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Leselupe.de > Ungereimtes
Ohnmacht
Eingestellt am 03. 04. 2010 23:36


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Lena Luna
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Mar 2010

Werke: 29
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Du bist mein Vater, Onkel, Lehrer,
vielleicht mein Priester in der Not,
du sagst:
zu dir soll´n meine Hände geh´n
und auch mein Mund, so rot.
Hast mir den Himmel
in Höllen geschnitten
und mein Vertrauen
verdreht zum schwarzen Band,
das meine Seele tief
und tiefer zieht
in deine Lasterschluchten.

Ein dumpfer Abgrund,
immer noch,
in dem mein Schluchzen
ungehört
verstummt

(fragmentarische Antwort der Opfer)


Version vom 03. 04. 2010 23:36
Version vom 04. 04. 2010 00:09

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Rhea_Gift
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Hi,

das fängt gut an - kippt am Ende aber zu sehr ins prosaische, am Schluss würde ich noch einmal feilen...
vielleicht:

...
das meine Seele dann noch tiefer zieht
in deine Lasterschluchten.
Stumm, voll Scham gedenke ich
der Himmelspforten
die du einst versprochen
kann nicht glauben
dass sie öffnen - für mich
fĂĽr dich
die Hölle vor Augen taumele
ich
in nichtigem Leben
mit Nichts in Aussicht
auĂźer dir
und dem Kreuz
an das du mich nagelst
ohne Scheu
mit vor Begierde zitternden Händen
ich werde es tragen mĂĽssen
bis zum Ende -
wohin, das weiĂź ich nicht.

Dich aber will ich brennen sehen.


>> so oder so ähnlich... was meinste?

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Lena Luna
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Registriert: Mar 2010

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hi Rhea,
danke für deine konstruktiven Gedanken. Ich wollte eigentlich nicht so explizit die Blickrichtung wieder in die christliche Ecke schieben, eher es offen lassen, in welche Höllen das Opfer fällt. Das Ende ist als Ausdruck dieser Verzweiflung und Hilflosigkeit zu verstehen, vielleicht zu platt, aber vielleicht auch in seiner ( sprachlosen) Einfachheit deswegen auch stimmig...
GruĂź
Lena

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Rhea_Gift
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Registriert: Apr 2003

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Mein Ende war auch gar nicht so christlich gemeint - was ich bei deinem Himmel/Hölle/Lasterbild eben auch nicht nur christlich wahrgenommen habe - ein Kreuz tragen ja eine Redewendung, die nicht nur christlich ist, wie auch das Paradies (also die Himmelspforten)... daher fand ich den Fortlauf ganz passend - lässt sich sicher anders machen, war ja nur ne Idee... ein schlichtes Ende ist auch gut, aber es muss dabei ja nicht prosaisch werden?

vielleicht:

das meine Seele dann noch tiefer zieht
in deine Lasterschluchten.
Stumm, schamerfĂĽllt
steht mein Leib an ihrem Abgrund
eine Träne fällt
ohne Echo schlägt sie auf
die Tiefe ruft mich -
fallen will auch ich
unbemerkt?

>> denn Sinn deiner zeilen mal etwas verlyrikt Was meinste?

LG, Rhea

__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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gitano
Guest
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Hallo, liebe Lena!
Nachfolgend einen Vorschlag, etwas dichter gesetzt, weg vom prosaischem Stil...Zum Thema selbst mag ich hier nix mehr sagen, bitte entschuldige. Ich hoffe mein Vorschlag spricht fĂĽr sich:
Du bist mein Vater, Onkel, Lehrer,
vielleicht mein Priester
in der Not,
sagest du:
zu dir soll´n meine Hände geh´n
und auch mein Mund, so rot.
hast mir den Himmel in Höllen
geschnitten
das blaue Band, in ein Netz
das meine Seele dann noch tiefer zog
und zieht noch immer, jetzt,
in deine Lasterschluchten.
wo mein Schluchzen starb.

Liebe GrĂĽĂźe
gitano

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

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hallo lena,
ein kompliment fuer die hervorragende arbeit an diesem stueck.
trotz des ' gefaehrlichen'themas mit den vielen stolpersteinen ist dir nun ein intensiver blick auf misshandlungsopfer gelungen.
lg
ralf
__________________
RL

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