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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Peripetie
Eingestellt am 08. 04. 2002 19:31


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Muffin
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Peripetie

"Hast Du da schon geguckt?"
"Zwei Mal, mindestens." Sie lie├č sich auf einen Stuhl fallen. "In der Schublade, im Ordner, zwischen den Heften. Nichts."
Sie st├╝tzte den Kopf in die H├Ąnde.
"Ich wei├č nicht, wo ich noch suchen soll."
Sie hatte die Schubladen alle ganz ausgeleert und geordnet, aber ohne jeden Erfolg.
"Es liegt an Deiner Unordnung..."
"Sicher," Sie seuftzte tief. "Aber ich habe sie immer in diese Schublade getan, alle anderen sind da! Nur die Wichtigste, die fehlt."
Sie schloss die Augen und versuchte sich die Situation wieder vor Augen zu f├╝hren.
Sie war nach Hause gekommen und ...
ja sicher hatte sie sich aufgeregt ├╝ber sie. Sie war ja auch das Ungerechteste was sie je erlebt hatte, aber gerade deshalb konnte sie nicht einfach weg sein.
"Schei├če!" Sie erhob sich und lief im Zimmer auf und ab.
Sie hatte allen von dieser Ungerechtigkeit erz├Ąhlt, aber sie hatte sie nicht aus der Hand gegeben. Sie konnte nur hier im Haus sein.
Wo sonst?
War sie wie sonst nach Hause gekommen und gleich nach oben gest├╝rmt oder hatte sie sie schon unten ausgepackt um sie jemandem zu zeigen?
Erz├Ąhlt hatte sie hier davon. Jeder konnte sich daran erinnern, aber hatte sie sie auch vorgezeigt? Daran erinnert sich keiner.
Sie kam nicht davon ab sie musste in dieser Schublade sein und wenn sie sie schon dreimal ausger├Ąumt hatte, dann musste sie es halt ein viertes Mal tun.
Verflucht, dass das aber auch ausgerechnet diese sein musste. Jede andere w├Ąre schei├čegal gewesen, aber ausgerechnet diese und jetzt, da sie endlich beweisen konnte, dass es nicht ihr Fehler gewesen war.
Typisch eigendlich! Das konnte wieder nur ihr passieren.
Nat├╝rlich konnte das nur an ihrer nur m├Ą├čig ausgepr├Ągten Ordnung liegen!
Das vierte Mal Ausr├Ąumen brachte keine neuen Einf├Ąlle.
Sie stellte das st├Ąndige Auf- und Abrennen ein. Sie musste einsehen, dass sie das nicht weiter brachte.
Vielleicht h├Ątte sie das gar nicht so schlimm gefunden, wenn sie nicht gestresst und ├╝bern├Ąchtigt gewesen w├Ąre und dieser verflixte Heuschnupfen!
Und nat├╝rlich, wie sollte es anders sein kein Taschentuch da.
Na klar, in dieser Wohnung schien alles Beine zu haben.
Die Treppen rauf die Treppen runter, es half nicht. Sie blieb verschwunden.
Als sie sich auch noch am Heizk├Ârper das Knie anstie├č war sie den Tr├Ąnen nahe, aber weinen half nicht.
Eine Option blieb noch offen...
Ein Dieb!
Aber wer w├╝rde freiwillig eine Deutschklausur stehlen?



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flammarion
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hallo

muffin, deine geschichte ist der erste schmunzler heute f├╝r mich. die pointe sitzt! haste gut gemacht. ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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Muffin
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