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Leselupe.de > Ungereimtes
Pflegestufe 3
Eingestellt am 29. 03. 2006 14:49


Autor
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Dorothea
H├Ąufig gelesener Autor
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Wenn die Kulissen wegbrechen
und der stets gleiche Blick
vom Bett durchs Fenster
nur auf Mauern trifft,

wenn 'Haben' ein Witzwort
und 'K├Ânnen' ein M├Ąrchentraum ist,
und der Schrei nach N├Ąhe
sich im Notruf tarnt,

dann ist es fast zu sp├Ąt
sich einzu├╝ben
in ein Leben mit leeren
und kraftlosen H├Ąnden.
__________________
Dorothea Gebauer
----------------------
Sein ist mehr als Haben.

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Vera-Lena
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Liebe Dorothea,

"wenn der Schrei nach N├Ąhe sich im Notruf tarnt" besser kann man die Unbarmherzigkeit letzter Tage in einem Pflegeheim kaum auf den Punkt bringen.

Ich finde es auch beeindruckend, dass Du diese Thematik in eine Wenn-Dann-Form bringen konntest. Sie bringt in aller Knappheit und ganz unaufdringlich Dein Anliegen zum Ausdruck:

Vieles k├Ânnte einfacher sein f├╝r Menschen in einer so schwierigen Situation, wenn sie nicht immer denken w├╝rden:"Mich trifft das nienmals". An das Ende zu denken dann und wann, ist keine Zeitverschwendung, in der Jugend mit alten Menschen zusammen zu sein, weil sie so Vieles wissen, was man selbst noch nicht erlebt hat, weil man sich auf Vieles vorbereiten kann, was kommen wird, weil es einfach reizvoll und faszinierend sein kann von Mensch zu Mensch nat├╝rlich in unterschiedlichem Ma├če, ja das ist auch keine Zeitverschwendung.

Ich freue mich ├╝ber Deinen Text.

Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Dorothea
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Liebe Vera-Lena,

vielen Dank f├╝r Deinen Kommentar. Bei solchen Themen habe ich eigentlich immer Angst vor einem zu viel an Emotion, vor dem Abgleiten in ein unangemessenes Pathos oder vor einem sprachlichen Gestus, der wie ein erhobener Zeigefinger wirkt. Andererseits f├╝hrt der Versuch, alle diese Dinge zu meiden manchmal zu sehr unterk├╝hlten Texten.
Es freut mich, dass mein Anliegen sich verst├Ąndlich machen kann.
Dir eine segensreiche, vor├Âsterliche Zeit!
__________________
Dorothea Gebauer
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Sein ist mehr als Haben.

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bonanza
Guest
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ich stolpere lediglich ├╝ber das "fast".
ansonsten: du sprichst in wenigen versen eine ungeheuere
hilflosigkeit inmitten unserer gesellschaft an.
sehr intensiv.
pflegestufe 2 reicht schon.

bon.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Liebe Dorothea,

├╝ber das "fast" habe ich mir auch Gedanken gemacht. Aber ich kann das nicht einsch├Ątzen, wieviel M├Âglichkeiten man bis zum Schluss nicht doch noch hat, um in seine eigenen Tiefen vorzusto├čen. Nein, das wei├č ich wirklich nicht, und deshalb hatte ich Dir dazu nichts geschrieben.

Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena


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Dorothea
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Lieber Bonanza, liebe Vera-Lena,

da habt Ihr sehr exakt den Finger auf die entscheidende Stelle gelegt. Ich halte es in diesem Gedicht so, wie ich es auch am Bett eines Sterbenden praktiziere. Nichts besch├Ânigen, das w├╝rde dem Leid des Schwerstkranken Hohn sprechen, aber auch nicht Formulierungen w├Ąhlen, die jede Hoffnung abschneiden. Was ein Mensch in seiner Not an Reserven (woher auch immer) noch aussch├Âpfen kann, wage ich in keinem Fall vorauszusehen. Niemals aber werde ich einfach so sagen: "Jetzt liegst Du da, und es ist zu sp├Ąt!".

Danke f├╝r Eure R├╝ckmeldungen!
__________________
Dorothea Gebauer
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Sein ist mehr als Haben.

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