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Leselupe.de > Lange Texte
Prolog
Eingestellt am 01. 09. 2004 16:49


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Diana Leibacher
AutorenanwÀrter
Registriert: Aug 2000

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1.Prolog

Teran blickte wehmĂŒtig zu den Zwillingen, strich die Robe glatt und setzte sich aufseufzend in Bewegung, er wusste, dass sie nicht geeignet waren, aber ihm blieb keine Wahl. Beide waren eigentlich schon zu alt, um ausgebildet zu werden, sie hatten zwar Intelligenz und Anmut, alles was zukĂŒnftige Herrscher brauchten, aber ihre Seelen waren nicht im Gleichklang. Sie beherrschten die Gedankensprache nur dĂŒrftig und wĂŒrden es sehr schwer haben sie zu vollstĂ€ndig erlernen. Wieder seufzte er auf, schloss kurz die Augen und rĂ€usperte sich, als er nur noch einen Schritt hinter ihnen stand. Er setzte ein LĂ€cheln auf, doch seine Augen, erreichte das LĂ€cheln nicht.
Die Zwillinge wandten sich um, schauten erfreut zu ihrem Mentor auf, fast gleichzeitig stellten sie die Frage: „ErzĂ€hlt ihr uns heute die Geschichte von Nyris und Logar?“ , Teran nickte lĂ€chelnd, kniete sich vor den Beiden nieder und legte seine HĂ€nde auf die Knie.
PrĂŒfend blickte er den beiden Kindern in die Augen und nickte abermals.
„Heute sollt ihr sie erfahren, hört gut zu, denn sie ist der Beginn unserer Welt und auch deren Sinn!“
Die Kinder machten es sich bequem und erwarteten gespannt den Beginn der ErzĂ€hlung. Teran fuhr sich durch den Kinnbart, hoffte sie wĂŒrden die ZusammenhĂ€nge verstehen und begann von der Entstehung der Welt zu erzĂ€hlen....

„Zuerst war das Nichts, es erfĂŒllte alles und doch war es leer. Lange Zeit blieb dies auch so, bis es sich entschied dem ein Ende zu machen und aus sich selbst heraus Logar und Nyris zu gebĂ€ren. Logar war der Erstgeborene, er war stark und rein im Herzen, wĂ€hrend Nyris, die nach ihm kam, zierlich gebaut war und Hass im Herzen trug. Das Nichts betrachtete seine Schöpfungen und zog sich zurĂŒck, ĂŒbergab seinen Kindern seinen Leib, damit sie mit ihren Gedanken Welten erschaffen und beleben konnten.
Nyris hasste ihren Bruder, den Erstgeborenen und wĂŒnschte sich seinen Tod, um alleine die Welten zu erschaffen, nach ihren Vorstellungen. Logar dagegen liebte seine Schwester ĂŒber alles und verzieh ihr auch alles. Er erkannte wohl, dass Nyris ihm nicht wohlgesonnen war und schuf fĂŒr sie einen glĂŒhenden Feuerball, den er in das Nichts warf. Nyris sah die helle Schönheit und schuf neidisch selbst einen Ball, doch ihr Hass konnte ihn nicht mit warmen Feuer beleben, sonder ließ ihn im kalten weiß leuchten.“

Teran unterbrach sich und sah die Zwillinge fragend an, diese blickten sich kurz in die Augen und wandten sich dann Teran zu: „Sonne und Mond!“
Der Priester lĂ€chelte „Gut! Dann hört weiter zu!“

„Der Erstgeborene betrachtete erfreut und zugleich belustigt das Werk seiner Schwester, trat auf sie zu und lobte sie, doch die Wut in ihren Augen erschreckte ihn maßlos. Abgrundtief böse funkelte Nyris ihn an, hob die HĂ€nde und schuf eine ewige Dunkelheit um sie herum, nur die zwei BĂ€lle erleuchteten einen kleinen Bereich des Dunkels. Da hob Logar ebenfalls die HĂ€nde und befahl der Sonne und dem Mond eine Bahn in der ewigen Dunkelheit zu beschreiten, auf das es nie einen Fleck gĂ€be, der ewig in Finsternis sei. Nyris, wild in ihrem Zorne gefangen, wollte alles zerstören. Sie riss mit ihren Krallen tiefe Wunden in die Dunkelheit, die noch schwĂ€rzer schienen. Doch Logar spannte ein Netzt um alles und hielt es fest beisammen.“

Wieder blickte Teran die Zwillinge vor sich auffordernd an, wĂ€hrend sie sich ĂŒbten in Gedanken zu sprechen und sich berieten. „Die Sterne!“ brach es aufgeregt aus dem MĂ€dchen hervor und der Junge senkte beschĂ€mt den Blick. Tadelnd hob der Priester seine Hand, „Ihr sollt gemeinsam Handeln und denken! Ihr seid eins, ihr werdet als ein Ganzes herrschen! Ohne deinen Bruder bist du nichts und wenn er nicht mithalten kann, dann hilf ihm!“
Nun senkte das MĂ€dchen verlegen den Blick und kaute verzag auf der Unterlippe „Ja Meister, ich werde es mir merken!“. Ihr Bruder legte ihr einen Arm um die Schulter und warf dem Priester scheu einen Blick zu „ErzĂ€hlt ihr weiter?“

„Nyris sah sich betrogen, alles was sie schuf wurde von Logar verĂ€ndert und so sann sie nach Rache. Sie lockte ihn zu sich, gab sie weich und anschmiegsam und er legte sich zu ihr. Er genoss ihre NĂ€he und wĂ€hnte sich unendlich glĂŒcklich, da sie ihm Nahe war. Doch sie nahm das von ihm geschaffene Netz, schlang es um seinen Hals und erwĂŒrgte ihn damit, bis der letzte Funke seines Lebens aus ihm erlosch. Befreit lachte sie auf, schlug ihn in kleine StĂŒcke und warf sie in alle Richtungen davon. Sie tanzte in unbĂ€ndiger Freude, streifte lange Zeit einfach nur durch ihr neu gewonnenes Reich und war glĂŒcklich.
Doch bald fĂŒhlte sie sich leer und einsam, sie hatte niemanden mehr, mit dem sie sich messen konnte und ihre Werke kamen ihr unvollstĂ€ndig vor. Schließlich bereute sie ihre Tat und wĂŒnschte sich Logar zurĂŒck. Doch es gab keinen Weg zurĂŒck... Es erstaunte sie, das ihre innere Leere auch immer mehr zunahm und fĂŒhlte in ihr Innerstes. Sie erschrak fĂŒrchterlich, denn sie sah, dass neues Leben in ihr wuchs und sich von ihrem Körper ernĂ€hrte, es fraß sie von innen auf. Doch dann lĂ€chelte sie, denn sie erkannte Logars Lebenswille darin und ihren Machthunger, so nĂ€hrte sie ihr Kind mit ihrem eigenen Fleisch, bis nur noch ihre HĂŒlle zurĂŒckblieb.
Das Kind brach sich einen Weg durch die HĂŒlle, geboren mit all dem Wissen um Vater und Mutter. Mit den Eigenschaften seiner Eltern wollte es eine Welt erschaffen in der Vater und Mutter weiterleben sollten, denn es wusste, dass das Eine nicht ohne das Andere bestehen kann. So nahm es von allem das schon existierte ein wenig und formte eine neue Welt.
Im Inneren heiß, abgekĂŒhlt von dem kalten Stein des Mondes, darĂŒber Nyris Haut gelegt und darauf die einzelnen Teile Logars, so schuf es unsere Welt! Doch noch lebte nichts, es nahm den Feuerball und den Kalten Stein und lenkte sie um die neue Welt, doch noch immer zeigte sich kein Leben. Da hauchte es der Welt seinen Atem ein, bis auch sein letzter Lebensfunke fast verloschen war, teilte sich in winzige Teile auf und fiel auf die neue Welt herab. Dort verwandelte sich sein Leib in die Tiere und Pflanzen, doch seine Augen, noch vom Geist belebt wurden die Menschen und sie leben als einzige mit dem Wissen um ihre Entstehung!“

Erschöpft vom langen ErzĂ€hlen streckte sich Teran, wĂ€hrend die Zwillinge sich erstaunt ĂŒber die neue Erfahrung angeregt unterhielten, auch wenn kein Laut zu hören war. Der Priester stemmte sich mĂŒhsam hoch, die eine Hand auf einen Findling gestĂŒtzt und rĂ€usperte sich. Zuerst reagierten die zwei Kinder nicht, doch dann hoben sie gleichzeitig den Kopf und sahen ihn fragend an.
“Ihr kennt nun die Legende, ich hoffe ihr habt daraus gelernt und wendet das Gelernte an. Nichts ist wichtiger als der Gegensatz, alles Leben beruht darauf, alles sein! Was wĂ€re Feuer ohne Wasser, welche Bedeutung hĂ€tte es allein? Was wĂ€re Liebe ohne Hass? Was Mann ohne Frau?“ er schaute beide ernst an, drehte sich dann um und ging ohne ein weiteres Wort zurĂŒck zum Tempel...

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Fellmuthow
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nur einige Bemerkungen



Hallo Diana,

es ist schon eine schwierige Sache, die Erschaffung der Welt neu zu interpretieren. Aber gut, versuchen kann man es ja.

Nur, und jetzt kommen meine kritischen Hinweise, der Text ist, ich will mal sagen, zu wenig ausgereift. Ich habe den Eindruck, du hast ihn schnell geschrieben und nicht mehr ĂŒberarbeitet. Doch gerade das ist nötig, wenn auch mĂŒhsam.

Beispiele:

„Teran nickte lĂ€chelnd, kniete ich vor den beiden nieder und legte seine HĂ€nde auf die Knie.“ .

FĂŒr den Hass, den Nyris auf ihren Bruder hat, nennst du keinen Grund. Sie hasst ihn eben, doch das ist nicht logisch. Hass ist ein menschliches GefĂŒhl, das immer seine Ursachen hat.

Wann wurde jemals ein Kind geboren mit all dem Wissen um/von Vater und Mutter? Na gut, es waren ja Götter.

Dann die SĂ€tze: „Was wĂ€re Feuer ohne Wasser, welche Bedeutung hĂ€tte es allein? Was wĂ€re Liebe ohne Hass?“ Sind diese Fragen / GegenĂŒberstellungen so wirklich berechtigt?

lg Fellmuthow

__________________
HW

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