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Leselupe.de > Gereimtes
Ödipus
Eingestellt am 31. 12. 2002 13:48


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noel
???
Registriert: Dec 2002

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Charmant
dachte sie
lächelte
demütigen Blickes
senkte das Haupt

Nicht schlecht
dachte er
blähte die Brust
federte auf sie zu
und drauf

Ward ein Knab geboren
den sie hätscheln
tätscheln konnte
denn der Mann
federte ab und an
gar nebenan

Ward der Knab
zum Mann gejährt
wohl gepäppelt
und ernährt

Suchte lange
immer bange
eine Maid
auch zu Mutters
Stimm und Freud

Sieben Jahre
sein Gebare
bis er dann
sich besann
mit dem Dolchen
stach den Strolche

Hinter Gitter
ward
nicht bitter
kam die Witwe
Namens Mutter
brachte Brote
brachte Butter
__________________
© noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

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Waldemar Hammel
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Das allerdings ist "Ödipus" pur, 100% auf den Kern gebracht.
Kommt mir vor wie der folgende Kanzlerwitz:

Schröder beauftragte eine Kommission zur Prüfung der Pisa-Studie. An einer kleinstädtischen Realschule wurden die Kinder befragt, was sie über den „Zerbrochenen Krug" von Kleist wissen. Antwort der Kinder: „Das müssen die Gymnasiasten gewesen sein, die waren immer so böse." Auch die Lehrerin wusste keine bessere Antwort und nahm ihre Schüler sofort in Schutz. Als der Direktor befragt wurde, ob er was über den „Zerbrochenen Krug" von Kleist wüsste, holte er schnell seine Geldbörse raus und gab der Kommission zehn Euro, damit ein neuer Krug gekauft werden könnte. Die Kommission berichtete diesen Umstand Gerhard Schröder, worauf dieser antwortete: „Jungs, der Direktor war es auf alle Fälle, sonst hätte er nicht bezahlt." (Andrea Schicks)

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aboreas
Routinierter Autor
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Hallo noel.

Ein immer wieder interessantes Thema. Heißt es nicht bei Freud, dass das Libido-Objekt der Mutter das männliche Kind sei? Da wird klar, dass die Mutter Fett ins Gefängnis bringt. Es könnte ja krank werden, das Kind.

"Freud" - eine Anspielung in der letzten Zeile des fünften Verses?

Ohne den klassischen Ausgang des Dramas erleben wir ja Ähnliches gar nicht so selten. Frauen, die dem "Falschen" nachhängen und in ihrer Not glauben, ihn mit einem Kind disziplinieren zu können. Was in aller Regel immer schief geht. Hier wird allein der Mutter nicht selten Gewalt angetan, durch den Vater, bevor er sich aus dem Staub macht.

Es grüßt und wünscht ein erquickliches neues Jahr
abo

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noel
???
Registriert: Dec 2002

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schön das ich, das Gedicht bewegte.
Was kann mensch mehr wünschen
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