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Leselupe.de > Kurzprosa
Positiv gedacht
Eingestellt am 11. 07. 2008 19:57


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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Wenn gar nichts mehr geht, denke ich mir meinen Teil. Und mein Teil ist der paradiesischste des Paradieses, in dem ich als einziger Mann vom Baum der Erkenntnis ├äpfel pfl├╝cken und essen darf. Die teuflische Schlange sonnt sich vor meinen nackten F├╝├čen, w├Ąhrend Eva, die aussieht wie die erste und ewige Mi├č Universum (ohne Badeanzug und Sch├Ąrpe), mit unnachahmlichem H├╝ftschwung auf mich zukommt, einladend l├Ąchelt und ihre Arme nach mir ausstreckt.
Und ich ÔÇô ganz Herr meiner absoluten Freiheit ÔÇô entscheide unverf├╝hrbar, ob ich ihren leidenschaftlichen W├╝nschen nachgeben soll oder nicht. Meistens will ich. Und wenn ich nicht will, greife ich zum Fernglas und sehe tief unter mir im Tal des irdischen Elends M├Ąnner und Frauen im Schwei├če ihres Angesichts arbeiten und denke mir, dass jene dort unten sich bestimmt nicht denken k├Ânnen, wie gut es mir in meinem positiv gedachten Teil geht.
Und da Gott ein Mann ist, freut er sich mit mir. Nur der heilige Geist ├╝berlegt eifers├╝chtig und angestrengt, welche Gestalt welchen Engels er annehmen soll, um diesmal Eva zur Mutter eines Gottessohnes zu machen.
Mich beunruhigt das keineswegs. Eva steht ausschlie├člich auf mich und schon gar nicht auf Engel, nicht einmal auf Erzengel.
Alles kann so denkbar einfach sein, mann muss nur richtig denken k├Ânnen.
Frauen denken da sicherlich anders. Aber da ich mir denken kann, dass die sowieso nicht richtig denken k├Ânnen, wird Eva weiterhin l├Ącheln und ausschlie├člich Gef├╝hle f├╝r mich haben.
Frauen sind f├╝r M├Ąnner eben denkbar einfach.
M├Ąnner f├╝r Frauen allerdings auch, habe ich schon Frauen au├čerhalb meines Paradiesteiles sagen h├Âren. Und warum ausgerechnet bei diesem Gedanken die Schlange vor meinen F├╝├čen den Kopf hebt und zu z├╝ngeln beginnt, kann ich mir denken. Da ich mich jetzt aber weder von Evas umarmen lassen will noch beabsichtige, durch das Fernglas ins Elend zu sehen, wei├č ich einfach nicht mehr, was ich mir sonst noch zu meinem Gl├╝ckdenken soll.

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

Version vom 11. 07. 2008 19:57

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Karl Feldkamp
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Lieber Hakan,
ein paar Adjektive habe ich herausgenommen. M├Âglicher Weise hat sogar das schon den Text schneller und spannender gemacht.
Danke f├╝r deine Hinweise.
Herzlichen Gru├č
Karl
__________________
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