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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Papa!
Eingestellt am 12. 11. 2000 10:57


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Markus Veith
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2000

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Papa!

Papa? Du, ich ... ich m├╝├čte mal mit dir reden, Papa.
Hast du Zeit? Eigentlich nicht, hm? Dauert auch nicht lange, Papa, wirklich.
Wei├čt du was, Papa, ich m├Âchte in den Krieg ziehen. -
Jawohl, Papa, das m├Âchte ich. Und ... sieh mal ... ich wei├č nicht mehr genau, ob das auch richtig ist. Man hat mir heute gesagt, da├č es unrecht ... Nein ... da├č es nicht richtig ist, in den Krieg zu ziehen. Da├č es ... dumm ist.
Aber ... ich f├╝hle mich aber nicht dumm, Papa.
Glaubst du, da├č ich dumm bin? - Dein Sohn?
Man fragte mich, ob ich denn auch wirklich die Kraft ... den Willen zum K├Ąmpfen haben w├╝rde. Und ich konnte nur antworten:
"Ja, nat├╝rlich habe ich die Kraft zu k├Ąmpfen. Ich m├Âchte sie sehr gerne haben."
Denn, Papa, du hast doch immer gesagt, ich solle einen Wunsch nicht wollen. Ich solle immer m├Âchten sagen ...
Ob ich denn wisse, weshalb ich in den Krieg ziehen m├Âchten w├╝rde, hat man mich gefragt. - F├╝r was oder wen ich dort k├Ąmpfen m├Âchten w├╝rde? - Und wie ich k├Ąmpfen m├Âchten w├╝rde.
Ob ich denn auch wisse, da├č es gef├Ąhrlich werden k├Ânne, hat man mich dann gefragt. Da├č ich ... da├č ich sterben k├Ânne.
Und dann sprach man von schlimmen Dingen. 'Blut' kam dabei vor. Und Dinge, die ich nicht wollte ... Entschuldige, Papa. ... Dinge, die ich auch nicht m├Âchte. S├Âhne, die nach ihren M├╝ttern schreien. Und Br├╝der, die ihre Br├╝der ... die ihren Br├╝dern wehtun. Und V├Ąter, die um ihre S├Âhne weinen.
Ich habe dich noch nie weinen sehen, Papa.
Aber trotzdem ... Ich wu├čte das nicht. - Oder nein ... Ich vermutete es. ... Ich bef├╝rchtete es.
Hei├čt das nun, ich k├Ąmpfe f├╝r die falsche Seite? Ich will ... ich m├Âchte nicht f├╝r die falsche Seite k├Ąmpfen. Aber welches ist denn dann die richtige Seite?
Ach, ich f├╝hle mich so schrecklich verwirrt. Denn, Papa, jemand sagte auch, ich k├Ąmpfe dann f├╝rs Vaterland.
Papa ... Du bist doch mein Vater, nicht wahr?
Ich liebe dich, Papa ... Ich w├╝rde f├╝r dich auch k├Ąmpfen und B├Ąume ausrei├čen und ein Schwein f├╝r dich schlachten und vom Ende der Welt aus zur├╝ck zu dir nach Hause schwimmen ... oder laufen ... kriechen ... ach, was wei├č ich noch - Aber, Papa, ...
Ich wei├č nicht, ob ich f├╝r dich auch ... sterben m├Âch ... wollen w├╝rde. Ich w├Ąre dann n├Ąmlich nicht mehr da, Papa. - Ich w├Ąre f├╝r dich nicht mehr da. - Und dabei liebe ich dich doch. Und ich m├Âchte dich nicht weinend wissen.
Papa? Darf ich dich was fragen? Du sagtest doch, wenn ich Fragen h├Ątte, solle ich nur ruhig zu dir kommen und ...
Soll ich f├╝r dich in den Krieg ziehen, Papa? F├╝r mein Vaterland? Du bist doch mein Vater, nicht wahr? Mein lieber Papa. Soll ich m├Âchten oder nicht?
In den Krieg ziehen? - F├╝r mein Papaland?
Sag doch was, Papa ...
... Vater, sag doch etwas ...

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Andrea
???
Registriert: Aug 2000

Werke: 21
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5 von 10 Punkten

Ich bin etwas zwiegespalten (deshalb auch die 5 punkte). Einerseits ist der Aufbau des Inhalts recht gut gelungen und die Sprache (mit Ausnahme der Anzahl von Papa und des ungl├╝ckseligen "Papalandes") passend und fl├╝ssig.
Aber andererseits:
- die vielen "..." st├Âren den Textflu├č. Statt dessen lieber mal ein Komma setzen. Klar, das soll die Verwirrung des Kindes demonstrieren, aber wenn man die Geschichte einmal gelesen hat, verf├Ąllt man von allein ins Stocken.
- das Papaland wirkt so k├╝nstlich und kitschig, da├č ich nicht wei├č, ob ich lachen oder weinen soll.
- 18mal allein Papa in diesem kurzen Text: eindeutig zuviel!!
__________________
Andrea Rohmert

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