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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Picknick
Eingestellt am 17. 01. 2010 19:23


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gerian
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Violett leuchteten die H├╝gelketten. Olivgr├╝n die Wachholder, wie Skulpturen unter dem blauen Gew├Âlbe sich reckten.
Beinahe f├╝r die Ewigkeit.
Sie waren noch einmal hier her gekommen, Charlotte und Friedhelm.
Wie einst, als der Sommer sich schon neigte.
Der Kieferwald w├╝rzig duftete.
So wie heute.
"War das hier, Charlotte?"
"Vor f├╝nfunddrei├čig Jahren, Friedhelm."
"Hmmh..."
"Haben wir sie vergessen, mein Lieber?"
"Ach ja, sie liegt noch in der Kutsche."
"Wer?"
"Die Wolldecke."
"Nein, die Zeit, Friedhelm, die Zeit... vergessen?"
"Hmmh..., ich hol die Decke."
"Nicht n├Âtig, die hab ich, hier nimm."
"Wie bitte?, ach so, ich dachte..., danke."
"Schau nur, wie es hier ├╝berall bl├╝ht..., nein nicht da, Friedhelm, sieh doch, Ameisen!"
"Aber hier Charlotte, sch├Ân schattig hinterm Wachholderbusch."
"Ja einverstanden, leg die Decke hin..., pack dein Picknick aus, mein Guter."
"M├Âchtest du ein H├╝hnerbein oder etwas von der Brust, mein T├Ąubchen?"
"Mir ist nicht gut, Friedhelm, ich muss mich erst mal setzen, wo ist mein Klappstuhl? Danke, Lieber."
"Was ist mit dir?"
"Schon gut..., nein ich m├Âchte ein wenig vom Br├╝stchen... und bitte... ein Gl├Ąschen Saint-Emilion kann nicht schaden."
"Oh, wir haben keine Gl├Ąser!"
"Nimm die Flasche... Prost! Wie sch├Ân die Heide bl├╝ht, Charlotte, wie vor f├╝nfunddrei├čig..."
"Sag ich doch die ganze Zeit..., du h├Ârst mir nicht zu. Prost, Friedhelm!"
"War das hier, Charlotte?"
"Was?"
"Na das mit Maximilian, unserem einzigen Sohn?"

"Oh Friedhelm sieh, wo kommen die denn alle auf einmal her?"
"Wo, wer? Ach so, du meinst die Schafe da...?"
"Nein, Heidschnucken, Friedhelm, die laufen alle direkt auf uns zu!"
"Nee, der Sch├Ąfer und dessen Hund da passen schon auf, dass uns die Viecher verschonen."
"Friedhelm und jetzt m├Âcht ich ein wenig mousso-chokolate."
"Ich nehm lieber die G├Âtterspeise mit Waldmeister..."
"Noch etwas Wein?"
"Wir haben keine L├Âffel!"
"Nimm die Finger..., prost Charlotte. L├Ąsst mich mal von deinem Dessert schlecken, mein T├Ąubchen, ich mag deine schlanken Finger."
"Du W├╝stling, eine G├Âtterspeise bitte..., igittigitt."
"Komm auf die Decke, Liebster, ich m├Âcht ein wenig ruhen."
"Ja mein T├Ąubchen, nichts t├Ąt ich lieber..."
"Oh Friedhelm, dass du daran gedacht hast, welch eine ├ťberraschung: Mozart, Klavierkonzert, oh Allegro maestoso... mitten drin in der Heide, das macht mich so gl├╝ckl..."
"Charlotte?"
Er l├Ąchelte. Sie war eingeschlafen.

Als Charlotte die Aufgen ├Âffnete, glaubte sie immer noch zu tr├Ąumen. ├ťber sich erblickte sie ein schwarz-geh├Ârntes Ungeheur, daneben ihren geliebten Friedhelm, scheinbar leblos dem Angriff der wilden Bestien ausgesetzt.
"Friedhelm!"
"Charlotte?"
Friedhelm stie├č gegen etwas Schwarzgeh├Ârtem, als er versuchte, sich aufzurichten.

Die Schreie zweier verzweifelten Menschen in h├Âchster Not l├Âste bei den versammelten Eindringlingen auf dem Picknickplatz ein fluchtartige Panik aus.
Zur├╝ck hinterlie├čen sie ein Chaos ohnegleichen.
Doch die Beiden fielen sich befreit in die Arme.
Er fl├╝sterte ihr ins Ohr: "Ich liebe dich, Charlotte!"
Sie hauchte zur├╝ck: "Ich dich auch, mein Guter."

Das mit Maximilian blieb ihr Geheimnis.

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suzah
Guest
Registriert: Not Yet

hallo gerian,
so, hier im einzelnen, ist das hilfreicher?
liebe gr├╝├če suzah

Violett leuchteten die H├╝gelketten, olivgr├╝n die Wachholder, die sich wie Skulpturen unter dem blauen Gew├Âlbe (sich) reckten.

Wie einst, als der Sommer sich schon neigte und der Kiefernwald w├╝rzig duftete.

"Aber hier Charlotte, sch├Ân schattig hinterm Wachholderbusch."

"Friedhelm und jetzt m├Âcht ich ein wenig mousse au chocolat (mousso-chokolate.)"

"Nimm die Finger..., prost Charlotte. Lass(L├Ąsst) mich mal von deinem Dessert schlecken, mein T├Ąubchen, ich mag deine schlanken Finger."

Als Charlotte die Au(f)gen ├Âffnete, glaubte sie, immer noch zu tr├Ąumen. ├ťber sich erblickte sie ein schwarz-geh├Ârntes Ungeheuer, daneben ihren geliebten Friedhelm, scheinbar leblos dem Angriff der wilden Bestien ausgesetzt.

Friedhelm stie├č gegen etwas Schwarzgeh├Ârntes(m), als er versuchte, sich aufzurichten.

Die Schreie zweier verzweifelter(n) Menschen in h├Âchster Not l├Âste bei den versammelten Eindringlingen auf dem Picknickplatz eine fluchtartige Panik aus.

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gerian
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Picknick

Hallo Suzah,

danke f├╝r die grammatikalische Betrachtung.
Ich verspreche, mich zu bessern.

Gleichwohl ich fr├╝her schon ein oder zwei Beitr├Ąge hier eingestellt hatte, bin ich eigentlich erst j├╝ngst aktiver geworden.

Gewiss geh├Ârt es zu den fundamentalen Voraussetzungen eines angehenden "Schriftstellers", die deutsche Sprache zu beherrschen. Tut er auch. Doch ich werd mir hinter die Ohren schreiben, noch mehr von dem "Rechtsschreib-Assi" Gebrauch zu machen (gibt es einen solchen hier im Schreibprogramm?)

Nichts desto trotz d├╝rfte es in diesem Forum "Kurzgeschichten" durchaus f├Ârderlich sein, wenn die KommentatorInnen dem werdenden "Schriftsteller" noch andere, konstruktive Hinweise geben k├Ânnten.
Sind es doch eigentlich die, die eine wirkliche Kurzgeschichte ausmachen:
z.B.
- blitzartige Beleuchtung eines ganz kurzen Lebensabschnitts (Stunden bis hinab zu Sekunden),
- ein schicksalhaftes, besonderes Ereignis und/oder Konflikt
- rascher, szenischer Einstieg
- ein Ort, ein fortlaufender Zeitstrang
- m├Âglichst keine R├╝ckblenden
- Aufl├Âsung der Geschichte in Handlung und Dialog
- ununterbrochener Spannungsbogen
- unvermutetes Ende (Wandlung des Protagonisten oder eine Pointe).

Oder liege ich da v├Âllig daneben?
Beschr├Ąnken wir uns auf grammatikalische Fehlerbetrachtungen?

LG
Gerd

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Gernot Jennerwein
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hallo gerian

der ganze Dialog kommt so etwas von gehetzt daher, dass man meinen k├Ânnte, die beiden w├Ąren auf der Flucht. Bring Ruhe in den Text. Lass sie sich zur├╝cklehen, einander ber├╝hren, kleine Liebeleien usw. Es fehlt an der Atmosph├Ąre in deinem Text.

Du ├╝bertreibst es mit dem hin und her Geschnatter, da w├Ąre eindeutig weniger mehr. Lass ihre K├Ârper und Gef├╝hle sprechen, zeig die Personen dem Leser, dass er meint, er sitzt neben ihnen.

sch├Âne Gr├╝├če
Gernot



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suzah
Guest
Registriert: Not Yet

hallo gerian,

"Oder liege ich da v├Âllig daneben?
Beschr├Ąnken wir uns auf grammatikalische Fehlerbetrachtungen?"

nein, du hast recht. s. auch forum lupanum:

manchmal fehlt die zeit und auch die lust, sich dar├╝ber hinaus mit einem text auseinanderzusetzen, wenn man st├Ąndig die erfahrung macht, dass dies vergebliche m├╝he ist und man nur an "besserwisser" ger├Ąt.

es tut mir leid, dass es nun mit dir gerade einen wirklich an kritik interessierten getroffen hat. im ├╝brigen fand ich deinen text so gut.
die dialoge sind typisch f├╝r manche ├Ąlteren paare, deren liebe unter dem geplapper kaum mehr vermutet wird, aber eben - wie hier - sich dann doch zeigt.

liebe gr├╝├če suzah

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gerian
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Picknic k

Liebe suzah,
lieber Gernot,

ich zitiere:
"... die dialoge sind typisch f├╝r manche ├Ąltere paare, deren liebe unter dem geplapper kaum mehr vermutet wird..." (suzah)

ich zitiere:
"... so was von gehetzt daher, dass man meinen k├Ânnte, die beiden w├Ąren auf der Flucht." (gernot jennerwein)

Ich danke Euch Beiden herzlich f├╝r Eure Kommentare. Sie zeigen einmal mehr, wie unterschiedlich Meinungen sein k├Ânnen und das ist gut so, denn sie sind hilfreich f├╝r den Autoren.

Gernot:
"Bring Ruhe in den Text".
Antwort: Was kann ruhiger sein, als diese Idylle hinterm Wachholderbusch?"
"lass sie sich zur├╝cklehnen."
Antwort: "Sie machen es sich bequem auf der Wolldecke und wagen sogar ein Nickerchen (das ist f├╝r die Alten mehr als Sex).

suzah:
"manchmal fehlt die Zeit und auch die Lust, sich dar├╝ber hinaus mit dem text auseinanderzusetzen, wenn man st├Ąndig die erfahrung macht, dass dies vergebliche m├╝he und man nur an "besserwisser" ger├Ąt."

Das kann ich gut verstehen, liebe suzah.
Aber du stellst auch fest, dass es nur "manchmal" so ist.
Alle anderen jedoch freuten sich, wenn aus deinen Kommentaren erkennbar wird, wie ernst dir dein Anliegen ist, Konstruktives zu geben und zu erwarten.

Ich w├╝rde es mir w├╝nschen in diesem Forum.
Es gibt so viele Talente hier.

LG
Gerian

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gerian
Festzeitungsschreiber
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Picknick

Hallo Gernot,

ich hab noch mal nachgedacht ├╝ber deine konstruktive Kritik.

Du hast durchaus Recht, in die rasche Dialogfolge m├╝sste ich noch beruhigende Bilder einflechten.
Das werde ich tun.
Danke!

LG
Gerd

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