Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92193
Momentan online:
69 Gäste und 4 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Perceval
Eingestellt am 24. 11. 2002 19:48


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
VanOldi
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Aug 2000

Werke: 115
Kommentare: 51
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Perceval
(oder ein vers├Âhnliches Ende)

Mit roter R├╝stung schwer bewandet,
und einer Traglast f├╝r den Geist
in Albion zur Flut gestrandet,
kam Perceval dort hingereist.

Es treibt ihn weiter an die Suche,
nach der Christen heil┬┤gem Gral,
belegt mit diesem Gottesfluche
sei ihn zu finden seine Qual.

Mehr als sein Auge sehen mag,
mehr als die Sinne sp├╝ren,
kann nur ein mitleid┬┤ger Vertrag
zu der Befreiung f├╝hren.

Durchstreift hat er das ganze Land,
durchzogen jeden Ort,
bis Mundsalvaesch er endlich fand,
des Grales mystisch Hort.

Tief leidend ist der Burgenherr,
der auf Erl├Âsung harrt,
doch Parceval ist viel zu sehr
vor Erfurcht hier erstarrt.

Es wohnen Wunder in den Hallen
und Feste voller Freuden,
f├╝r den Besuch ein Wohlgefallen
die Zeit hier zu vergeuden.

Er sieht, und doch erkennt er nicht,
was hier dem Hausherrn fehlt,
zu der Erleuchtung fehlt das Licht
das den Verstand beseelt.

Betr├Ąnten Glaubens zieht er fort,
da dieser hier zerbrach,
denn wie ein Gaukler hielt der Ort
nicht das, was er versprach.

Sigune hei├čt des Schicksals Hand
die bald ihn zur├╝ck leitet,
und die ihn f├╝ttert mit Verstand,
dass sich sein Wissen weitet.

Nur wenigen sei es verg├Ânnt,
dass die Burg sich zeigt.
Wer Reinheit nur sein Eigen nennt,
dem ist sie wohlgeneigt.

Wer sie dann frei betreten kann,
der soll Erl├Âsung bringen,
dazu muss ihm als Rittersmann
der eine Satz gelingen.

Und Perceval, der wendet nun,
den Blick und seinen Schritt,
wei├č er doch jetzt, was sei zu tun,
als er den Saal betritt.

Den einen Satz er endlich spricht
voll w├Ąrme, und beherzt
sieht er dem Leiden in┬┤s Gesicht,
"Sagt Oheim, was Euch schmerzt!"


__________________
(C) 2003 by Stefan Mollenhauer
Gedichte berichten verdichtet Geschichten

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
Kommentare: 3340
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

oh-oh - das ganze ist harter tobak.
etwa wie schaukeln ├╝berm vulkan, oder bei aldi
5 paletten bier einkaufen.

ralph
__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

Bearbeiten/Löschen    


Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10341
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Vera-Lena eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Perceval

Hallo VanOldi

das tut gut, eine alte Geschichte wieder einmal als Ballade zu finden, aber nicht so gewaltig und inhaltsschwer wie im 19. Jahrhundert, sondern leichter und am├╝santer. Gl├╝ckwunsch!

Liebe Gr├╝├če Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!