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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Perfect World
Eingestellt am 03. 11. 2014 22:46


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Roseo
Bl├╝mchendichter
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Tief in Gedanken versunken strich sie mit den Fingerspitzen ├╝ber die Grafittibespr├╝hte Wand neben ihr. Dann lie├č sie die Hand fallen, die mit dem Staub bedeckten Finger der staubigen Wand waren kalt, k├Ąlter als sie bis jetzt jemals waren. Die junge Frau versteckte ihre dunkelbraunen langen Haare unter einer nachtschwarzen Kapuze ihrer Jacke. Ihr Gesicht war versteckt, verborgen hinter den Str├Ąhnen der nussbraunen Haare, und eingeschlossen vom weichen Stoff ihrer Weste. F├╝r einen Augenblick schloss sie ihre Hand zu einer Faust, f├╝r den Teil einer Sekunde. Dann hob tat sie auch diese Hand in die Jackentasche.
Mit verdecktem Gesicht und den H├Ąnden in den Taschen der schwarzen Jacke ging sie schweigend den schmalen Gehsteig entlang. Immer wieder fuhren Autos vorbei, erhellten mit dem Licht ihrer Scheinwerfer ihr Gesicht, lie├čen sie f├╝r kurze Zeit nicht ganz mit der dunklen Stra├če verschmelzen.
Doch sie Schritt weiter entlang, hin und wieder lag M├╝ll, ein alter Kaugummi oder eine verrostete Energydrink Dose im Weg, doch sie wich ihnen einfach aus. Nach einigen Metern blieb sie dann doch stehen. Ihre Aufmerksamkeit galt einem Graffiti, einem von vielen. Doch genau dieses sah sie sich genau an. Mit dunkelblauer Farbe war ein Kreis gezeichnet geworden, angespr├╝ht im inneren mit hellblauer Farbe. Der Schriftzug darin lautete Perfekt World. Es war eines von vielen, von tausenden. Nicht einmal besonders sch├Ân war es, schnell aufgespr├╝ht, weder geschwungen, noch 3D. Einfach nur aufgemalt. Ein paar andere Graffitis ├╝berlappten es am Rande, kunstvolle Pandab├Ąren, geschwungene Lettern und verbl├╝ffend echt aussehende Karikaturen. Doch jede dieser kleinen Kunstwerke interessierten sie nicht. Kuru schloss sie die Augen, um sie im n├Ąchsten Moment wieder zu ├Âffnen. Dann nahm die Frau eine Hand aus der Jackentasche und legte sie behutsam und bedacht auf das Graffiti. Als sie sie nach wenigen Augenblicken wieder sinken lie├č, haftete erneut Farbe an den Fingern, es war wohl billige Sprayfarbe, nicht sonderlich toll. Und doch gingen bei dieser einen Ber├╝hrung mit dem vollkommen wertlosen Graffiti tausend Bilder durch ihren Kopf. Eine perfekte Welt. Diese Frau war weder h├Ąsslich, noch war sie sch├Ân. Weder klug, noch dumm. Weder modisch, noch altmodisch. Sie war einfach normal, ein nichts, untergegangen im Meer von tausend anderen Menschen.
Mit gro├čen Schritten ging sie an tausenden weiteren Bildwerken vorbei, doch keines davon sah sie sich auch nur an. Blos aus den Augenwinkeln nahm sie sie war, blaue Schriftz├╝ge mit roten Schatten, Pandab├Ąren auf Skateboarden, einige hingespranyte Schimpfworte, und noch tausend andere Graffitis die sie sah, aber die gleich wieder ihren Kopf verlie├čen.
Der Gehsteig war aus, vor ihr lag eine Kreuzung und f├╝r sie war es rot. Ihr gegen├╝ber wartete ebenfalls ein dunkelgrauer Audi auf das gr├╝n Signal um loszufahren. W├Ąrend sie wartete, drehte sie sich nochmals um und warf einen Blick auf die meterlange vollgesprayte Wand. Auf der anderen Seite der Kreuzung h├Ârten sie abrupt auf, dort waren G├Ąrten und Villen, nicht zu vergleichen mit dem Weg auf dem sie hergekommen war. Auf diesem Weg war hinter der Mauer ein Gleis, alle paar Stunden raste ein Zug vorbei, auf der anderen Seite der Kreuzung erwarteten sie gepflegte G├Ąrten, reiche alte Leute und verw├Âhnte Kinder die dachten ihnen geh├Ârte die ganze Welt. Ein Auto hupte und sie sah auf. Das Licht der Ampel war auf gr├╝n umgesprungen und mit einigen Setzten war sie ├╝ber den Zebrastreifen. Ihre Schritte verlangsamten sich je l├Ąnger sie sich auf dieser Stra├če befand, fast konnte sie die Blicke durch die Fenster sp├╝ren die ihr ver├Ąchtlich nach sahen. Missmutig sch├╝ttelte sie sich kurz, dachte damit wenigstens das Gef├╝hl los zu werden.
Nach dem vierten prunkvollen Haus erreichte sie endlich das was sie gesucht hatte, die Abzweigung direkt in den Wald hinein. Sie konnte es f├Ârmlich riechen, nasse Erde, vermodernde Bl├Ątter und ├╝berall dazwischen pures Leben. Mit einer Hand zog sie sich die Kapuze vom Kopf und ihr langes Nussbraunes Haar das an den Spitzen dunkler wurde, fiel ihr die Schultern hinab bis zu den Ellbogen. Langsam und bed├Ąchtig ging sie in den Wald hinein, nichtsahnend was sie erwartete.
Lys achtete kaum auf die B├Ąume an denen sie vorbeistreifte. Auch den vielen Efeuranken w├╝rdigte sie keinen Blick. Suchend sah sie sich um, hier ganz in der N├Ąhe war ihr Ziel. Doch auch nach einem l├Ąngeren Fu├čmarsch konnte sie ihren Baumstamm nicht finden, auf dem sie am liebsten sa├č. Normalerweise ging sie nur gerade aus in den Wald hinein und fand ihn dann. Doch diesmal war er irgendwie weg. Seufzend lief sie zur├╝ck zur Stra├če. Nur um dann doch wieder in den Wald zu kehren. Den auf einem der ersten B├Ąume, einem steinalten Kastanienbaum dessen Bl├╝ten schon lange Zeit keine Fr├╝chte mehr trugen. Am unteren Ende hatte sie mit einem Messer einen kleinen Pfeil eingeritzt, er war noch immer zu sehen. Nur das dieser in genau die endgegengesetzte Richtung zeigte, als der Baumstamm war. Ein zweites Mal betrat sie den Forst, und lie├č nichts aus dem Auge. Nach wenigen Schritten blieb sie stehen, erstarrt, zu Stein. Vor ihr war kein Baumstamm mehr, nicht einmal nichts war dort. Sondern ein metallisch gl├Ąnzendes Ding.
Der Wald rund herum war normal, die ├╝blichen raschelnden Bl├Ątter, geschaukelt vom Wind. Wie immer viele kleine Tiere die durchs Unterholz wuselten. Und genau den Geruch den ein Wald hatte. Aber nicht an dieser Stelle. Angeekelt nahm sie den verbrannten Geruch war, mit einem Hauch von Sch├Ąrfe. Lys verdrehte die Augen. Immer wieder lie├čen Leute M├╝ll liegen, hier war wohl das Werk einer Jugendgang zu bewundern.
Mehr als nur genervt griff sie nach dem Gegenstand. Da er weder einen Griff noch einen Halter hatte musste sie es direkt angreifen. Die Oberfl├Ąche f├╝hlte sich glatt und k├╝hl an, staubtrocken und doch blitzblank sauber. Verwundert drehte sie das Ding in den H├Ąnden, es war unglaublich schwer f├╝r etwas, das wie sie vermutete, aus Aluminium bestand.
Wegen des schweren Gewichts packte sie auch noch mit der zweiten Hand an. Immer merkw├╝rdiger wurde f├╝r sie die Tatsache dass dieses Etwas unm├Âglich viel wog, kalt und spiegelglatt war und dazu noch unglaublich sauber war. Langsam schoss ihr ein Gedanke in den Kopf, wohin ├╝berhaupt mit dem Ding? Ziellos verlie├č sie den Wald, inzwischen ging die Sonne unter und die B├Ąume warfen lange Schatten auf den Boden und die H├Ąuser in der reichen Stra├če waren in ein dunkellila Licht getaucht. Aber es war nicht Lys Art zu staunen, auch nicht ihre Art zu beobachten. Ihre Schritte wurden immer gr├Â├čer, fast nichts mehr unterschied ihr Gehen vom Laufen.
Schon stand sie erneut vor der Kreuzung, auf der anderen Seite Lage die meterlange vollgesprayte Wand. Ungeduldig trat sie von einem Bein vom anderen, denn die Ampel war wieder rot. Die Kapuze ihrer schwarzen Jacke hatte sie auf und ihre dunkelbraunen Haare warfen Schatten auf ihr Gesicht. Endlich schlug die Ampel auf Gr├╝n um, doch bevor sie den Zebrastreifen ├╝berqueren konnte, kreuzte noch ein hellgr├╝ner Sportwagen auf der unbedingt vor ihr r├╝ber fahren musste. Als sie endlich gehen konnte sprang sie mit drei gro├čen Setzten ├╝ber den Zebrastreifen und ging dann dicht an der Wand entlang. Das Gewicht des Metallenen Dinges konnte sie selbst so nicht ewig halten. Also blieb sie kurz stehen und griff in ihre Hosentasche wo sie ein Schuhband zuf├Ąllig fand. Es war ├Ąlter und der ehemals neongr├╝ne Stoff war eher olivfarben. Gekonnte machte sie einen Art Tr├Ąger daraus und schwang sich diesen dann auf den R├╝cken. Deutlich schneller ging es vorw├Ąrts.

Nach 10 Minuten im schnellen Laufschritt hatte Lys das kleine Haus am Stadtrand erreicht und blieb kurz stehen um nicht keuchend vor der T├╝r zu erscheinen. Doch es hatte keinen Sinn, sie wurde vom kleinen Fenster in der K├╝che gesichtet und kaum stand sie vor der T├╝r, wurde diese aufgerissen. Dahinter stand Malin, wie immer etwas verstrubelt und chaotisch. Sie hatte ein viel zu gro├čes T-Shirt an auf dem in schwarzen Buchstaben stand, IÔÇÖm what IÔÇÖm. >>Wo warst du so lange? << fragte Malin und verzog ihr Gesicht zu einer Beleidigten Grimasse. >>Ich musste ganz alleine Jasnas tolles Essen aufessen! << Lys grinste und senkte den Blick, meinte dann sarkastisch >>du hast mir doch was ├╝brig gelassen, du wei├čt doch wie ich ihre K├╝che mag! << Die andere Frau verdrehte blos die Augen und hielt die T├╝r offen. >>W├╝rdest du jetzt bitte mal reinkommen, es wird kalt! <<
Lys betrat das kleine Haus in dem sie, Malin und Jasna gemeinsam wohnten. Das Vorzimmer war recht klein, aber vollgestopft bis obenhin mit s├Ąmtlichen Dingen die sie brauchten, oder eben nicht brauchten und die schlicht als Staubf├Ąnger dienten. Sie stellte das metallene Ding auf dem Holzboden ab und b├╝ckte sich dann um ihre Stiefel aufzubinden. Malin verlie├č den Raum gerade, das letzte was sie von ihr sah waren Malins unverwechselbaren feuerroten Haare die sie in einem langen geflochtenen Zopf trug.
Sie hing ihre mattschwarze Jacke auf einen Kleiderhacken, der einst das Geweih eines Hirschs gewesen war, jetzt aber vor lauter Westen, M├Ąnteln und Jacken kaum mehr als solcher zu erkennen war. Mit gro├čen Schritten folgte sie Malin in die kleine gem├╝tliche K├╝che. Die W├Ąnde waren urspr├╝nglich wei├č gewesen, aber dann hatten die drei Frauen die verr├╝ckte wie lustige Idee gehabt sich Pinsel und Farbe zu schnappen und da mal etwas nachzuhelfen. Nun war die Wand voll von Pflanzenranken, Kreisen, Adlern, Musiknoten, schlicht Komplet bunt und verr├╝ckt. Auf einem der vier St├╝hle sa├č Jasna, in der Hand einen Kochl├Âffel. Der kleine Raum in dem eine au├čerordentlich toll eingerichtete K├╝che war roch seltsam, eine Mischung aus Spiegeleiern, Kartoffeln und Fisch. Seufzend lie├č sie sich auf einen Sessel fallen, Malin sa├č schon. >>├ľffnest du bitte das Fenster! << bat Lys sie, da sie n├Ąher sa├č. Doch auch die Frischluft die kurz darauf in den Raum str├Âmten half nichts gegen den Geruch.
Fragend sahen die beiden Jasna an die in zwei Teller vertieft war, auf dem sie etwas, in den verschiedensten Farben, kreierte und dann stolz ├╝ber den Tisch auf sie zu schob. >>├ähh, was ist das? << fragte Lys und versuchte ihren Ekel zu verbergen. Jasna wollte schon reden, doch Malin fuhr dazwischen >>irgend so ein Gatsch aus Eiern, Tunfisch und Petersilien! << >>Ich bevorzuge den Ausdruck Omelett! << meinte Jasna und sah Lys herausfordernd an. Eigentlich war sie hungrig, aber bevor sie Jasnas Essen a├č, w├╝rde sie wohl verhungern m├╝ssen. Also schob sie den Teller von sich weg, mitsamt des komischen Essens, das irgendwie nicht essbar war. >>K├Ânntest du deine Kreationen nicht im Restaurant ausprobieren? << fragte sie Jasna, die w├Ąhrend der Woche in einem Restaurant, ein paar Stra├čen weiter, arbeitete. >>Und wer soll uns dann mit neuem Essen bel├Ąstigen? << erkundigte sich die rothaarige Malin, deren Haare allm├Ąhlich aus dem schnell zusammengeflochtenen Zopf fielen. >>Ihr macht so ein Theater, ich hab euch sowieso etwas mitgebracht! << mit diesen Worten stand sie auf und holte ein Tablet hinter sich hervor.
Die Stimmung der beiden anderen hellte sich gleich auf, als sie den toll garnierten gemischten Salat erblickten. Geschickt nahm Jasna alle drei Teller vom Tablet auf die Hand und drehte sich damit langsam im Kreis. >>Was soll das werden? << fragte Lys und beobachtete sie belustigt.

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DocSchneider
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Hallo Roseo, herzlich Willkommen in der Leselupe!

Sch├Ân, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Wir sind gespannt auf Deine weiteren Werke und freuen uns auf einen konstruktiven Austausch mit Dir. ├ťber Deinen Text solltest Du nochmal ein Rechtschreibprogramm laufen lassen. Bin gespannt, was andere zu seiner Intention meinen.

Um Dir den Einstieg zu erleichtern, haben wir im 'Forum Lupanum' (unsere Plauderecke) einen Beitrag eingestellt, der sich in besonderem Ma├če an neue Mitglieder richtet. Hier klicken

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jon
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Hallo Roseo,

der Text ist vielfacher Hinsicht nicht ÔÇ×Autoren-fertigÔÇť (von sowas wie druckfertig ganz zu schweigen). Die Handlung bricht einfach ab, es sind massenhaft Fehler (Rechtschreibung, Zeichensetzung etc.) drin, die Dialoge sind nicht ordentlich strukturiert ... Von Klang-, Bild- und anderen Dingen rede ich mal nicht, das sind Sachen, die zu ├╝ben die LL der beste Platz ist. Das andere geh├Ârt zu den einfachsten Grundlagen des Schreibens, das solltest du vorab beheben, bevor die Textarbeit losgeht.

Beispiele:

quote:
Tief in Gedanken versunken strich sie mit den Fingerspitzen ├╝ber die Grafittibespr├╝hte Wand neben ihr.
graffitibespr├╝hte

quote:
Dann lie├č sie die Hand fallen, die mit dem Staub bedeckten Finger der staubigen Wand waren kalt, k├Ąlter als sie bis jetzt jemals waren.
Da ist was v├Âllig schief gegangen, denn f├╝r gew├Âhnlich haben W├Ąnde keine Finger.
Entweder "als sie bis jetzt gewesen waren" oder "als sie jemals gewesen waren". / Zeitfehler beheben!
Wortdopplung Staub/staubÔÇŽ

quote:
Die junge Frau versteckte ihre dunkelbraunen langen Haare unter einer nachtschwarzen Kapuze ihrer Jacke.
ÔÇŽ was f├╝r (nicht-nachtschwarze) Kapuzen hat die Jacke denn doch?

quote:
Ihr Gesicht war versteckt, verborgen hinter den Str├Ąhnen der nussbraunen Haare, und eingeschlossen vom weichen Stoff ihrer Weste.
Eben waren die Haare noch dunkelbraun!
Wortdopplung "versteckt"
Wenn sie eben noch die Haare unter der Kapuze versteckte, warum h├Ąngen sie ihr dann jetzt ins Gesicht?
kein Komma nach "Haare"
Ihr Gesicht ist eingeschlossen in den Stoff der Weste? Wie denn das?

quote:
F├╝r einen Augenblick schloss sie ihre Hand zu einer Faust, f├╝r den Teil einer Sekunde. Dann hob tat sie auch diese Hand in die Jackentasche.

quote:
Immer wieder fuhren Autos vorbei, erhellten mit dem Licht ihrer Scheinwerfer ihr Gesicht, lie├čen sie f├╝r kurze Zeit nicht ganz mit der dunklen Stra├če verschmelzen.
Genau genommen m├╝sste sie, um mit der Stra├če (hell oder dunkel, ist dabei egal) zu verschmelzen, flach auf der Stra├če liegen oder gar in sie einsinken.

quote:
Doch sie Schritt weiter entlang, hin und wieder lag M├╝ll, ein alter Kaugummi oder eine verrostete Energydrink Dose im Weg, doch sie wich ihnen einfach aus.

schritt
Es fehlt, wo sie entlang schritt.
Energydrink-Dose
Das mit dem "doch wich einfach aus" klingt, als sei das eher ungew├Âhnlich, als sei es eher ├╝blich, dass man entweder mittendurch latscht, dr├╝berhopst ÔÇŽ┬áoder diese "Hindernisse" anderswie m├╝hsam ├╝berwinden muss.

quote:
Nach einigen Metern blieb sie dann doch stehen.
ÔÇŽ┬áund das best├Ątigt den Eindruck, dass man normalerweise von diesen "Hindernissen" stehen bleiben w├╝rde.
Wortdopplung "doch"

quote:
Ihre Aufmerksamkeit galt einem Graffiti, einem von vielen. Doch genau dieses sah sie sich genau an.
ÔÇŽ┬áund nochmal "doch".

quote:
Nicht einmal besonders sch├Ân war es, schnell aufgespr├╝ht, weder geschwungen, noch 3D.
Ist das eine SF-Geschichte? Wie kann man denn (heute) 3D-Graffitis machen?

quote:
Ein paar andere Graffitis ├╝berlappten es am Rande, kunstvolle Pandab├Ąren, geschwungene Lettern und verbl├╝ffend echt aussehende Karikaturen.
Inwiefern "echt"? (Karikatur = Zerrbild)

quote:
Doch jede dieser kleinen Kunstwerke interessierten sie nicht.

jedes
Sehr verquer f├╝r "Keins der kleinen Kunstwerke interessierte sie."

quote:
Dann nahm die Frau eine Hand aus der Jackentasche und legte sie behutsam und bedacht auf das Graffiti.
doppelt gemoppelt

quote:
Als sie sie nach wenigen Augenblicken wieder sinken lie├č, haftete erneut Farbe an den Fingern, es war wohl billige Sprayfarbe, nicht sonderlich toll.
Wieso "erneut"?
"nicht besonders toll" passt stilistisch (und inhaltlich: toll ist kein "objektives" G├╝te-Merkmal wie es "billig" ist) hier ├╝berhaupt nicht rein.

quote:
Und doch gingen bei dieser einen Ber├╝hrung mit dem vollkommen wertlosen Graffiti tausend Bilder durch ihren Kopf. Eine perfekte Welt. Diese Frau war weder h├Ąsslich, noch war sie sch├Ân. Weder klug, noch dumm. Weder modisch, noch altmodisch. Sie war einfach normal, ein nichts, untergegangen im Meer von tausend anderen Menschen.
Der Sprung von "perfekte Welt" zu der Beschreibung dieser (welcher?) Frau ist viel zu krass - es ist nicht der geringste Zusammenhang zwischen den beiden Passagen erkennbar.
Es gibt nur tausend andere Menschen in ihrer Umgebung?
ein Nichts


(gro├čer Sprung)

quote:
>>Wo warst du so lange? << fragte Malin und verzog ihr Gesicht zu einer Beleidigten Grimasse. >>Ich musste ganz alleine Jasnas tolles Essen aufessen! << Lys grinste und senkte den Blick, meinte dann sarkastisch >>du hast mir doch was ├╝brig gelassen, du wei├čt doch wie ich ihre K├╝che mag! << Die andere Frau verdrehte blos die Augen und hielt die T├╝r offen. >>W├╝rdest du jetzt bitte mal reinkommen, es wird kalt! <<
m├╝sste so aussehen:
quote:
ÔÇ×Wo warst du so lange?ÔÇť, fragte Malin und verzog ihr Gesicht zu einer beleidigten Grimasse. ÔÇ×Ich musste ganz alleine Jasnas tolles Essen aufessen!ÔÇť
Lys grinste und senkte den Blick, meinte dann sarkastisch: ÔÇ×Du hast mir doch was ├╝brig gelassen, du wei├čt doch wie ich ihre K├╝che mag!ÔÇť
Die andere Frau verdrehte die Augen und hielt die T├╝r offen. ÔÇ×W├╝rdest du jetzt bitte mal reinkommen, es wird kalt!ÔÇť
Hei├čt: Abs├Ątze machen! Gr├Â├čer- und Kleiner-als-Zeichen sind keine Anf├╝hrungsstriche!
Es hei├čt ÔÇ×blo├čÔÇť; Grimassen sind eher selten beleidigt.
Welche andere Frau? Warum senkt Lys den Blick (das passt nicht recht zum Sarkasmus)?



Alles in allem habe ich den Eindruck, als w├╝rdest du tats├Ąchlich eine Geschichte im Kopf haben und vieles vor deinem inneren Auge wie ein Film ablaufen. Ich glaube im Moment sogar, dass du die Konzentration aufbringen kannst, diesen Film auch dem Leser zu zeigen. Das alles ist gut. Nun musst du nur noch lernen, diesen Film auch gut sichtbar (und die Geschichte nacherlebbar) zu erz├Ąhlen.


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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dal├Ąsst (Klaus Klages)

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Roseo
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Danke, ich werde es mir nochmal anschauen, und die Fehlen beheben, allerdings werde ich versuchen, mir Beispiele zu nehmen, und es nicht eins zu eins zu ├╝bertragen, sonst ergibt es ja keinen Sinn.




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Nur Menschen die uns viel bedeuten, k├Ânnen uns wirklich verletzen

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