Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92210
Momentan online:
394 Gäste und 14 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Prollo
Eingestellt am 24. 11. 2001 12:16


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
Kommentare: 977
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Er stand auf. Erschien in der K├╝che, lief gru├člos vorbei, um sich an den Tisch zu setzen und von den mitgebrachten Br├Âtchen sich einige in den Mund zu schieben, nat├╝rlich nicht, ohne vorher noch einige Male die K├╝hlschrankt├╝re zu ├Âffnen, um nachzusehen, ob es nicht doch noch einen besseren Brotaufstrich g├Ąbe, als den, der bereits auf dem Esstisch angeboten wurde.

Es war ihnen klar: Er hatte wieder Geld in seiner Tasche. Seine Stimmung war abh├Ąngig vom Gewicht seiner Geldb├Ârse und das schwand, je n├Ąher das Monatsende n├Ąher r├╝ckte.

Er hatte niemanden n├Âtig, sobald die B├Ârse voll war und das war sie zur Zeit, denn er konnte sich etwas nebenbei verdienen. Dazu war er dann auch nicht zu faul.

Am Monatsanfang war das Leben f├╝r Kai ein Schlaraffenland. Wenn er zu seiner Firma fuhr, steckte in seinen Beutel keine Butterbrotdose, wie an den ├╝brigen Tagen. Dann war alles nicht gut genug f├╝r ihn. Er nahm es als Lehrling mit den Gesellen auf. Z├╝ckte seine B├Ârse, um sich etwas zu Trinken zu holen oder fuhr mit den Gesellen in die Stadt, um dort essen zu gehen.

Es war sinnlos, er konnte und wollte auf nichts verzichten und regelm├Ą├čig reichte sein Geld nur bis zum 20. des Monats.

Am Monatsanfang bimmelte das Telefon, standen Freunde vor der T├╝r, da war er nie allein,
doch wehe, das Ende des Monats nahte. Stand dann jemand vor der T├╝r, hielt er die Hand auf, um sein geliehenes Geld abzuholen, was Kai nat├╝rlich nicht hatte.

Dann verschanzte er sich wieder auf sein Zimmer, war mit dem Fernsehprogramm zufrieden und damit, die Brotdose und eine Flasche Wasser mitnehmen zu k├Ânnen zu seiner Lehrfirma.

Dann wurde aus Prollo Pinoccio.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

liebe anemone,
mich w├╝rde interessieren,was es mit PROLLO..was doch bestimmt von PROLL kommt (?) zu tun hat? :-)
Tja,auf solche leute sollte man wohl irgendwann verzichten,wenn sie immer anfangs des monats auf der matte stehen. Aber so lange er diese menschen braucht,wird er sie herein lassen..und auf diese weise aufmerksamkeit der guten "freunde" bekommen,die er ja amende des monats nicht hat.
gerade heute..weil ich dein "Pinoccio" sehr gut verstand und als bezeichnung grad recht kommt..sehe ich das man aber auch ein solcher sein kann,wenn man gut kohle hat. Mein Freund ist so ein pinoccio...der freunde hat,die IHN nur halten,weil er eben kohle hat.Nur braucht er diese menschen wohl irgendwie.Leider.

Nun ja,ich denke,Kai muss wohl lernen mit seinem geld zu hausalten..damit er am ende des monats noch etwas ├╝ber hat.
lg
sanne

Bearbeiten/Löschen    


anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
Kommentare: 977
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Das ist leicht gesagt,

aber schwer getan, da hilft auch alles reden nicht, denke
er wird f├╝r diese Erkenntnis lange brauchen da die Einsicht fehlt.

Unter Prollo verstehe ich einen Prahler, Angeber, evtl. verst├Ąndlich, wenn man bisher ein armer Sch├╝ler war und nur sein Taschengeld zur Verf├╝gung hatte.

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!