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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Party! (Konzertimpression)
Eingestellt am 17. 06. 2009 19:13


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jon
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Party! oder Peter hopst
Erinnerung an das Maffay-Open-Air-Konzert am 13. Juni 2009 in Leipzig

Fast 60 und noch immer für Überraschungen gut: Peter Maffay. Nicht, dass es rappelvoll war auf dem Platz vor der Bühne am Völkerschlachtdenkmal, war ungewohnt, auch nicht, dass Maffay und "seine" Männer mit vollem Karacho loslegten und erstmal drei Titel ins Publikum pressten, sodass – wenn überhaupt jemand noch andere Gedanken gehabt haben sollte – auch der letzte Nerv sich auf das Geschehen da vorn ausrichtete. Nein: Die luftig mit klarer Folie umhüllte Bühne, die Sonne, die wie ein natürlicher Scheinwerfer ins Set strahlte, und die ganz auf Abrocken getrimmten Songs erzeugten eine beinahe unwirklich scheinende Strand-Party-Stimmung, der ich ohne Umschweife erlag. Ich freute mich auf das, was kommen würde, und war im siebenten Himmel, als es nicht kam.

Was all meiner Erfahrung nach kommen sollte, wäre eine gut inszenierte Show gewesen, knallharter Rock mit Power und dazwischen anbetungswürdig gefühlsechte Lieder zum Abtauchen. Was kam, war eine von Anfang bis Ende strömende Party-Mugge. Alte – zum Teil uralte – und neue Songs ohne Nostalgie und Pathos auf Feier-Rhythmus zurechtgeschnitzt, als wären die Dinger nie zu was anderem gedacht gewesen. Selbst Akkustik-Titel fügten sich da nahtlos ein. Wollte zum Beispiel bei "Meine Musik" schon die andächtige Stimmung, die ich bisher als einzig angemessen für den Titel empfand, aufkommen, lachte und klatschte Peter Maffay die einfach weg und brachte die – wie ich später las – 9000 Leute auch da zum Mitfeiern. Und es fühlte sich richtig an. Als Peter Maffay dann auch noch begann, auf der Bühne zu hopsen – Thomas Godoj lässt grüßen! – gab es kein Halten mehr: Ich grinste über alle Backen und genoss die Sommerparty-Fröhlichkeit. Keine Ahnung, wer mehr Spaß hatte: Die Massen da unten oder der Peter da oben. Was für ein wundervoller Anblick.

Es ist verrückt: Das hatte ich nicht gewollt, nicht von diesem Konzert. Ich hatte ergriffen sein wollen, beeindruckt und wollte mit diesem seelig-tiefen Atmen nach Hause gehen, das Peter dem Großen eben zusteht. Und was ist passiert? Ich war – ich bin! – fröhlich, richtig gut aufgeräumt, und tanze - zumindest innerlich - und kann nicht fassen, dass ein Maffay-Konzert so eine Leichtigkeit erzeugen kann. Aber es tut gut, so richtig verdammt gut.
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

Version vom 17. 06. 2009 19:13

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