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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Ob mich der Teufel wirklich liebt ?
Eingestellt am 16. 11. 2002 19:39


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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

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Ob mich der Teufel wirklich liebt?
____________________________


Schon in meiner Schulzeit habe ich mir die eine oder andere besondere Flasche gekauft. Ich habe gelegentlich mit guten Freunden eine ge├Âffnet - aber die meisten dieser Flaschen habe ich verwahrt. So entstand ein Weinkeller voller gro├čartiger Sch├Ątze, und erfurchtsvoll betrachtete ich gelegentlich die Thermometer - zur Kontrolle der Lagerungstemperaturen - getraute mich kaum, die Flaschen in die Hand zu nehmen ...
Sp├Ąter hatte ich mehr Geld, habe wieder guten Wein gekauft - und l├Ąngst nicht jede Flasche auch geleert.
So liegen diese fl├╝ssigen Kostbarkeiten in meinen Kellern - und warten auf die besondere Stunde.

Heute habe ich eine dieser alten, kostbaren Flaschen in die Hand genommen - und ganz spontan entschieden: zu testen, ob der Wein denn noch gut w├Ąre ... und heute soll eben eine solche besondere Stunde sein.

- gie├če ein - in einen alten "R├Âmer", unmodern - aber eben: mein Lieblingsglas.
Sehe diese goldene, so intensive Farbe und freue mich bereits.
F├╝hre mir das Etikett der Flasche vor und bemerke den Staub, der auf der so lange gelagerten Flasche liegt:
1976 - es war ein verdammt gutes Jahr - und ein extrem guter Wein.
Es ist l├Ąngst ein "alter Wein" - sein Duft ist nicht mehr seine St├Ąrke, der spr├╝ht nicht mehr - aber wenn er dann ├╝ber die Zunge gleitet, dann ├╝berzeugt er - total und absolut!!
So kraftvoll, dieser Geschmack, so essential, so einzigartig und so schwanger von Erinnerungen, diesen Wein schon getrunken zu haben in einer Jugend, zu einer Zeit, als der Wein und ich noch jung waren ...


Gerade, als ich mich gl├╝ckselig zur├╝cklegen will und freuen und einfach genie├čen - da steht pl├Âtzlich der Teufel vor mir.

Wir kennen uns schon - er und ich. Wir haben schon viele Male diskutiert. Er ist penetrant und liebenswert zugleich - so schelmisch - geradezu: teuflisch eben.
Bisher hat er mich nie wirklich ├╝berzeugen k├Ânnen. Ich war mir sicher - er hatte auch jetzt keine guten Karten - so wie die Versicherungsvertreter dieser Gesellschaft, die eben nicht g├╝nstig ist - aber er ist eben wie "Herr Kaiser" - so liebenswert, so freundlich - zuzuh├Âren kann ich ihm nicht abschlagen!

Nett - dieser Teufel - f├╝rwahr!
Wie kann die H├Âlle - ├╝berlege ich deshalb manchmal - so schlimm sein - wenn solche Typen daher kommen??





Da steht ER also wieder vor mir und l├Ąchelt charmant und lockt besser als jede Werbung!
"Hast du auch ein Gl├Ąschen f├╝r mich?" fragt er.
Ich nicke und fordere ihn auf, sich zu setzen.
"Du hast doch etwas Zeit, oder?" frage ich.
Der Teufel nickt - er hat Zeit f├╝r mich.
Mein alter R├Âmer ist ein Unikat - er mu├č deshalb mit einem anderen Glas vorlieb nehmen. Ich schenke ein und wir beide beobachten die fast ├Âlig anmutende Fl├╝ssigkeit dabei, das Glas halb zu f├╝llen. Tiefgoldene Farbe mit der Sonne aus 1976, die hier noch einmal strahlt und eine Erinnerung ihrer selbst wird.
Ich setze die Flasche ab, beide betrachten wir das alte Etikett. Ein schwerer, s├╝├čer Wein, diese Beerenauslese - eher schon ein Lik├Âr als ein Wein.
Wir nehmen unsere Gl├Ąser, lassen den Wein ein wenig bewegen, und ehe wir zu trinken beginnen, sehen wir einander in die Augen.

Ich habe dem Teufel schon manches Mal in die Augen gesehen. Aber dieser Blick, in diesem Augenblick ist anders als alle zuvor. Ich empfinde eine W├Ąrme, eine Z├Ąrtlichkeit f├╝r ihn, die mich selbst ├╝berrascht. Wie kann es sein, da├č solche Gef├╝hle in mir sind - wei├č┬┤ich doch schlie├člich, wer er ist!
Sieht mich an uns denkt so intensiv, da├č ich es sp├╝re: er begehrt mich, er will mich - gar und ganz sowieso - aber jetzt will er mich als Frau.
"Auf das ewige Leben", sage ich leise.
"Wo auch immer!" gibt er zur├╝ck und nimmt einen Schluck.
Ich beobachte, wie der Wein seine Lippen anfeuchtet, in seinen Mund flie├čt, wie er ihn auskostet und schlie├člich in die Kehle laufen l├Ą├čt. Beinahe vergesse ich, selbt zu trinken.

Er ist schlank, tr├Ągt einen tadellos sitzenden Anzug mit Weste, eine Krawatte mit dem Pentagramm - nat├╝rlich. Sein schmaler Oberlippenbart gibt ihm ein s├╝dl├Ąndisches Flair. Seine Augen dar├╝ber - nachtschwarz und unergr├╝ndlich.
Du darfst - sage ich leise zu mir selbst - du darfst nie vergessen, wer er ist: der Teufel.
Sein L├Ącheln ber├╝hrt wieder diese Saite in mir, die Z├Ąrtlichkeit erklingen l├Ą├čt.
"Du bist eine wundersch├Âne Frau!" sagt er. Es sagt es leise, ganz ohne Pathos.
Bitters├╝├č: der Schmerz und die Freude. Ein Wirbel von Gef├╝hlen entfesselt es in mir - vergi├č nicht! schreit irgendwas - wie kann, denke ich, der Teufel solch wundersch├Âne Gedanken hervorrufen, solche positiven Gef├╝hle - vielleicht Liebe?

Tr├Ąume ich, schwebe ich - ist es der Wein?

Durch den d├╝nnen Stoff meines Kleides sp├╝re ich seine Ber├╝hrung, seine Umarmung ist sanft, beinahe z├Âgerlich. Er ist kaum gr├Â├čer als ich, sein Gesicht ganz, ganz nah - seine dunklen Augen wirken suchend, fragend. Sein Ku├č ist scheu, als habe er Angst, zur├╝ckgewiesen zu werden.
Ist das wirklich der Teufel?
Seine Hand f├Ąhrt ├╝ber meinen R├╝cken, streichelt meinen Po und ruft Wellen wilder Empfindungen in mir hervor. Ich schmiege mich an ihn, will ihn f├╝hlen, reibe mein Gesicht an den glatt rasierten Wangen und kann nicht genug finden, ihn zu sp├╝ren.
Teufel, was weckst du solche Lust in mir?

Er hat das Kleid ge├Âffnet, ber├╝hrt meine Haut, haucht einen Ku├č auf meinen Hals, noch einen, und tiefer - auf meine Brust, die nach dieser Liebkosung giert, voller Erwartung, voller Freude - und die Ambivalenz der Gef├╝hle schwindet, leiser wird und verstummt diese warnende Stimme in mir ...
Bin bereit f├╝r ihn - ├Âffne viele Kn├Âpfe und suche seine W├Ąrme, seinen drahtigen K├Ârper, ├Âffne mich und umfange ihn und werde mir bewu├čt: jetzt gebe ich mich dem Teufel hin!
... und er ist so sanft und z├Ąrtlich!
Seine Bewegung sucht mich, sucht Harmonie und Gleichtakt. Immer weiter streichelt er meinen K├Ârper, immer wieder k├╝├čt er mich leidenschaftlich und ersp├╝rt jeden kleinsten meiner W├╝nsche, ohne da├č ich es sagen m├╝├čte.
Ich denke nicht mehr - ich treibe im Strom der Lust, h├Âre das Rauschen des Wasserfalls und st├╝rze schlie├člich ├╝ber den Rand des Abgrundes - fliege - fliege in der tosenden Gicht und bin gl├╝cklich.

Wie Aphrodite steige ich schlie├člich aus dem See - dort steht er, am Ufer und erwartet mich. In seinen Augen spiegelt sich die nackte Gestalt, die er sieht: ich. Schlank und weiblich, mit langen, mittelblonden Haaren und zum Ku├č gespitzen Lippen, erwartungsvoll gl├Ąnzenden Augen, Br├╝sten, die sich schon nach seiner streichelnden Hand sehnen und Lenden, ihn zu empfangen.

- ├ľffne die Augen und liege bei ihm, wieder zur├╝ck und in seinen Armen - bin immer noch gl├╝cklich ...

Kann es denn wahrhaftig sein, da├č mich der Teufel wirklich liebt?
__________________
mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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caruso
Guest
Registriert: Not Yet

Das ist

...favoloso !

Was sanfte Finger doch so alles anstellen k├Ânnen

Sch├Ânen Abend, caruso

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Stella
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jun 2002

Werke: 32
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Das ist der Hammer!!!

Klasse Aceta!!!!!

Wunderbar frisch und sexy geschrieben,
einfach nur gut!!!
Bin begeistert!!

Liebe Gr├╝├če Stella


P.s.: In jedem Mann lauert ein kleiner Teufel......

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caruso
Guest
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Teufel im Manne

Meinst du Stella?

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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

Werke: 122
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nicht mit dem Teufel spa├čen ...

Er ist gef├Ąhrlicher - unbarmherziger und zielstrebiger, als Ihr glaubt ... tr├Ągt die Insignien seiner Herkunft und Macht - und seine Sch├╝chternheit k├Ânnte schlicht Maskerade sein.

Der Teufel im Manne - Stella: es ist eine freundliche Deutung f├╝r dererlei Verf├╝hrer. Das Ende k├Ânnte auch anders aussehen
*l├Ąchel*
"des Teufels": Hier klicken

Ich wurde gefragt, warum ich ihn ├╝berhaupt "Teufel" nenne: diesen netten Typ aus meiner Geschichte ...
ganz einfach: weil er leibhaftig ER ist! -
Wie er das macht:
Hier klicken

Euch allen einen wundersch├Ânen Wochenendausklang ...
*l├Ąchel*

Aceta


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mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

Werke: 17
Kommentare: 1142
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Hallo Aceta,

der Text ist schon gut. Ich mag ihn, allein schon wegen dem Thema und genau da ist der Hase im Pfeffer begraben. Ich frage mich wo er herkommt, welche Begr├╝ndung hatte er, warum ausgerechnet an diesem Tag, das sind Fragen, die hoffte ich beantwortet zu bekommen. Sex mit dem Satan ist zwar sch├Ân und gut, aber die Geschichte ist meiner Meinung nach flach, es ist nichts drin, was es besonders macht, au├čer die Technik mit der du den Text geschrieben hast. Mir fehlt das gewisse Etwas, was den Teufel mit dem Wein oder der Frau verbindet. Vielleicht f├Ąllt dir noch was dazu ein.

liebe Gr├╝├če
Rene├Ę

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