott erschien zeigt die Stellung (ganz unten, vollkommen untergeordnet). Der Schutzmechanismus ist jedoch bei der Frau ausgeprĂ€gter, da ein neugeborenes von der Wichtigkeit gleich nach dem Leben kommt und noch vor des Überlebens der Mutter (Unterhalb von den Lungen aber vor dem Magen). Das Ungeborene ist außerdem sehr gut geschĂŒtzt. Erstens durch den Beckenkamm und zweitens durch die Weichteile (Muskulatur, Fett) und nicht zu vergessen auch hier haben wir wieder die HĂ€ute.

Das war nur einmal die gröbste EinfĂŒhrung in das „wunder Mensch“ man könnte ganze Regale mit BĂŒchern dazu vollschreiben.“ Aber ich glaube dies hatte gereicht um ihnen meinen Standpunkt zu verdeutlichen. „Jeder Knochenpunkt, jede noch so, fĂŒr das ungeschulte Auge, unsichtbare Stelle hat irgendeine Bedeutung, ist fĂŒr irgendetwas geeignet. Wenn man erst einmal sich mit dem Menschen auseinandergesetzt hat, ihn versucht hat zu begreifen, dabei all die winzigen Kleinigkeiten bemerkt, dann glaubt man nicht mehr an eine unwillkĂŒrliche chemische Laune der Natur!“

Der Mensch ist wie eine Möbelkollektion, bei der die einzelnen StĂŒcke bis aufs kleinste bedacht wurden, bei der man sofort merkt, das der Schöpfer seine ganze Liebe, Energie, sein ganzes Wissen in diese Produktion gesteckt hat. Und doch wird irgendwann das Holz morsch?!

Sicherlich hatten sie irgendwann einmal zu einem Zeitpunkt in ihrem Leben an Gott gezweifelt, an dessen Existenz. Vielleicht gerade dann, als ein geliebter Mensch gestorben ist und sie sich fragen, warum Gott das tut.
Sicherlich hÀtten sich sofort ein ganzes Sortiment an Gegenargumenten gegen seinen Tot gehabt (er hatte ja noch gar nichts vom Leben, was wird nun aus den Kindern.....) und sicherlich hÀtten sie bei einer möglichen Diskussion mit Gott ihn zu Grund und Boden geredet.
„Der Mensch ist wie ein Mehlkörnchen in dem unendlichen Zahnradwirrwarr des Lebens. Am Ende der scheinbar niemals endenden Odyssee kommt ein Korb, in den wir alle fallen. WĂ€hrend des ganzen Weges werden wir immer wieder selektiert. Die schlechten Körnchen kommen irgendwohin..... vielleicht kommen sie vom rechten Fließband ab, landen irgendwo....
Was aus den Körnchen passiert weiß niemand nur der Bauer.“
Ich bezweifle das Gott beim sterben so viel seine HĂ€nde im Spiel hat. Ich denke eher, das es der Mensch selbst ist, der sich umbringt. „Gott gab uns ein Gehirn, damit er nicht immer auf uns aufpassen mußte.“ Zu Beginn, da wirft er ein Auge auf uns, da die kleinen Babys so hilflos allem ausgesetzt sind. Doch die Erwachsenen können die Konsequenzen abschĂ€tzen. Die Menschen achten noch immer viel zu wenig auf ein ausgeglichenes Leben. Es gibt zwar mittlerweile viele Menschen, die sich um eine gesunde ErnĂ€hrung bemĂŒhen, aber auch die Psychologie ist ein wichtiger Faktor in der Gesundheit. „Psychisch labile Menschen erkranken in allen FĂ€llen schneller als ausgeglichene“. Vor allem in der Forschung der Krebsursachen kommen die Wissenschaftler immer mehr zu dem Entschluß das der feste Wille eine Menge in der Therapie ausmacht.

Es ist schon seltsam wie schnell die Menschheit bei Problemen oder Sorgen christlich wird und das beten wieder erlernt. Schon bei den kleinsten HĂŒrden oder den winzigsten Kieselsteinchen auf dem Weg des Lebens wĂŒrden die Menschen am liebsten sofort im Handbuch des Lebens nachschlagen. Viel zu schnell wird aufgegeben.

Viel zu selten beten wir ohne Grund, einfach nur um Gott von unserem heutigem Tag zu berichten. Noch viel seltener erkennen wir an, was er da geleistet hat. Wie bei einer Hausfrau, die jeden Tag nach der Halbtagsarbeit ein phantastisches Essen zaubert und es einfach als selbstverstÀndlich hingenommen wird. Vielleicht kommt manchmal ein Danke, aber es wurde nicht anerkannt!

Vielleicht schafft es dieser Text wirklich von der Festplatte auf irgendeinen Schreibtisch. Eventuell ließt ihn jemand. Leitet ihn weiter. Man vervielfĂ€ltigt ihn. Gibt ihn weiter an Bekannte. Das wĂŒrde mich freuen. Doch glĂŒcklich wĂŒrde ich, wenn der Text dann einer von Tausenden Personen die Augen geöffnet hĂ€tte.
Wenn jemand aus der Vegetation erwacht, sich die Augen reibt und sich die Welt da draußen anblickt, wie am ersten Tag.....

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jon
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Registriert: Nov 2000

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Kommentare: 6206
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Abgesehen vom inhaltlichen Schmus und (vor allem naturwissenschaftlichen) Nonses trifft der Text sehr gut den Ton einer Predigt. Als Geschriebenes krĂ€nkelt er jedoch an falscher Rechtschreibung (vor allem Groß- und Klein-Schreibung) und unzureichendem Kommagebrauch.
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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