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Leselupe.de > Erotische Geschichten
One Night Stand
Eingestellt am 12. 09. 2006 11:28


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Stella Blue
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Sep 2006

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'Sie ist so sch├Ân', denkt er, als er sie ansieht.
Wie sie neben ihm liegt, so friedlich, die Augenlider geschlossen. Die schwarzen Wimpern liegen sanft und leise auf der hellen Haut ihres Gesichts. Weich ist diese blasse Haut, glatt. Er kann mit seinen Lippen dar├╝berfahren, wie er seine Finger ├╝ber Seide gleiten lassen k├Ânnte, ohne h├Ąngen zu bleiben.
Als er es tut, steigt ihm ihr Duft in die Nase - s├╝├č und leicht, mit einer Spur von Aprikose. Ihr Haar riecht anders. Schwerer, dunkler, ein wenig nach Regen. Es schmiegt sich an sein Gesicht, als er die Nase hineinpre├čt, und kitzelt ihn.
Er richtet sich auf, blickt die neben ihm liegende Frau wieder an. Er m├Âchte sich noch eine Weile an ihrer Sch├Ânheit weiden.
Das durchs Fenster fallende Mondlicht l├Ą├čt ihr eigentlich braunes Haar fast schwarz erscheinen. Wie gewundene Schlangen liegt es auf dem wei├čen Kopfkissen und ihrer blassen Haut. Medusa. Nein, er ist nicht zu Stein erstarrt, aber es fehlt nicht viel. Unbeweglich in seiner Pose liegt er neben ihr, seine Augen noch immer auf ihren nackten K├Ârper gerichtet.
Eine Str├Ąhne ihres Haars liegt friedlich im Tal ihrer Br├╝ste - eine schlafende Schlange, die zwischen zwei Steinen Schutz gesucht hat. Sie stehen ab von ihrem K├Ârper, die Br├╝ste, zwei wei├če, wohlgerundete H├╝gel mit kleinen, dunklen Knospen in der Mitte. Er wei├č, wie sie sich angef├╝hlt haben - weich, nachgiebig und warm. Aber die Brustwarzen widersetzten sich, passten sich seiner Handfl├Ąche nicht an. Als er seine Zunge dar├╝ber fahren lie├č, schmeckten sie wie die harten Kerne s├╝├čer, reifer Fr├╝chte.
Unterhalb ihrer rechten Brust sitzt ein kleiner Leberfleck. Auch dieser wirkt fast schwarz im harten Licht des Mondes. Und immer weiter wandern seine Augen ├╝ber ihren K├Ârper, streifen dabei die rechte Brust, die Schulter, den Arm, der zerbrechlich wirkt, so, als k├Ânne man ihn ohne weiteres durchbrechen, leichter noch als einen Bleistift. Die Handgelenke hat er mit seinen Fingern umfassen k├Ânnen, vorhin, als er auf ihr lag, als er sie nahm.
Ihre Handfl├Ąchen zeigen nach au├čen, die Finger gekr├╝mmt, den Beinen toter Spinnen gleich. Er l├Ą├čt seinen Blick von den schlafenden Fingern zum Zipfel des Kopfkissens schweifen. Wei├č und wie ein kleiner Berggipfel ragt dieser nach oben. Eine schwarze Fliege krabbelt dar├╝ber. Er bewegt seinen Arm in die Richtung des Tiers, um es fortzuscheuchen. Erst jetzt wird ihm bewu├čt, wie still es im Zimmer ist, denn er kann das tiefe, monotone Summen der Fliege h├Âren, und es wirkt sehr laut, fast st├Ârend. Er folgt ihr mit seinen Augen. Sie ist nur ein schwirrender, schwarzer Punkt, er kann keine Konturen erkennen, und verliert sie ├Âfter. Schlie├člich findet er sie an der Fensterscheibe wieder, hinter ihr der blasse Mond. Sie krabbelt dar├╝ber. Dann fliegt sie wieder. Ihr Surren nimmt schrille T├Âne an, kreischende. Sie trommelt mit ihrem K├Ârper gegen die Fensterscheibe, immer und immer wieder. Das Ger├Ąusch tut ihm weh. Er versucht, es zu ignorieren, richtet seinen Blick wieder auf die nackte Frau, die neben ihm liegt. Auf ihre Br├╝ste. Er f├╝hlt sie nahezu, diese weichen, wei├čen Halbkugeln mit den dunkelroten, harten Spitzen in der Mitte.




Dann gleiten seine Augen weiter ├╝ber ihre Haut, wie vorhin seine H├Ąnde - ├╝ber die empfindliche Stelle unterhalb ihrer Br├╝ste, wo die B├╝gel ihres BHs einen r├Âtlichen Streifen hinterlassen haben, ├╝ber die Rippen, den weichen Bauch. Die harten Beckenknochen konnte er erf├╝hlen, aber sehen kann er sie jetzt nicht.
Ihre Beine liegen ausgestreckt auf den Laken, leicht gespreizt, als wollten sie sich nicht zu nahe kommen. Dunkler Nagellack ziert die Zehen ihres rechten Fu├čes. Den linken kann er nicht sehen, denn die verw├╝hlte und zerknitterte Bettdecke verdeckt ihn. Er verweilt noch ein wenig bei den Zehen, den wei├čen Zehen mit dunklen Tupfern Nagellacks. Der Kontrast ist stark, ein wenig grausam. Blutstropfen im Schnee.
Langsam l├Ą├čt er seinen Blick an den Beinen entlang nach oben wandern. Das Mondlicht verschluckt alle H├Ąrchen, so wirkt die Haut makellos, glatt, wie helle Seide. Er f├Ąhrt mit seinem Finger ├╝ber ihre linke Wade bis zum Knie, und nun f├╝hlt er die kleinen, weichen H├Ąrchen, die er nicht sehen kann. Weiter nach oben, vorsichtig, als ber├╝hre er eine zerbrechliche und kostbare Porzellanfigur. ├ťber dem Knie f├╝hlt sich die Haut glatt an, widerstandslos. Immer weicher wird sie, immer zarter, je weiter er nach oben vordringt. Pl├Âtzlich h├Ąlt er inne, um die Bahn, die er mit der Hand gehen wollte, nur noch mit seinem Blick zu vollenden. So sp├╝rt er nicht das sanfte Kitzeln der dunklen, gekr├Ąuselten H├Ąrchen, h├Ârt sie nicht leise knistern wie vorhin, als er sachte mit seiner Zunge dar├╝ber strich, und f├╝hlt auch nicht die seidige, feuchte W├Ąrme zwischen den L├Âckchen.
Doch er erinnert sich daran, und er glaubt, noch ihren Geschmack auf der Zunge zu sp├╝ren - s├╝├člich, fruchtig, ein wenig bitter.
Langsam wendet er seine Augen ab und richtet sie auf ihr Gesicht. Friedlich wirkt es, still. Nur ihr leicht ge├Âffneter Mund erscheint ein wenig verzerrt, ein angstvoller Zug umspielt ihn. Es ist, als w├╝rde ihr ruhiger Schlaf durch einen Alptraum gest├Ârt.
Aber sie hat keine Tr├Ąume mehr. Das wei├č er.
Pl├Âtzlich ist die Szenerie nicht mehr so perfekt. Eine Spur dunklen Blutes l├Ąuft an der Seite ihres Halses herab, und einige r├Âtlich-braune Flecken liegen auf dem wei├čen Kopfkissen. Er starrt sie an. Das Wasser l├Ąuft ihm im Mund zusammen. Mit der Zunge tastet er danach, aber das Blut ist schon verkrustet. er kann nur noch den trockenen Stoff des Kopfkissens schmecken. Gierig bewegt er seinen Mund zu ihrem Hals, sucht mit der Zunge, den Lippen, nach dem d├╝nnen Rinnsal Blutes, findet es, leckt daran. Es ist schmeckt trocken, aber noch immer umwerfend - s├Ąuerlich, w├╝rzig, ein wenig metallisch. Und so unwahrscheinlich lebendig...
Er findet die L├Âcher wieder, die er fr├╝her in der Nacht in ihren Hals geschlagen hat, als sie um ihn herum pulsierte, ihren K├Ârper vor Lust wand. Wie vorhin saugt er auch jetzt, doch es kommt nichts mehr. Entt├Ąuscht richtet er sich auf. Sein Blick f├Ąllt auf das Fenster, und er zuckt zusammen. Das Licht ist w├Ąrmer, weicher geworden... heller. Die Sonne beginnt, mit ihren Fingern ├╝ber den Horizont zu tasten. Er m├Âchte sich nicht von ihnen greifen lassen, er mu├č sich sputen.
Schnell kleidet er sich an und geht, nachdem er die Frau zugedeckt hat wie eine Schlafende.
Die T├╝r f├Ąllt hinter ihm ins Schlo├č.

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Law
Guest
Registriert: Not Yet

Tja, was soll man dazu sagen. ???

Um der Wahrheit die Ehre zu geben. Also ich f├╝hlte mich schnell im Sektionssaal, bei dieser endlosen Beschreibung der Filigranit├Ąt dieser Frau, die mit ziemlicher Sicherheit zwar nicht mehr den Abdruck des BH┬┤s auf der Haut hat.Ich ahnte es, aber eins ist diese Geschichte niemals
EROTISCH
Sie ist eine Beschreibung eines bestimmten T├Ąterprofils, ich las ein Buch mit dem Titel "die Seele des M├Ârders" von einem Profiler des FBI geschrieben, dieser beschreibt das jemand eine Frau ermordet, sie tagelang an einem Fleischerhaken in seiner Garage aufh├Ąngt, sich an ihr vergeht und einen Spiegel unter ihren Rock legt, damit dieser kranke Mensch, wenn er aus dem Auto steigt einen Blick unter Ihren Rock werfen kann.
Versuche das doch mal erotisch aufzubereiten.
Ich finde es abt├Ârnend..leider Deine Geschichte auch..stell sie unter was anderes ein. Ich denke das wird hier nicht der Knaller, aber unter psycho oder Horror lesen die das gern.

kollegialer Gru├č
Micha/law

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Stella Blue
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Sep 2006

Werke: 3
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Danke f├╝r Deinen Kommentar.

"die mit ziemlicher Sicherheit zwar nicht mehr den Abdruck des BH┬┤s auf der Haut hat."

doch, den hat sie. Ich wei├č es selbst. Bin ja eine Frau :o)

"Versuche das doch mal erotisch aufzubereiten."

Nein, ich ├Ąndere keine Geschichten, blo├č weil sie manchen nicht gefallen. Stilistische oder grammatikalische Tips nehme ich gerne an, aber so was grundlegendes...

"stell sie unter was anderes ein."

Wei├č nicht genau. Ich ├╝berlasse den Redakteuren die Entscheidung.
Bis zu dem Bruch, dem Szeneriebruch sozusagen, finde ich es schon erotisch. Danach ist das nat├╝rlich nicht mehr der Fall (wer findet es schon erregend, Opfer eines Vampirs zu werden :o)

"aber unter psycho oder Horror lesen die das gern."

M├Âglich, aber vielleicht finden sie das dann zu erotisch.
Na ja, ein Schubladen-Freund war ich noch nie. Das Leben auch nicht.

Nochmals danke f├╝r die Auseinandersetzung mit meiner Geschichte. (Obwohl "Auseinandersetzung" vielleicht ein zu hoch angesetzter Begriff ist, "subjektive Meinungs├Ąu├čerung" triffts wohl eher.)

In diesem Sinne...
Anne

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Law
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Stella,

okay vielleicht hast Du recht, es ist subjektiv ich dachte auch garnicht an einen Vampir, wenn ich ehrlich bin, weil die in meinen Gedanken garnicht vorkommen. Mit dem BH Abdruck meinte ich nur wenn die Frau tod ist und das Blut getrocknet dann..ist dann da noch nen Abdruck? Was ich sch├Ân fand war die genaue beschreibung zum Beispiel des Muttermals, Du hast recht das war erotisch, aber als kleiner Tipp von mir, die Sache wird durchsichtig als Du negative beschreibungen anwendetest, das war zu fr├╝h, weisst Du ich meine die Formulierung

quote:
den Arm, der zerbrechlich wirkt, so, als k├Ânne man ihn ohne weiteres durchbrechen, leichter noch als einen Bleistift.
ebenso:
quote:
Ihre Handfl├Ąchen zeigen nach au├čen, die Finger gekr├╝mmt, den Beinen toter Spinnen gleich
Da kippt die Sache zu fr├╝h aus der Erotik raus, weil das ist ein Vergleich der ist unerotisch..f├╝r mich, jedenfalls.

Aber ganz grunds├Ątzlich, muss und will ich nicht immer recht behalten. ich stehe selbst am Anfang, bitte nur als Anregung verstehen.
Deshalb w├╝nsche ich Dir ein breites Publikum f├╝r Dein Werk und viel Erfolg!

lieber Gru├č
Law

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

Werke: 209
Kommentare: 4053
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Hallo Stella,

was mir gut gefallen hat an der Geschichte ist der Titel zu ihrem Geschehen. Das f├╝hrt mich erst mal gut auf die falsche F├Ąhrte. Dann hast Du viel liebevolles filigranes Wahrnehmen in die Augen und Finger des lyrischen Betrachters gesteckt. Auch das finde ich sehr gelungen. Die Szene mit der Fliege ist originell...

Law muss ich aber in dem Punkt recht geben, dass die fr├╝hen t├Âdlichen Hinweise st├Ârend wirken (jedenfalls auch auf mich); da h├Ątte ich mir lieber einen Knallefekt als ├╝berraschenden Schluss gew├╝nscht und vielleicht auch auf die vampirischen Details verzichtet. Das h├Ątte von der leise knisternden Erotik mehr r├╝bergebracht.

Liebe Gr├╝├če

Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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HKunert
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Anne/Stella,
ich kann mich der Kritik meiner Vorschreiber nicht recht anschlie├čen. Ich finde es gerade sehr klug, dass auch bereits vor dem Knalleffekt schon Anzeichen daf├╝r vorhanden sind, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Ich hatte aber das Gef├╝hl, dass diese Anzeichen auch h├Ątten darauf hindeuten k├Ânnen, dass es sich bei der Frau z. B. um ein zerbrechliches Wesen (H├Ąnde) im psychischen Sinn h├Ątte handeln k├Ânnen. Dass es sich bei den Andeutungen nicht um Bilder handelt, sondern sie w├Ârtlich gemeint waren und der erotischen ├ästhetik des Vampirs entsprachen und eben nicht der des Lesers, finde ich ganz gelungen. Vielleicht k├Ânnte man die Spannung beim Leser steigern, indem der erste Teil der Geschichte ausgebaut wird, so dass der Leser sich l├Ąnger im Genre der reinen Erotikgeschichte w├Ąhnt und die morbiden Andeutungen so noch schwerer erkennt. Aber grunds├Ątzlich hat mir die Geschichte sehr gefallen.
Weiter viel Spa├č beim Schreiben w├╝nscht,
Heiko

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