Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92201
Momentan online:
146 Gäste und 3 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Piet und Michel
Eingestellt am 19. 11. 2006 16:50


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Haarkranz
???
Registriert: Oct 2006

Werke: 53
Kommentare: 85
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Haarkranz eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Piet+Michel

Piet machte sich nichts aus den gierigen Schreiern mit den Schwimmh├Ąuten zwischen den Zehen und den Hackschn├Ąbeln. Sicher, geschickte Flieger waren sie, saugeschickt sogar, aber sonst? Wei├čkittel, kurzlebige Wei├čkittel mit Schwimmf├╝├čen, uns nicht ebenb├╝rtig. Wie lange hausen wir schon im Kirchturm? Mich gibt es seit 20 Jahren, Papa ist fr├╝h gestorben, aber Mama ist 35 geworden. War herrlich mit ihr und der Sippe zusammenzuhocken, wenn sie so richtig auspackte und Geschichten aus Zeiten erz├Ąhlte, da wir Rabenv├Âgel ├Ąlter wurden als die Menschen. Mama sagt, wir leben seit 400 Jahren im Turm.
Da hockt die Wei├če immer noch auf dem Regenspeier wie bestellt und nicht abgeholt, scheint noch ein halbes K├╝cken zu sein. Ob ich sie mal anspreche? Nein, ich flieg ne Runde um den Turm und inspiziere, ob noch andere Wei├če eingewandert sind. Ich m├Âchte es denen nicht raten. In l├Ąngstens 20 Minuten hab ich eine Kohorte mobilisiert, und dann geht die Post ab, da fliegen Federn! Wei├če Federn, versteht sich.
Scheint allein zu sein, entkr├Ąftet oder verflogen, na, ich sprech sie mal an.
"Gra Schneewei├čchen, ist dir was, kann ich dir helfen?"
Sie guckt nur bl├Âd mit ihren frechen Salzwasseraugen, vielleicht hat sie mich nicht verstanden.
"Gr├Ągragragra! Verstehst du mich nicht, Schneewei├čchen?"
Sie guckt nicht eben freundlich, dreht den Kopf so schnippich einmal ganz herum, na ja nicht ganz, aber fast. Kann ich auch, k├Ânnen wir alle. Ist keine Antwort!
Da sperrt sie den Fresshaken auf, was sagt sie? "Bin ein Junge, kein Schneewei├čchen, hei├če Michel."
O Gott, die vornehme Aussprache, na ja, wer sich an der Binnenalster rumtreibt, schnappt das auf, verkehren keine Schauerleute dort. Hat geantwortet, Hauptsache.
"Ok Michel, wusst ich nicht, darf ich fragen was du hier suchst?"
"Darfst du, doch wie hei├čt du bitte?
"Entschuldige, Michel, ich bin Piet."
"Also Piet," der Michel, "ich hab seit 3 Tagen nichts im Magen, bin einfach zu schwach weiterzufliegen."
"Verdammt lang, 3 Tage hungern, Michel. Lass mich ├╝berlegen, was ich tun kann. Ich hab euch Wei├čkittel oft nach Brotbr├Âckchen, die Menschen euch zuwarfen, schnappen sehen. Akrobaten seid ihr, sowas k├Ânnen wir Schwarzen nicht. Sind solider, suchen unseres am Boden, in Ecken, auf dem M├╝ll, auch auf freiem Feld ist der Tisch f├╝r uns gedeckt, hier ein toter Hase, dort ein kleines Kaninchen, lebendig, lecker, murksen wir ruck zuck ab. Hab hier unter dem Balken noch Reste von dem Tierchen, frisch von vor einer Woche, kannst was mithaben."
"Ist nicht so sehr meins, Piet. Aber wie sagt man: Hunger treibts hinein, lass mal sehen."
"Komm hier rein durch die Luke, auf dem Rohr f├Ąllt es dir zu leicht runter."
Michel ruckt mit dem Kopf, dreht ihn nach links und rechts, hat Angst. Piet spannt es schnell.
"Ich leg dich nicht rein, Michel," ermuntert er, "meine Sippe ist unterwegs, vor Sonnenuntergang kommen die nicht zur├╝ck, vertrau mir, du brauchst was in den Magen, sagst doch selbst, ohne Futter ist kein Fortkommen."
Michel pliert zu ihm r├╝ber. Stimmt, denkt er, ohne Futter kein Fliegen, aber kann ich dem trauen? Einem Schwarzrock, Aasfresser, K├╝ckenm├Ârder, Eierdieb, trauen? Doch was bleibt mir ├╝brig? Merk jetzt schon, wie ich mich kaum auf dem Rohr halten kann.
"Ich vertrau dir, Piet, ist nicht leicht, muss ich dir nicht erkl├Ąren. Ich bin so runter, hab Angst vor den paar Metern bis hin zu dir."
"So mies bist du drauf, Michel? Bleib hocken, ich lass mir was einfallen. Ist schon geschehen. H├Âr zu: Ich komm und setzt mich neben dich. So, warte bis ich richtig fest hocke. Dann konzentriert einen Fu├č ├╝ber den anderen, bis zur Dachrinne. Ich pack deine Schwungfedern mit dem Schnabel, halte dich, solltest du st├╝rzen. Geht klar, passiert nicht, sieh mich nicht so vorwurfsvoll an.
Soo, jetzt wie gesagt, einen Fu├č ├╝ber den anderen, ganz langsam, keine Kraft vergeuden. Geschafft, die Rinne. Kauer dich tief rein, musst nur liegen, tief durchatmen und denken, geschafft. Ich rupf das Kaninchen in kleine Bissen und steck sie dir in den Schlund. Geht mir efef von der Hand, hab mit Grasa, meiner Frau, 15 Generationen gro├čgezogen."
Michel liegt in der Regenrinne, die Beine schlaff unter dem Bauch nach hinten gestreckt, lauscht er seinem Herzschlag. Angst hat er keine mehr, wollte Piet ihm ├╝bel, w├╝rd er ihn zerrupfen, nicht das Kaninchen. Lass dich nie auf einen Kampf mit den Schwarzr├Âcken ein, hatte Mama ihn gewarnt. H├╝te dich vor deren Schn├Ąbeln, eisenharten, scharfen Hauern, haben die dich erst gepackt, kommst du nimmer aus.
Piet h├╝pft mit einem St├╝ck Fleisch im Schnabel durch die Rinne. Bei Michel angekommen, rei├čt er kleine St├╝ckchen ab und steckt sie ihm hinein. Der schluckt gierig, sperrt den Rachen nach jedem Bissen weit auf. Piet freut sich und lacht: "Dein roter Schlund erinnert mich an das K├╝kenf├╝ttern, macht mir unb├Ąndigen Spa├č!"
Michel schluckt und schluckt, bald merkt Piet, er sperrt nicht mehr so wild, also f├╝ttert er langsamer und langsamer, bis er sieht, wie die Nickhaut sich ├╝ber die Augen schiebt, er den Kopf unter den Fl├╝gel steckt.
Piet nimmt den Rest Fleisch zur├╝ck in den Turm, peilt hoch zur Sonne, rechnet, wann seine Bande zur├╝ck sein k├Ânnte. Es bleibt Zeit f├╝r ein ausgedehntes Nickerchen, bis dahin wird der Wei├črock auch wieder auf dem Damm sein und abschwirren k├Ânnen. Niemand hat keine Ahnung nicht. W├Ąr der Bagage schwer zu erkl├Ąren, warum Michel nicht sauber gerupft neben dem Kaninchenfleisch liegt.
War ein aufregender Tag, Piet schl├Ąft schnell ein. Ob er l├Ąnger getr├Ąumt hatte als gewollt, keine Ahnung. Verdammt, da ziept mich wer, schie├čt es ihm durch den Kopf. Augenblicklich springt er hellwach in Kampfstellung.
"Reg dich ab, lieber schwarzer Freund und Lebensretter!" Michel hockt vor ihm, ist durch die Lucke geh├╝pft, lacht sein f├╝r Rabenohren kreischendes M├Âwenlachen.
"Ich bin wieder fit, dem Himmel und dir seiÔÇśs gedankt, aber nur danken ist mir zu wenig. Ich werde mein Abenteuer der Sippschaft erz├Ąhlen. Dir muss ich nicht erkl├Ąren, wie die Meinen ├╝ber euch Schwarze hergehen, verheerend! Kann ich davon ausgehen, umgekehrt wird ein Schuh draus, deine reden von uns nicht besser?"
"Worauf du dich verlassen kannst. Sag mir, was du vorhast?"
"Ganz einfach, Piet. Ich erz├Ąhl denen mein Abenteuer, von meiner Schw├Ąche, wie ich dir ausgeliefert war, und was du daraus gemacht hast."
"Au weiha! Das d├╝rfen meine nicht erfahren, die hacken mich invalid, widerspricht dem Gruppenkonsenz: Schwaches ist extra leichte Beute, muss erlegt werden, ohne wenn und aber!"
"Kl├Ąrst mich nicht auf, guter Freund, ist bei M├Âwens nicht anders, doch ich stell mir die Frage, muss das bis in alle Ewigkeit sein? Was hat ein Wei├čer einem Schwarzen voraus oder umgekehrt? Die Hungerzeiten, wo es wirklich ums t├Ągliche Brot ging, sind vorbei, seit die Menschen ihr Futter halbgefressen wegwerfen. Warum noch Feindschaft, wir k├Ânnen nicht alles fressen, was auf den M├╝llkippen landet."
Piet steht da mit schiefem Kopf und kl├Ąrt, dann antwortet er: "Du und ich, Michel, haben etwas verbrochen, was seinesgleichen sucht. Dabei war es nichts Besonderes dir zu helfen, jedenfalls kam es mir nicht so vor. Wollt ich es aber der Horde erkl├Ąren, m├╝sst ich mich warm anziehen. Bitte erz├Ąhl du es den Deinen, Ist nicht n├Âtig zu beschreiben, wo dir so geschah, lass unseren Kirchturm au├čen vor, wichtig ist allein, es geschah."
"OK Piet, aber wie bleiben wir in Kontakt, ich m├Âchte uns nicht aus den Augen verlieren!"
"Ich glaube, mir f├Ąllt da was ein, Michel, wir treffen uns jeden Sonntag, wenn die Glocke die Stund nach zw├Âlf l├Ąutet, auf dem Kreuz der Kirchtumspitze. Links wei├č, rechts schwarz. Sitzen da, drehen die K├Âpp nach allen Seiten und haben ein Geheimnis miteinander.


Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
Kommentare: 8208
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um flammarion eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Korrekturvorschl├Ąge:

eine so hinrei├čende Geschichte sollte m├Âglichst fehlerfrei daherkommen.

Piet und Michel
Ver├Âffentlicht von Haarkranz am 19. 11. 2006 16:50
Piet+Michel

Piet machte sich nichts aus den gierigen Schreiern mit den Schwimmh├Ąuten zwischen den Zehen und den Hackschn├Ąbeln. Sicher, geschickte Flieger waren sie, saugeschickt sogar, aber sonst? Wei├čkittel, kurzlebige Wei├čkittel mit Schwimmf├╝├čen, uns nicht ebenb├╝rtig. Wie lange hausen wir schon im Kirchturm? Mich gibt es seit 20 Jahren, Papa ist fr├╝h gestorben, aber Mama ist 35 geworden. War herrlich(Komma) mit ihr und der Sippe zusammenzuhocken, wenn sie so richtig auspackte und Geschichten aus Zeiten erz├Ąhlte, da wir Rabenv├Âgel ├Ąlter wurden als die Menschen. Mama sagt, wir leben seit 400 Jahren im (in diesem) Turm.
Da hockt die Wei├če immer noch auf dem Regenspeier wie bestellt und nicht abgeholt, scheint noch ein halbes K├╝cken zu sein. Ob ich sie mal anspreche? Nein, ich flieg ne Runde um den Turm und inspiziere, ob noch andere Wei├če eingewandert sind. Ich m├Âchte es denen nicht raten. In l├Ąngstens 20 Minuten hab ich eine Kohorte mobilisiert, und dann geht die Post ab, da fliegen Federn! Wei├če Federn, versteht sich.
Scheint allein zu sein, entkr├Ąftet oder verflogen, na, ich sprech sie mal an.
"Gra Schneewei├čchen, ist dir was, kann ich dir helfen?"
Sie guckt nur bl├Âd mit ihren frechen Salzwasseraugen, vielleicht hat sie mich nicht verstanden.
"Gr├Ągragragra! Verstehst du mich nicht, Schneewei├čchen?"
Sie guckt nicht eben freundlich, dreht den Kopf so schnippich (schnippisch) einmal ganz herum, na ja nicht ganz, aber fast. Kann ich auch, k├Ânnen wir alle. Ist keine Antwort!
Da sperrt sie den Fresshaken auf, was sagt sie? "Bin ein Junge, kein Schneewei├čchen, hei├če Michel."
O Gott, die vornehme Aussprache, na ja, wer sich an der Binnenalster rumtreibt, schnappt das auf, verkehren keine Schauerleute dort. Hat geantwortet, Hauptsache.
"Ok Michel, wusst ich nicht, darf ich fragen(Komma) was du hier suchst?"
"Darfst du, doch wie hei├čt du bitte?
"Entschuldige, Michel, ich bin Piet."
"Also Piet," der Michel (├╝berfl├╝ssig), "ich hab seit 3 Tagen nichts im Magen, bin einfach zu schwach(Komma) weiterzufliegen."
"Verdammt lang, 3 Tage hungern, Michel. Lass mich ├╝berlegen, was ich tun kann. Ich hab euch Wei├čkittel oft nach Brotbr├Âckchen, die Menschen euch zuwarfen, schnappen sehen. Akrobaten seid ihr, so(getrennt)was k├Ânnen wir Schwarzen nicht. Sind solider, suchen unseres am Boden, in Ecken, auf dem M├╝ll, auch auf freiem Feld ist der Tisch f├╝r uns gedeckt, hier ein toter Hase, dort ein kleines Kaninchen, lebendig, lecker, murksen wir ruck zuck ab. Hab hier unter dem Balken noch Reste von dem Tierchen, frisch von vor einer Woche, kannst was mithaben."
"Ist nicht so sehr meins, Piet. Aber wie sagt man: Hunger treibts hinein, lass mal sehen."
"Komm hier rein durch die Luke, auf dem Rohr f├Ąllt es dir zu leicht runter."
Michel ruckt mit dem Kopf, dreht ihn nach links und rechts, hat Angst. Piet spannt es schnell.
"Ich leg dich nicht rein, Michel," ermuntert er, "meine Sippe ist unterwegs, vor Sonnenuntergang kommen die nicht zur├╝ck, vertrau mir, du brauchst was in den Magen, sagst doch selbst, ohne Futter ist kein Fortkommen."
Michel pliert zu ihm r├╝ber. Stimmt, denkt er, ohne Futter kein Fliegen, aber kann ich dem trauen? Einem Schwarzrock, Aasfresser, K├╝ckenm├Ârder, Eierdieb, trauen? Doch was bleibt mir ├╝brig? Merk jetzt schon, wie ich mich kaum auf dem Rohr halten kann.
"Ich vertrau dir, Piet, ist nicht leicht, muss ich dir nicht erkl├Ąren. Ich bin so runter, hab Angst vor den paar Metern bis hin zu dir."
"So mies bist du drauf, Michel? Bleib hocken, ich lass mir was einfallen. Ist schon geschehen. H├Âr zu: Ich komm und setzt (setz) mich neben dich. So, warte bis ich richtig fest hocke. Dann konzentriert einen Fu├č ├╝ber den anderen, bis zur Dachrinne. Ich pack deine Schwungfedern mit dem Schnabel, halte dich, solltest du st├╝rzen. Geht klar, passiert nicht, sieh mich nicht so vorwurfsvoll an.
Soo, jetzt wie gesagt, einen Fu├č ├╝ber den anderen, ganz langsam, keine Kraft vergeuden. Geschafft, die Rinne. Kauer dich tief rein, musst nur liegen, tief durchatmen und denken, geschafft. Ich rupf das Kaninchen in kleine Bissen und steck sie dir in den Schlund. Geht mir efef von der Hand, hab mit Grasa, meiner Frau, 15 Generationen gro├čgezogen."
Michel liegt in der Regenrinne, die Beine schlaff unter dem Bauch nach hinten gestreckt, lauscht er seinem Herzschlag. Angst hat er keine mehr, wollte Piet ihm ├╝bel, w├╝rd er ihn zerrupfen, nicht das Kaninchen. Lass dich nie auf einen Kampf mit den Schwarzr├Âcken ein, hatte Mama ihn gewarnt. H├╝te dich vor deren Schn├Ąbeln, eisenharten, scharfen Hauern, haben die dich erst gepackt, kommst du nimmer aus.
Piet h├╝pft mit einem St├╝ck Fleisch im Schnabel durch die Rinne. Bei Michel angekommen, rei├čt er kleine St├╝ckchen ab und steckt sie ihm hinein. Der schluckt gierig, sperrt den Rachen nach jedem Bissen weit auf. Piet freut sich und lacht: "Dein roter Schlund erinnert mich an das K├╝kenf├╝ttern, macht mir unb├Ąndigen Spa├č!"
Michel schluckt und schluckt, bald merkt Piet, er sperrt nicht mehr so wild, also f├╝ttert er langsamer und langsamer, bis er sieht, wie die Nickhaut sich ├╝ber die Augen schiebt, er den Kopf unter den Fl├╝gel steckt.
Piet nimmt den Rest Fleisch zur├╝ck in den Turm, peilt hoch zur Sonne, rechnet, wann seine Bande zur├╝ck sein k├Ânnte. Es bleibt Zeit f├╝r ein ausgedehntes Nickerchen, bis dahin wird der Wei├črock auch wieder auf dem Damm sein und abschwirren k├Ânnen. Niemand hat keine Ahnung nicht. W├Ąr der Bagage schwer zu erkl├Ąren, warum Michel nicht sauber gerupft neben dem Kaninchenfleisch liegt.
War ein aufregender Tag, Piet schl├Ąft schnell ein. Ob er l├Ąnger getr├Ąumt hatte als gewollt, keine Ahnung. Verdammt, da ziept mich wer, schie├čt es ihm durch den Kopf. Augenblicklich springt er hellwach in Kampfstellung.
"Reg dich ab, lieber schwarzer Freund und Lebensretter!" Michel hockt vor ihm, ist durch die Lucke (Luke) geh├╝pft, lacht sein f├╝r Rabenohren kreischendes M├Âwenlachen.
"Ich bin wieder fit, dem Himmel und dir seiÔÇśs gedankt, aber nur danken ist mir zu wenig. Ich werde mein Abenteuer der Sippschaft erz├Ąhlen. Dir muss ich nicht erkl├Ąren, wie die Meinen ├╝ber euch Schwarze hergehen, verheerend! Kann ich davon ausgehen, umgekehrt wird ein Schuh draus, deine reden von uns nicht besser?"
"Worauf du dich verlassen kannst. Sag mir, was du vorhast?"
"Ganz einfach, Piet. Ich erz├Ąhl denen mein Abenteuer, von meiner Schw├Ąche, wie ich dir ausgeliefert war, und was du daraus gemacht hast."
"Au weiha! Das d├╝rfen meine nicht erfahren, die hacken mich invalid, widerspricht dem Gruppenkonsenz (den hab ich ├╝bersehen - s am Ende, bitte): Schwaches ist extra leichte Beute, muss erlegt werden, ohne wenn und aber!"
"Kl├Ąrst mich nicht auf, guter Freund, ist bei M├Âwens nicht anders, doch ich stell mir die Frage, muss das bis in alle Ewigkeit sein? Was hat ein Wei├čer einem Schwarzen voraus oder umgekehrt? Die Hungerzeiten, wo es wirklich ums t├Ągliche Brot ging, sind vorbei, seit die Menschen ihr Futter halbgefressen wegwerfen. Warum noch Feindschaft, wir k├Ânnen nicht alles fressen, was auf den M├╝llkippen landet."
Piet steht da mit schiefem Kopf und kl├Ąrt, dann antwortet er: "Du und ich, Michel, haben etwas verbrochen, was seinesgleichen sucht. Dabei war es nichts Besonderes(Komma) dir zu helfen, jedenfalls kam es mir nicht so vor. Wollt ich es aber der Horde erkl├Ąren, m├╝sst ich mich warm anziehen. Bitte erz├Ąhl du es den Deinen, Ist (deinen, ist) nicht n├Âtig(Komma) zu beschreiben, wo dir so geschah, lass unseren Kirchturm au├čen vor, wichtig ist allein, es geschah."
"OK Piet, aber wie bleiben wir in Kontakt, ich m├Âchte uns nicht (nicht, dass wir uns) aus den Augen verlieren!"
"Ich glaube, mir f├Ąllt da was ein, Michel, wir treffen uns jeden Sonntag, wenn die Glocke die Stund nach zw├Âlf l├Ąutet, auf dem Kreuz der Kirchtumspitze (Kirchturmspitze). Links wei├č, rechts schwarz. Sitzen da, drehen die K├Âpp nach allen Seiten und haben ein Geheimnis miteinander.

Das ist so gut wie ne Weihnachtsgeschichte. Kann man als solche durchgehen lassen. Kommt auf alle F├Ąlle in meine Sammlung ÔÇ×LupengoldÔÇť.
lg

__________________
Old Icke

Bearbeiten/Löschen    


1 ausgeblendete Kommentare sind nur f├╝r Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!