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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Panik am Trierer Platz (gelöscht)
Eingestellt am 17. 10. 2010 15:08


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IDee
Festzeitungsschreiber
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Pikolaus
Guest
Registriert: Not Yet

Die Szene finde ich gut, vor allen Dingen die falsche Fährte. Ich nahm zunächst an, es handele sich um einen Menschen. Sehr schön hast du das Verhalten des Raben wieder gegeben - genaue Beobachtung dieser Vögel, die entgegen vieler Vorurteile sehr verspielt und auch schlau sind.
Du versuchst die dramatische Athmosphäre des angsterfüllten Publikums durch mehrfache Erklärungen zu zaubern. Suche lieber eine passende Metapher oder Handlung, die das Luft anhalten der Menge einmal aber treffend deutlich macht.
Es kann noch viel gestrichen werden, was für die Geschichte aus meiner Sicht vollkommen belanglos ist.

Hier ein paar Vorschläge - dann wird deutlicher, was ich meine:


Es war wie an jedem Morgen, also wie an jedem Morgen an Werktagen. Die Menschen, Schüler, die zur Schule mussten, und Berufstätige die bemüht waren rechtzeitig zur Arbeit zu kommen oder Andere, die zum Arzt wollten, standen gelangweilt an der Bushaltestelle. Es kommen hier viele Busse, doch wenn man Pech hat, sind sie gerade weg. Hinzu kommt, dass sie nie pünktlich sind, daher kann auch niemand sagen welcher schon fort ist, noch kommen muss oder schon wieder an-kommen sollte. Letztendlich ist all das aber egal, wir alle standen da und warteten wie jeden Morgen. Die Haltestelle liegt an einer stark befahrenen Straße, insgesamt mit fünf Spuren. Zwei Spuren stadtauswärts und zwei Spuren plus einer Busspur stadteinwärts.

Woher er so plötzlich kam, war nicht ganz klar. Er wirkte als wäre er vom Himmel gefallen, wahr-scheinlich war er es auch. Unversehens Wie aus dem Nichts stand er mitten auf der Busspur. Schwarz, er war vollends schwarz mit intelligenten schwarzen Augen.

Dreimal schwarz - das ist des Guten zuviel.

Er ging ein Stück in Richtung Fahrbahnmitte, schaute sich interessiert um, die Wartenden hielten die Luft an, sahen sie doch den fließenden Verkehr be-drohlich näher kommen. Er aber hielt seinen Kopf lediglich ein wenig schräg und sahblickte stadtauswärts.

Die vorbeifahrenden Autos zogen geistesgegenwärtig ihr Steuer ein wenig nach links.

Ein Auto zieht kein Steuer, der Fahrer dreht das Steuer oder lenkt das Auto.

Durchatmen, einmal tief Luft holen. Keiner wagte es, niemand war in der Lage auch nur einen Ton von sich zu geben. Vielleicht wäre jetzt ein warnender Zuruf angebracht gewesen, doch die Masse blieb stumm. Starr vor Schreck klebten alle Blicke auf der schwarzen Gestalt, die noch immer wie ein neugieriges Kind auf der Busspur hin und her lief. Sein Schritt war raumgreifend, als wäre diese Spur sein Eigentum. Von Ferne näherte sich sehr schnellmit bedrohlicher Schnelligkeit ein Taxi, dem es erlaubt ist, auf der Busspur zu fahren. Wieder hielt die Menge die Luft an. Man konnte förmlich fühlen wie sich alle Lungen mit Luft füllen. Es war als wäre unversehens aller Sauerstoff verschwunden.als wollten alle ihren Schluckauf beseitigen.

Mit dieser Metapher können die Leser mehr anfangen, oder?

...

Ein unheilschwangeres Schweigen stülpte sich über die Straße. Fassungslosigkeit machte sich breit. Lähmende Angst erfasste die Menge. Fast konnte man meinen die Herzen aller schlagen zu hören, die noch immer nicht in der Lage waren in irgendeiner Form einzuschreiten. Eigentlich hätte man annehmen müssten, dass jemand wach würde und zumindest schreit, etwas in der Art wie: „Hallo, weg da!“, oder so.

Du kannst noch zehn weitere dramatische Beschreibungen aufzählen - nimm die eine, die am besten passt, vielleicht so:

Aber nichts dergleichen geschah. Schweigen, Stille, die einem das Gefühl vermittelte, taubstumm und gelähmt zu sein.das Selbst der vorbeifahrende Verkehr nicht mehr zu hören war. Alles wurde aufgesogen, von der Angst, der Panik vor dem was passieren könnte, genau genommen passieren musste.

Panik passt nicht zum Schweigen und der Stille

Kaum hatte das Taxi es geschafft auszuweichen, näherte sich auch schon der einBus. Gut auf den hatten alle gewartet. Musste der aber gerade jetzt kommen?! Jetzt in diesem Moment, in dem sich wieder diese tödliche Lautlosigkeit über alles gelegt hatte und einem die Luft zum Atmen nahm?
Der Bus, groß und mächtig kam bedrohlich näher. Unaufhaltsam rollte er heran.
Der Schwarze machte keine Anstalten die Spur zu räumen.
Kein Sauerstoff mehr, keine Luft mehr, Schweißtropfen auf der Stirn, entsetzen in den Augen, auf-gerissene tonlose Münder. Abwartendes, fast schon gelangweiltes Stehen auf der Fahrbahn.
Der Bus verlangsamte seine Fahrt, er kam zum Stehen, er hielt an.
Erleichterung, durchatmen!

Als wäre es das Normalste von der Welt, vor allem selbstverständlich stand er noch immer auf der Busspur. Noch einmal sah er uns alle an, bewegte sich dann endgültig, wenn auch langsam, Er blickte uns an und tänzelte gemächlich auf den Gehweg zu. Die Umherstehenden machten ehrfürchtig Platz.
Er sah so aus als hätte er es erwartet. Er sah nach rechts, er sah nach links, ein wenig auf uns herab, so als wären wir seine Untertanen. Wahrscheinlich sind wir es auch, denn dann erhob er und hob ab sich end-lich in die Luft, in die er gehörte, der Rabe.

Und erst jetzt entspannt sich die Menge, meine Idee wäre:

Mit Seufzen und Gemurmel kehrte Bewegung in die Menge zurück, als zahlreiche Finger auf den Vogel am Himmel zeigten.

Ein herzliches Dankeschön, an all diejenigen die an diesem Morgen und hoffentlich auch in Zu-kunft, Verständnis und Rücksicht vielleicht auch Mitgefühl für unsere Mitbewohner, die Tiere ge-zeigt haben.
Vielen Dank


Dies gehört in ein Vorwort, meine ich, nicht aber in die Geschichte.

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