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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Panik in Paradies
Eingestellt am 14. 09. 1999 00:00


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ziner
Festzeitungsschreiber
Registriert: Mar 2003

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Der n├Ąchste Tag war Silvester. Ein neues Jahr stand vor der T├╝r. Ein neues Jahr voller M├Âglichkeiten, die am Ende doch wieder nur als verpa├čte Chancen zu Buche schlagen w├╝rden. Ein neues Jahr, das irgendwann langweilig wird. Ich hatte mit Patrick abgemacht, da├č wir Silvester zusammen verbringen wollten. Jan sollte auch dabeisein. Und Tina hatte sich angesagt! Das war doch was! Vielleicht w├╝rde dieser Jahreswechsel nicht einer von denen werden, an die man sich nicht so gerne erinnert, weil der n├Ąchste Morgen mit Wiederbelebung begonnen werden mu├čte. Nicht eine von diesen Parties auf denen ein Drittel des Personals aus Leuten besteht, die man sowieso andauernd sieht. Die anderen dreiunddrei├čig Prozent aus Figuren, denen man Ihr P├Ądagogik-, BWL- oder Ingenieur-Studium drei Meilen gegen den Wind ansieht. Diese Jack Wolfskin- und Fj├Ąllr├Ąven-Spie├čer, die Sonnabends mit ihren irre praktischen Trecking-Rucks├Ącken zum Einkaufen eiern, an der Kasse ihre frischgezeugten Kinder hochhalten um sie das Bezahlen ├╝ben zu lassen. "Torben-Sebastian" - oder Pia-Mareike-Marie - "nun gib der Tante das Geld." Torben-Sebastian-Mareike-Marie weigert sich aber und f├Ąngt an zu pl├Ąrren. "Wenn du der Tante das Geld nicht gibtst, kannst du das Eis nicht behalten." Eine Aussage die noch heftigeres Geschrei zur Folge hat. Alles Umstehenden finden's lustig und ich frage mich, wieso ausgerechnet ich unter der Fruchtbarkeit anderer Leute leiden mu├č. Wenn man ein gewisses Alter erreicht hat, hat man es auf solchen Festen immer seltener mit Studierenden zutun, daf├╝r um so h├Ąufiger mit Studierten. Die haben dann Kollegen dabei. So kann es passieren, da├č man sich unversehends in einer Runde aus einem halben dutzend Staatsanw├Ąlten, wahlweise einer nicht minder gro├čen Gruppe von Kinder├Ąrztinnen gegen├╝bersieht. Oder trifft auf ein Gruppe von Sozialp├Ądagogen und findet sich pl├Âtzlich in ein oberfl├Ąchlich, aber in allerfeinster Betroffenheits-Rhethorik gef├╝hrtes Gespr├Ąch, ├╝ber das ├Ąu├čere und das innere Ich verwickelt. Mu├č dann feststellen wie sehr doch der Standpunkt vom Ausgangspunkt abh├Ąngt, da├č sich dabei so mancher vehement vertretener Standpunkt als Aussichtspunkt entpuppt von dem aus sich ein trefflicher Blick auf die geistigen Landschaften werfen l├Ą├čt. Der Rest der Belegschaft besteht dann aus Leuten, die man nicht einmal in einem vollen Bus neben sich m├Âchte. Auf solchen Veranstaltungen, tut man gut daran, sich still in eine Ecke zu verziehen und sich - nat├╝rlich in bequemer Reichweite des Bieres also in der N├Ąhe des K├╝hlschranks - langsam vollaufen zu lassen. Ein Verhalten, das man anderntags bitter bereut. Den Silvestertag verbrachte ich ziemlich eint├Ânig. Ich hatte Urlaub und morgens aufzustehen war so ziemlich das anstrengendste was ich an diesem Tag tat. Nat├╝rlich h├Ąngt es immer davon ab, wo man den Nullpunkt setzt. Manchmal ist schon das Heben eines Kaffeebechers eine ├╝bermenschliche Anstrengung, dann wieder sind Waschmaschinen in den vierten Stock nicht schwerer als mein Federbett. Aber nicht an diesem Tag. Ich war ziemlich ausgeglichen, was vielleicht an der Aussicht auf einen Spitzen-Abend lag. Wir hatten verabredet uns bei Patrick zu treffen. Wir wollten Esssen, ein wenig reden, Quatsch machen trinken, und das neue Jahr gesittet begr├╝├čen. Patrick wollte kochen. Wir tun das h├Ąufiger. Kochen. Ein zwei Wochen vorher verabreden wir, was wir essen wollen, wer was einkauft und wer am Ende mit dem Abwasch dasteht. Dann wird geschnitten und geh├Ąckselt, gesotten und gebraten, getrunken und beraten. Zwischen zwei Schluck Wein wird der Braten begossen, alle machen mit und keiner hat auch nur einen blassen Schimmer was am Ende dabei herauskommen wird. Meistens ist dann etwas recht exotisches die Zierde der Tafel. Wildschweinkeule mit Spinat, Zander in Bierteig oder Ente surprise, die sich dann - zwar erstaulich wohlriechend mit iher Apfel-Ingwer-Weintrauben-F├╝llung - als Suppenhuhn entpuppte, das sich z├Ąh gegen seine Verspeisung zur Wehr zu setzen versteht. Dazu gehen dann nicht unerhebliche Mengen Vinho Verde den Hals herunter und wir haben eine Menge Spa├č. F├╝r diesen Abend wollte Patrick etwas Vorder, Mittel-, Hinter- oder Niederindisches kochen. Eine Sinfonie in Curry. Ein Traum in Ocker.
"So ab acht", hatte er gesagt. Um sechs hatte ich in meiner Wohnung alles einmal von A nach B, von oben nach unten, von links nach rechts ger├Ąumt. Ohne auch nur ansatzweise einen Zustand zu erreichen, den meine Mutter als Ordnung bezeichnen w├╝rde. Allerdings hatte ich einige Dinge, die ich lange nicht vermi├čt hatte, wiedergefunden, und mich gefragt wie ich je ohne sie auskommen konnte. In der Sammlung meiner pubert├Ąren Liebesbriefe gelesen und mich doch sehr gewundert. Zwei Stunden noch. Ich lief in meiner kleinen Wohnung auf und ab. ├ťberlegte ob ich mich noch eine Stunde hinlegen sollte, stand nach zehn Minuten wieder auf, duschte ein weiteres Mal, und die ganze Zeit drehte sich mein Kopf wie ein Brummkreisel. Was bildete ich mir eigentlich ein. Wie konnte ich allen ernstes glauben, diese Frau w├╝rde sich mehr als Feuer von mir geben lassen. Wie konnte ich hoffen, sie w├╝rde mein Interesse erwidern. Um zehn vor acht stand ich gestiefelt und gespornt auf der Stra├če, bereit alles zu ertragen und nichts zu erwarten. Auf dem Weg und auf den gr├Â├čten Reinfall meines Lebens gefa├čt. Patrick wohnt eine Querstra├če von mir entfernt. In normalen Zeiten ein Fu├čweg von maximal f├╝nf Minuten. Bei Hagel-, Schnee- und Graupelschauern oder anderen Wettern h├Âchstens sieben Minuten. An diesem Abend brauchte ich geschlagene zwanzig. Zwei Schritt vor einen zur├╝ck, das gro├če starke Skrupel-Band im Nacken. Was erwartete ich, was kam da auf mich zu? Weiter kam ich nicht. Wenn schon die Titanic eineinhalb Stunden braucht um zu verschwinden, wie konnte ich dann so schwerwiegende Fragen in zwanzig Minuten beantworten. Unm├Âglich. Ich h├Ątte noch einmal um den Block gehen sollen. Das, was auf mich zukam, war nicht zu erwarten. Ich klingelte und mir ward aufgetan, also stieg ich die drei Stockwerke hinauf, und hatte ein eigenartiges Gef├╝hl im Magen. Eine Mischung aus Neugier, freudiger Erwartung und Fluchtgedanken. Ich war zwar p├╝nktlich, aber ich kam als letzter, die anderen waren schon da und sa├čen in der K├╝che um den Tisch. Tina war auch da! Ich traute mich nicht so richtig sie anzusehen, sondern hustete mit erhobener Hand ein allgemeines, unverbindliches "Hi" in den Raum. Verschwand um mich meiner Jacke zu entledigen und lie├č mir Zeit, ging noch mal ins Bad, um in den Spiegel zu sehen, und mich noch einmal meiner Unwiderstehlichkeit zu versichern. Das Ergebnis war ern├╝chternd, aber es w├╝rde reichen mich ├╝ber den Abend zu bringen. Etwas linkisch, um Selbstverst├Ąndlichkeit bem├╝ht betrat ich die K├╝che und setzte mich. Gestern hatte ich das Gl├╝ck neben Ihr zu sitzen. Zufall. Heute war der einzige freie Platz ihr gegen├╝ber. Auch Zufall? Ich finde Sich-Gegen├╝ber-Sitzen prima. Man ist gezwungen sich anzusehen. Sieht sich voll von vorne. Keine Chance im Gespr├Ąch etwas in eine andere Richtung zu nuscheln. Und au├čerdem f├Ąllt das Problem mit der Schokoladenseite weg. Man sitzt via a vis, Gesicht an Gesicht - face to face. Das hat etwas Unmittelbares. Keine M├Âglichkeit sich zu verstecken. Wir l├Ąchelten uns verhalten zu benahmen uns h├Âflich und vermieden es ansonsten, uns zu nahe zu kommen. Patrick fuhr seine K├Âstlichkeiten auf und wir schlemmten wie die morgenl├Ąndischen F├╝rsten. Taten uns an Reis mit Lamm, Reis mit Rind, Reis mit Schwein und Obst und Reis mit viel Scharf nebst erklecklichen Mengen Vinho Verde g├╝tlich. Bis wir pappsatt waren. Zugegeben, indisches Essen mit portugiesischem Landwein ist nicht gerade eine klassische Verbindung. Aber der Vorteil bei Vinho Verde ist, da├č man ihn gutgek├╝hlt in rauhen Mengen genie├čen kann, ohne ins Koma zu fallen. Wir verbrachten also angenehme Stunden, die durch den Wein und das gute gemeinsame Essen eine Vertrautheit und Lockerheit aufkommen lie├č, die mir ein wenig die Nervosit├Ąt nahm. Sa├čen in der warmen K├╝che, w├Ąhrend drau├čen ganze Kohorten von Freizeit-Pyrotechnikern und ander Knallk├Âpfe einen Heidenl├Ąrm veranstalteten, bei dem vermutlich der Staatshaushalt eines mittleren afrikanischen Landes in Krach aufging. Hatten Kinder um uns herum. Idylle im Gef├╝hl. Tina schien mich nicht wahrzunehmen, lachte und scherzte mit Jan, hockte mit ihm auf der K├╝chenbank und kommentierte hochfliegenden pyrotechnischen Bem├╝hungen der im Hinterhof versammelten, war sehr vertraut mit ihm. Ich hatte dabei ein Gef├╝hl wie N├Ągel im Herz, hatte den Gedanken an das Skrupelband noch nicht vergessen. Und das Gef├╝hl, da├č irgendwer mir irgendwas sagen wollte. Nur was? Vielleicht sowas wie: "Achtung, du bist dabei dich zu verlieben. Vorsicht! Du hast sonst keine Kontrolle ├╝ber deine Gef├╝hle. Pa├č auf! Das kann wehtun!" Mir gingen die Lampen an. Mit anderen Worten, mich hatte die eisige Hand der Eifersucht am Kragen. V├Âllig unbegr├╝ndet, wie sich bald heraustellte. Wir zelebrierten unsere kleinen H├Âflichkeits-Rituale, wie wir es am Abend vorher verabredet hatten. Wir waren wegen des r├╝pelhaften Benehmens von Markus - der mit den Fingern eine Mandarine von ihrem Teller grapschte - auf Benimm zu sprechen gekommen. Sie war emp├Ârt. So kamen wir auf den Knigge. Best├Ątigten uns gegenseitig die Ungeheuerlichkeit dieses Verhaltens. Ich bem├╝hte mich um sie, gab ihr Feuer, holte das n├Ąchste Bier, war aufmerksam. Und so verabredeten wir, da├č dies so bleiben solle, wann immer wir uns s├Ąhen. Und so kam es auch. Wir exerzierten unsere Knigge-Spiele durch, zur allgemeinen Belustigung. Ich sprang auf, wenn sie Anstalten machten, sich eine Zigarette anzuz├╝nden, trat an ihre Seite und gab ihr Feuer; sie bedankte sich artig, ich machte meinen Diener und setzte mich wieder. Die Gespr├Ąche pl├Ątscherten dahin. Zwischen den S├Ątzen flog gelegentlich ein kurzes L├Ącheln zu mir her├╝ber, oder ein tiefer dunkelbrauner Blick gab mir Anla├č dem Herrn zu danken. Dann, um Mitternacht, oder kurz danach, nickten wir uns ein "Prost-Neujahr" zu und stellten fest, da├č es sich nicht lohne gro├čes Aufhebens davon zu machen, zumal wir nicht einmal Bleigie├čen k├Ânnten. So ging es eine Weile hin und her, als es, so gegen zwei, an der T├╝r klingelte. Danny, die eigentlich Daniela hei├čt, aber nichts gegen die Verniedlichung ihres Namens hat. Ich vermute sogar, da├č es auf ihrem Mist gewachsen ist. Das scheint bei Frauen immanent zu sein, dieser Hang zur Verkleinerung, wie, um sich verletzlicher, hilfebed├╝rftiger zu geben als frau wirklich ist. Um dann jederzeit was von Bevormundung wettern zu k├Ânnen, macht mann den Fehler, dieser Bagatellisierung Glauben zu schenken. Danny war Tinas gute Freundin und Jans neue Flamme. Sie berichtete - mit, vom vielen Schreien br├Âckeliger Stimme - von ihren Party-Erlebnissen. Sie hatte auf einer dieser Mega-Feten getanzt, die allj├Ąhrlich zu Silvester - von einer der Legion z├Ąhlenden, privaten Lokalradios - veranstaltet werden. Jan hatte Sternchen im Blick. Wir lachten noch gemeinsam eine Stunde das neue Jahr aus, bis die beiden sich verabschiedeten. F├╝r sie war der Abend noch lange nicht zuende. Das war deutlich. Patrick meldete eine Stunde sp├Ąter, er habe jetzt eine Verabredung mit Morpheus und m├╝sse nun in die Falle. Wir k├Ânnten aber gerne noch sitzenbleiben. Diese Anregung griffen wir auf. In den folgenden Stunden redeten Tina und ich die Welt von links nach rechts; das Universum von oben nach unten. Berichteten uns von unseren gerade beendeten Beziehungen. Wie um uns zu sagen: "Ich bin frei. Wir k├Ânnen tun was wir wollen". Redeten viel Quatsch tasteten uns aneinander und hatten das Gl├╝ck, Zeit zu haben. Ein ganzes, ein neues Jahr lag vor uns. Einige Flaschen Wein wurden ihrer Bestimmung zugef├╝hrt. Wir lachten viel, blickten uns lange an und l├Ąchelten uns zueinander. Ihr Duft wehte zu mir her├╝ber und sie lie├č mich an ihrem Hals riechen. Gestattete N├Ąhe. Lie├č mich auf Haaresbreite an sich heran. Das allein schon reicht, um daraus den denkw├╝rdigsten Silvester-Abend zu machen. Als Patrick um zehn aus den Federn kam, sa├čen wir immer noch in der K├╝che. Euphorisch - prickelnde, endorphingeschw├Ąngerte Gedanken im Kopf - hatten wir uns in Trance geredet. Er war nicht schlecht erstaunt, uns knallwach vorzufinden. Er hingegen sah aus als sei sein Kissen explodiert. Mit vom Schlaf verquollenen Augen und einer Stimme, von der man glauben konnte er sei im Stimmbruch, hockte er auf dem Stuhl. Die beiden Kleinen waren inzwischen auch schon wachgeworden und rumorten im Kinderzimmer, spielten irgendetwas das ganz entschieden mit viel L├Ąrm und gro├čem Hallo zu tun hatte. Vielleicht Parlament oder Massenkarambollage auf der A7. Kamen in die K├╝che gespritzt und schafften es, Patrick Panik ins Gesicht zu zaubern. Er beantwortete diesen Angriff auf seine mentale und akustische Unversehrtheit mit einer dieser Entweder-Oder-Aussagen. Die beiden entschieden sich f├╝r das Oder und trollten sich nach nebenan, um dort mit doppelter Lautst├Ąrke etwas zu spielen, das von unserem Standort aus nach Raketenstart oder Love-Parade klang. Aber sie hatten offenbar Spa├č. Patrick kam langsam zu sich. Er sah zwar immer noch aus wie ein ungemachtes Bett aber seine S├Ątze wurden zunehmend l├Ąnger. Tina und ich waren dazu ├╝bergegangen uns "Schatz" zu nennen um seine Reaktion zu testen. Wir hinterlie├čen nichts als ein gro├čes Fragezeichen. Keine Reaktion. Jedenfalls keine sichtbare. Nach dem zweiten Becher Kaffee schien ihm aber dann doch zu d├Ąmmern, da├č irgendetwas geschehen war. Das wir ein Verst├Ąndnis entwickelt hatten. Einen d├╝nnen Faden spannen, der uns in Verbindung hielt. Er kommentierte das n├Ąchste "Schatz" mit einem seiner typischen verschmitzten Lacher. Ein kurzes breites "Haha", wobei er eine 180-Grad-Drehung beider Handgelenke vollf├╝hrte, als f├╝rchte er das Lachen k├Ânne seine Gitarristen-H├Ąnde einfrieren. Vielleicht ├╝berspielte er damit auch blo├č seine Verlegenheit. Versuchte sozusagen dadurch, da├č er sein Arbeitsger├Ąt ins Spiel brachte, sein Lachen als Ausbruch seri├Âser Belustigung zu tarnen. Die Erlaubnis zum Lachen, denn schlie├člich tat er ja auch etwas sinnvolles, wenn er seine Handgelenke lockerte. Um zw├Âlf war dann endg├╝ltig zappenduster. Wir wurden m├╝de. Pia, Tinas sechsj├Ąhrige Tochter, dr├Ąngte zum Aufbruch. Also verabschiedete ich mich. Mit ihrer Telefonnummer in der Tasche und einem langen Abschiedsblick in der Seele, machte ich mich auf den langen Marsch. Ich ├╝berlegte, ob ich diesen Tag in meinen Lebenslauf ├╝bernehmen solle, den ich anl├Ą├člich diverser Bewerbungen immer wieder neu frisierte. Den Heimweg war federnd, ich ging wie auf Watte. Vielleicht schwebte ich, was mich auch nicht gewundert h├Ątte. Um halb eins fiel ich ins Bett und schlief. Bestimmt zwei Wochen, jedenfalls kam es mir so vor. In meinem Alter ist das nicht mehr so einfach... eine Nacht durchzumachen, das geht noch, aber mich dann auch noch zu verlieben das ist war zuviel.

(├ťbernommen aus der 'Alten Leselupe'.
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