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Leselupe.de > Humor und Satire
Prinz August und Elisabeth
Eingestellt am 01. 10. 2003 15:32


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Peggy
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2003

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„Ich will Wurst! Und zwar Leberwurst!!! Sofort aufh├Âren mit dem Geklimper! Aufh├Âren!!“
Mein Frauchen Elisabeth qu├Ąlt schon seit Stunden die Tasten. „Beethoven! Dabei w├╝rde Rachmaninow viel besser passen!“.

Ich sterbe! Mein Normalgewicht sind 10 kg, und nur wegen meiner starken Knochen wiege ich 14 kg und soll jetzt abspecken!
Von oben ert├Ânt ein Klopfen. Frau Schmidthammer mit ihren Spazierstock.
Aber Elisabeth st├Ârt das nicht. Mit ihren 50 Jahren ist sie eh schon fast taub. Und immer auf Di├Ąt – eigentlich.

„Komm Butzi, sch├Âne Musik gell!“.
„Ich hei├če nicht Butzi! Mein Name ist Prinz Augustus, der Dritte, reinrassiger Mops mit Vorliebe f├╝r Leberwurst und Spiegeleier.“

Der Mond scheint auf Elisabeths Lockenkopf.
Seitdem sie nicht mehr ausgeht, bin ich ihr einziger Freund. Aber immerzu Musik zu Trockenfutter und Wasser, einfach schrecklich.
Sie macht eine Pause, endlich.

„Mpff, Lecker! Echt viel K├Ąse – ah, Butzi, jetzt komm. Komm Fernsehen. Den Rex, den magst du doch, gell. Und der Kommisar ist was f├╝r mich.“

Ich hasse alle Vier- oder Zweibeiner, die gr├Â├čer sind als ich.
Werde jetzt auch noch vollgekr├╝melt. Schmatzende Sabberk├╝sse mit Colageschmack geben mir den Rest.

Nachts sitze ich auf dem Sofa und schaue mir Krimis im Fernsehen an. Seit Hans sich davongemacht hat, ist unser Leben so langweilig.
Ich heule den Mond an, Elisabeth schnarcht und der Bildschirm flackert!

Fr├╝h am Morgen bringe ich Elisabeth Chipst├╝ten und schleppe die gro├če Colaflasche und Butterkekse ans Bett.

„Du bist ja ein lieber Butzi, ganz brav. Und alles so lecker.“

Sie schnappt sich gleich alles auf einmal.

Kurz vor 12 meldet sich mein Bed├╝rfnis zu flanieren.
Wir treffen ausgerechnet Frau Schmidthammer, die von oben. K├╝nstliche Fingern├Ągel und ihr Moschusduft hauen mich glatt um. Da hilft auch meine Reviermarkierung nichts mehr.

Wieder Daheim liege ich in meinen Korb und betrachte Elisabeth beim Nachmittagsschlaf. 50 Jahre, allein, S├╝├čigkeiten, Torten und Chips sind ihr Lebensinhalt, und nat├╝rlich ich.
Seit Sechs Jahren bin ich ihr Ein- und Alles.

Elisabeth ist aufgewacht. Blinzelt und betritt das Bad. Sie wiegt sich w├Âchentlich. 5 kg zugenommen. Dank der extra Butterkekse und meinen Hamburger-Lieferservice aus der Mikrowelle.

Sie schlurft wieder zum Fernseher, eine Hand greift nach einer T├╝te, die andere nach meinem Kopf.

Ein Uhr Nachts, einige Wochen sp├Ąter, ein lauter Knall. Erschrocken blicke ich mich um. Schlaftrunken sehe ich Elisabeth, bzw. das, was noch von ihr ├╝brig ist.
Zufrieden drehe ich mich wieder auf die Seite.

Am Morgen winsle ich ganz laut an der Haust├╝r. Frau Schmidthammer kommt vom Einkaufen, holt die Polizei und wird meine neue Herrin.

Die Polizei sammelt Elisabeth ein und f├╝r mich beginnt ein sch├Âneres Leben. Mit viel Leberwurst.

Bis zur n├Ąchsten Di├Ąt!

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flammarion
Foren-Redakteur
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das

ist nach meinem daf├╝rhalten ziemlich geschmack- und humorlos.
__________________
Old Icke

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Peggy
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2003

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Bitte Anregung!

Hallo,


kannst Du mir bitte n├Ąheres sagen?

Ich hab extra die "Unapettitlichen" Szenen rausgenommen (das Platzen nicht expliziert gezeigt).

Warum funktioniert der Humor nicht? Zu lange S├Ątze, oder die ganze Idee schrott?

Gruss

katja

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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
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ja,

die ganze idee ist schrott. es ist kein humor, wenn man eine alte einsame frau auf die schippe nimmt. ich finde das ziemlich menschenverachtend.
lg
__________________
Old Icke

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Peggy
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2003

Werke: 9
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Vielen Dank!!!

Danke f├╝r die konstruktive Kritik.

Damit kann ich ja gleich mehr anfangen. Schrott wollte ich nat├╝rlich nicht produzieren.

Vielen Dank f├╝r die Hinweise zur Verbesserung.

Danke.

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hopeless-1
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2002

Werke: 22
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Hi Peggy,

hm.. ich muss flammarion leider zustimmen. Ich finde das Ende der Story auch nicht grade geschmackvoll gestaltet.
Doch irgendwie bin ich auch schon am Anfang der Geschichte auf Ungereimtheiten gesto├čen.
Ich hab ja kein Hund als Haustier, trotz allem kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Hund eine Colaflasche, Chips und Butterkekse einigerma├čen sicher und alles aufeinmal transportieren kann.
Und irgendwie versteh ich auch nicht, wie ein Hund an eine Mirkowelle kommt, oder steht die aufm Boden??
Meine Gef├╝hlslage, beim Lesen der Geschichte, hat sich von Verwirrung in Schock gewandelt.
Ich glaube nicht, dass das deine Absicht war.


LG, Hopeless-1
__________________
Ein Raum ohne B├╝cher ist ein K├Ârper ohne Seele (Cicero)

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tocotomic
Autorenanw├Ąrter
Registriert: May 2003

Werke: 11
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Das ist wohl ein klassisches Beispiel f├╝r eine Geschichte, die auch durch ├ťberarbeitung nicht mehr gut wird. Die Idee finde ich auch ziemlich geschmacklos. Es ist zwar nicht schlecht geschrieben, aber irgendwie taugt es einfach nichts. Deine anderen Geschichten beweisen aber, das hier ist eine Ausnahme.

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