Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92221
Momentan online:
725 Gäste und 16 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Pseudo-Es inmitten des Lebens.
Eingestellt am 25. 06. 2005 21:04


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
alina s
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Apr 2005

Werke: 5
Kommentare: 4
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um alina s eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Gehst du nach links – so stirbst du.
Gehst du nach rechts – so stirbt dein Pferd.

Aber er liebte doch sein Pferd. Er liebte es wirklich. Er brauchte es. Mit 12 hatte er es bekommen, jetzt war er 22 und liebte es. Man konnte es gar nicht oft genug sagen. Seine Eltern waren beide gestorben, auch seine Großeltern, alle Menschen, die ihm je etwas hätten bedeuten können. Sie waren tot, und es machte ihm nichts aus, er hatte keine angst vor dem Tod. Er hatte keine Angst zu sterben, doch durfte er nicht alleine sterben, doch durfte er nicht ohne sein Pferd sterben, genauso wenig, wie sein Pferd hätte ohne ihn sterben dürfen. Sie gehörten zusammen, sie waren nicht Mann und Pferd, sondern ein „sie“, nein ein „wir“ – nein ein „es“.
Der weg war schmal, aber gerade, zu Zeiten auch einige Kurven vertretend, aber nie seine Breite ändernd. Nichts war ihm auf seinem Weg begegnet, was ihn hätte von seinem Ziel abhalten können. Von seinem Ziel, Jawohl. Er hatte ein Ziel, er wusste nicht genau welches, konnte es nicht mir Worten umschreiben oder es mit irgendetwas vergleichen, aber er spürte immer nach vorne gehen zu müssen, dem Weg zu folgen, bis er irgendwann schon etwas finden würde. Jetzt stand es da, um sich blickend, und sich fragend, ob man nicht den Falschen Weg gewählt hatte. Ob man am Anfang, nicht hätte nach hinten statt nach vorne hätte gehen müssen. Oder auch, ob man nun stehen bleiben müsse, oder ob das verfolgte Ziel, vielleicht nur eine Contra-Illusionierung war.

Warum war das große Hindernis erst jetzt da, nach solch einem langen Weg, warum war es ÜBERHAUPT da und wo war der rote Faden?

Der Mann wieherte und lief zurück, stapfte in seine zuvor hinterlassenen Spuren und lief bis ans Ende seiner Tage, ohne auf sein Pferd zu achten.
Das Pferd aber blieb stehen und verarbeitete das plötzliche Verschwinden seines zweiten Ich’s. Dann schaute es sich um und tat einen Schritt zur Seite. Er kam vom Weg ab.

Und lebte glücklich bis an sein Lebensende.

__________________
I have been thinking that I would make a proposition to my Republican friends... that if they will stop telling lies about the Democrats, we will stop telling the truth about them.

Adlai E. Stevenson Jr. (1900-1965)

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


xzar
Guest
Registriert: Not Yet

hi alina s
die geschichte gefällt mir. aber geh doch bitte noch einmal drüber wegen der vielen rechtschreib- und groß/klein fehler. nur ein paar beispiele:

Sie waren tot, und es machte ihm nichts aus, er hatte keine angst vor dem Tod - Angst


Er hatte ein Ziel, er wusste nicht genau welches, konnte es nicht mir Worten umschreiben [...]
nicht MIT Worten umschreiben

Oder auch, ob man nun stehen bleiben müsse, oder ob das verfolgte Ziel, vielleicht nur eine Contra-Illusionierung war.
das wort "contra-illusionierung" verstehe ich hier nicht.

Ob man am Anfang, nicht hätte nach hinten statt nach vorne hätte gehen müssen.
Ob man am Anfang nicht hätte nach hinten statt nach vorne gehen müssen.
Ob man am Anfang nicht nach hinten statt nach vorne gehen hätte müssen.
oder wie auch immer.

liebe grüße
co

Bearbeiten/Löschen    


alina s
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Apr 2005

Werke: 5
Kommentare: 4
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um alina s eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

danke für dein Kommentar. Nun, meine Rechtschreibung ist wirklich ein Problem, beim Schreiben, besonders für die S.Zeitung...Ich versuche daran zu arbeiten und zur Contraillusionierung:



"Noch ein neuer Begriff, der hier mal Erwähnung finden sollte: Contra-Illusionierung! Er ist eine Weiterentwicklung des Vorgangs, den man naiv "Desillusionierung" nennt, wenn man im Kindes- und Jugendalter noch viele Vorstellungen von einer wunderbaren Welt oder von einer himmlischen Beziehung hat, die sich aber mit zunehmendem Lebensalter nicht erfüllen konnten, so dass die Person beim paradigmatischen Wechsel vom Idealismus oder Optimismus zum Realismus oder Pessimismus "desillusioniert" zurückbleibt...aber sie ist nicht desillusioniert, sondern hat lediglich nun die neue Illusion, dass der eigene, menschliche Machtbereich absolut eingeschränkt ist und man nichts mehr machen könne...aber war jemals ein Mensch völlig "desillusioniert" und hatte keinerlei Vorstellung mehr von der Welt? - Als Schopenhauer damals von Kontemplation und dem Verschwinden des Willens beim gleichzeitigen Bleiben der reinen vorstellung sprach, hätte er wissen müssen, dass die vorstellung eben über dem willen steht und hätte sich so viele "Illusionen" und sein späteres "blankes "Ent-setzen" ersparen können...über den Primat der Vorstellung/Einbildung/Illusion möchte ich mich allerdings erst einmal aus-schweigen..."


so long
alina

__________________
I have been thinking that I would make a proposition to my Republican friends... that if they will stop telling lies about the Democrats, we will stop telling the truth about them.

Adlai E. Stevenson Jr. (1900-1965)

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Kurzprosa Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!