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Leselupe.de > Kindergeschichten
Osterhäschen in der Klemme
Eingestellt am 23. 01. 2010 18:01


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Ully
???
Registriert: Jan 2006

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Osterhäschen in der Klemme

Hasenmädchen Mimi hockte zitternd und weinend hinter der Regentonne. Gerade noch war es mit seinen acht Geschwistern durch den Frühlingsgarten getollt. Während die Eltern nach geeigneten Osterverstecken Ausschau hielten, hatte die Rasselbande Suchen gespielt. Die kleine Mimi bemerkte zu spät, dass ihre Osterhasenfamilie bereits weitergezogen war. Nun ängstigte sie sich so sehr, dass sie vor ihrem eigenen lauten Herzpochen erschrak. Völlig verzweifelt jammerte die Kleine: „Mama! Papa! Wo seid ihr denn? Warum habt ihr mich hier gelassen?” Aber niemand hörte die kläglichen Hilferufe des Häschens.

Bald brach der Abend herein, der Mond ging auf und unzählige Sterne leuchteten am klaren Nachthimmel. Immer noch verharrte Mimi hinter der Tonne und hatte große Mühe ihre Augen aufzuhalten. Plötzlich raschelte es verdächtig. Das Hasenkind presste sich ganz flach auf den Boden und vergrub den Kopf zwischen seinen Vorderläufen, in der Hoffnung, nun unsichtbar zu sein.
„He, du kleiner Puschel, was machst du denn da?”, fragte jemand neugierig.
Vorsichtig blinzelte Mimi erst ein wenig, bevor sie leise erwiderte: „Ich …verstecke mich.”
„Ach so. Und warum tust du das?”
„Na …damit mich der Fuchs und die Menschen nicht erwischen. Aber wer bist du denn?”
„Vor mir musst du dich nicht fürchten. Ich bin doch bloß Emil, ein Igel. Und ich lebe schon seit meiner Geburt in diesem Garten.“
Ein wenig Zutrauen fassend rückte Mimi dichter an Emil heran und fuhr sogleich zurück: „Autsch! Was machst du da”, rief sie verwundert, „das tut ja weh!”
„Hättest sagen sollen, dass du mir näher kommen willst”, meinte er entschuldigend. „So Kleine, nun geht es, habe die Stacheln angelegt. Jetzt kannst du beruhigt schlafen, Onkel Igel hält Wache.”
„Ja”, gähnte Mimi und schlief auf der Stelle ein.

Ein frecher Sonnenstrahl kitzelte dem Hasenkind die Schnuppernase und es erwachte mit einem kräftigen:
„Hatschi!Onkel Emil?”
Aber weit und breit war nichts von dem alten Igel zu sehen. Schon wieder hatte man es einfach alleingelassen. Erneut füllten sich Mimis Augen mit Tränen und die Angst grummelte heftig in ihrem Bauch. Während sie schlotternd und hilfesuchend umherschaute, erklang auf einmal fröhliches Gebell. Ein Mädchen kam mit seinem jungen Hund in den Garten gelaufen. Sofort nahm der quirlige Welpe Witterung auf und stürzte zur Regentonne, um diese wütend anzukläffen. Vor Aufregung über seinen Fund sprang er wild umher.
„Bommel bei Fuß!”, rief sein kleines Frauchen streng, „was treibst du wieder für Unsinn?”
Aber er reagierte nicht und so rannte das Mädchen Elsa flugs zu ihm. Es entdeckte den zitternden Junghasen hinter der Tonne.
„Aus Bommel! Geh weg, pfui!”, schimpfte Elsa mit dem Welpen und beugte sich sachte über das Tier. Sie hob es behutsam auf, barg es sicher in ihrer Schürze und lief rasch zur Mutter.
„Sieh mal, Mama, was ich im Garten gefunden habe.”
„Na, das ist ja ein richtiges Osterhäschen”, scherzte die Mutter.
„Etwa so eines, was bunte Eier und Schokohasen bringt?”
„Hm, könnte schon sein.”
„Oh”, rief Elsa aufgeregt, „dann möchte ich es behalten. Bitte, ja?”
„Aber Kind, einen Osterhasen darf man doch nicht so einfach von seiner Arbeit fernhalten.”
„Mama”, bettelte Elsa, „wie soll denn ein so kleines schwaches Häschen die schwere Eierkiepe tragen können?”
„Stimmt, es ist wirklich noch zu winzig und hilflos. Also gut, wenn du den Hasen sorgsam pflegst, kann er vorerst bei dir bleiben. Allerdings muss er in einigen Wochen wieder in den Garten zurück.”
So bekam Mimi in Elsas Zimmer ein weiches Nest hergerichtet und wurde liebevoll umsorgt.

Hase und Hund wuchsen heran. Sie vertrugen sich sogar und balgten manchmal miteinander herum. Obwohl Mimi sich kein besseres Leben hätte wünschen können, empfand sie oft eine seltsame Wehmut. Wie gerne würde sie mit ihren Geschwistern fröhlich über blühende Wiesen flitzen, Schmetterlingen nachschauen, dem Gesang der dicken Hummeln lauschen und nach Herzenslust am frischen Löwenzahn naschen. Mit der Zeit wurde die junge Häsin immer stiller. Eines Tages sagte Bommel zu Mimi: „Ich sehe dich nur noch traurig. Was ist denn bloß los mit dir. Bist du etwa krank?”
„Nein, mir fehlt nichts”, erwiderte sie schluchzend. „Aber es naht schon wieder das Osterfest und ich habe große Sehnsucht nach meiner Familie. Wenn ich doch bloß in den Garten entwischen könnte, um dort auf die Meinen zu warten.”
Bommel legte den Kopf schief: „Also ich verstehe deinen Wunsch sehr gut. Vielleicht kann ich dir ja helfen, wenn du mir vertraust.”
„Wie meinst du das?”
„Im richtigen Moment packen meine Zähne dein Genick und dann schaffe ich dich schnell aus dem Haus.”
„Puh, das klingt aber sehr gefährlich.”
„Mimi, ich gebe dir mein Haushund-Ehrenwort, dass ich dir kein einziges Haar krümmen werde.”
Ihre Sehnsucht nach der eigenen Familie war so stark, dass sie auf Bommels Vorschlag einging.
Schon bald darauf kam die passende Gelegenheit. Am Abend des Ostersamstags befand sich die Menschenfamilie beim traditionellen Osterfeuer, als Bommel seine Freundin Mimi ganz vorsichtig in den Garten hinaustrug. Er brachte sie direkt zur Regentonne und zog sich rasch ins Haus zurück, um Familie Osterhase nicht zu erschrecken.

Mond und Sterne schauten ganz gespannt. Stunden musste Mimi schon gewartet haben, als sie enttäuscht seufzte: „Nein, mein Hoffen war wohl vergeblich. Sie kommen nicht mehr. Was soll jetzt bloß aus mir werden?”
Die Häsin machte einige Sätze vorwärts und verharrte gleich wieder. Hinter einer Rhabarberstaude bemerkte sie mehrere Schatten mit langen Ohren. Vorsichtig hoppelte Mimi näher und glaubte eines ihrer Geschwister zu erkennen. Ihre Freude darüber war so groß, dass sie jegliche Gefahr vergaß und hastig zu ihnen eilte. Ihr plötzliches Auftauchen sorgte einen Moment lang für Verwirrung. Aber dann stellte sich heraus, dass es tatsächlich Mimis Familie war. Überglücklich nahmen Eltern und Geschwister Mimi in ihre Mitte, zogen gemeinsam weiter und trennten sich von nun an nie wieder.

__________________

© by Ulla Magonz


Version vom 23. 01. 2010 18:01

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hallo Ully

Die Geschichte hat ihren Höhepunkt, als der Hund das Hasenkind zwischen die Zähne nimmt. Danach läuft sie etwas lasch aus. Ich schlage vor, am Ende ein bisschen mehr Gefühl beim Wiedersehen mit einzubringen, wie sie sich freuen usw., vielleicht, wie das Menschenmädchen heimlich zusieht, aber das Hasenkind ziehen lässt, weil es merkt, wie sehr sich das Häschen freut.

zum Text:

quote:
Hasenmädchen Mimi hockte zitternd und weinend hinter der Regentonne. Gerade noch war essie mit seinen ihren acht Geschwistern durch den Frühlingsgarten getollt. Während die Eltern nach geeigneten Osterverstecken Ausschau hielten, hatte die Rasselbande SuchenVerstecken gespielt.
Nicht "es" sondern "sie", denn du hast dem Hasenmädchen einen Namen gegeben und mit "sie" ist es besser verständlich. Das Spiel nennt man doch "Verstecken".
quote:
Bald brach der Abend herein, der Mond ging auf und unzählige Sterne blinktenleuchteten am klaren Nachthimmel.
In Kindergeschichten ist es wichtig, dass man den kleinen Zuhörern nichts Falsches beibringt. Sterne blinken nicht, das tun nur die Satelitten am Nachthimmel.

quote:
Ein frecher Sonnenstrahl kitzelte dem Hasenkind die Schnuppernase und es erwachte mit einem kräftigen: „Hatschi!Zeilenumbruch Onkel Emil?”



Du verwendest mehrmals drei Punkte.
Drei Punkte Regel: Wird innerhalb eines Wortes abgebrochen - kein Leerzeichen. Im Satz - ein Leerzeichen.

schöne Grüße
Gernot

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Ully
???
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Herzlichen Dank für Dein Feedback, Gernot.

Zitat:
…vielleicht, wie das Menschenmädchen heimlich zusieht,…

Das ist schlecht möglich, da die ganze Familie während dessen beim Osterfeuer weilt.

Zitat:
Hasenmädchen Mimi hockte zitternd und weinend hinter der Regentonne. Gerade noch war es sie mit seinen ihren acht Geschwistern durch den Frühlingsgarten getollt. Während die Eltern nach geeigneten Osterverstecken Ausschau hielten, hatte die Rasselbande Suchen Verstecken gespielt.

Das ist von der Grammatik her falsch, da der Bezugspunkt DAS MÄDCHEN ist, also folgerichtig ES und IHREN.

SUCHEN ist eine andere Ausdrucksform vom Versteckspiel. Habe es gewählt, da 5 Wörter vorher OsterVERSTECKEN steht.

… aus blinkten habe ich leuchten gemacht!

Zeilenumbruch und drei Punkte Regel habe ich korrigiert.

LG Ully

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Ully
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Sorry, Gernot.

Zitat von Ully:
Das ist von der Grammatik her falsch, da der Bezugspunkt DAS MÄDCHEN ist, also folgerichtig ES und IHREN.

Berichtigung:
Das ist von der Grammatik her falsch, da der Bezugspunkt DAS MÄDCHEN ist, also folgerichtig ES und SEIN / SEINEN.

Gruß, Ully

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hallo Ully,

zur Verdeutlichung der grammatikalischen Richtigkeit stelle ich den Satz mal um:

Mimi, das Hasenmädchen, hockte zitternd und weinend hinter der Regentonne. Gerade noch war es mit seinen acht Geschwistern durch den Frühlingsgarten getollt.


schöne Grüße
gernot

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