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Leselupe.de > Ungereimtes
Peter (IV)
Eingestellt am 07. 12. 2005 08:18


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jon
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aus dem Tagebuch mit Peter


Peter (IV)

Musstest du mich denn
so hoch
tragen und – als ich erneut klopfte –
so einfach
drei Schritt vorm GlĂĽck stehenlassen?

Musstest du mich denn
so deutlich
erinnern, dass ich es –
was immer du da eigentlich versprichst –
nicht haben kann?

Musstest du mich denn
so tief
in mich werfen,
dass der Schild brach?


DafĂĽr dank ich dir.




------Version 1 war --------------
Peter (IV)

Musstest du mich denn
so hoch
tragen und – als ich erneut klopfte –
so einfach
drei Schritt vorm GlĂĽck stehenlassen?

Musstest du mir denn
so klar
zeigen, dass ich es –
was immer du da eigentlich versprichst –
nicht haben kann?

Musstest du mich denn
so tief
in mich werfen,
dass der Schild barst?


Danke.
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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Zarathustra
Routinierter Autor
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@ulrike

Hallo Ulrike:

Hut ab! - ehrlich gesagt, so eine schöne, ausgereifte Betroffenheitslyrik habe ich selten gelesen.

Deine Worte nehmen sofort mit, ... lassen aber dem Leser genĂĽgend Freiheit, ... dir, d.h. dem Autor sehr nahe zu kommen, aber auch die interessierte Distanz zu wahren.

Es ist ein Gedicht, dass sich am Rande seiner selbst bewegt, den Leser lockt hinzu zu treten, wieder Abstand zu gewinnen und ihn dann staunen lässt..

FĂĽr mich ein klarer Fall fĂĽr die "Bestenliste".

Liebe GrĂĽsse aus MĂĽnchen
Hans
__________________
Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! (Bertold Brecht)

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

nicht besonders kunstfertig - aber in einer offenen
sprache formuliert, die mir zugänglich ist.

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jon
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@ Hans
Danke für's Gut-Finden. Am meisten freut mich, dass du Nähe und Distanz darin findest – das war/ist, was mir erst durch den Bauch und dann durch den Kopf ging.

@ bonanza
„… nicht besonders kunstfertig“
Sieh es einem alten Prosaiker nach, der zudem nur dann Lyrik macht, wenn es direkt wird, also nur ohne Umweg (über den Plot einer Story) möglich ist.
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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Sandra
Guest
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Hallo Ulrike,

ich kann leider wenig mit deinem Gedicht anfangen.
Bei dem Rat, den so viele Lyriker geben: Streiche stets den letzten Satz - lese ich hier dein 'Danke' und muss ihnen beipflichten. Dieses ‚Danke’ ist so unnütz, wie eine Entschuldigung, die nicht ernst gemeint ist. Die Ironie bildet hier keinen Reiz. Du möchtest dich nicht bedanken und erst recht nicht nach den Sätzen, die vorab gesagt wurden. Und wenn es dennoch so ist, dann mache es in einer anderen Form, damit es nicht sarkastisch, höhnisch, ironisch daher kommt. Diese Art von Richten u. Selbstgefälligkeit tut m.E. keinem Gedicht gut.
Es tut mir Leid, aber ich kann ebenfalls nicht nachvollziehen, was jemand bei einem solchen Vers staunen lässt:

Musstest du mir denn
so klar
zeigen, dass ich es –
was immer du da eigentlich versprichst –
nicht haben kann?


Das ist eine Aussage, die ich dreimal täglich, bin ich schlecht gelaunt, meinem Mann oder meinen Kindern in abgeschwächter Form um die Ohren haue. Wo ist da die Lyrik?
Ich lese in den weiteren Zeilen Schmerz u. Betroffenheit, als wäre ich unfreiwillig Zuhörerin eines Streitgespräches, welches geführt wird und ich möchte einfach nur schnell gehen, wenn ich das hier gelesen habe. Weil es etwas Privates ist, was hier gesprochen wird und mit mir selbst nichts zu tun hat. Genauer gesagt, weil ich hier deine Geschichte, deinen Streit, deine Sätze lese, ohne, dass es gelingt, Raum für den Leser oder die Leserin zu lassen und mich somit nichts daran erinnert oder nachempfinden lässt, wie ich mich fühlen würde. Es tut mir Leid, aber etwas anderes kann ich zu diesem Gedicht nicht sagen.
LG
Sandra

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

eins hast du bei deiner beurteilung vergessen, sandra:
dieses gedicht steht wahrscheinlich zu recht im forum
"tagebuch".

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