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Leselupe.de > Ungereimtes
Papierboot (Argonauta argo)
Eingestellt am 27. 08. 2006 23:25


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ENachtigall
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Papierboot (Argonauta argo)

Einst war ich Papierboot... Und Du Argonaut
hast mir evers
in den Mantel geschaut
von Pheromonen zusammengetrieben:
Couvert und ein Blatt
nicht ganz unbeschrieben

Taktil versiegelt mit sechzehn Armen
ging die Post amourös ab
Du schicktest den Samen
im Schwinden begriffen noch fix retour
per Hectocotylus
Was war das denn nur…

Der Arm, den Du beim Winken verloren
aus dem ich unsere
FrĂĽchtchen geboren!
Nun treib ich allein mit der kostbaren Fracht
- noch immer Papierboot -
durch tiefseeste Nacht

In meinen drei Herzen spĂĽr ich den Stich:
Du bissest ins Seegras
ganz ohne mich
So schreibe zum Abschied ich diesen Vers
auf Segel mit Tinte
und zwink ’re evers


© Elke Nachtigall
27. Aug. 2006



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Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Magic
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Liebe Elke,

ich muss gestehen, anfangs habe ich mich etwas schwer getan, dein Gedicht recht zu verstehen. Aber es gibt ja zum GlĂĽck ein paar "Schlau-mach-seiten"
Nun weiß ich eine Menge über das Liebesleben der Kraken und finde dein Gedicht äußerst gelungen.
Es flieĂźt perfekt und ist mit einem kleinen, feinen Humor gewĂĽrzt. Fast ein wenig menschlich...

Alles Liebe
Karin

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Herr Ernst sagte einmal zu mir: "ich habe erst dann ein Gesicht, wenn Frau Humoria mir ihr weises Lächeln schenkt". (Magic)

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ENachtigall
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Eine Zumutung...

sind meine Gedichte tatsächlich öfter!

Danke, Karin, dass Du sie angenommen, Dich "schlau gemacht", das Krakenspektakel aus der Versenkung gezogen und Gefallen daran gefunden hast.

quote:
Fast ein wenig menschlich...
Tatsächlich hat es einen gewissen Bezug:
Ich gebrauchte dieses Krakenbild öfter, um zu zu beschreiben, wie "gezerrt" ich mir vorkam (als zögen "sie" mich an 8 Armen gleichzeitig in verschiedene Richtungen). Bei meinen Recherchen sah ich, dass Kraken eher selbst sehr kräftig mit den Armen ziehen - und wie interressant ihr Verhalten im Allgemeinen ist. Was das Liebesleben angeht, fand ich sogar einige unglaubliche Parallelen zur eigenen "Familienbildung", die wohl den Ausschlag zum Gedicht gaben.

AuĂźerdem fand ich es an der Zeit, selbst mal was Gereimtes beizusteuern.

Ganz herzliche GrĂĽĂźe

Elke




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namaqool
Hobbydichter
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wow

teils humorvoll, aber eigentlich tieftraurig.

einfach bewundernswert geschrieben. toll.


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Phönix ist ein anderer.

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nachtlichter
Guest
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Liebe Elke,

auf dass Dein Papierboot mit den beiden wertvollen Schätzen auch in dunkelster Nacht, von Herbststürmen gepeitscht, niemals sinken möge! Dein Gedicht wogt so rhythmisch wie die Wellen des Meeres, voller Harmonie vereint es zärtliche Gefühle, (selbst)ironische Elemente, Schmerz, Angst, Glück, Mut, Tapferkeit, Durchblick – ein so breites Gefühls-Spektrum wie die sich im Wasser spiegelnden Regenbogenfarben. Besonders gut gefällt mir die Wortschöpfung: „in tiefseester Nacht“ und die Formulierung „Du bissest ins Seegras“.

Dein Gedicht empfinde ich wie ein liebevolles Lächeln mit Tränen in frech zwinkernden Augen.

nachtlichter

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ENachtigall
Foren-Redakteur
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Liebe nachtlichter,

Dein lobender Kommentar geht runter wie Öl und macht mich etwas verlegen. Sag´ bloß, ich konnte auch Dich zum googlen bewegen, oder bist Du "biologisch vorbelastet" - womöglich durch maritime Segelabenteuer?

Nächtliche Grüße

Elke
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