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Leselupe.de > Lange Texte
Prolog
Eingestellt am 27. 04. 2004 19:31


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Najitzabeth
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jan 2004

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Prolog


Sie erwachte. Langsam sammelte sie ihre Gedanken und schickte sie aus, um ihre Umgebung zu erkunden. Ihr Herz begann zu rasen als sie die Gegenwart ihres Mannes nicht neben sich wahrnahm und sie streckte die Fühler ihrer Geisteskraft aus. Erst als sie seine Panik und Verzweiflung spürte, hörte sie auch das Pochen seiner Schritte auf der Treppe. Lavianna setzte sich auf als ihr Mann das gemeinsame Schlafzimmer betrat. Seine Augen waren weit vor Schreck. Er hielt ihre kleine zweijährige Tochter, die noch schlief, auf dem Arm: „Schnell, steh auf!“ Die Frau sprang aus dem Bett und lief zu ihrem Mann: „ Was ist denn los?“ keuchte sie als Lukas sie aus dem Raum zog.
„Fremde Männer sind in die Werkstatt eingebrochen und jetzt versuchen sie ins Haus zu kommen.“
Sie rannte die Treppe nach unten um sich im Keller zu verstecken als Lavianna das Bewusstsein eines anderen Menschen aus tiefen Schlaf erwachen hörte. Sie riss sich von ihrem Mann los und stürmte die Treppe wieder hinauf. Lukas folgte ihr. „Spilyph komm her, beeil dich!“ sagte die Frau als sie die Tür zu dem Kinderzimmer öffnete. Ihr Sohn sah sie mit verschlafenen Augen an und schien nicht so recht zu wissen was geschah. Trotzdem wühlte er sich aus seiner Bettdecke und lief auf seine Mutter zu. Lavianna nahm den kleinen Jungen an die Hand und führte ihn zurück zur Treppe. Unten, in der kleinen Küche riss Lukas an einer Stelle in der nähe des Ofens den Teppich vom Boden und zog einige Bodenbretter zur Seite. Dort bewarte die junge Familie ihr kostbarstes Hab und Gut auf, unter anderen einige Phliemarenkugeln aus eigener Herstellung. Es war genug Platz um ein Kind zu verstecken. „Schnell, geh dort hinunter.“ Sie gab ihrem Sohn noch einen Kuss auf die Stirn und hob ihn in die Dunkelheit hinab. Lavianna wollte ihm sein Schwesterchen noch hinab reichen aber ihr Mann hielt sie davon ab. „Wenn sie weint werden sie beide finden!“ Die Frau nickte.
Gerade, als Lukas die Bretter über dem Kopf des Jungen schloss zerbarst im Nebenzimmer eine Tür.
„Sie sind im Haus!“ hauchte Lavianna und drückte das kleine Mädchen fester an sich, dass jetzt aufgewacht war und sich fragend um sah. Schnell deckte Lukas noch die Stelle an der sein Sohn versteckt war mit dem Teppich ab und packte dann seine Frau um sie in die Vorratskammer zu zerren. Der Mann lies die schwere Tür leise ins Schloss fallen und drängte sich dann zusammen mit seiner Frau und dem Kleinkind in die hinterste Ecke des kleinen Raumes. Das Mädchen wimmerte. Lavianna betete zu Saphira, dass die Fremden ihren Sohn nicht fanden und lehnte sich dabei an die Schulter ihres Mannes. Sie zitterte am ganzen Körper. Schritte wurden laut und sie hörte, wie Möbel umgestoßen wurden und Glas zersplitterte. Auf einmal tat ihre Tochter einen lauten Schluchzer und in der Küche wurde schlagartig alles still. Lavianna hörte wie die Fremden miteinander sprachen, konnte aber nicht verstehen was sie redeten. Sie kamen immer näher. Die Frau drückte sich in die Arme ihres Mannes als die Türklinke nach unten gedrückt wurde. Ihr Herz raste, sodass sie dachte, es würde zerspringen. Das Licht der Fackel, die der Einbrecher in der Hand hielt, blendete sie und Lavianna wandte den Blick ab. All die Gedanken, die von den Fremden in die Welt hinaus geschrieen wurden, machten sie schier wahnsinnig. Soviel Boshaftigkeit und Niedertracht hatte sie noch nie bei einem denkenden Lebewesen erlebt. Lavianna bekam Kopfschmerzen.
Drei Männer kamen in den engen Raum und zerrten Lukas, mit dem kleinen Mädchen auf dem Arm, und Lavianna heraus. Die anderen beiden Fremden, die wie alle in weiße Mönchskutten gehüllt waren und eine Gesichtslose Maske in der selben Farbe trugen, versuchten nun mit aller Gewalt das Mädchen, das mit ihrer sonst so zarten Stimme brüllte, das es selbst die Nachbarn noch hören mussten, von ihrem Vater loszureißen. In Lavianna keimte die Hoffnung, dass irgendjemand das Geschrei hören würde und sie rettete.
Für ihre Tochter war es zu spät. Ihr Weinen erstarb mit einem Mal und das einzige was für einen Sekundenbruchteil zu hören war, war das Gurgeln ihrer zerschnittenen Kehle. Blut strömte auf den Boden.
Lavianna konnte und wollte ihren Augen nicht trauen, als einer der Männer seine Hand in die rote Pfütze tauchte und mit dem Blut ihrer Tochter etwas an die Küchenwand schrieb. Sie wehrte sich mit all ihrer verzweifelten Kraft gegen das was man ihr antat aber bevor sie auch nur schreien konnte, hatte jemand ihr ein Messer an den Hals gedrückt. Lukas, der bis zur letzten Minute versuchte das Mädchen zu retten, war niedergeschlagen worden und lag nun regungslos auf dem beschmutzten Boden.
Der Druck um ihren Hals wurde stärker und der Fremde, der sie festhielt brüllte in seinem Kopf: „Na, du kleine Phliemarenschlampe. Genau das selbe wird dir auch geschehen und auch deinem unfähigen Ehemann. Nur das der Herr bei euch nicht so gnädig sein wird wie wir bei dem Gör!...“ Mehr konnte Lavianna nicht hören, denn sie verlor in den Armen ihres Peinigers das Bewusstsein.

Als die Schwärze, die ihren Geist vernebelte, sich langsam auflöste und Lavianna die Gedanken ihrer Umgebung wieder wahrnahm, war es zuerst die Angst, die ihr entgegenschlug. Rings um sie herum hallten die Wände von dem hoffnungslosen Grauen und Leid. Und vom Tod. Erst jetzt roch Lavianna auch das Blut und bemerkte, dass sie nicht alleine war. Ganz langsam flossen die Erinnerungen zurück in ihr Bewusstsein. Sie unterdrückte die Tränen, die in ihr aufstiegen und öffnete die Augen.
Die Decke des Raumes, in dem sie sich befand war unglaublich hoch und von ihr hingen rote Samtvorhänge herab. Als sie versuchte aufzustehen stellte sie fest, dass sie gefesselt war. Neben ihr lag ihr Mann, immer noch bewusstlos. Man hatte sie beide entkleidet und auf eine Art steinernen Tisch gebunden.
„Lukas?“ fragte sie leise in Richtung des Mannes. Jemand schlug ihr ins Gesicht, sodass ihre Nase zu bluten begann.
„Sei still, Weib! Der Herr kommt...“ flüsterte einer der weißen Mönche, der anscheinend schon die ganze Zeit über neben ihr gestanden hatte. Lavianna verstummte auf der Stelle und sah sich um. Überall standen Personen, die alle in den gleichen Kutten steckten und die selben ausdruckslosen Masken trugen.
Irgendwo öffnete sich eine Tür. Lavianna hörte die quietschenden Scharniere und ein neuer Gedanke wehte in den Raum: Rache!
Sie versuchte mit aller Gewalt das Gefühl, das der schwarz gekleidete Mann, der jetzt an den Tisch trat, in ihr entfachte zu verdrängen. Der Hass und die Widerlichkeit in seinem Kopf ließ sie alles andere vergessen. Er beugte sich über die Frau und die Maske, die nur sein halbes Gesicht verdeckte grinste sie hämisch an. Das lange blonde Haar, das aus der Kapuze herausfiel, berührte sie beinahe und Lavianna wandte sich vor Ekel ab. Der blonde Mann zog die Kapuze zurück und nun konnte die Frau auch den Grund für die Maske sehen. Nur die eine Hälfte des Kopfes war mit Haar bedeckt, auf der anderen Seite konnte man nur noch die verkohlten Überreste der einstigen Pracht erkennen. Die Haut war von Brandnarben entstellt. Es sah beinahe so aus, als wäre der Mensch vor ihr geschmolzen. Ihr wurde übel.
„Du solltest dich geehrt fühlen,“ begann der Entstellte. Er sprach so laut, dass es an den Wänden widerhallte. „schließlich bist du die Erste, die mir helfen wird, das Werk meines Meisters zu vollbringen.“ Die anderen Verhüllten jubelten, verstummten aber sogleich wieder, als ihr Herr weitersprach: „Mit deinem Opfer werde ich eine neue Zeitepoche einleiten. Ganz so wie es Prophezeit wurde. Du wirst sterben und mit deinem Blut dem Einhorn dienen!“
Lavianna konnte es nicht glauben. Sie und ihre Familie sollten eine Opfergabe an Saphira sein? Das konnte nicht stimmen. Nie hatten die Priester während einer Rufung erwähnt, dass es Opferungen gab. Lavianna war immer der Meinung gewesen, dass Saphira eine friedliebende Göttin sei...
Der schwarze Mann holte aus einem Ärmel seiner Kutte einen langen, silbrig glänzenden Dolch hervor und setzte ihn an ihre Brust. Bevor er zustach hörte sie seine Gedanken noch einmal in den ihren: „Und ich werde eine ganz besondere Person damit zurücklocken! Dann wird sie genauso Leiden, wie ich es getan habe!“
Er fuhr mit dem Messer über ihren Oberkörper bis zu ihrem Bauchnabel. Zuerst fühlte Lavianna überhauptnichts, aber sobald sie die Wärme ihres eigenen Blutes über ihren Körper laufen spürte kam der Schmerz. Heiß und Stechend kam er, sodass sie glaubte zu platzen. Lavianna wollte schreien aber sie hatte nicht mehr die Kraft dazu. Immer wieder blitzten Erinnerungen vor ihrem inneren Augen auf. Ihr Sohn, ihre Familie, ihre Kindheit... Dann war es vorbei und sie sog ein letztes Mal keuchend Luft in ihre zerschnittenen Lungen.

__________________
Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.
Enrique Jardiel Poncela
spanischer Humorist

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flammarion
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aha,



jetzt beginnt der 2.teil!
na dann . . .

Prolog


Sie erwachte. Langsam sammelte sie ihre Gedanken und schickte sie aus, um ihre Umgebung zu erkunden. Ihr Herz begann zu rasen(Komma) als sie die Gegenwart ihres Mannes nicht neben sich wahrnahm und sie streckte die Fühler ihrer Geisteskraft aus. Erst als sie seine Panik und Verzweiflung spürte, hörte sie auch das Pochen seiner Schritte auf der Treppe. Lavianna setzte sich auf(Komma) als ihr Mann das gemeinsame Schlafzimmer betrat. Seine Augen waren weit vor Schreck. Er hielt ihre kleine (überflüssig) zweijährige Tochter, die noch schlief, auf dem Arm: „Schnell, steh auf!“ Die Frau sprang aus dem Bett und lief zu ihrem Mann: „Was ist denn los?“ keuchte sie(Komma) als Lukas sie aus dem Raum zog.
„Fremde Männer sind in die Werkstatt eingebrochen und jetzt versuchen sie ins Haus zu kommen.“
Sie rannte die Treppe nach unten(Komma) um sich im Keller zu verstecken(Komma) als Lavianna das Bewusstsein eines anderen Menschen aus tiefen Schlaf erwachen hörte. Sie riss sich von ihrem Mann los und stürmte die Treppe wieder hinauf. Lukas folgte ihr. „Spilyph(Komma) komm her, beeil dich!“ sagte die Frau(Komma) als sie die Tür zu dem Kinderzimmer öffnete. Ihr Sohn sah sie mit verschlafenen Augen an und schien nicht so recht zu wissen(Komma) was geschah. Trotzdem wühlte er sich aus seiner Bettdecke und lief auf seine Mutter zu. Lavianna nahm den kleinen Jungen an die Hand und führte ihn zurück zur Treppe. Unten, in der kleinen Küche(Komma) riss Lukas an einer Stelle in der nähe (Nähe) des Ofens den Teppich vom Boden und zog einige Bodenbretter zur Seite. Dort bewarte (bewahrte) die junge Familie ihr kostbarstes Hab und Gut auf, unter anderen (anderem) einige Phliemarenkugeln aus eigener Herstellung. Es war genug Platz(Komma) um ein Kind zu verstecken. „Schnell, geh dort hinunter.“ Sie gab ihrem Sohn noch einen Kuss auf die Stirn und hob ihn in die Dunkelheit hinab. Lavianna wollte ihm sein Schwesterchen noch hinab reichen(Komma) aber ihr Mann hielt sie davon ab. „Wenn sie weint(Komma) werden sie beide finden!“ Die Frau nickte.
Gerade, als Lukas die Bretter über dem Kopf des Jungen schloss(Komma) zerbarst im Nebenzimmer eine Tür.
„Sie sind im Haus!“ hauchte Lavianna und drückte das kleine Mädchen fester an sich, dass (das) jetzt aufgewacht war und sich fragend um sah. Schnell deckte Lukas noch die Stelle(Komma) an der sein Sohn versteckt war(Komma) mit dem Teppich ab und packte dann seine Frau(Komma) um sie in die Vorratskammer zu zerren. Der Mann lies (liess) die schwere Tür leise ins Schloss fallen und drängte sich dann zusammen mit seiner Frau und dem Kleinkind in die hinterste Ecke des kleinen Raumes. Das Mädchen wimmerte. Lavianna betete zu Saphira, dass die Fremden ihren Sohn nicht fanden (finden) und lehnte sich dabei an die Schulter ihres Mannes. Sie zitterte am ganzen Körper.
Schritte wurden laut und sie hörte, wie Möbel umgestoßen wurden und Glas zersplitterte. Auf einmal tat ihre Tochter einen lauten Schluchzer und in der Küche wurde schlagartig alles still. Lavianna hörte(Komma) wie die Fremden miteinander sprachen, konnte aber nicht verstehen(Komma) was sie redeten. Sie kamen immer näher. Die Frau drückte sich in die Arme ihres Mannes(Komma) als die Türklinke nach unten gedrückt wurde. Ihr Herz raste, sodass sie dachte, es würde zerspringen. Das Licht der Fackel, die der Einbrecher in der Hand hielt, blendete sie und Lavianna wandte den Blick ab. All die Gedanken, die von den Fremden in die Welt hinaus geschrieen wurden, machten sie schier wahnsinnig. Soviel Boshaftigkeit und Niedertracht hatte sie noch nie bei einem denkenden Lebewesen erlebt. Lavianna bekam Kopfschmerzen.
Drei Männer kamen in den engen Raum und zerrten Lukas, mit dem kleinen Mädchen auf dem Arm, und Lavianna heraus. Die anderen beiden Fremden, die wie alle in weiße Mönchskutten gehüllt waren und eine Gesichtslose (klein) Maske in der selben Farbe trugen, versuchten nun mit aller Gewalt das Mädchen, das mit ihrer sonst so zarten Stimme brüllte, das (dass) es selbst die Nachbarn noch hören mussten, von ihrem Vater loszureißen. In Lavianna keimte die Hoffnung, dass irgendjemand das Geschrei hören würde und sie rettete.
Für ihre Tochter war es zu spät. Ihr Weinen erstarb mit einem Mal und das einzige(Komma) was für einen Sekundenbruchteil zu hören war, war das Gurgeln ihrer zerschnittenen Kehle. Blut strömte auf den Boden.
Lavianna konnte und wollte ihren Augen nicht trauen, als einer der Männer seine Hand in die rote Pfütze tauchte und mit dem Blut ihrer Tochter etwas an die Küchenwand schrieb. Sie wehrte sich mit all ihrer verzweifelten Kraft gegen das(Komma) was man ihr antat(Komma) aber bevor sie auch nur schreien konnte, hatte jemand ihr ein Messer an den Hals gedrückt. Lukas, der bis zur letzten Minute versuchte das Mädchen zu retten (Lukas, der bis zur letzten Minute das Mädchen zu retten versuchte), war nieder geschlagen worden und lag nun regungslos auf dem beschmutzten Boden.
Der Druck um ihren Hals wurde stärker und der Fremde, der sie festhielt(Komma) brüllte in seinem Kopf: „Na, du kleine Phliemarenschlampe. Genau das selbe wird dir auch geschehen und auch deinem unfähigen Ehemann. Nur das (dass) der Herr bei euch nicht so gnädig sein wird wie wir bei dem Gör!...“ Mehr konnte Lavianna nicht hören, denn sie verlor in den Armen ihres Peinigers das Bewusstsein.

Als die Schwärze, die ihren Geist vernebelte, sich langsam auflöste und Lavianna die Gedanken ihrer Umgebung wieder wahrnahm, war es zuerst die Angst, die ihr entgegen(getrennt)schlug. Rings um sie herum hallten die Wände von dem hoffnungslosen Grauen und Leid. Und vom Tod. Erst jetzt roch Lavianna auch das Blut und bemerkte, dass sie nicht alleine war. Ganz langsam flossen die Erinnerungen zurück in ihr Bewusstsein. Sie unterdrückte die Tränen, die in ihr aufstiegen und öffnete die Augen.
Die Decke des Raumes, in dem sie sich befand(Komma) war unglaublich hoch und von ihr hingen rote Samtvorhänge herab. Als sie versuchte aufzustehen (Als sie aufzustehen versuchte Komma) stellte sie fest, dass sie gefesselt war. Neben ihr lag ihr Mann, immer noch bewusstlos. Man hatte sie beide entkleidet und auf eine Art steinernen Tisch gebunden.
„Lukas?“ fragte sie leise in Richtung des Mannes. Jemand schlug ihr ins Gesicht, sodass ihre Nase zu bluten begann.
„Sei still, Weib! Der Herr kommt...“ flüsterte einer der weißen Mönche, der anscheinend schon die ganze Zeit über (überflüsig) neben ihr gestanden hatte. Lavianna verstummte auf der Stelle und sah sich um. Überall standen Personen, die alle in den gleichen Kutten steckten und die selben ausdruckslosen Masken trugen.
Irgendwo öffnete sich eine Tür. Lavianna hörte die quietschenden Scharniere und ein neuer Gedanke wehte in den Raum: Rache!
Sie versuchte mit aller Gewalt das Gefühl, das der schwarz gekleidete Mann, der jetzt an den Tisch trat, in ihr entfachte(Komma) zu verdrängen. Der Hass und die Widerlichkeit in seinem Kopf ließ sie alles andere vergessen. Er beugte sich über die Frau und die Maske, die nur sein halbes Gesicht verdeckte(Komma) grinste sie hämisch an. Das lange blonde Haar, das aus der Kapuze herausfiel, berührte sie beinahe und Lavianna wandte sich vor Ekel ab. Der blonde Mann zog die Kapuze zurück und nun konnte die Frau auch den Grund für die Maske sehen. Nur die eine Hälfte des Kopfes war mit Haar bedeckt, auf der anderen Seite konnte man nur noch die verkohlten Überreste der einstigen Pracht erkennen. Die Haut war von Brandnarben entstellt. Es sah beinahe so aus, als wäre der Mensch vor ihr geschmolzen. Ihr wurde übel.
„Du solltest dich geehrt fühlen,“ begann der Entstellte. Er sprach so laut, dass es an den Wänden widerhallte. „schließlich bist du die Erste, die mir helfen wird, das Werk meines Meisters zu vollbringen.“
Die anderen Verhüllten jubelten, verstummten aber sogleich wieder, als ihr Herr weiter(getrennt)sprach: „Mit deinem Opfer werde ich eine neue Zeitepoche einleiten. Ganz so(Komma) wie es Prophezeit wurde. Du wirst sterben und mit deinem Blut dem Einhorn dienen!“
Lavianna konnte es nicht glauben. Sie und ihre Familie sollten eine Opfergabe an Saphira sein? Das konnte nicht stimmen. Nie hatten die Priester während einer Rufung erwähnt, dass es Opferungen gab. Lavianna war immer der Meinung gewesen, dass Saphira eine friedliebende Göttin sei...
Der schwarze Mann holte aus einem Ärmel seiner Kutte einen langen, silbrig glänzenden Dolch hervor und setzte ihn an ihre Brust. Bevor er zustach(Komma) hörte sie seine Gedanken noch einmal in den ihren: „Und ich werde eine ganz besondere Person damit zurück(getrennt)locken! Dann wird sie genauso Leiden (klein), wie ich es getan habe!“
Er fuhr mit dem Messer über ihren Oberkörper bis zu ihrem Bauchnabel. Zuerst fühlte Lavianna überhaupt(getrennt)nichts, aber sobald sie die Wärme ihres eigenen Blutes über ihren Körper laufen spürte(Komma) kam der Schmerz. Heiß und Stechend (klein) kam er, sodass sie glaubte zu platzen sodass sie zu platzen glaubte). Lavianna wollte schreien(Komma) aber sie hatte nicht mehr die Kraft dazu. Immer wieder blitzten Erinnerungen vor ihrem inneren Augen auf. Ihr Sohn, ihre Familie, ihre Kindheit... Dann war es vorbei und sie sog ein letztes Mal keuchend Luft in ihre zerschnittenen Lungen.


och, das fängt ja ganz traurig an.
bin gespannt, wie es weitergeht, habe dich soo vermist . . .
lg
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Najitzabeth
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Registriert: Jan 2004

Werke: 7
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Huhu
Freut mich, dass dich meine Geschichte immer noch interessiert. Auf das nächtste Kapitel musst du aber leider noch ein bisschen warten, komm momentan einfach nicht weiter...
Naja, also bis dann dann
mfg Najitzabeth
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Enrique Jardiel Poncela
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