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Polizeibericht
Eingestellt am 01. 06. 2017 15:06


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Astoria
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Polizeibericht

Polizeirevier VI Hauptwachmeister Schussel
01234 Haneb├╝chen, Dienstag, den 11.12.2015, 17.20 Uhr
Vor der Schneiderstra├če 21

Genau Heute und zum genannten Zeitpunkt und Ort ereignete sich dortselbst folgendes unangenehme Ereignis:
Ein, regelwidrig die linke Stra├čenseite benutzender Radfahrer, Herr Kurt Meyer, wohnhaft 01235 Hahneb├╝chen, Korkstra├če 5, Jahrgang 1953, hatte nach eigenen Angaben zu Folge, die Absicht auf selbiger Stra├čenseite einen anderen Radfahrer, Herrn Heinrich Schneider, wohnhaft 01236 Hahneb├╝chen, Murksstra├če 45, Jahrgang 1964, zu umfahren der f├╝r ihn in entgegengesetzter Fahrtrichtung fuhr, also richtig. Die zum Radfahren ausgewiesene Fahrbahn betr├Ągt an besagter Stelle vorschriftsm├Ą├čig genau die richtige Breite, um Kollisionen zu vermeiden. Sich dessen bewusst, fuhr der richtig fahrende Herr Heinrich Schneider, wohnhaft 01236 Hahneb├╝chen, Murksstra├če 45, Jahrgang 1964, aufmerksam und im gem├Ą├čigten Tempo, also ohne polizeiliche Beanstandung und Regelwidrigkeiten, so dahin. Pl├Âtzlich, aus heiterem Himmel auftauchend, hatte er unmittelbar vor sich den regelwidrig fahrenden Radfahrer, Herrn Kurt Meyer, wohnhaft 01235 Hahneb├╝chen, Korkstra├če 5, Jahrgang 1953 wahrgenommen. Durch scharfes, sofortiges Einleiten einer Gefahrenbremsung, Stufe 1A, bei der Hand und R├╝cktrittbremse eingesetzt wurden, brach das 1. Vorderrad des Radfahrers Herrn Heinrich Schneider, wohnhaft 01236 Hahneb├╝chen, Murksstra├če 45, Jahrgang 1964, wegen eines geringen Verrei├čens seines Lenker, nach links aus. Dadurch kam es an besagter Unfallstelle zum Zusammensto├č beider Fahrzeuge, denn das 2. Vorderrad des falsch fahrenden Radfahrers Herrn Kurt Meyer, wohnhaft 01235 Hahneb├╝chen, Korkstra├če 5, Jahrgang 1953, eierte gef├Ąhrlich, sicher auch schon vor dem Zusammensto├č ganz gewaltig. Dazu kommt erschwerend f├╝r den diesen Unfall aufnehmenden Obernebenwachmeisters Herrn Karl Damme, das er erheblich nach Alkohol roch, der falschfahrende Radfahrer. Dieser Vorgang wurde von mehreren Passanten, die sich in unmittelbarer N├Ąhe der Unfallstelle, nat├╝rlich rein zuf├Ąllig, aufhielten genauestens beobachtet und zu Protokoll gegeben. Leider wurden vom Obernebenwachmeister Herrn Karl Damme die Personalien der Zeugen nicht richtig aufgenommen bzw. die Adressen vertauscht, so dass es nachher durch die Zeugen zu Widerspr├╝chen bei der Schilderung des Ablaufes des Unfalles gekommen ist und keine Einigung erzielt werden konnte wer von der verkehrten Seite, also von rechts oder von links kam, obwohl dies ├╝berhaupt keine Rolle spielt, denn beide Verkehrsteilnehmer kamen doch gegenseitig von vorn nur in entgegengesetzter Richtung, was in der nachfolgenden Untersuchung und Vernehmung der zahlreichen Zeugen festgestellt werden musste. Die Zeugen waren sich letztendlich ziemlich uneinig ├╝ber den tats├Ąchlichen Hergang des geschehenen Ungl├╝ckes und verzichteten freiwillig auf die zu erwartenden Pr├Ąmie die zur L├Âsung des Dilemmas h├Ątte f├╝hren k├Ânnen, wenn sie nur gewollt h├Ątten, die Zeugen. Dadurch kam es zu erheblichen Streitereien, bei denen der Obernebenwachmeister Herr Karl Damme und die Raumpflegerin Frau Herta Lehmann, wohnhaft 01237 Hahneb├╝chen, Feitzstra├če 38, Jahrgang 1983, sowie die als streits├╝chtig stadtbekannte Frau Gundhilde Hinzekunz, wohnhaft 01238 Hahneb├╝chen, Wikkingerstra├če 73, Jahrgang 1966, arg verletzt wurden. Alle drei liegen zurzeit im Bezirkskrankenhaus auf der Intensivstation und harren ihrer Genesung entgegen. Die Radfahrer sind gesund und unverletzt. Der Sachschaden an den beiden am Unfall beteiligten Fahrzeugen betr├Ągt nach sachgerechter Umrechnung 75 Promille.
Der stark angetrunkene, den Unfall verursachende Radfahrer, Herr Kurt Meyer, wohnhaft 01235 Hahneb├╝chen, Korkstra├če 5, Jahrgang 1953, bot anschlie├čend allen Anwesenden, als Entsch├Ądigung und Trost, einen kr├Ąftigen Schluck aus seiner Flasche mit einem leckeren 6-Sterne-Whiskys, an, den er nach eigenen Angaben zu Folge zum Erhalt seiner k├Ârperlichen Konstitution und der Fahrt├╝chtigkeit immer bei sich f├╝hrt. Die Versammlung endete mit einem fr├Âhlichen Trinklied, das die Zeugen, die Radfahrer und das restliche Team des Reviers stimmungsvoll nach Hause begleitete.
Die Wache ist zurzeit unbesetzt. Wir sind voll. Mag, komme was will!

Mit letzter Kraft protokolliert um 21.45 Uhr im Revierb├╝ro von Hauptwachtmeister Schussel.
Danke f├╝r die Anteilnahme. Wir wachen morgen wieder auf!
Prost!!!

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