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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Obsession
Eingestellt am 06. 08. 2009 21:51


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kono
Hobbydichter
Registriert: Aug 2009

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Obsession

Sie

Die Kerzen waren verteilt. Sie durfte nicht vergessen, neue Teelichter zu kaufen, die Packung war fast leer. Hier am Fenster auf dem kleinen Tisch, da m├╝ssen drei stehen, sonst kommt zu wenig Licht von vorn. Ob er heute wieder kommt? Warum sitzt er fast jeden Abend da dr├╝ben auf dem Baum? Er denkt noch immer, sie kann ihn nicht sehen. Doch die alte Weide ist weg, hinten im Garten, der Sturm im Winter hatte sie gef├Ąllt. Sie war alt und knorrig und morsch. Seitdem sieht sie die Lichter vom Tennisplatz der Nachbarn durch die nachts schwarzen Bl├Ątter der Buche glitzern. Und sie spielen oft, die Nachbarn, beinahe jeden Abend.
Es ist fast dunkel, gleich wird er kommen! Wenn er kommt. Da! Er scheint ├╝ber die Wiese zu fliegen wie ein Schatten. Wie kann das sein? So schnell? Wer kann so schnell laufen? Und wie er am Stamm hoch geht. Wie eine Katze. Nein, er ist viel schneller! Wie kommt er ├╝ber die Mauer? Die ist doch so hoch! Egal.
Er denkt, sie kann ihn nicht sehen. Doch die Nachbarn spielen wieder Tennis heute Abend. Ihr Badfenster steht offen, es war ein warmer Tag. Da sitzt er, auf seinem Ast mit seinem Umhang. Ist ihm nicht zu hei├č? Er ist nur ein Schatten. Die Kerzen brennen schon, er kann sie sicher gut sehen, wie jeden Abend. Jeden Tag eine Wanne voll Wasser. Der Mann macht sie arm, als Studentin hat sie nicht viel Geld. Doch wenn sie nur duscht, kommt er vielleicht nicht mehr. Der Schatten im Baum, er bewegt sich. Er muss schon sehr oft da gesessen haben, die Rinde auf dem Ast ist schmutzig und abgewetzt. Sie hatte gestern Mittag eine Leiter an den Ast gelehnt und nachgesehen. Wie lange beobachtet er sie schon? Seit der gr├╝ne Van mit den schwarzen Scheiben hier in der Stra├če parkt? Immer vor einem anderen Haus. Sie f├╝hlte sich erst beobachtet, dann verfolgt. Hier ein Schatten, da das Gef├╝hl eines Blickes im Nacken. Drehte sie sich um - nichts, niemals. Manchmal ein Windzug. Sein Atem? War er das immer? Dann, sp├Ąter, der Schatten im Baum. Schrecken! Angst! Ein Spanner? Aber er sa├č immer nur da, jeden Abend, wenn es dunkel wurde.
Gew├Âhnung. Er fehlte ihr auf einmal, der Schatten, wenn er mal nicht im Baum war. Die Nachbarn spielten auch nicht immer Tennis. Sitzt er im Baum? Sie zog die Zeit im Bad in die L├Ąnge. Ging n├Ąher ans Fenster. Blieb immer l├Ąnger ohne Sachen, nackt! F├╝r ihn, nur f├╝r ihn. Mehr Kerzen, mehr Licht. Kann er sie jetzt besser sehen? Was will er von ihr? Komm, sprich mit ihr. Sie sp├╝rte seine Augen auf der Haut. Es kribbelte im Bauch. Jeden Tag ein bisschen mehr. Es tut gut, er schaut nur auf sie, auf keine andere. Er kommt oft, nur wegen ihr. Warum? Er spricht sie nie an.
War er das heute in der Bibliothek? Der blasse Mann, gro├č, die Haut wie Pergament? Er sa├č neben ihr, die Haare schwarz und lang, er schaute sie die ganze Zeit von der Seite an. Er sah gut aus. Das Buch vor ihm lag auf dem Kopf, er hat es nicht einmal bemerkt, aber sie.
Warum war er dann dort, neben ihr? Nicht zum Lesen, das konnte sie sehen. Er schn├╝ffelte immer wieder in ihre Richtung. Roch sie schlecht? Nach Schwei├č? Nein, sie roch nie nach Schwei├č. Auch ohne Deo. Wenn man nichts anderes vertr├Ągt au├čer Veilchen├Âl, ist es schwer, gut zu riechen. Sie bekommt immer Pickel, wenn sie was anderes nimmt. Doch er riecht nach ÔÇŽ nichts. Nicht nach Aftershave, nicht einmal nach alten Socken, gar nicht. Sie hat es genau gerochen! Sie ging hinter ihm vorbei, als er noch auf dem Stuhl in der Bibliothek sa├č, er roch nach nichts, gar nichts.
Jetzt sitzt er wieder da, auf seinem Ast. Sein Blick geht sicher zu ihr. Sie dreht die Wasserh├Ąhne zu, steigt in die dampfende Wanne und summt die Melodie der CD. Lange darf sie nicht bleiben, in der Wanne, sonst geht er vielleicht. Er kann sie nicht sehen, so tief in der Wanne. Schnell waschen.
Die Kerzen am Fenster flackern und ru├čen. Gleich kann er sie wieder gut sehen. Sie hebt ihm die Br├╝ste entgegen. Schau! Komm her! Fass sie an! Sie will es so sehr! Sie sp├╝rt, wie die Spitzen sich erheben. Ein sanfter Schauer rieselt durch ihren Leib. Bitte, komm her! Warum kommt er nicht zu ihr? Sie wartet doch so sehr! Traut er sich nicht? Ist er zu sch├╝chtern? Oder doch pervers? Egal, komm endlich! Es ist ihr egal, wer er ist! Sie h├Ąlt es nicht mehr aus.
Verdammt, das Telefon. Mutter! Immer im falschen Moment. Immer die gleiche Frage: Was gibt es Neues? Nichts! Was soll es hier schon Neues geben in diesem Kaff?
Sie schaut. Er sitzt da wie immer, nichts Neues. Er kommt nicht zu ihr!
Nein, nichts Neues, Mama. Es geht mir gut. Sie wirkt genervt.
Sie steht ganz nah an der Scheibe. Ja, er ist noch da. Oh, sie muss einen halben Schritt zur├╝ck! Das Licht! Er kann sie sonst nicht richtig sehen. Er soll sie aber gut sehen, er soll kommen! Sie will es, unbedingt!
Nachher, wenn sie im Bett liegt, wach, dann wird er kommen. Wie jede Nacht. Er wird wieder da sitzen, im Sessel und wieder nur schauen und denken, sie schl├Ąft tief und fest, wie ein Kind.
Die Decke, sie wird sie wegstrampeln, scheinbar im Schlaf. Sie kann das gut, und sie ist wach. Er sitzt nur da. Komm! Hier, die Decke ist weg, sieh her! Fass sie an, los! Nein, er setzt sich vor das Bett, auf den Teppich, zu ihren F├╝├čen. Sie dreht sich auf den R├╝cken. Er glaubt wirklich, sie schl├Ąft. Sie ├Âffnet die Schenkel, langsam, immer weiter, St├╝ck f├╝r St├╝ck, nur f├╝r ihn. Seine Augen sind starr, genau da hin. Sie kann es erkennen, der Mond scheint heute hell. Bis jetzt ist jeder, jeder Mann schwach geworden, wenn sie ihm das zeigte. Alle sind sie gekommen, ├╝ber sie, so gierig, befreit, endlich durften sie da hin, da hinein! Und er? Er kommt nicht! Warum? Warum ist er dann hier? Wie kommt er hier herein, so leise, ohne einen Laut?




Oder riecht sie wirklich nicht gut? Ist es das? Sie vertr├Ągt nun mal kein Parf├╝m. Nein, das kann es nicht sein.
Was soll sie sonst noch machen, damit er zu ihr kommt? Sie endlich ber├╝hrt, verf├╝hrt, in sie kommt? Ihr f├Ąllt nichts mehr ein. Mehr kann sie ihm nicht geben, mehr besitzt sie nicht. Oder doch? Aber was? Jetzt, er streckt die Hand aus. Wird er sie ber├╝hren? Nein, er zieht sich wieder zur├╝ck. Feigling! Sie bietet sich an, ihm, nur ihm, keinem anderen Mann. Doch er, was macht er, er nimmt das Geschenk nicht an. Setzt sich wieder in den Sessel und starrt. Wie sich ihre Br├╝ste mit den harten Spitzen heben und senken, so gleichm├Ą├čig. Das silberne Licht des Mondes spiegelt sich auf der Haut, wirft Schatten, runde Schatten. Seine Finger folgen im sicheren Abstand der Kontur. Er leidet, sie leidet auch. Sie leiden zusammen und doch jeder f├╝r sich.
Ihr fallen sie wieder ein, die K├Ânigskinder. Sie konnten nicht zusammen kommen. Zum Gl├╝ck war ihr Vater kein K├Ânig! Sie k├Ânnen also doch zusammen kommen! Schon bald? Wenn er sich traut! Wenn er es will, wenn er sie will! Sie ist bereit, sie will, sie will ihn so sehr. Geh hin, fass sie endlich an! Los! Sie wartet, sie ist reif.


Er

Seit die D├Ąmmerung ihm gen├╝gend Deckung bot, sa├č er wieder auf seinem Ast in der alten Rotbuche. Sein dunkler, langer Umhang lie├č ihn mit der Umgebung verschmelzen. Die Position erlaubte den perfekten Blick in Ihre Zimmer. Die gro├čen Fenster spiegelten die letzten hellen Streifen des Horizontes. Er konnte sie beobachten, wie sie langsam in ihr Badezimmer schlenderte. Das Rauschen des Wassers w├╝rde gleich ihre liebliche Stimme nicht mehr verschlucken. Dann w├╝rde er sie endlich wieder leise singen h├Âren k├Ânnen. Welches Bade├Âl benutzt sie heute? Ah, Veilchen, wie immer, sehr gut! Sein Lieblingsduft. Die zarte Note des Veilchens schmeichelte seinen Empfindungen. Eine neue Wolke ihres Duftes zog durch die Bl├Ątter der Buche. Sie hatte wieder ├╝berall Kerzen in den Zimmern verteilt, auch im Bad. Das flackernde Licht umspielte ihren h├╝llenlosen K├Ârper wie eine zweite Haut. Das Pl├Ątschern verstummte, sie summte leise die Melodie aus dem CD-Players mit. Die Fenster der kleinen Wohnung im ersten Stock der Gr├╝nderzeitvilla besa├čen keine Gardinen, wozu auch, wer sollte vom Park her schon hereinschauen. Die hohe Mauer und das Eisentor erlaubten Fremden keinen Zutritt zum weitl├Ąufigen Grundst├╝ck. Unbefangen beugte sie sich leicht nach vorn, hielt sich am Wannenrand fest, stieg in das warme Wasser. Die n├Ąchsten Minuten w├╝rde er nur ihre hochgesteckten blonden Haare sehen k├Ânnen. Doch er konnte immerhin noch ihren bet├Ârenden Duft genie├čen, der in feinen Schwaden her├╝berzog.
Gedankenverloren folgte sein Blick einer Amsel, die ahnungslos an seinem Versteck vorbei flog. Wie lange wollte er sich das noch antun? Fast jeden Tag hier auf dem Ast sitzen und durch die erleuchteten Fenster zu ihr hin├╝ber schauen? Es war doch sonst nicht seine Art, sich selbst so zu kasteien. Er schaute auf den Ast unter sich, die Rinde war schon abgescheuert von seinen vielen Besuchen auf dem Baum.
Warum sa├č er also immer wieder hier? Nur darum, weil sie ihn so an Esmeralda erinnerte, seine gro├če Liebe? Oder weil sie so bet├Ârend duftete. Wie w├╝rde sie wohl schmecken?
Heute in der Bibliothek sa├č er ganz nah bei ihr. Seine gebl├Ąhte Nase hatte ihren K├Ârpergeruch gierig aufgesaugt, seine messerscharfen Augen die perfekte Gestalt aus den Augenwinkeln taxiert. Warum nahm er sich nicht einfach, was ihn so erregte? Es w├Ąre ein Leichtes f├╝r ihn, sie einfach zu besitzen, sie sich zu nehmen. So wie die nach Zigaretten stinkende Kleine vor drei Tagen, die er sich genommen hatte. Er hatte Durst gehabt, sie war im falschen Moment am falschen Platz.
Eine leichte Beute, obwohl sie es mit Karate versuchte und ihm auch Pfefferspray ins Gesicht spr├╝hte. Sie hatte ihm nichts entgegen zu setzen, nichts. Ob sie jemand vermissen w├╝rde? Es w├╝rde sie jedoch keiner finden, daf├╝r hatte er gesorgt. Wie immer! Es war sein erstes und einziges Gebot: Immer den Tisch abr├Ąumen, keine Spuren nach der Jagd. Alles musste sauber ablaufen, keine Sauerei hinterlassen, wie einige seiner Zunft es immer noch taten. Sie hatten noch nicht begriffen, wie gef├Ąhrlich das werden konnte.
Da, es pl├Ątscherte! Schnell richteten sich seine Augen auf das Badezimmerfenster. Sie begann, sich zu waschen. Ihre Schulter und der Arm erschienen im Fenster. Bald w├╝rde er wieder mehr sehen k├Ânnen.
Er dachte zur├╝ck, an Esmeralda. Sie hatte er auch einfach genommen. Doch ihr Geruch und ihre Gestalt hielten ihn davon ab, ihr alles zu nehmen, was sie hatte. Er hatte sie zu seiner Gef├Ąhrtin gemacht, ihr geholfen, sich an Don Alfredo zu r├Ąchen, der sie sich mit vierzehn einfach genommen hatte, am Fluss, als sie W├Ąsche waschen sollte. Was sollte sie auch dagegen tun? Sie war so schwach und auch sein Eigentum, er konnte mit ihr machen, was er wollte. Doch dann war sie stark gewesen und er so schwach und sie konnte mit ihm machen, was sie wollte. Er war ihre erste Beute.
Mehr als f├╝nfzig Jahre waren sie danach zusammen durch Europa gezogen, immer auf der Suche nach Blut. Doch dann hat sie ihn verlassen, einfach so verlassen. Sie wollte unbedingt in die neue Welt.
Dieses M├Ądchen da in der Wanne, zum Greifen nah, w├╝rde er auch fragen, ob sie ihn begleiten w├╝rde, f├╝r eine lange Zeit, wenn sie es will, f├╝r die Ewigkeit. Sie stieg aus der Wanne, das Kerzenlicht brach sich wie in tausend Diamanten in den Wassertropfen auf ihrer Haut. Als N├Ąchstes wird sie nach dem Handtuch greifen. Sie wird es gleich an der Zimmert├╝r achtlos fallen lassen und sich dann die Haut, ├╝berall, mit ihrem ├ľl einreiben. Er machte einen langen Hals. Das kurz geschnittenen, blonde Dreieck zwischen den Schenkeln schimmerte zu ihm her├╝ber. Mit geschlossenen Augen ber├╝hrte sie ihre Br├╝ste. Ihre H├Ąnde schafften es nicht, sie zu umfassen. In der Mitte der gro├čen dunklen H├Âfe erhoben sich die Spitzen. Ein St├Âhnen der Sehnsucht drang leise aus den roten Bl├Ąttern des Baumes, erreichte aber ihre Ohren nicht. Wie gern w├╝rde er das zarte Fleisch ber├╝hren, er verzehrte sich nach ihr. Jetzt stand sie dicht an der Scheibe. Ihre H├Ąnde kreisten ├╝ber den Bauch. Dabei reckte sie ihren Oberk├Ârper nach vorn.
Pl├Âtzlich ging sie in das Wohnzimmer. Viel zu fr├╝h heute, sie war doch noch nicht fertig! Das Telefon! Wie hatte er das ├╝berh├Âren k├Ânnen? Er muss sich besser konzentrieren, nicht unachtsam werden. Er drehte sein Ohr in die Richtung des M├Ądchens. Genau h├Ârte er ihre Stimme, sie sprach mit ihrer Mutter. Einer der seltenen Anrufe. Obwohl das Fenster geschlossen war, konnte er jedes Wort verstehen. Sie kam auf ihn zu, blieb an der Scheibe stehen und ihre Augen irrten beim Telefonieren durch den kleinen Park. Er war sich sicher, ihre schwachen Augen w├╝rden nur noch Silhouetten erkennen k├Ânnen, er dagegen sah alles, jeden Zweig, jedes Blatt, ganz deutlich.
Unwillk├╝rlich musste er l├Ącheln ├╝ber diese Menschen, sie hielten sich f├╝r die Kr├Ânung der Sch├Âpfung! L├Ącherlich! F├╝r etwas Besseres, f├╝r das Gr├Â├čte, was auf dem Gesicht diesen Planeten herumlief. Doch sie waren zerbrechlich, so unendlich schwach, aber gierig und r├╝cksichtslos. Eigentlich waren sie auch blind und taub, riechen konnten sie sowieso fast nichts. Sie benutzten Parf├╝m in Mengen, die f├╝r ihn tausend Mal zu stark war, sie stanken alle nach dem Zeug und glaubten, sie w├╝rden duften. Doch das M├Ądchen dort benutzte nie Parf├╝m, sie duftete nach Veilchen und sich selbst, ein reiner, unschuldiger Geruch. Nachher, wenn sie schlief, w├╝rde er wieder neben ihr sitzen im Sessel neben ihrem Bett und sie beobachten, ihm ausgeliefert, wehrlos, hilflos.
Doch heute wird er sie sich noch nicht holen, vielleicht morgen oder auch erst ├╝bermorgen. Wenn er sie erst h├Ątte und zu einer von seiner Art gemacht h├Ątte, w├╝rde sie leider mehr riechen, sie w├Ąre dann geruchlos, wie er selbst. Kein Hund k├Ânnte ihrer Spur mehr folgen. Doch er liebte ihren Duft, nach Veilchen, nach einer weiten Blumenwiese, nach ihr, nach Esmeralda.
Irgendwann w├╝rde er sie sich holen, er w├╝rde ihren Duft von jedem Zentimeter ihrer Haut aufsaugen, er wird sie kosten, er wird sie trinken. Aber er w├╝rde sie nicht vernichten! Er wird sich beherrschen, ihr noch ein wenig Leben von ihrem so kurzen Leben lassen, damit sie so werden kann wie er! Wenn sie es will!
Nachdem er sie zu sich geholt haben wird, wird er ihre Haut streicheln, das helle Fleisch ber├╝hren, ├╝berall. Sie wird erzittern, sie wird sich aufb├Ąumen, st├Âhnen, schreien! Ihre Haut wird sich zusammenziehen, die kleinen blonden H├Ąrchen an den Schenkeln, auf dem Bauch, werden sich aufrichten! Sie wird schwitzen, die Tropfen werden an ihrem Leib herunter laufen, und sie wird duften, duften, duften!
Er wird ihre Schenkel auseinanderdr├╝cken, in sie eintauchen. Er wird v├Âllig bewegungslos auf ihr, in ihr liegen bleiben und sie doch besiegen, wie noch nie eine Frau von ihm besiegt wurde, au├čer Esmeralda. Seine Esmeralda!
Er wird sie danach fragen, ob sie so werden will, wie er. Ob sie von ihm lernen will, Beute zu machen. Frische, sch├Âne J├╝nglinge oder auch Frauen, wie sie will. Sagt sie ÔÇ×Nein!ÔÇť, w├╝rde ihre kleine Flamme verl├Âschen lassen, sie austrinken! Sie w├╝rde dann den anderen hunderten folgen, dahin, wo niemand sie je finden wird.
Doch nicht heute! Er wird sie heute wieder nur beobachten, sie riechen im Schlaf, wie gestern und vorgestern und davor. Er wird sie im Morgengrauen lautlos verlassen und am Abend wieder hier auf dem Ast sitzen. Er wird sie sich holen, irgendwann! Sicher! Wie Esmeralda vor vierhundert Jahren.

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Rechtschreibfetischistin
Hobbydichter
Registriert: Aug 2009

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Erotik?

Ich wei├č nicht, ob die Geschichte unter Erotik richtig eingeordnet ist. Erotisch finde ich sie eigentlich nicht. Sie ist recht spannend, auch wenn man schnell wei├č, da├č es um einen Vampir geht, und gut geschrieben, aber erotisch nicht gerade.

Allerdings kommt es mir merkw├╝rdig vor, wie sich die Frau verh├Ąlt. Eigentlich f├╝hlt man sich zu Spannern ja nicht gerade hingezogen, sie sind l├Ąstig und unangenehm. Und wenn sich jemand einfach so Zutritt in mein Schlafzimmer verschafft ÔÇô das ist doch eher bedrohlich, da w├╝rde man doch eher die Polizei rufen.

Also inhaltlich ├╝berzeugt mich die Geschichte nicht wirklich, aber vom Stil her spricht sie mich durchaus an. Das mit dem Veilchenduft ist ein nettes Detail. Auch wenn es etwas albern erscheint, da├č eine Frau nur gut riechen soll, wenn sie Parfum benutzt. Frauen riechen eigentlich von Natur aus ausgesprochen gut.

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kono
Hobbydichter
Registriert: Aug 2009

Werke: 1
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Profil

Danke, dass sich eine Leserin ├Ąu├čert.
Die Einordnung meiner kleinen Story ist mir sehr schwer gefallen, letztendlich bin ich bei Erotik stecken geblieben. Wo h├Ątte es den besser gepasst?

Das Verhalten der kleinen Heldin ist nicht ganz nachvollziehbar, verstehe ich. Allein in einer fremden Stadt, einsam... da ist es wohl wahrscheinlicher, einen echten Vampir kennen zu lernen, als sich in einen Spanner zu verlieben. ;-)))
Mich hat hier weniger die Realit├Ątsn├Ąhe gereizt, als die Vorstellung der Situation an sich.

Ja, der Duft der Frauen! Ein Kapitel f├╝r sich. Ich w├╝rde hier drei Hauptgruppen naja, einteilen.
1 dezent, gut abgestimmt, einladend, anziehend ... von mir aus auch erotisch
2 urgewaltig nat├╝rlich nach Schwei├č, Knoblauch, K├╝chenbroddel ( ich meine jetzt nicht nach Pommes bei einer Angstellten im Imbi├č ) einzeln oder in Kombination mit Zigarette
3 die ziehen eine Fahne hinter sich her, wie Douglas beim Betriebsausflug

Diese Einsch├Ątzung kommt jetzt von einem Mann mit zugegeben empfindlicher Nase. ;-)
Und ich bin keinesfalls der Meinung, nur Frauen mit Parf├╝m riechen gut. Es sollte so nicht r├╝ber kommen, zumal SIE ja auch keines benutzt.
kono

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