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Leselupe.de > Gereimtes
Plötzliche Wendung
Eingestellt am 01. 08. 2004 15:42


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Vera-Lena
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Plötzliche Wendung

Der Ölbaum liebt die Palme.
Das Korn steht reif im Halme.
Die Zecke fand ein Hündchen,
das Schaf ein Schäferstündchen.

Ich Menschlein steh im Wald allein.
So bald wird hier kein Auflauf sein.
So fand ich meine Einsamkeit
und pflegte still mein Herzeleid.

Doch tief in einer Grotte
fand mich die Lieselotte.
Schon gab’s ein Schäferstündchen
ganz ohne Hirtenhündchen
und auch ganz ohne Zeckenstich.
Was sonst noch war, verrat ich nicht.




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Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Klopfstock
Guest
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"Ich Menschlein steh' im Wald allein - so bald wird hier kein Auflauf sein".....also das ist absolut meine
Lieblingsstelle, sie ist so herrlich resignierend und könnte von Heinz Erhard sein liebe Vera-Lena.

Also, eigentlich könnte ich mir Dein ganzes Gedicht
von Heinz Erhard deklamiert vorstellen (hab ihn sogar
vor meinen Augen)

Mir gefällt dieses Gedicht ausgezeichnet!!!
Ich finde nichts zum Text-Arbeiten, außer daß nach dem 2.
"Schäferstündchen" vielleicht doch ein Komma hin müßte -
Hinter Grotte bin ich mir nicht ganz sicher (Komma, meine ich)

Dir einen geruhsamen Abend
und ganz liebe Grüße
Irene

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Vera-Lena
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Liebe Irene,

da fehlen keine Kommata, denke ich. Soviel zu Deiner freundlichen Textarbeit.

Ansonsten bin ich entzückt, dass der Text so ankommt mit dem Wortwitz nämlich und den fast willkürlichen Zusammenstellungen, wie ich mir das erträumt hatte.
Der Vergleich mit Heinz Ehrhard ist natürlich sehr schmeichelhaft, und wenn Du ihn deklamieren hörst, ist das für Dich eine zusätzliche Freude. Vielleicht sollte ich mir das auch einmal vorstellen. Aber an seine wundervollen Gedichte reiche ich natürlich nicht heran.

Meine Lieblingsstrophe ist auch diese dritte vor Selbstmitleid triefende Strohe, d.h. Resignation ist wirklich das treffendere Wort.

Ich danke Dir von Herzen für Deine Antwort und wünsche Dir einen guten Start in diese Woche.
Liebe Grüße von Vera-Lena


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Nachtigall
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Medizin fürs Gemüt

Liebe Vera-Lena,

auch mir fiel Heinz Erhardt sofort ein und der positive leichte Inhalt ließ mich schmunzeln.
Ein wohltuender Text in tiefsinniger Zeit.

Liebe Grüße
Alma Marie

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Vera-Lena
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Liebe Alma Marie,

Ja, die plötzliche Wendung zum Guten, wünsche ich allen, die selbst darauf warten.

Es freut mich, dass da ein Schmunzeln aus dem grünen Leselupen-Medizinköfferchen dabei war.

Vielleicht sollte man mal einen Namen für dieses spezielle grüne Medizinkraut erfinden. Vielleicht wächst es ganz in der Nähe von Müllers Mühle oder die Klopfi ist auf ihren Radtouren schon zig Mal daran vorbeigefahren, hat es immer fleißig eingesammelt, aber den Namen kennt sie bis heute auch noch nicht.

Ich danke Dir für Deine liebe Antwort, wünsche Dir das Allerbeste und grüße Dich herzlich.
Vera-Lena
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gareth
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Liebe Vera-Lena,

mir hat dein heiteres Gedicht auch gut gefallen und was den Heinz Erhardt betrifft, so hätte er, falls er das denn alles tatsächlich auch so ähnlich geschrieben haben würde, einfach und sicher in der vorletzten Zeile gereimt:

und ohne, dass die Zecke sticht :o)

daran glaubt fest
gareth

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Vera-Lena
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Hallo gareth,

danke für Deine Antwort und Deinen Hinweis. Über "Stich -nicht" habe ich natürlich auch nachgedacht. Die Wiederholung "ganz ohne" gefällt mir aber so gut, da der Text mit seinem Worwitz ja auf Wiederholungen aufgebaut ist.

Natürlich ist ein reiner Reim immer wünschenswert.
"und ohne, dass".

Ich muss das mal für mich abwägen. Kann sein, dass ich mich für Deine Version entscheide.

Einstweilen wünsche ich Dir schon mal einen schönen Abend
Liebe Grüße von Vera-Lena
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