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Leselupe.de > Ungereimtes
Ob-Hut?
Eingestellt am 30. 10. 2010 20:35


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Vera-Lena
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Ob-Hut?

Auf dem letzten Sonnenrot
reitet der fr├╝he Mond,
tr├Ągt dir arabische Tr├Ąume zu -
den Geist in der Flasche,
der keine W├╝nsche erf├╝llt
und besser eingekorkt bliebe.

Pfefferland wetzt die Messer,
verschickt sie in fliegenden Koffern.
Tausendundeine Meile bringt es
den Plan auf den Punkt.

Wirf dein Gold aus, du klarer runder,
dass kein Tack auf das Tick folgt,
Stille die Nacht durchflutet,
dem Kinde auch
die zweiten Z├Ąhne wachsen.





__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Heidrun D.
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Liebe Vera-Lena,

ein sehr sch├Ânes Gedicht, meine ich, dass der Vielfalt des Tr├Ąumens in all seiner Pracht - und auch in seiner Bedr├╝ckung - klugen Ausdruck verleiht.

Unter der Obhut des Mondes kann die Zeit schon einmal stehen bleiben, oder, um es mit Julia zu sagen, kein "Kling(e) auf ein Klang" folgen.

Dir einen sch├Ânen Sonntag und willkommen zur├╝ck.

Heidrun

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Liebe Heidrun,

danke f├╝r Dein Willkommen! (leider habe ich immer noch viel praktische, prosaische Dinge zu erledigen)

Danke auch f├╝r Deinen Kommentar!

Ich hatte den Text als einen politischen Text angelegt in Hinblick auf das Flugzeugfrachtgut, das gut versteckt Teile f├╝r Bomben enthielt.

Die arabischen M├Ąrchen, die wir als Kinder so gerne lasen, habe ich deshalb inhaltlich umgedreht: Der Geist in der Flasche erf├╝llt keine W├╝nsche und der fliegenden Koffer ist zwar von Andersen, spielt aber auch in einem arabischen Land und statt eines M├Ąrchenerz├Ąhlers bringt er uns aber nun diese t├Âdtlichen Dinge.

Mit der "Ob-Hut" stelle ich die ├Ąngstliche Frage an den Mond, ob er durch sein helles Licht die Dinge aus der Finsternis herausrei├čen und uns auf diese Weise besch├╝tzen kann, so dass das Tick und Tack der Zeitbombe unterbrochen wird.

So hatte ich das gemeint, aber es freut mich, dass Du es so poetisch gelesen hast, denn ich habe es ja auch stark verschl├╝sselt, weil ich mich nicht getraute, die Dinge deutlich beim Namen zu nennen.

Dir ganz liebe Gr├╝├če!
Vera-Lena


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Mandelbaum
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Liebe Vera-Lena,
dein Gedicht bewegt mich sehr: der "fr├╝he Mond", der "sein Gold auswerfen" soll, damit das Kind in Frieden aufwachsen kann ...
Danke und liebe Gr├╝├če,
Mandelbaum
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"Poesie tritt oft durch das Fenster der Unwesentlichkeit ein." M.C. Richards

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